[{"t":"ABS drucken: Einstellungen, Gehäuse, Belüftung und Glätten","k":"3D-Druck · Filamente","d":"So gelingt der Druck mit ABS: Temperaturen, warum ein Gehäuse fast Pflicht ist, wie du Verzug vermeidest, worauf du bei Dämpfen achtest und wie Acetonglätten funktioniert.","u":"/3d-druck/filamente/abs/","x":"ABS ist ein klassischer Technik Kunststoff. Aus ihm bestehen zum Beispiel LEGO Steine und viele Gehäuse von Haushaltsgeräten. Im 3D Druck ist es beliebt, weil es hitzebeständig ist, sich gut nachbearbeiten lässt und mit Aceton glätten lässt. Dafür stellt es mehr Ansprüche an Drucker und Umgebung als PLA oder PETG. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 240 bis 260 °C Betttemperatur 90 bis 110 °C Bauteilkühlung gering, 0 bis 30 % Gehäuse dringend empfohlen Druckplatte PEI, bei Bedarf mit Klebestift Die Angabe auf der Spule geht vor. Warum ein Gehäuse fast Pflicht ist ABS schrumpft beim Abkühlen stärker als PLA oder PETG. Kühlen die oberen Schichten ab, ziehen sie an den unteren, und die Ecken lösen sich vom Bett. Bei großen Teilen reißen außerdem einzelne Schichten auseinander. Ein geschlossener Drucker hält die Wärme im Bauraum und verhindert Zugluft. Das ist der wichtigste Hebel gegen Warping /3d druck/probleme/warping/ . Mit einem offenen Drucker gelingen kleine ABS Teile zwar manchmal, große Teile aber kaum zuverlässig. Eine Übersicht über passende Geräte findest du unter Geschlossene Drucker /3d druck/drucker/geschlossene/ . Tipp: Vor dem Druck das Bett 10 bis 15 Minuten aufheizen lassen, damit der Bauraum warm ist. Dämpfe und Belüftung Beim Drucken von ABS entstehen Styrol Dämpfe und sehr feine Partikel. Der Geruch ist deutlich wahrnehmbar. Nicht im Schlafzimmer oder Kinderzimmer drucken Für gute Belüftung sorgen, zum Beispiel durch regelmäßiges Lüften, ohne direkte Zugluft auf den Drucker Ein Drucker mit Aktivkohle oder HEPA Filter oder eine Absaugung nach draußen verringert die Belastung deutlich Wofür ABS gut ist Teile, die warm werden: formstabil bis rund 90 bis 100 °C, zum Beispiel im Auto innen oder an Geräten Mechanisch belastete Teile: zäher als PLA Teile, die nachbearbeitet werden: lässt sich gut schleifen, bohren und kleben Glatte Oberflächen: durch Acetonglätten Für Teile, die draußen in der Sonne stehen, ist ABS weniger geeignet, weil es vergilbt und spröde wird. Dafür gibt es ASA /3d druck/filamente/asa/ . Acetonglätten ABS löst sich in Aceton an. Bedampft man ein Teil mit Acetondampf, schmilzt die Oberfläche leicht an, und die Schichtlinien verschwinden. Das Ergebnis ist eine glatte, glänzende Oberfläche. Wichtig: Aceton ist leicht entzündlich, und die Dämpfe sind gesundheitsschädlich. Nur im Freien oder mit sehr guter Belüftung arbeiten, keine offenen Flammen und keine Wärmequellen in der Nähe, Herstellerhinweise des Acetons beachten. Kleine Details und Kanten werden beim Glätten weicher. Typische Probleme Problem Häufige Ursache Lösung Ecken lösen sich Zugluft, zu kaltes Bett Gehäuse, Betttemperatur erhöhen, Brim Risse zwischen Schichten Bauraum zu kalt, zu viel Kühlung Kammer vorheizen, Lüfter reduzieren Schlechte Haftung Platte verschmutzt Reinigen, dünn Klebestift Raue Oberfläche, Knistern Feuchtes Filament Trocknen bei 70 bis 80 °C ABS im Vergleich Wie sich ABS gegen PLA, PETG, ASA und TPU schlägt, zeigt die Filament Übersicht /3d druck/filamente/ ."},{"t":"Acryl und Glas bedrucken: von vorne, von hinten und zweiseitig","k":"UV-Druck · Materialien","d":"So bedruckst du Acryl und Glas mit UV: Vorder- und Hinterdruck, richtige Reihenfolge von Farbe und Weiß, Primer, Schutzfolie, statische Ladung und Aufsteller.","u":"/uv-druck/materialien/acryl-glas-bedrucken/","x":"Durchsichtige Materialien haben einen besonderen Vorteil: Du kannst sie von hinten bedrucken. Das Motiv liegt dann geschützt unter der Platte und wirkt durch das Material hindurch tief und glänzend. Damit das klappt, müssen Reihenfolge der Schichten, Spiegelung und Haftung stimmen. Vorderdruck, Hinterdruck, zweiseitig Variante Reihenfolge Datei Wirkung Vorderdruck Weiß, dann Farbe normal Farbe liegt oben, fühlbar Hinterdruck Farbe, dann Weiß gespiegelt Farbe hinter Glas, glänzend und geschützt Zweiseitig sichtbar Farbe, Weiß, Farbe eine Seite gespiegelt Motiv von beiden Seiten sichtbar Ohne Weiß nur Farbe je nach Seite lasierend, wie Glasmalerei Vorderdruck ist wie auf jedem anderen Material. Ohne Weiß darunter bleiben die Farben durchscheinend. Hinterdruck Hinterglasdruck ist die beliebteste Variante für Fotos auf Acryl und Glas. Die Datei wird horizontal gespiegelt, weil du sie später von der anderen Seite ansiehst. Zuerst kommt die Farbe auf die Platte, dann Weiß als Abdeckung dahinter. So siehst du von vorne durch das Material zuerst die Farbe. Wer die Reihenfolge vertauscht, sieht nur eine weiße Fläche. Zweiseitig sichtbar funktioniert mit einem Sandwich aus Farbe, Weiß und noch einmal Farbe. Das ist typisch für Acrylaufsteller, die von beiden Seiten gut aussehen sollen. Weil die beiden Farbschichten spiegelverkehrt zueinander liegen, brauchst du in der Software zwei passende Ebenen. Mehr zur Schichtlogik in Farbschichten /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Glas: ohne Primer geht es nicht Glas ist eine der glattesten Oberflächen überhaupt. UV Tinte kann zunächst gut aussehen und sich später in Fetzen ablösen. Deshalb gilt auf Glas immer: 1. Gründlich mit Isopropanol und fusselfreiem Tuch reinigen, trocknen lassen. 2. Glasprimer dünn auftragen und ablüften lassen. 3. Zeitnah drucken. 4. Nach dem Druck Zeit zum Aushärten geben und erst dann testen. Auf Spiegeln gilt dasselbe für die Glasseite. Die Spiegelbeschichtung auf der Rückseite ist empfindlich und sollte nicht mit Lösemitteln in Kontakt kommen. Mehr zu Primerarten im Artikel über Primer /uv druck/tinten/primer/ . Acryl: Folie, Staub und Statik Acryl hält Tinte besser als Glas, aber je nach Platte nicht immer gut genug. Viele Hersteller bieten einen eigenen Acrylprimer an. Mach zuerst einen Test ohne Primer mit Klebeband. Hält der Druck, kannst du darauf verzichten. Typische Fallen bei Acryl: Schutzfolie: Acrylplatten haben oft auf beiden Seiten Folie. Klar durchsichtige Folien übersieht man leicht. Wer auf die Folie druckt, zieht später das Motiv mit ab. Prüfe Ecken und Kanten. Statische Ladung: Beim Abziehen der Folie lädt sich die Platte auf und zieht Staub an. Jedes Staubkorn wird im Druck sichtbar. Ein Ionisierungsgebläse neutralisiert die Ladung, ohne einen Film zu hinterlassen. Folie erst direkt vor dem Druck abziehen. Overspray: Statisch geladene Platten können feine Tintennebel anziehen. Das sieht aus wie ein grauer Schleier neben dem Motiv. Mehr dazu in Unscharf und Overspray /uv druck/probleme/unscharf overspray/ . Reinigung: Manche Acrylsorten reagieren empfindlich auf hochprozentigen Alkohol und bekommen feine Risse. Halte dich an die Empfehlung des Plattenlieferanten. Kein Beflammen: Acryl ist brennbar. Flammenbehandlung ist hier keine Option. Kantenschärfe und Detail Auf durchsichtigem Material fällt jede unscharfe Kante sofort auf, weil der Hintergrund klar bleibt. Für scharfe Ränder: Abstand zwischen Druckkopf und Platte so klein wie vom Hersteller empfohlen Platte plan auflegen, dünne Platten notfalls fixieren Weiß minimal kleiner anlegen als die Farbe oft nur Bruchteile eines Millimeters , damit beim Hinterdruck kein weißer Rand vorne durchblitzt Die genaue Unterfüllung hängt vom Gerät und der Positioniergenauigkeit ab. Ein Testdruck zeigt, ob ein Rand sichtbar ist. Acrylaufsteller Aufsteller mit Fuß, Schlüsselanhänger und Charakter Figuren aus Acryl sind ein typisches Produkt für kleine Shops. Meist wird zuerst gedruckt und dann mit dem Laser ges"},{"t":"ASA drucken: das Filament für Teile im Freien","k":"3D-Druck · Filamente","d":"ASA ist UV- und wetterbeständig und damit erste Wahl für Teile draußen. Einstellungen, Unterschiede zu ABS, typische Anwendungen und Tipps für den Druck.","u":"/3d-druck/filamente/asa/","x":"ASA ist eng mit ABS verwandt, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Es hält Sonne und Wetter aus. Während ABS draußen nach einiger Zeit vergilbt und spröde wird, bleibt ASA deutlich länger farbstabil und belastbar. Wer Teile für Garten, Balkon, Auto oder Hauswand druckt, kommt an ASA kaum vorbei. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 240 bis 260 °C Betttemperatur 90 bis 110 °C Bauteilkühlung gering, 0 bis 30 % Gehäuse dringend empfohlen Druckplatte PEI, bei Bedarf mit Klebestift Die Angabe auf der Spule geht vor. ASA oder ABS? ABS ASA UV und Wetterbeständigkeit gering hoch Wärmebeständigkeit rund 90 bis 100 °C rund 90 bis 100 °C Druckverhalten anspruchsvoll ähnlich, oft etwas weniger Verzug Acetonglätten sehr gut möglich, oft weniger gleichmäßig Preis meist etwas günstiger meist etwas teurer Faustregel: Bleibt das Teil drinnen, reicht ABS. Kommt es nach draußen, nimm ASA. Typische Anwendungen Halterungen und Abdeckungen am Haus und im Garten Teile am Auto, zum Beispiel Clips, Blenden oder Halter Gehäuse für Sensoren, Kameras oder Elektronik im Freien Pflanzschilder, Schellen, Ersatzteile für Gartenmöbel Worauf beim Drucken achten Gehäuse und Wärme: Wie ABS schrumpft ASA beim Abkühlen. Ein geschlossener Drucker verhindert Verzug und Schichtrisse. Passende Geräte findest du unter Geschlossene Drucker /3d druck/drucker/geschlossene/ . Dämpfe: Auch ASA gibt beim Drucken Dämpfe ab. Belüftung oder ein Drucker mit Filter sind sinnvoll, Schlaf und Kinderzimmer sind kein guter Standort. Haftung: Platte gründlich reinigen, bei großen Teilen einen Brim verwenden. Mehr Tipps im Artikel Warping /3d druck/probleme/warping/ . Trocknen: ASA nimmt weniger Feuchtigkeit auf als Nylon oder TPU, profitiert aber trotzdem von trockener Lagerung. Richtwert zum Trocknen: 70 bis 80 °C für 4 bis 6 Stunden. ASA im Vergleich Wie sich ASA gegen PLA, PETG, ABS und TPU schlägt, zeigt die Filament Übersicht /3d druck/filamente/ . Alle Details zu ABS stehen im Artikel ABS drucken /3d druck/filamente/abs/ ."},{"t":"Bambu Studio: Der Slicer für Bambu-Lab-Drucker erklärt","k":"3D-Druck · Slicer","d":"Was Bambu Studio kann, wie es mit Druckern, App und AMS zusammenarbeitet und wann sich ein Blick auf OrcaSlicer lohnt.","u":"/3d-druck/slicer/bambu-studio/","x":"Bambu Studio ist der Slicer von Bambu Lab. Er ist kostenlos, Open Source und baut auf PrusaSlicer auf. Seine größte Stärke ist das Zusammenspiel mit den eigenen Druckern: Einrichten, Drucken und Überwachen funktioniert aus einem Programm heraus. Steckbrief Entwickler Bambu Lab Kosten kostenlos Lizenz Open Source AGPL 3.0 Systeme Windows, macOS, Linux Ursprung Weiterentwicklung von PrusaSlicer Für wen eignet sich Bambu Studio? Besitzer von Bambu Lab Druckern: Profile für Drucker, Düsen und Bambu Filamente sind bereits eingerichtet. Mehrfarbdruck mit AMS: Farben werden direkt im Slicer den Spulen im AMS zugeordnet. Einsteiger: sehr wenig Einrichtung, viele Automatiken. Was Bambu Studio auszeichnet Projekte mit mehreren Druckplatten: mehrere Druckaufträge in einer Datei Direkter Druck und Überwachung: Druckaufträge senden, Kamera ansehen, Fortschritt verfolgen Verbindung zu MakerWorld: Modelle aus der Bambu Plattform direkt mit fertigen Druckprofilen öffnen Aufmalen von Farben, Stützen und Nähten direkt auf dem Modell Grenzen Ausgelegt auf Bambu Drucker. Für einige Fremdgeräte gibt es Profile, aber die Auswahl ist kleiner als in OrcaSlicer oder PrusaSlicer. Weniger Kalibrierungstests als OrcaSlicer, auch wenn die wichtigsten Grundtests inzwischen enthalten sind. Abhängigkeit vom Ökosystem. Mit den Firmware Änderungen von Anfang 2025 hat Bambu Lab den Zugriff von Drittsoftware auf die Drucker stärker geregelt. Wer andere Slicer nutzen will, sollte die aktuellen Hinweise des Herstellers zu Netzwerk und Entwicklermodus prüfen. Bambu Studio oder OrcaSlicer? Für den Einstieg mit einem Bambu Drucker ist Bambu Studio die einfachste Wahl. OrcaSlicer /3d druck/slicer/orcaslicer/ lohnt sich, wenn du mehr Kalibrierungstests willst oder Drucker verschiedener Marken nutzt. Einen Überblick gibt der Slicer Vergleich /3d druck/slicer/ ."},{"t":"3DBenchy: Warum alle dieses kleine Boot drucken","k":"3D-Druck · Kurioses & Wissen","d":"Woher das 3DBenchy kommt, was das kleine Boot über deinen Drucker verrät, wie du es auswertest und welche Rekorde und Kuriositäten es gibt.","u":"/3d-druck/wissen/benchy/","x":"Fast jeder, der einen 3D Drucker hat, hat es schon gedruckt: ein kleines Boot mit Kajüte, Schornstein und Bullaugen. Das 3DBenchy gilt als das meistgedruckte 3D Modell der Welt. Dahinter steckt kein Zufall, sondern ein durchdachter Test für deinen Drucker. Woher kommt das Benchy? Das Benchy stammt von der schwedischen Firma Creative Tools. Entworfen haben es Daniel Norée und Paulo Kiefe, veröffentlicht wurde es am 9. April 2015. Im Juli 2015 kam eine Version für Mehrfarb und Mehrmaterialdruck dazu. Der Name ist ein Wortspiel aus \"Benchmark\", also Vergleichstest. Creative Tools nannte es selbst einen \"Folter Test\" für 3D Drucker. Die Idee: ein Modell, das schnell druckt, keine Stützen braucht und trotzdem viele typische Schwierigkeiten auf einmal enthält. Ein paar Eckdaten im Originalmaßstab: Merkmal Wert Länge 60 mm Breite 31 mm Höhe bis Schornstein 48 mm Volumen 15,55 cm³ Druckzeit laut Hersteller meist unter 2 Stunden Was das Boot testet Jeder Teil des Benchys prüft etwas anderes: Rumpf: Die geschwungenen Flächen zeigen, wie gleichmäßig die Oberfläche wird und ob sich Muster wie Ghosting abzeichnen. Bug: Die Unterseite des Bugs ragt flach nach vorne. Das ist ein Überhang, der gute Kühlung braucht. Kajüte: Die Oberkanten von Fenstern und Tür sind Brücken, das Kajütendach ist ein weiterer Überhang. Schornstein und Ankerloch: Runde Löcher und Zylinder zeigen, ob Kreise wirklich rund werden. Spitze Kanten und dünne Teile: Hier sieht man Stringing, Blobs und Probleme beim Rückzug. Schrift: Am Heck steht ein kleines Namensschild, auf der Unterseite eine Gravur. Das testet feine Details und die erste Schicht. Symmetrie und Maße: Ist das Boot schief oder verzogen, stimmt etwas mit den Achsen oder der Haftung nicht. Vom Testmodell zum Streitfall Lange stand das Benchy unter der Lizenz CC BY ND. Du durftest es frei drucken und teilen, aber keine veränderten Versionen veröffentlichen. Das hat jahrelang kaum jemanden gestört, Remixe gab es trotzdem überall. Im März 2024 übernahm die NTI Group die Firma Creative Tools und damit die Rechte am Benchy. Im Januar 2025 entfernte die Plattform Printables Benchy Remixe, nachdem ein Dritter sie gemeldet hatte. Die Community war empört. NTI erklärte, selbst keine Schritte unternommen zu haben. Kurz danach, am 14. Februar 2025, gaben NTI, Norée und Kiefe bekannt: Das Benchy ist jetzt gemeinfrei Public Domain . Seitdem darfst du es verändern, remixen und weiterverbreiten, wie du willst. Was Lizenzen sonst bedeuten, steht in Lizenzen von 3D Modellen /3d druck/3d modelle/lizenzen/ . Rekorde und Kurioses Das Speed Benchy In der Community gibt es einen eigenen Wettbewerb: das SpeedBoatRace. Ziel ist, ein Benchy so schnell wie möglich zu drucken. Die Regeln schreiben unter anderem Schichthöhe und Linienbreite vor, schön muss das Ergebnis aber nicht sein. Die Zeiten sind über die Jahre stark gefallen. Im Januar 2024 berichtete Tom's Hardware über einen umgebauten Bettschubser, der ein Benchy in 2 Minuten und 9 Sekunden schaffte. Im Mai 2026 druckte Jan Roetz mit seinem Eigenbau \"Minuteman\" ein Benchy in 59 Sekunden, nach eigenen früheren Bestmarken von unter 2 Minuten und 74 Sekunden. Das sind Community Rekorde, keine offiziell beglaubigten. Mehr dazu in 3D Druck Rekorde /3d druck/wissen/rekorde/ . Das winzige Benchy 2020 druckten Forschende der Universität Leiden ein Benchy, das nur 30 Mikrometer lang ist, etwa ein Drittel so dick wie ein Haar. Gedruckt wurde es mit Zwei Photonen Polymerisation, bei der ein Laser in einem Tropfen Harz nur im Brennpunkt aushärtet. Das Boot war Teil einer Studie zu Mikroschwimmern, also winzigen Teilchen, die sich durch Flüssigkeiten bewegen. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Soft Matter. So wertest du dein Benchy aus Ein Benchy ist nur so nützlich wie dein Blick darauf. So gehst du vor: 1. Nur eine Sache ändern. Druckst du mehrere Benchys zum Vergleich, ändere pro Druck nur eine Einstellung. 2. Messen statt schätzen. Mit einem Messschieber prüfst du Länge,"},{"t":"Bettschubser oder CoreXY: Welche Bauweise passt zu dir?","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"Die zwei häufigsten Bauweisen von 3D-Druckern einfach erklärt: wie sie funktionieren, was sie können und für wen sich welche lohnt.","u":"/3d-druck/grundlagen/bettschubser-oder-corexy/","x":"Wer sich einen 3D Drucker aussucht, stolpert schnell über zwei Begriffe: Bettschubser und CoreXY. Dahinter steckt die Frage, was sich beim Drucken eigentlich bewegt. Das klingt technisch, hat aber direkte Folgen für Geschwindigkeit, Platzbedarf und welche Materialien gut funktionieren. Der Bettschubser: das Bett fährt mit Beim Bettschubser englisch Bed Slinger fährt das Druckbett vor und zurück, der Druckkopf bewegt sich nach links, rechts und oben. Das ist die klassische Bauweise, die viele Einsteigerdrucker bis heute nutzen. Vorteile: Einfache, günstige Mechanik Offen und gut zugänglich, leicht zu warten Aktuelle Modelle sind trotzdem erstaunlich schnell Nachteile: Das bewegte Bett samt Druckteil bremst die Geschwindigkeit Hohe, schmale Teile können ins Schwingen geraten Braucht nach hinten und vorne Platz, weil das Bett herausfährt Lässt sich schlecht einhausen, für ABS und ASA eher ungeeignet CoreXY: der Kopf fährt, das Bett sinkt Bei CoreXY bewegt sich der Druckkopf in beiden Richtungen der Fläche. Zwei Motoren arbeiten dafür über gekreuzte Riemen zusammen. Das Druckbett sinkt nur Schicht für Schicht nach unten. Vorteile: Hohe Beschleunigungen, weil nur der leichte Druckkopf schnell bewegt wird Das Druckteil steht still, auch hohe Objekte bleiben stabil Kompakte Würfelform, die sich gut einhausen lässt Mit geschlossener Kammer ideal für ABS, ASA und technische Materialien Nachteile: Aufwendigere Mechanik, Riemen müssen korrekt gespannt sein In der Regel teurer Geschlossene Geräte sind größer und schwerer Was heißt das in der Praxis? Bettschubser CoreXY Preis meist günstiger meist teurer Geschwindigkeit gut sehr gut Hohe, dünne Teile anfälliger stabil ABS/ASA schwierig gut mit Kammer Platzbedarf Bett fährt heraus fester Würfel Unsere Faustregel Du druckst vor allem PLA und PETG und willst günstig einsteigen? Ein moderner Bettschubser reicht völlig. Aktuelle Geräte mit automatischer Kalibrierung liefern sehr gute Ergebnisse. Du willst auch ABS, ASA oder Carbon Filamente drucken, oder viel und schnell produzieren? Dann lohnt sich ein geschlossener CoreXY Drucker. Der Preisunterschied ist in den letzten Jahren deutlich kleiner geworden. In unserem Gerätevergleich /3d druck/vergleich/ kannst du Drucker beider Bauweisen direkt gegenüberstellen."},{"t":"Brim, Skirt oder Raft: Was brauchst du wann beim 3D-Druck?","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Brim, Skirt und Raft im Vergleich: wofür jede Hilfsstruktur da ist, welche Werte sich bewähren und warum du ein Raft heute nur noch selten brauchst.","u":"/3d-druck/einstellungen/brim-skirt-raft/","x":"Brim, Skirt und Raft sind drei Hilfsstrukturen, die der Slicer rund um oder unter dein Teil druckt. Sie sehen ähnlich aus, haben aber ganz unterschiedliche Aufgaben. Wer sie verwechselt, verschwendet Material oder kämpft weiter mit Teilen, die sich vom Bett lösen. Die drei im Überblick Skirt Brim Raft Was ist das? Linie mit Abstand um das Teil flacher Rand direkt am Teil mehrschichtige Plattform unter dem Teil Berührt das Teil? nein ja, in der ersten Schicht ja, das Teil steht darauf Hauptzweck Düse vorbereiten, erste Schicht prüfen mehr Haftfläche gegen Ablösen Unebenheiten ausgleichen, sehr kleine Auflagefläche Materialverbrauch sehr gering gering hoch Einfluss auf die Unterseite keiner kleiner Grat am Rand rauere Unterseite Heute nötig? optional oft sinnvoll selten Skirt: zum Anlaufen Ein Skirt ist eine oder mehrere Linien, die mit etwas Abstand um das Teil laufen. Er hat keine Verbindung zum Teil und hilft nicht bei der Haftung. Wofür er gut ist: Die Düse baut Druck auf, bevor es ans eigentliche Teil geht. Du siehst schon nach wenigen Sekunden, ob die erste Schicht passt. Wie die aussehen sollte, steht in Erste Schicht hält nicht /3d druck/probleme/erste schicht/ . Typische Werte: 1 bis 3 Linien, 3 bis 6 mm Abstand zum Teil, eine Schicht hoch. Viele aktuelle Drucker drucken vor jedem Druck ohnehin eine Reinigungslinie am Rand des Betts. Dann ist der Skirt verzichtbar, und manche Herstellerprofile haben ihn deshalb standardmäßig aus. Sonderfall Windschutz Manche Slicer können den Skirt über die ganze Höhe des Teils hochziehen in PrusaSlicer \"Draft shield\" . Er schirmt das Teil gegen Luftzug ab und kann bei ABS und ASA in offenen Druckern helfen. Einen geschlossenen Bauraum ersetzt er nicht. Brim: gegen Ablösen Ein Brim ist ein flacher Rand aus mehreren Linien, der in der ersten Schicht direkt am Teil anliegt. Er vergrößert die Auflagefläche genau an den Kanten, wo die Kräfte beim Abkühlen am größten sind. Nach dem Druck ziehst du ihn ab. Wann du ihn brauchst: Material mit hoher Schrumpfung wie ABS, ASA, Nylon oder PC große, flache Teile mit scharfen Ecken hohe, schmale Teile mit kleiner Standfläche kleine Einzelteile, die sich leicht lösen Typische Werte: Einstellung Wert Brim Breite 3 bis 5 mm für PLA und PETG, 5 bis 10 mm für ABS, ASA, PA, PC Abstand zum Teil 0 bis 0,1 mm, größer heißt leichter zu entfernen, aber weniger Halt Art nur außen Prusa empfiehlt mindestens 3 mm, die Bambu Lab Standardprofile nutzen 5 mm. Ein Brim an Innenkonturen zum Beispiel in Löchern lässt sich schwer entfernen und bringt wenig. Lass ihn außen. Bei Warping Problemen ist der Brim nur ein Baustein. Die Umgebung ist oft wichtiger, siehe Warping /3d druck/probleme/warping/ . Mouse Ears Mouse Ears sind kleine runde Brim Scheiben nur an den Ecken. Sie halten genau dort, wo sich ein Teil zuerst hebt, sparen Material und lassen sich schneller entfernen als ein ganzer Brim. Gerade Kanten bleiben sauber. OrcaSlicer kann Mouse Ears automatisch an spitzen Ecken setzen. Über einen Winkel stellst du ein, ab welcher Ecke ein Ohr entsteht. In anderen Slicern kannst du kleine Scheiben als eigene Objekte an die Ecken setzen oder den Brim nur an bestimmten Stellen aufmalen. Raft: heute selten nötig Ein Raft ist eine mehrschichtige Plattform. Zuerst druckt der Drucker einige dicke Grundschichten, darauf eine feinere Kontaktschicht und erst dann das Teil. Zwischen Raft und Teil bleibt ein kleiner Spalt, damit es sich trennen lässt. Früher war ein Raft oft der Standard, weil Druckbetten uneben, schlecht beheizt oder nicht vermessen waren. Heute haben die meisten Drucker beheizte Federstahlplatten mit PEI Beschichtung und eine automatische Bettvermessung. Damit ist ein Raft in den meisten Fällen unnötig. Sinnvoll ist ein Raft noch: bei Teilen mit sehr kleiner oder unregelmäßiger Auflagefläche, etwa Figuren auf dünnen Füßen wenn ein Teil auf Stützen steht und die Stützen selbst Halt brauchen bei sehr stark warpenden Materialien, wenn ein Brim nicht reicht Nachteile:"},{"t":"Brücken drucken: Wenn Überbrückungen durchhängen","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Brücken hängen durch oder reißen? Welche Einstellungen bei Lüfter, Tempo und Fluss helfen, wie lang Brücken sein können und wann Stützen besser sind.","u":"/3d-druck/probleme/bruecken/","x":"Eine Brücke ist eine gerade Strecke, die der Drucker zwischen zwei Stützpunkten frei in die Luft druckt, etwa über einer Tür, einem Fenster oder einer Aussparung. Das klappt erstaunlich gut, aber nicht immer: Die Linien hängen durch, reißen ab oder bilden auf der Unterseite eine wellige, fransige Fläche. Woran erkennst du schlechte Brücken? Durchhängende Linien in der Mitte der Brücke, die Unterseite ist gewölbt statt gerade. Gerissene oder lose Fäden , die nach unten baumeln. Lücken zwischen den einzelnen Brückenlinien. Unruhige Fläche über der Brücke , weil die nächsten Schichten auf einer schlechten Basis liegen. Warum hängen Brücken durch? Der Kunststoff kommt flüssig aus der Düse und hat nichts unter sich. Er muss schnell genug fest werden, um sein eigenes Gewicht zu tragen. Gelingt das nicht, sackt er durch. Drei Dinge entscheiden darüber: wie schnell er abkühlt, wie viel Material in der Linie steckt und wie stark die Linie dabei gespannt wird. Die Brückeneinstellungen im Slicer Alle gängigen Slicer erkennen Brücken automatisch und drucken sie mit eigenen Werten. Die Standardprofile sind meist ein guter Start. Wenn Brücken trotzdem schlecht werden, sind das die Stellschrauben. Lüfter Kühlung ist der wichtigste Faktor. Die Linie muss erstarren, bevor sie durchhängt. PLA: Bauteillüfter bei Brücken auf 100 %. Die Prusa Profile machen das so. PETG: etwas weniger, die Prusa Profile nutzen 50 %. Zu viel Kühlung kann die Schichthaftung schwächen. ABS, ASA: deutlich weniger, in den Prusa Profilen 25 %. Zu viel Luft führt hier zu Rissen und Warping. Bambu Lab rät bei schlechter Kühlung außerdem, die Düsentemperatur etwas zu senken und, wo vorhanden, einen Zusatzlüfter stärker laufen zu lassen. Mehr dazu in Kühlung /3d druck/einstellungen/kuehlung/ . Geschwindigkeit Langsamer ist nicht automatisch besser. Zu langsam gedruckt, hat die Linie zu lange keinen Halt und hängt durch. Zu schnell, und sie reißt. Die Prusa Profile drucken Brücken je nach Drucker und Material meist mit 20 bis 40 mm/s. Bambu Lab nennt beide Richtungen: Hängt die Brücke durch, etwas schneller drucken. Reißt sie, langsamer. Fluss Weniger Material macht die Linie dünner und leichter, sie kühlt schneller ab. Viele Slicer haben dafür einen eigenen Brückenfluss. In den Prusa Profilen liegt er meist zwischen 0,95 und 1,0, für manche Materialien auch niedriger. Lösung bei Durchhängen: Brückenfluss in kleinen Schritten senken, etwa um 0,05. Zu wenig Fluss lässt allerdings Lücken zwischen den Linien. Dicke Brücken OrcaSlicer, Bambu Studio und PrusaSlicer bieten eine Option für dicke Brücken. Die Linien werden dann so hoch gedruckt, wie die Düse breit ist. Das macht lange Brücken stabiler und reißfester, die Unterseite wird aber etwas rauer. Bambu Lab empfiehlt die Option ausdrücklich bei Brücken, die reißen. Temperatur Etwas kühlere Düse heißt, das Material erstarrt schneller. 5 bis 10 Grad weniger als im Standardprofil können helfen, solange die Schichten noch gut aneinander haften. Mehr in Drucktemperatur einstellen /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . Wie lang kann eine Brücke sein? Das hängt stark von Material, Kühlung und Drucker ab. Prusa schreibt, dass die besten Ergebnisse nur über kurze Strecken gelingen, und nennt als Richtwert unter 30 mm. Mit gut eingestelltem PLA und starker Kühlung sind auch längere Brücken möglich, die Unterseite wird aber mit jedem Zentimeter unruhiger. Länge Erwartung bis etwa 10 mm klappt mit fast jedem Profil 10 bis 30 mm mit guter Kühlung meist sauber über 30 mm möglich, aber Durchhängen wahrscheinlich, Stützen erwägen Gefüllte Materialien, etwa mit Kohlefaser, überbrücken oft schlechter als reines PLA oder PETG. Das Modell richtig ausrichten Bevor du an Einstellungen drehst, lohnt sich ein Blick auf die Ausrichtung: Kürzeste Richtung überbrücken: Dreh das Modell so, dass die Brücke die kürzeste mögliche Strecke überspannt. Brücke vermeiden: Oft lässt sich ein Teil so legen, dass die Öffnung seitlich liegt und gar keine Brücke"},{"t":"UltiMaker Cura: Der Klassiker unter den Slicern erklärt","k":"3D-Druck · Slicer","d":"Was Cura kann, für wen es sich eignet, wie der Marketplace mit Erweiterungen funktioniert und wo die Grenzen gegenüber neueren Slicern liegen.","u":"/3d-druck/slicer/cura/","x":"UltiMaker Cura ist einer der ältesten und bekanntesten Slicer. Er ist kostenlos, Open Source und wird von UltiMaker entwickelt. Anders als PrusaSlicer, Bambu Studio und OrcaSlicer ist Cura eine eigene Entwicklung und gehört nicht zur Slic3r Familie. Steckbrief Entwickler UltiMaker Kosten kostenlos Lizenz Open Source LGPL 3.0 Systeme Windows, macOS, Linux Ursprung eigene Entwicklung Für wen eignet sich Cura? Besitzer von UltiMaker Druckern: volle Integration mit den eigenen Geräten Besitzer älterer oder weniger verbreiteter Drucker: Cura hat eine sehr große Datenbank mit Druckerprofilen, auch für ältere Modelle Alle, die Erweiterungen mögen: Über den Marketplace lassen sich Plugins installieren, etwa für Kalibrierungsformen oder zusätzliche Funktionen Was Cura auszeichnet Zwei Ansichten: \"Empfohlen\" mit wenigen Reglern und \"Benutzerdefiniert\" mit mehreren hundert Einstellungen Baum Stützstrukturen , die sich gut entfernen lassen Marketplace mit Plugins und Materialprofilen Große Community mit vielen Anleitungen, weil Cura lange der Standard Slicer war Grenzen Neuere Schnelldrucker vieler Hersteller sind in OrcaSlicer oder im Herstellerslicer oft besser unterstützt. Bambu Lab Drucker lassen sich nicht direkt aus Cura ansteuern. Weniger eingebaute Kalibrierungstests , vieles läuft über Plugins. Alternativen Wer einen aktuellen Drucker eines bestimmten Herstellers hat, startet meist besser mit dessen Slicer oder mit OrcaSlicer /3d druck/slicer/orcaslicer/ . Einen Überblick gibt der Slicer Vergleich /3d druck/slicer/ ."},{"t":"STL, 3MF, STEP und G-Code: Dateiformate im 3D-Druck","k":"3D-Druck · 3D-Modelle","d":"Welche Dateiformate es im 3D-Druck gibt, was STL, 3MF, STEP, OBJ und G-Code speichern und welches Format du wann brauchst.","u":"/3d-druck/3d-modelle/dateiformate/","x":"Auf den Modellplattformen findest du STL, 3MF, manchmal STEP, und der Slicer erzeugt am Ende G Code. Die Formate speichern sehr unterschiedliche Dinge: nur die Form, die Form mit Farben und Einstellungen, eine exakte Konstruktion oder fertige Fahrbefehle für einen bestimmten Drucker. Wer die Unterschiede kennt, weiß, welche Datei er herunterladen und welche er weitergeben sollte. Mesh oder CAD: zwei Arten von 3D Daten Bevor es um einzelne Formate geht, hilft eine Unterscheidung: Mesh Netz : Die Oberfläche besteht aus vielen kleinen Dreiecken. Eine Kugel ist also eigentlich ein Vieleck mit sehr vielen Flächen. Je mehr Dreiecke, desto glatter, desto größer die Datei. STL, 3MF und OBJ sind Mesh Formate. CAD Volumenkörper : Die Geometrie ist mathematisch exakt beschrieben. Ein Kreis bleibt ein echter Kreis, eine Bohrung hat einen genauen Durchmesser. STEP ist das wichtigste neutrale CAD Format. Ein Mesh lässt sich gut drucken, aber schlecht bearbeiten. Willst du eine Bohrung um 0,5 mm vergrößern, ist das im Mesh mühsam, in einer STEP Datei mit einem CAD Programm schnell erledigt. Die Formate im Einzelnen STL STL ist das älteste und verbreitetste Format. Es speichert nur die Oberfläche als Dreiecke. Keine Farben, keine Einheiten, keine Einstellungen. Weil keine Einheit gespeichert ist, nimmt der Slicer Millimeter an. Ist ein Modell plötzlich winzig oder riesig, wurde es meist in Zoll oder Metern exportiert. 3MF 3MF ist der modernere Nachfolger. Die Datei ist eigentlich ein Archiv und kann viel mehr enthalten: mehrere Objekte und ihre Anordnung auf der Druckplatte Farben und Materialzuweisungen für den Mehrfarbdruck /3d druck/grundlagen/mehrfarbdruck/ Einheiten Slicer Einstellungen wie Layerhöhe, Infill und Stützen, wenn sie als Projekt gespeichert wurde Wenn ein Designer ein Druckprofil anbietet, steckt es meist in einer 3MF Datei. Achtung: Eine Projekt 3MF aus einem Slicer enthält oft Druckerprofile, die zu deinem Gerät nicht passen. Die meisten Slicer fragen beim Öffnen, ob du nur die Geometrie oder auch die Einstellungen übernehmen willst. Bei einem anderen Drucker ist \"nur Geometrie\" der sichere Weg. OBJ OBJ ist ein Mesh Format aus der Grafik und Animationswelt. Es kann Farben und Texturen über Zusatzdateien speichern. Im 3D Druck taucht es vor allem bei Modellen aus Blender, 3D Scans und farbigen Figuren auf. Slicer können OBJ öffnen, im Alltag ist es aber selten nötig. STEP STEP Endung .step oder .stp ist ein neutrales CAD Format. Es speichert exakte Volumenkörper und lässt sich in fast jedem CAD Programm öffnen und weiter bearbeiten. Viele Slicer können STEP inzwischen direkt importieren und wandeln es dabei in ein Mesh um. Für technische Teile, die du anpassen willst, ist STEP die beste Wahl. G Code und bgcode G Code ist das, was der Drucker tatsächlich ausführt: eine lange Liste von Befehlen wie \"fahre zu X/Y\", \"extrudiere so viel\", \"heize auf 215 °C\". Der Slicer erzeugt ihn aus dem Modell und den Einstellungen. Binärer G Code Endung .bgcode ist eine komprimierte Variante, die PrusaSlicer für neuere Prusa Drucker erzeugt. Die Datei ist kleiner und enthält Vorschaubilder. Bambu Drucker bekommen den G Code in einer eigenen Verpackung als .gcode.3mf. Die Formate im Vergleich Format Art Speichert Bearbeitbar Typischer Einsatz STL Mesh nur Geometrie schlecht Standard zum Teilen und Drucken 3MF Mesh Geometrie, Farben, Einheiten, ggf. Einstellungen schlecht Druckprofile, Mehrfarbdruck, Projekte OBJ Mesh Geometrie, Farben, Texturen schlecht Figuren, Scans, Blender STEP CAD exakte Volumenkörper gut technische Teile, Weiterkonstruieren G Code / bgcode Maschinenbefehle Fahrwege, Temperaturen, Geschwindigkeiten nein fertige Druckdatei für einen Drucker Wann welches Format? Ein Modell herunterladen: 3MF, wenn vorhanden. Sonst STL. Gibt es zusätzlich STEP und willst du etwas ändern, nimm STEP mit. Ein eigenes Modell teilen: STL für maximale Kompatibilität, 3MF mit Druckprofil als Ergänzung. Eine STEP Datei freut alle, die dein Teil anpa"},{"t":"Druck lässt sich nicht vom Druckbett lösen: sicher abnehmen","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Der Druck klebt bombenfest? Warum das passiert, wie du ihn löst, ohne die Platte zu beschädigen, und welche Platte zu welchem Material passt.","u":"/3d-druck/probleme/druck-loest-sich-nicht/","x":"Meistens ist das Problem, dass ein Druck nicht hält. Manchmal ist es genau umgekehrt: Das Teil sitzt so fest, dass es sich auch nach dem Abkühlen nicht lösen lässt. Wer dann mit Gewalt zieht oder mit dem Spachtel hebelt, riskiert Kratzer, abgerissene Stücke der Beschichtung oder ein gebrochenes Teil. Warum hält der Druck zu gut? Material und Platte passen nicht zusammen Der häufigste Grund ist PETG auf glattem PEI. PETG verbindet sich mit glatten PEI Oberflächen sehr stark. Im ungünstigen Fall reißt der Druck beim Lösen Stücke aus der Beschichtung heraus. Ähnlich verhalten sich manche TPU Sorten. Prusa zeigt in seiner Anleitung zur Plattenvorbereitung ein Stahlblech, das durch einen PETG Druck beschädigt wurde, und rät für solche Kombinationen zu einer Trennschicht. Z Offset zu niedrig Ist die Düse in der ersten Schicht zu nah am Bett, wird das Material regelrecht in die Oberfläche gedrückt. Auf texturierten Platten füllt es dann jede Vertiefung aus und verkrallt sich. Typisches Zeichen: Die Unterseite ist hauchdünn, glänzend und an den Rändern bildet sich ein Elefantenfuß /3d druck/probleme/elefantenfuss/ . Zu heißes Bett Ein Bett deutlich über der Herstellerangabe verstärkt die Haftung, besonders bei PETG. Liegt die Temperatur am oberen Ende, lohnt es sich, 5 bis 10 Grad herunterzugehen. Große, flache Auflagefläche Je größer die Fläche, desto stärker die Haftung insgesamt. Eine große, flache Platte aus PETG hält deutlich fester als ein kleines Teil aus demselben Material. Den Druck sicher lösen 1. Abkühlen lassen Die meisten Drucke lösen sich beim Abkühlen von selbst ein Stück, weil Kunststoff und Platte unterschiedlich stark schrumpfen. Platte komplett auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Bei großen Teilen dauert das ruhig eine halbe Stunde. Geduld ist hier günstiger als eine neue Platte. 2. Federstahlplatte biegen Bei magnetischen Federstahlplatten die Platte abnehmen und leicht biegen, erst in die eine, dann in die andere Richtung. Prusa empfiehlt genau das als Standardmethode, ohne Spachtel. Wichtig: Nur leicht biegen. Ein Knick bleibt dauerhaft und die Platte liegt danach nicht mehr plan. 3. Vorsichtig mit dem Spachtel Wenn Biegen nicht reicht, einen flachen Kunststoffspachtel an einer Ecke ansetzen, möglichst flach zur Platte. Nicht hebeln, sondern langsam unter das Teil schieben. Metallspachtel nur auf glatten, unbeschichteten Glasplatten, auf PEI hinterlassen sie leicht Kratzer. 4. Bei Bedarf Wasser oder Isopropanol Ein paar Tropfen Wasser oder Isopropanol am Rand des Teils kriechen in den Spalt und erleichtern das Lösen. Wurde Klebestift als Trennmittel genutzt, löst warmes Wasser den Kleber und das Teil kommt fast von allein ab. Schäden an der Platte vermeiden Trennmittel bei kritischen Kombinationen: Für PETG auf glattem PEI eine dünne Schicht Klebestift auftragen. Er wirkt hier nicht als Haftvermittler, sondern als Trennschicht. Bambu Lab rät auf seinen glatten Platten bei allen Materialien außer PLA zu Kleber, damit die PEI Schicht nicht ausreißt. Prusa betont: Eine dünne Schicht reicht. Platte richtig reinigen: Kalte Platte mit Isopropanol mindestens 90 % entfetten. Klebereste mit warmem Wasser und Spülmittel abwaschen. Nicht im warmen Zustand reißen: Ein noch warmes Teil hat sich noch nicht von der Platte zurückgezogen und sitzt oft am festesten. Ausrisse sind nicht zu reparieren: Kleine Stellen kannst du umgehen, indem du die Teile woanders platzierst. Ist die Fläche großflächig beschädigt, ist eine neue Platte fällig. Welche Platte für welches Material? Die Angaben unterscheiden sich je nach Hersteller und Beschichtung. Im Zweifel gilt die Materialtabelle des Plattenherstellers. Material Glattes PEI Texturiertes PEI Hinweis PLA gut gut hält ohne Trennmittel PETG nur mit Klebestift als Trennschicht gut texturiert ist die sichere Wahl TPU mit Trennschicht meist gut kann auf glattem PEI sehr fest haften ABS, ASA gut, oft mit Kleber gut Haftung hängt stark von der Kammertemperatur ab PA, PC mit Kleber mit Kleber "},{"t":"Druckdaten für den UV-Druck vorbereiten: Auflösung, Weiß und Lack","k":"UV-Druck · Druckdaten & Workflow","d":"Welches Dateiformat, welche Auflösung, RGB oder CMYK? Und wie legst du Weißmaske und Lackkanal richtig an? Die Druckdaten-Grundlagen für UV-Drucker.","u":"/uv-druck/workflow/druckdaten-vorbereiten/","x":"Ein UV Drucker druckt nicht nur Farbe, sondern oft auch Weiß und Lack. Jede dieser Schichten braucht eigene Informationen in der Datei. Wer die Druckdaten sauber vorbereitet, spart Fehldrucke, Material und Zeit. Welches Dateiformat? Format Gut für Hinweis PNG mit Transparenz Fotos, Grafiken, Freisteller Transparente Bereiche bleiben unbedruckt, die Software erzeugt daraus oft automatisch die Weißmaske PDF Vektorgrafiken, Text, Logos, Daten mit Spotfarben Bestes Format, wenn Weiß und Lack als eigene Spotfarben angelegt sind TIFF Fotos in hoher Qualität, Daten mit Ebenen oder Alphakanal Große Dateien, nicht jede Druckersoftware liest Zusatzkanäle SVG Vektorgrafiken Wird von manchen Desktop Programmen direkt verarbeitet JPG schnelle Fotodrucke Keine Transparenz, der Hintergrund wird mitgedruckt Vektordaten PDF, SVG sind für Schrift und Logos ideal, weil sie in jeder Größe scharf bleiben. Fotos sind immer Pixelbilder, hier entscheidet die Auflösung. Auflösung: 300 dpi in Endgröße Als Richtwert gilt: 300 dpi in der tatsächlichen Druckgröße . Bei normalem Betrachtungsabstand sieht das Auge keine einzelnen Pixel mehr. Für sehr feine Motive wie Sticker, Anstecker oder kleine Schrift empfehlen manche Hersteller 400 bis 600 dpi. Wichtig ist das Wort \"Endgröße\". Ein Bild mit 1200 × 1800 Pixeln reicht bei 300 dpi für etwa 10 × 15 cm. Ziehst du es in der Software auf A4 auf, sinkt die effektive Auflösung auf rund 150 dpi und das Bild wird weich. Druckgröße Pixel bei 300 dpi gerundet 5 × 5 cm 600 × 600 px 10 × 15 cm 1200 × 1800 px A4 21 × 29,7 cm 2500 × 3500 px Hochrechnen am Computer macht aus einem kleinen Bild keine echten Details. Besser: gleich in der richtigen Größe anlegen oder eine größere Vorlage besorgen. RGB oder CMYK? Der Drucker druckt mit CMYK plus Weiß und Lack . Trotzdem musst du deine Datei nicht zwingend in CMYK anlegen. Die Druckersoftware oder das RIP rechnet RGB Daten über ein Farbprofil in die Druckfarben um. RGB Daten : Die Software übernimmt die Umrechnung. Das ist bei den meisten Desktop Geräten der übliche Weg. CMYK Daten : Du hast mehr Kontrolle, etwa über reines Schwarz oder genaue Firmenfarben. Dafür musst du wissen, welches Profil die Software erwartet. Entscheidend ist, dass du nicht doppelt umrechnest. Schau in die Anleitung deiner Software, welcher Farbraum dort vorgesehen ist. Mehr dazu im Artikel Farbmanagement im UV Druck /uv druck/workflow/farbmanagement/ . Weißmaske anlegen Auf dunklem, farbigem oder transparentem Material brauchst du eine weiße Grundschicht, damit die Farben leuchten. Dafür gibt es drei Wege: 1. Automatisch durch die Software : Bei vielen Geräten erzeugt die Software Weiß überall dort, wo das Motiv nicht transparent ist. Das reicht für die meisten Freisteller. 2. Eigene Spotfarbe : In Illustrator, Affinity oder Inkscape legst du die Weißflächen auf eine eigene Ebene und färbst sie mit einer Spotfarbe ein. Den genauen Namen gibt die Software vor. Bei Roland VersaWorks heißt sie zum Beispiel RDG WHITE. Stimmt der Name nicht, wird die Fläche als normale Farbe gedruckt. 3. Eigener Kanal oder eigene Datei : Manche Programme erwarten die Weißmaske als separaten Kanal oder als zweite Graustufendatei. Für Fotos auf dunklem Untergrund kann eine abgestufte Weißmaske sinnvoll sein: viel Weiß unter hellen Bereichen, wenig unter dunklen. So wirken Schatten nicht grau und milchig. Lackkanal anlegen Lack Gloss, Varnish wird genauso angelegt wie Weiß: als Spotfarbe, eigener Kanal oder automatisch. Bei manchen Geräten steuert die Graustufe im Lackkanal die Schichthöhe, das ist die Grundlage für Relief Effekte. Wie das funktioniert, steht unter Relief und Textur /uv druck/grundlagen/relief textur/ . Allgemeines zum Lack findest du unter Lack im UV Druck /uv druck/tinten/lack/ . Freisteller sauber machen Bei PNG Freistellern entstehen oft halbtransparente Kantenpixel. Die Software legt darunter trotzdem Weiß, und es entsteht ein heller, unruhiger Rand. Kanten nach dem Freistellen prüfen, am besten auf ei"},{"t":"Druckgeschwindigkeit: Wie schnell kann ich drucken?","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Warum Volumenstrom und Beschleunigung die Grenze setzen, nicht die mm/s-Zahl, wie du dein Tempolimit ausrechnest und was 500 mm/s wirklich heißen.","u":"/3d-druck/einstellungen/druckgeschwindigkeit/","x":"Viele Drucker werben mit 500 mm/s oder mehr. Trotzdem dauert ein Druck oft länger als erwartet, und wer einfach die Geschwindigkeit hochdreht, bekommt Lücken, raue Wände oder eine verstopfte Düse. Der Grund: Die Geschwindigkeit im Slicer ist nur eine von mehreren Grenzen, und meist nicht die entscheidende. Geschwindigkeit und Beschleunigung Die Geschwindigkeit in mm/s ist die Höchstgeschwindigkeit, die der Druckkopf auf einer Linie erreichen darf. Die Beschleunigung in mm/s² legt fest, wie schnell er auf diese Geschwindigkeit kommt und wieder abbremst. Bei kleinen Teilen mit kurzen Linien erreicht der Kopf die eingestellte Geschwindigkeit oft gar nicht. Er beschleunigt, muss aber schon wieder bremsen, bevor die nächste Ecke kommt. Deshalb bringt bei kleinen und detailreichen Teilen eine höhere Beschleunigung mehr als eine höhere Geschwindigkeit. Zur Einordnung: Die Standardprofile schneller CoreXY Drucker arbeiten mit Beschleunigungen um 10.000 mm/s², für Außenwände oft mit der Hälfte. Ältere Bettschubser liegen deutlich darunter. Wie stark die Bauart das begrenzt, steht in Bettschubser oder CoreXY /3d druck/grundlagen/bettschubser oder corexy/ . Hohe Beschleunigungen erzeugen Schwingungen, die als Wellen auf der Oberfläche sichtbar werden. Dagegen hilft Input Shaping, mehr dazu in Ghosting /3d druck/probleme/ghosting/ . Die echte Grenze: Volumenstrom Das Hotend kann nur eine bestimmte Menge Kunststoff pro Sekunde aufschmelzen. Diese Menge heißt Volumenstrom und wird in mm³/s angegeben. Ist sie erreicht, nützt eine höhere Geschwindigkeit nichts mehr. Das Filament wird nicht mehr vollständig geschmolzen, es fehlt Material, und im schlimmsten Fall rutscht der Extruder durch. Den Volumenstrom einer Linie rechnest du so aus: Volumenstrom = Linienbreite × Schichthöhe × Geschwindigkeit Beispielrechnung Du druckst mit einer 0,4 mm Düse, 0,45 mm Linienbreite und 0,2 mm Schichthöhe: bei 100 mm/s: 0,45 × 0,2 × 100 = 9 mm³/s bei 200 mm/s: 0,45 × 0,2 × 200 = 18 mm³/s bei 300 mm/s: 0,45 × 0,2 × 300 = 27 mm³/s Umgekehrt geht es auch. Schafft dein Hotend 15 mm³/s, ist die Höchstgeschwindigkeit bei diesen Werten 15 ÷ 0,45 × 0,2 ≈ 167 mm/s. Bei 0,28 mm Schichthöhe sind es nur noch etwa 119 mm/s. Dickere Schichten und breitere Linien brauchen also mehr Volumenstrom bei gleicher Geschwindigkeit. Mehr dazu in Layerhöhe richtig wählen /3d druck/einstellungen/layerhoehe/ . Typische Grenzen von Hotends Hotend Typ Volumenstrom grob Klassisches Standard Hotend etwa 10 bis 15 mm³/s Aktuelle Hotends schneller Drucker etwa 20 bis 30 mm³/s High Flow Hotends und Düsen etwa 25 bis 40 mm³/s, einzelne mehr Das sind grobe Werte. Der tatsächliche Volumenstrom hängt vom Material, der Temperatur, der Düse und sogar von der Farbe ab. Die Grundprofile in OrcaSlicer setzen für viele Materialien vorsichtig 12 mm³/s an, für TPU nur etwa 3 mm³/s. Herstellerprofile für schnelle Drucker liegen bei PLA oft deutlich höher. Prüf die Werte für dein Gerät in der Herstellerdokumentation oder miss selbst. Volumenstrom selbst messen OrcaSlicer hat dafür einen eigenen Test. Er druckt ein Objekt, bei dem der Volumenstrom mit der Höhe steigt. Du schaust, ab welcher Höhe die Oberfläche schlechter wird, zum Beispiel matt statt glänzend oder mit Lücken, und rechnest daraus den Wert aus. Die OrcaSlicer Dokumentation empfiehlt, vom Ergebnis noch 10 bis 20 % abzuziehen. Wie die Tests ablaufen, steht in 3D Drucker kalibrieren /3d druck/einstellungen/kalibrieren/ . Wenn du den Wert im Filamentprofil einträgst, bremst der Slicer automatisch überall dort ab, wo er überschritten würde. Das ist der sicherste Weg, schnell zu drucken, ohne Unterextrusion zu riskieren. Nicht alles gleich schnell drucken Der Slicer nutzt für jede Linienart eine eigene Geschwindigkeit. Das hat gute Gründe: Bereich Geschwindigkeit Warum Erste Schicht langsam, oft 20 bis 50 mm/s bessere Haftung Außenwand langsamer als Innenwände sichtbare Oberfläche, genaue Maße Innenwände, Infill schnell unsichtbar, nur Volumenstrom"},{"t":"Was kostet ein 3D-Druck? Filament, Strom und Verschleiß berechnen","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"So rechnest du die Kosten eines Drucks selbst aus: Filament, Strom, Verschleiß und Fehldrucke, mit Beispielrechnung für ein 50-g-Teil.","u":"/3d-druck/grundlagen/druckkosten/","x":"Ein gedrucktes Teil kostet meist weniger, als man denkt, aber mehr als nur das Filament. Wer Teile verkauft, für andere druckt oder einfach wissen will, ob sich ein Druck lohnt, sollte vier Posten kennen: Material, Strom, Verschleiß und Fehldrucke. So rechnest du sie aus. 1. Filament Das ist der größte und am leichtesten zu berechnende Posten. Der Slicer zeigt dir nach dem Slicen an, wie viele Gramm ein Druck braucht, inklusive Stützen, Brim und bei Mehrfarbdruck auch dem Spülabfall. Formel: Preis pro kg ÷ 1000 × Gramm Beispiel: Eine 1 kg Spule PLA für 20 € und ein Teil mit 50 g: 20 € ÷ 1000 × 50 g = 1,00 € Typische Preise für 1 kg PLA oder PETG liegen bei etwa 15 bis 30 €. Technische Materialien wie Nylon, PC oder faserverstärkte Filamente kosten deutlich mehr. Rechne mit deinem tatsächlichen Spulenpreis inklusive Versand. 2. Strom Ein 3D Drucker braucht weniger Strom, als viele vermuten. Die höchste Leistung zieht er nur kurz beim Aufheizen, danach hält er die Temperatur mit deutlich weniger. Herstellermessungen als Orientierung: Druckertyp Durchschnitt beim Drucken Kleiner offener Drucker, PLA etwa 80 W Offener oder geschlossener Drucker mittlerer Größe, PLA etwa 95 bis 110 W Gleicher Drucker mit ABS heißeres Bett etwa 120 W Großer Drucker oder zwei Düsen, PLA etwa 185 bis 200 W Die Werte stammen aus dem Bambu Lab Wiki und der Prusa Knowledge Base, gemessen bei Raumtemperatur. Drucker mit aktiv beheizter Kammer und große Druckbetten bei hohen Temperaturen liegen darüber. Als Faustwert für die Rechnung eignen sich 100 W für PLA und 150 bis 200 W für ABS, ASA oder große Geräte . Wer es genau wissen will, misst mit einem Zwischenstecker Strommessgerät. Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte in Deutschland lag 2026 laut BDEW Strompreisanalyse bei 37,0 Cent pro kWh. Nimm am besten den Preis aus deinem eigenen Vertrag. Formel: Leistung in kW × Stunden × Strompreis Beispiel: 100 W, 3 Stunden, 0,37 €/kWh: 0,1 kW × 3 h × 0,37 € = 0,11 € Dazu kommt der Standby Verbrauch, wenn der Drucker dauerhaft eingeschaltet bleibt. Je nach Gerät sind das etwa 4 bis 10 W, bei großen Geräten mehr. Über ein Jahr summiert sich das: 6 W rund um die Uhr ergeben etwa 53 kWh, also knapp 20 €. 3. Verschleiß und Ersatzteile Düsen, Druckplatten, PTFE Schläuche, Riemen und Lüfter nutzen sich ab. Einzeln sind das kleine Beträge, aber sie fallen regelmäßig an. Am einfachsten rechnest du mit einer Pauschale pro Druckstunde. So kommst du auf deine Pauschale: Schätze, was du im Jahr für Ersatzteile ausgibst, und teile es durch deine Druckstunden. Beispiel: 50 € Ersatzteile bei 500 Druckstunden im Jahr ergeben 0,10 € pro Stunde . Wer viel mit abrasiven Filamenten druckt, verbraucht mehr Düsen und liegt höher. Wenn du die Anschaffung des Druckers mit einrechnen willst, etwa weil du Teile verkaufst, teile den Kaufpreis durch die Stunden, die du ihm realistisch zutraust. Ein Drucker für 600 €, verteilt auf 3.000 Druckstunden, ergibt 0,20 € pro Stunde. Für Hobbydrucke lassen die meisten diesen Posten weg. Was du regelmäßig wartest und tauschst, steht in 3D Drucker warten /3d druck/grundlagen/wartung/ . 4. Fehldrucke Nicht jeder Druck klappt. Eine gelöste erste Schicht, ein verstopfter Extruder oder ein falsch gesetzter Stützbereich kosten Material und Zeit. Ehrlicher wird die Rechnung mit einem Aufschlag auf Material und Strom: 5 bis 10 %, wenn dein Drucker zuverlässig läuft und du bekannte Modelle druckst 15 bis 20 % bei neuen Modellen, neuen Materialien oder großen Teilen Diese Werte sind Erfahrungswerte, keine Messgrößen. Führe am besten eine Weile Buch, dann kennst du deine eigene Quote. Beispielrechnung: 50 g Teil in 3 Stunden Posten PLA, offener Drucker ABS, geschlossener Drucker Filament 50 g 20 €/kg: 1,00 € 25 €/kg: 1,25 € Strom 3 h, 0,37 €/kWh 100 W: 0,11 € 180 W: 0,20 € Verschleiß 3 h × 0,10 € 0,30 € 0,30 € Zwischensumme 1,41 € 1,75 € Fehldruck Aufschlag 10 % auf Material und Strom 0,11 € 0,15 € Gesamt etwa 1,52 € etwa 1,90 € Die Zahlen zeigen: Bei t"},{"t":"Druckplatten im Vergleich: glattes PEI, texturiertes PEI, Glas und mehr","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Welche Druckplatte passt zu welchem Material? Arten, Haftung, Trennmittel, Optik der Unterseite, Pflege, Lebensdauer und worauf du beim Kauf achten musst.","u":"/3d-druck/zubehoer/druckplatten/","x":"Die Druckplatte entscheidet mit darüber, ob die erste Schicht hält und ob sich der Druck danach wieder lösen lässt. Sie bestimmt außerdem, wie die Unterseite deines Teils aussieht. Eine zweite Platte ist deshalb eines der sinnvollsten Zubehörteile, aber nur, wenn sie zu deinen Materialien passt. Die wichtigsten Arten Glattes PEI Eine dünne Folie aus PEI auf einer Federstahlplatte. PLA, ABS und ASA haften sehr gut, die Unterseite wird glatt und leicht glänzend. Bei PETG und manchen TPU Sorten ist die Haftung zu stark: Ohne Trennschicht reißt der Druck Stücke aus der Folie. Bambu Lab rät auf seiner glatten Platte bei allen Materialien außer PLA zu Kleber. Texturiertes PEI Powder coated Hier ist PEI als Pulver aufgeschmolzen, die Oberfläche ist rau. Die meisten Alltagsmaterialien haften ohne Hilfsmittel und lösen sich nach dem Abkühlen fast von selbst. PETG und TPU funktionieren gut. Die Unterseite bekommt eine feine, matte Struktur. Für Einsteiger ist das meist die unkomplizierteste Platte. Ähnlich arbeiten satinierte Platten. Sie liegen zwischen glatt und texturiert und erzeugen eine fein matte Unterseite. Cool Plate und Engineering Plate Das sind Herstellerbezeichnungen, vor allem bei Bambu Lab. Eine Cool Plate ist für PLA bei niedriger Betttemperatur gedacht und liefert eine glatte Unterseite. Die ursprüngliche Version braucht Kleber, neuere Varianten mit besonders haftender Oberfläche kommen ohne aus. Eine Engineering Plate hat eine harte, glatte Beschichtung und ist für technische Materialien gedacht. Der Hersteller schreibt hier für jedes Material Kleber vor. Glas Eine Glas oder Spiegelplatte ist sehr eben und liefert eine spiegelglatte Unterseite. PLA haftet auf sauberem, warmem Glas gut. PETG kann sich so fest verbinden, dass beim Lösen Splitter aus dem Glas brechen, hier ist Klebestift als Trennschicht Pflicht. Nachteile: Glas ist schwer, heizt langsamer auf und lässt sich nicht biegen. Auf aktuellen Druckern mit Magnetbett spielt Glas kaum noch eine Rolle. G10 Garolite Ein glasfaserverstärktes Epoxid Laminat, matt und hart. Es ist die klassische Oberfläche für Nylon, das auf vielen anderen Platten schlecht hält. PLA und PETG gehen auch, ABS und ASA eher schlechter. Die Unterseite wird matt. G10 gibt es als dünne Platte zum Aufkleben auf Federstahl oder als feste Platte. Magnetfolien und Spezialplatten Günstige magnetische Druckfolien mit Kunststoffbeschichtung sind oft bei älteren Druckern dabei. Sie funktionieren mit PLA ordentlich, verschleißen aber schneller und vertragen weniger Hitze. Daneben gibt es Spezialplatten, etwa für PP, Nylon oder Hochtemperaturmaterialien wie PEEK. Welches Material auf welcher Platte? Richtwerte. Die Materialtabelle des Plattenherstellers geht immer vor. Material Glattes PEI Texturiertes PEI Glas G10 Engineering Plate PLA gut, ohne Trennmittel gut gut gut mit Kleber PETG nur mit Klebestift als Trennschicht gut nur mit Trennschicht gut mit Kleber TPU mit Trennschicht meist gut mit Kleber gut mit Kleber ABS, ASA gut, oft mit Kleber gut mit Kleber mäßig mit Kleber PA Nylon mit Kleber mit Kleber schlecht sehr gut mit Kleber PC mit Kleber mit Kleber schlecht mäßig mit Kleber Klebestift hat zwei Aufgaben: Bei Nylon und PC verbessert er die Haftung, bei PETG auf glattem PEI schützt er die Platte. In beiden Fällen reicht eine dünne Schicht. Mehr zu den Materialien findest du bei Nylon /3d druck/filamente/nylon/ und Polycarbonat /3d druck/filamente/polycarbonat/ . Optik der Unterseite Die Platte prägt die Unterseite deines Drucks wie einen Stempel. Glattes PEI, Cool Plate, Engineering Plate: glatt, je nach Beschichtung glänzend oder seidenmatt Glas: spiegelglatt Texturiertes PEI: gleichmäßig rau und matt, kleine Kratzer am Teil fallen kaum auf Satin: fein matt G10: matt, leicht strukturiert Es gibt auch Platten mit Mustern, etwa Karbonoptik oder Sternenhimmel. Das Muster überträgt sich auf die Unterseite. Pflege Fett ist der größte Feind. Nicht mit den Fingern auf die Druckfläche fassen. Für zwis"},{"t":"Drucktemperatur richtig einstellen: mit dem Temperaturturm zum besten Wert","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Welche Düsentemperatur passt zu deinem Filament? Woran du zu heiß und zu kalt erkennst und wie du mit einem Temperaturturm den besten Wert findest.","u":"/3d-druck/einstellungen/drucktemperatur/","x":"Die Düsentemperatur ist eine der wichtigsten Einstellungen beim 3D Druck. Sie entscheidet darüber, wie gut die Schichten aneinander haften, wie die Oberfläche aussieht und wie viele Fäden entstehen. Die Spannbreite auf der Spule ist oft groß, zum Beispiel \"190 bis 230 °C\". Wo genau der beste Wert liegt, hängt von Filament, Drucker und Geschwindigkeit ab. Zu heiß oder zu kalt? Zeichen Zu heiß Zu kalt Fäden zwischen Teilen viele wenige Oberfläche glänzend, teils verlaufen matt, rau, Lücken Überhänge und Brücken hängen durch, kringeln sich meist sauber Schichthaftung sehr gut schlecht, Teile brechen leicht Kleine Details verschwimmen scharf, aber teils lückenhaft Geräusch am Extruder normal Klicken, weil das Material nicht schnell genug schmilzt Kurz gesagt: Zu heiß sieht unsauber aus, zu kalt ist instabil. Gesucht ist der niedrigste Wert, bei dem die Schichten noch gut zusammenhalten. Startwerte nach Material Material Düse Richtwert Bett Richtwert PLA 190 bis 220 °C 50 bis 60 °C PETG 230 bis 250 °C 70 bis 85 °C ABS, ASA 240 bis 260 °C 90 bis 110 °C TPU 210 bis 230 °C 40 bis 60 °C Starte mit der Mitte der Herstellerangabe auf der Spule. Die Werte oben sind nur Orientierung. Geschwindigkeit braucht Hitze Bei schnellen Druckern spielt ein Punkt eine große Rolle: Je schneller gedruckt wird, desto mehr Material muss pro Sekunde geschmolzen werden. Damit das klappt, braucht es eine höhere Temperatur. Deshalb liegen die Profile für schnelle Drucker oft 10 bis 20 °C über älteren Empfehlungen. Druckst du bewusst langsamer, zum Beispiel für feine Details, kannst du die Temperatur entsprechend senken. Den besten Wert finden: der Temperaturturm Ein Temperaturturm ist ein kleines Testmodell aus mehreren gleichen Stockwerken. Jedes Stockwerk wird mit einer anderen Temperatur gedruckt, zum Beispiel von 230 °C unten bis 190 °C oben in 5 Grad Schritten. So gehst du vor: 1. Modell besorgen: Viele Slicer haben einen Temperaturturm in der Kalibrierung eingebaut, zum Beispiel OrcaSlicer. Alternativ gibt es fertige Modelle auf Plattformen wie Printables. 2. Temperaturbereich festlegen: etwas über und unter der Herstellerangabe. 3. Drucken und vergleichen: Achte auf Fäden, Überhänge, Brücken und Oberfläche. 4. Bruchtest: Versuche, die Stockwerke abzubrechen. Bricht ein Stockwerk sehr leicht zwischen den Schichten, war es zu kalt. 5. Wert wählen: den niedrigsten Wert, der optisch gut aussieht und beim Bruchtest stabil ist. Den Turm solltest du für jede neue Filamentmarke einmal drucken. Selbst gleiche Materialien verschiedener Hersteller können sich um 10 bis 20 °C unterscheiden. Und die Betttemperatur? Die Betttemperatur beeinflusst vor allem die Haftung der ersten Schicht. Ist sie zu niedrig, löst sich der Druck. Ist sie zu hoch, kann sich bei PLA die unterste Schicht nach außen wölben, der sogenannte Elefantenfuß. Mehr dazu in Erste Schicht hält nicht /3d druck/probleme/erste schicht/ . Bei Problemen mit Fäden hilft auch der Artikel zu Stringing /3d druck/probleme/stringing/ ."},{"t":"Düse verstopft: Ursachen erkennen und die Düse wieder frei bekommen","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Es kommt kein oder kaum Material aus der Düse? So findest du heraus, ob die Düse verstopft ist, wie du sie reinigst und wie du Verstopfungen künftig vermeidest.","u":"/3d-druck/probleme/duese-verstopft/","x":"Eine verstopfte Düse ist eines der häufigsten Probleme beim 3D Druck, und meist kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen lässt sie sich mit einfachen Mitteln wieder freibekommen. Bei Druckern mit Schnellwechsel Hotend ist im Zweifel auch ein Tausch in wenigen Minuten erledigt. Sicherheit zuerst: Das Hotend wird über 200 °C heiß. Arbeite mit Handschuhen oder Zange, berühre den Heizblock nicht und halte dich an die Anleitung deines Herstellers. Bei vielen Druckern ist das Zerlegen des Hotends in der Wartungsanleitung beschrieben. Woran erkennst du eine verstopfte Düse? Beim Filament Laden kommt gar nichts oder nur ein dünner, gekrümmter Faden aus der Düse Der Extruder klickt oder rattert , weil das Zahnrad durchrutscht Der Druck zeigt plötzlich starke Lücken oder bricht ab Am Filament sind ausgefräste Stellen zu sehen, wo das Zahnrad durchgerutscht ist Eine teilweise Verstopfung sieht oft aus wie Unterextrusion /3d druck/probleme/unterextrusion/ . Typische Ursachen Wärme kriecht nach oben: Wird das Filament schon oberhalb der Düse weich, verklebt es dort. Das passiert häufig mit PLA in geschlossenen, warmen Druckern. Zu viel Retraction: Weiches Material wird zurück in kalte Bereiche gezogen und erstarrt dort. Schmutz oder Fremdkörper: Staub auf dem Filament, verbrannte Rückstände oder Partikel aus gefüllten Filamenten. Materialwechsel ohne Ausspülen: Bleibt nach einem Hochtemperaturmaterial wie PETG oder ABS ein Rest in der Düse und wird mit PLA bei niedriger Temperatur weitergedruckt, kann er verhärten. Zu niedrige Temperatur für das Material. Die Düse freibekommen, vom Einfachen zum Aufwendigen 1. Heiß durchdrücken Düse auf die Drucktemperatur des Materials aufheizen, etwas darüber schadet meist nicht. Filament von Hand nachschieben. Oft löst sich ein kleiner Pfropfen so schon. 2. Cold Pull Kaltzug Eine bewährte Methode, um Rückstände aus der Düse zu ziehen: 1. Düse auf Drucktemperatur aufheizen und etwas Filament durchschieben. 2. Temperatur deutlich absenken, bei PLA auf etwa 90 bis 110 °C. Das Filament wird zäh, aber nicht hart. 3. Filament mit einem kräftigen, gleichmäßigen Zug herausziehen. 4. An der Spitze sollte ein Abdruck des Düseninneren mit den Verunreinigungen hängen. 5. Wiederholen, bis die Spitze sauber aussieht. Für Cold Pulls eignet sich auch spezielles Reinigungsfilament. Wie der Kaltzug bei deinem Drucker genau funktioniert, steht oft in der Wartungsanleitung des Herstellers. 3. Reinigungsnadel Viele Drucker werden mit einer dünnen Nadel geliefert. Bei heißer Düse von unten vorsichtig einführen, um Rückstände zu lösen. Nicht mit Gewalt, und nur eine Nadel nutzen, die dünner als die Düsenöffnung ist. 4. Düse tauschen Hilft nichts davon, ist ein Tausch oft die schnellste Lösung. Düsen sind Verschleißteile. Bei vielen aktuellen Druckern lässt sich das komplette Hotend oder die Düse ohne Werkzeug wechseln. So vermeidest du Verstopfungen Bei PLA in geschlossenen Druckern Tür oder Deckel öffnen, damit sich keine Wärme staut Retraction nicht übertreiben , Richtwerte stehen im Artikel Stringing /3d druck/probleme/stringing/ Beim Materialwechsel gründlich ausspülen, idealerweise bei der höheren Temperatur der beiden Materialien Filament sauber und trocken lagern Für abrasive Filamente mit Carbon oder Glasfasern eine gehärtete Düse verwenden"},{"t":"Düsen für 3D-Drucker: Material und Größe richtig wählen","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Messing, gehärteter Stahl oder Wolframcarbid? 0,2 oder 0,6 mm? Welche Düse wofür taugt, was High-Flow bedeutet und wie du die Düse sicher wechselst.","u":"/3d-druck/zubehoer/duesen/","x":"Die Düse ist ein kleines Teil mit großer Wirkung. Ihr Material entscheidet, welche Filamente du drucken kannst und wie lange sie hält. Ihr Durchmesser bestimmt, wie fein oder wie schnell du druckst. Ab Werk steckt fast immer eine 0,4 mm Düse im Drucker, oft aus Messing oder bei neueren Geräten aus gehärtetem Stahl. Die Materialien Messing Der Standard. Messing leitet Wärme sehr gut, das Filament schmilzt gleichmäßig. Messingdüsen sind günstig und leicht zu reinigen. Für PLA, PETG, ABS, ASA, TPU, PC und Nylon ohne Füllstoffe sind sie ideal. Ihr Schwachpunkt: Messing ist weich. Filamente mit Carbon oder Glasfasern, Glitzer, Metallpulver oder Leuchtpigmenten schleifen die Öffnung schnell auf. Gehärteter Stahl Die übliche Wahl für abrasive Filamente. Gehärteter Stahl ist deutlich verschleißfester, leitet Wärme aber schlechter als Messing, nach Herstellerangaben rund 16 bis 22 W/mK statt etwa 105 W/mK. Bei hohem Durchsatz kann die Düse deshalb an ihre Grenzen kommen. Manche Profile arbeiten mit etwas höherer Temperatur oder geringerem maximalen Fluss. Moderne Varianten sind beschichtet, etwa vernickelt, damit weniger Material anhaftet und sie nicht korrodieren. Edelstahl Nicht so hart wie gehärteter Stahl, aber korrosionsbeständig und frei von Blei, das in Messing in kleinen Mengen enthalten sein kann. Edelstahldüsen werden deshalb oft für Teile mit Lebensmittelkontakt genannt. Achtung: Eine Düse macht ein Teil noch nicht lebensmittelecht, Filament und Schichtstruktur spielen genauso mit. Kupferlegierungen, vernickelt Kupfer leitet Wärme noch besser als Messing. Mit Nickel oder anderen Schichten überzogen haften Filamentreste weniger und die Oberfläche hält etwas länger. Diese Düsen sind für schnelles Drucken und hohe Temperaturen gedacht. Gegen stark abrasive Filamente hilft die Beschichtung nur begrenzt, die genaue Freigabe steht beim Hersteller. Rubin und Wolframcarbid Die Langläufer. Bei Rubindüsen sitzt ein Edelstein als Spitze in einem Messingkörper. Wolframcarbid ist extrem hart und leitet Wärme trotzdem ordentlich. Beide halten auch mit faserverstärkten Filamenten sehr lange. Dafür kosten sie ein Vielfaches einer Stahldüse, und eine Rubinspitze kann bei einem harten Stoß brechen. Sinnvoll, wenn du regelmäßig faserverstärkte Filamente /3d druck/filamente/faserverstaerkte filamente/ druckst. Material Abrasive Filamente Wärmeleitung Preis etwa Messing nein sehr gut 1 bis 20 € Edelstahl eingeschränkt gering 5 bis 20 € Gehärteter Stahl ja gering 10 bis 50 € Kupfer, beschichtet je nach Hersteller sehr gut 20 bis 40 € Rubin, Wolframcarbid ja, sehr lange gut 40 bis 130 € Die Spanne bei Messing ist groß: Nachbausets kosten pro Düse nur ein bis zwei Euro, Markendüsen deutlich mehr. Bei Schnellwechsel Systemen kaufst du statt der Düse ein komplettes Hotend Modul, hier liegen die Preise bei etwa 15 bis 60 €. Die Größen Der Durchmesser bestimmt, wie breit eine Linie wird und wie hoch eine Schicht sein darf. Prusa nennt als Faustregel: Die Layerhöhe /3d druck/einstellungen/layerhoehe/ sollte höchstens 80 % des Düsendurchmessers betragen. Düse Max. Layerhöhe etwa Einsatz 0,2 bis 0,25 mm 0,16 bis 0,2 mm Miniaturen, feine Schrift, Schmuck, sehr kleine Teile 0,4 mm 0,32 mm Standard, guter Kompromiss für fast alles 0,6 mm 0,48 mm Robuste Gebrauchsteile, Halter, Vasen, deutlich schneller 0,8 mm 0,64 mm Große Funktionsteile, sichtbare Schichten sind egal Nach Prusa druckt eine 0,6 mm Düse viele Objekte in etwa der halben Zeit einer 0,4 mm Düse. Kleine Düsen haben Nachteile: Sie verstopfen leichter, drucken viel langsamer und vertragen keine Filamente mit Fasern oder größeren Partikeln. Für faserverstärkte Filamente empfehlen die Hersteller meist mindestens 0,4 mm, oft 0,6 mm. Nach einem Düsenwechsel musst du im Slicer das passende Profil wählen. Sonst rechnet er weiter mit der alten Linienbreite. High Flow Düsen Wer schnell druckt, stößt irgendwann an die Grenze, wie viel Filament pro Sekunde aufgeschmolzen werden kann. High Flow Düsen erhöhen "},{"t":"Elefantenfuß beim 3D-Druck: Wenn die unterste Schicht ausbeult","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Die untersten Schichten stehen seitlich über? Woher der Elefantenfuß kommt, wie du ihn mit Z-Offset, Betttemperatur und Slicer-Kompensation loswirst.","u":"/3d-druck/probleme/elefantenfuss/","x":"Beim Elefantenfuß sind die untersten Schichten eines Drucks breiter als der Rest. Am Boden entsteht eine kleine Lippe, die nach außen absteht. Bei Deko stört das kaum, bei Teilen, die genau passen müssen, schon: Deckel klemmen, Teile lassen sich nicht zusammenstecken, Kanten sehen unsauber aus. Woran erkennst du einen Elefantenfuß? Die unterste Kante steht wie ein schmaler Wulst nach außen. Ein gemessenes Maß stimmt oben, ist aber unten einige Zehntelmillimeter zu groß. Die Lippe ist rundum gleichmäßig. Ist sie nur an einer Seite, liegt eher ein Problem mit dem Leveling vor. Nicht verwechseln mit Warping: Dort heben sich die Ecken vom Bett. Beim Elefantenfuß klebt alles fest, nur eben zu breit. Mehr zum Abheben steht in Warping /3d druck/probleme/warping/ . Warum entsteht er? Die erste Schicht wird absichtlich etwas auf das Bett gedrückt, damit sie gut hält. Dabei wird sie breiter als die Schichten darüber. Dazu kommt Wärme von unten: Das beheizte Bett hält die untersten Schichten länger weich. Das Gewicht der Schichten darüber drückt sie dann noch weiter nach außen. Ein wenig Elefantenfuß ist deshalb bei fast jedem Druck normal. Zum Problem wird er, wenn mehrere Ursachen zusammenkommen. Die Ursachen, sortiert nach Häufigkeit 1. Z Offset zu niedrig Ist die Düse in der ersten Schicht zu nah am Bett, wird das Material stark plattgedrückt und quillt seitlich heraus. Das ist die häufigste Ursache. Lösung: Z Offset in kleinen Schritten von etwa 0,02 mm anheben. Die erste Schicht sollte leicht flachgedrückt aussehen, die Linien sollten sich berühren, aber nicht zu einem glänzenden, wulstigen Film verschmelzen. Wie eine gute erste Schicht aussieht, steht in Erste Schicht hält nicht /3d druck/probleme/erste schicht/ . 2. Bett zu heiß Ein heißes Bett hält die unteren Schichten lange weich. Bei PLA reichen meist 55 bis 60 °C. Wer bei PLA 70 °C oder mehr nutzt, bekommt fast sicher einen Elefantenfuß. Bei PETG gibt es das Problem ebenfalls, wenn Bett und Düse am oberen Ende der Herstellerangabe laufen. Lösung: Betttemperatur in 5 Grad Schritten senken, solange die Haftung noch gut ist. Auch eine um 5 bis 10 °C niedrigere Düsentemperatur in der ersten Schicht kann helfen. Richtwerte findest du im Artikel zu deinem Material, etwa PLA /3d druck/filamente/pla/ oder PETG. 3. Zu viel Material in der ersten Schicht Manche Profile drucken die erste Schicht mit erhöhtem Fluss oder breiteren Linien, damit sie besser haftet. Ist das zu viel, quillt das Material seitlich heraus. Ein insgesamt zu hoher Flusswert verstärkt das Ganze. Lösung: Im Slicer prüfen, ob für die erste Schicht ein eigener Flusswert gesetzt ist, und ihn auf 100 % zurücknehmen. Ist der Fluss generell zu hoch, hilft eine Flusskalibrierung, siehe Überextrusion /3d druck/probleme/ueberextrusion/ . 4. Wenig Kühlung in den ersten Schichten Die meisten Profile lassen den Bauteillüfter in den ersten Schichten aus, damit die Haftung stimmt. Bei PLA kann es helfen, den Lüfter schon ab Schicht 2 oder 3 voll einzuschalten statt erst später. Slicer Option: Elefantenfuß Kompensation Die meisten Slicer haben eine Einstellung, die die erste Schicht gezielt nach innen verkleinert. Die Linien quellen dann zwar immer noch nach außen, landen aber am Sollmaß. Slicer Wo zu finden Hinweis PrusaSlicer Druckeinstellungen, Erweitert, Elefantenfußkompensation in den Prusa Profilen standardmäßig aktiv, Richtwert 0,2 mm bei 0,4 mm Düse Bambu Studio Prozess, Qualität, Elefantenfußkompensation verkleinert die erste Schicht automatisch OrcaSlicer Prozess, Qualität, Präzision zusätzlich einstellbar, über wie viele Schichten die Kompensation läuft Ein Startwert von 0,1 bis 0,2 mm passt für die meisten Drucke mit 0,4 mm Düse. Sehr feine Strukturen in der ersten Schicht können durch zu viel Kompensation verschwinden oder schlecht haften. Aktuelle Versionen von PrusaSlicer erkennen dünne Linien und verkleinern sie weniger stark. Wichtig: Die Kompensation kaschiert nur das Ergebnis. Ist der Z Offset deutlich zu niedr"},{"t":"Erste Schicht hält nicht: 8 Ursachen und Lösungen","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Der Druck löst sich vom Bett oder die erste Schicht sieht schlecht aus? Die häufigsten Ursachen der Reihe nach prüfen und beheben.","u":"/3d-druck/probleme/erste-schicht/","x":"Die erste Schicht ist das Fundament jedes 3D Drucks. Hält sie nicht, löst sich das Teil irgendwann vom Bett, und im schlimmsten Fall wickelt der Drucker stundenlang Spaghetti. Die gute Nachricht: Fast immer steckt eine von wenigen Ursachen dahinter. Geh die Liste am besten von oben nach unten durch, die häufigsten Ursachen stehen zuerst. 1. Das Druckbett ist nicht sauber Fingerabdrücke sind der häufigste Grund für schlechte Haftung. Schon das Fett von einem Griff auf die Platte reicht. Lösung: Platte mit warmem Wasser und etwas Spülmittel abwaschen und gut abtrocknen. Für zwischendurch hilft Isopropanol. Die Platte danach nur noch am Rand anfassen. 2. Der Abstand zwischen Düse und Bett stimmt nicht Ist die Düse zu weit weg, liegen die Linien nur rund und lose auf. Ist sie zu nah, wird das Material plattgequetscht oder es kommt kaum etwas heraus. Der passende Wert heißt Z Offset. Lösung: Die erste Schicht sollte leicht flachgedrückt aussehen, die Linien berühren sich ohne Lücken. Bei Druckern mit automatischer Messung die Kalibrierung erneut starten. Sonst den Z Offset in kleinen Schritten von 0,02 mm anpassen. 3. Das Bett ist uneben oder nicht gelevelt Eine leicht verzogene Platte führt dazu, dass die erste Schicht an manchen Stellen hält und an anderen nicht. Lösung: Auto Bed Leveling vor dem Druck ausführen lassen. Bei manuellen Druckern die Ecken neu einstellen. 4. Die Betttemperatur passt nicht zum Material PLA haftet bei 55 °C gut, PETG braucht eher 70 bis 85 °C, ABS noch mehr. Ist das Bett zu kalt, löst sich der Druck. Ist es zu heiß, kann sich bei PLA ein Elefantenfuß bilden. Lösung: Betttemperatur an das Material anpassen. Richtwerte findest du in unserer Filament Übersicht /3d druck/filamente/ . 5. Die erste Schicht ist zu schnell Viele Slicer drucken die erste Schicht schon langsamer. Ist sie trotzdem zu schnell, hat das Material keine Zeit, sich mit dem Bett zu verbinden. Lösung: Geschwindigkeit der ersten Schicht im Slicer auf etwa 30 bis 50 mm/s reduzieren. 6. Zugluft und Kälte Ein offenes Fenster oder eine Klimaanlage kühlt den Druck ungleichmäßig ab. Besonders bei ABS und ASA lösen sich dann die Ecken, das sogenannte Warping. Lösung: Drucker aus der Zugluft stellen. Für ABS und ASA eine geschlossene Kammer nutzen. 7. Kleine Auflagefläche Teile mit wenig Kontakt zum Bett, etwa schmale Füße oder runde Kanten, haben wenig Halt. Lösung: Im Slicer einen Brim aktivieren. Er vergrößert die Auflagefläche und lässt sich nach dem Druck einfach abziehen. 8. Die Druckplatte ist abgenutzt Beschichtungen wie PEI verlieren mit der Zeit an Haftung, besonders an Stellen, an denen oft gedruckt wird. Lösung: Platte gründlich reinigen, bei texturierten Platten hilft manchmal ein Abwischen mit Aceton nur, wenn der Hersteller das erlaubt . Hilft nichts mehr, ist eine neue Platte fällig. Sie ist ein Verschleißteil. Checkliste zum Abhaken Platte gewaschen und nicht mehr angefasst? Kalibrierung bzw. Leveling durchgeführt? Betttemperatur passend zum Material? Erste Schicht langsam genug? Keine Zugluft? Bei kleinen Teilen einen Brim aktiviert?"},{"t":"Der erste 3D-Druck: Schritt für Schritt vom Auspacken zum fertigen Teil","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"Drucker aufstellen, kalibrieren, Filament einlegen, Testmodell slicen und drucken: So gelingt der erste Druck, und das sind die typischen Anfängerfehler.","u":"/3d-druck/grundlagen/erster-druck/","x":"Der erste Druck ist bei aktuellen Druckern kein Hexenwerk mehr. Die meisten Geräte führen dich per Display oder App durch die Einrichtung. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, an denen es oft hakt. Diese Anleitung geht die Schritte der Reihe nach durch und gilt für die meisten FDM Drucker. 1. Den richtigen Platz finden Der Drucker braucht einen stabilen, geraden Untergrund . Ein wackliger Tisch überträgt Schwingungen auf den Druck und erzeugt Wellenmuster in der Oberfläche. Bei einem Bettschubser fährt das Druckbett nach vorne und hinten heraus. Plane dafür vor und hinter dem Gerät Platz ein. Keine Zugluft: Ein Fenster oder eine Klimaanlage direkt daneben lässt Drucke ungleichmäßig abkühlen. Ein Raum, in dem das Arbeitsgeräusch nicht stört. Auch leise Drucker summen und klicken über Stunden. 2. Transportsicherungen entfernen Fast jeder Drucker wird mit Schrauben, Kabelbindern oder Schaumstoffteilen gesichert, die die Achsen festhalten. Die Anleitung des Herstellers zeigt, wo sie sitzen. Eine vergessene Sicherung ist einer der häufigsten Gründe, warum die Kalibrierung abbricht. 3. Einrichten und kalibrieren Beim ersten Einschalten startet meist ein Einrichtungsassistent. Typische Schritte: 1. Sprache, WLAN und gegebenenfalls App Konto einrichten 2. Firmware aktualisieren, falls angeboten 3. Automatische Kalibrierung starten: Der Drucker misst das Druckbett, den Abstand der Düse und oft auch Schwingungen. Das dauert je nach Gerät 10 bis 30 Minuten. Ältere oder sehr günstige Geräte musst du teilweise noch von Hand leveln. Dann gleichst du an den vier Ecken den Abstand zwischen Düse und Bett mit einem Blatt Papier aus, bis es leicht schleift. 4. Filament einlegen Für den Anfang ist PLA die beste Wahl. Es druckt bei niedrigen Temperaturen, verzieht sich kaum und verzeiht kleine Fehler. Spule auf den Halter setzen, sodass sich das Filament leicht abwickeln lässt Das Ende schräg abschneiden, damit es sich leichter einfädeln lässt Im Menü \"Filament laden\" wählen: Der Drucker heizt auf und zieht das Filament ein, bis Material aus der Düse kommt Filament nie loslassen, solange das Ende frei ist. Sonst springt es von der Spule und verknotet sich. Ein Knoten in der Spule führt später mitten im Druck zu Problemen. 5. Ein Testmodell vorbereiten Für den ersten Druck eignet sich ein kleines, bewährtes Modell. Viele Drucker haben Testdateien auf der Speicherkarte oder in der App. Beliebt ist das kleine Testboot \"3DBenchy\", weil es typische Schwierigkeiten wie Überhänge und kleine Details auf wenigen Zentimetern vereint. Willst du selbst slicen: 1. Slicer des Herstellers installieren, zum Beispiel Bambu Studio, PrusaSlicer oder Creality Print, oder den herstellerübergreifenden OrcaSlicer 2. Dein Druckermodell auswählen, das Profil enthält alle Grundeinstellungen 3. Material \"Generic PLA\" oder das Profil deiner Filamentmarke wählen 4. Modell laden, auf das Bett legen, \"Slicen\" klicken 5. Datei an den Drucker schicken Für den Anfang gilt: Standardprofil nicht verändern. Die Herstellerprofile sind auf das Gerät abgestimmt. Optimieren kannst du später. 6. Druck starten und die erste Schicht beobachten Die erste Schicht entscheidet über den ganzen Druck. Bleib die ersten Minuten dabei und schau hin: Gut: Die Linien liegen leicht flachgedrückt auf und berühren sich ohne Lücken. Zu hoch: Runde, lose Linien, die sich verschieben lassen. Der Druck wird sich lösen. Zu tief: Die Düse kratzt, es kommt kaum Material. Die Oberfläche wirkt durchscheinend oder rau. Sieht die erste Schicht schlecht aus, brich lieber ab und prüfe die Ursachen im Artikel Erste Schicht hält nicht /3d druck/probleme/erste schicht/ . 7. Teil ablösen Warte, bis das Druckbett abgekühlt ist. Bei Federstahlplatten nimmst du die Platte ab und biegst sie leicht, dann springt das Teil meist von selbst ab. Nie mit Gewalt an einem warmen Teil ziehen, und mit dem Spachtel immer vom Körper weg arbeiten. Typische Anfängerfehler Platte mit den Fingern angefasst: Fett verhindert die Haftung. Platte "},{"t":"Farbmanagement im UV-Druck: Warum Farben anders aussehen","k":"UV-Druck · Druckdaten & Workflow","d":"Am Bildschirm knallig, auf dem Objekt matt oder dunkel? Wie Untergrund, Weiß, ICC-Profile und Monitor die Farben im UV-Druck beeinflussen.","u":"/uv-druck/workflow/farbmanagement/","x":"Fast jeder erlebt es beim ersten UV Druck: Das Motiv sieht am Bildschirm leuchtend aus, auf dem Objekt aber dunkler, flauer oder farblich verschoben. Das ist kein Defekt, sondern Physik. Der Bildschirm leuchtet selbst, der Druck kann nur Licht zurückwerfen, das auf ihn fällt. Warum der Bildschirm lügt Ein Monitor mischt Farben aus Licht RGB . Er kann sehr helle, gesättigte Farben darstellen, die mit Tinte nicht erreichbar sind. Der Drucker arbeitet mit CMYK, also mit Farbe, die Licht schluckt. Der Bereich darstellbarer Farben, der Farbraum, ist beim Druck kleiner. Dazu kommt: Viele Bildschirme sind ab Werk zu hell und zu kühl eingestellt. Was dort gerade noch gut aussieht, wird im Druck zu dunkel. Der Untergrund bestimmt mit UV Tinte ist lasierend, sie lässt also Licht durch. Das, was darunter liegt, scheint immer mit durch. Untergrund Wirkung ohne Weiß Was hilft Weiß, hell Farben nahe am Original meist kein Weiß nötig Holz, Kork Farben werden wärmer und dunkler, Maserung scheint durch Weißunterdruck, wenn die Farbe stimmen soll Dunkel, schwarz Farben fast unsichtbar Weißunterdruck zwingend Transparent Acryl, Glas Farben wirken blass, durchscheinend Weißschicht als Abdeckung Metall, gebürstet Metallglanz scheint durch, wirkt teils edel, teils unruhig Weiß ganz oder teilweise Mehr zu einzelnen Materialien unter Materialien für den UV Druck /uv druck/materialien/ . Weißunterdruck: Wie viel? Weiß ist die Grundlage für Farbe auf dunklen oder transparenten Flächen. Zu wenig Weiß lässt den Untergrund durchscheinen. Zu viel Weiß kann Farben etwas blasser wirken lassen, verlängert die Druckzeit und erhöht die Schichtdicke. Viele Geräte erlauben mehrere Weißschichten oder eine einstellbare Dichte. Wie die Schichten zusammenspielen, erklärt der Artikel Farbschichten im UV Druck /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . ICC Profile: Die Übersetzer Ein ICC Profil beschreibt, wie ein Gerät Farben darstellt. Die Druckersoftware nutzt es, um die Farben aus deiner Datei in Tintenmengen umzurechnen. Herstellerprofile sind bei Desktop Geräten meist fest eingebaut. Sie sind auf typische Materialien abgestimmt. Materialspezifische Profile gibt es bei professionellen Systemen und RIP Software. Sie berücksichtigen, wie die Tinte auf einem bestimmten Untergrund aussieht. Eigene Profile erstellst du mit einem Messgerät Spektralfotometer . Das lohnt sich vor allem, wenn du viel auf dem gleichen Material druckst und Farben exakt treffen musst. Wichtig: Arbeite die Kette einmal sauber durch. Datei im richtigen Farbraum, Software mit passendem Profil, keine doppelte Umrechnung. Wie du die Datei anlegst, steht unter Druckdaten vorbereiten /uv druck/workflow/druckdaten vorbereiten/ . Monitor kalibrieren Ohne kalibrierten Monitor beurteilst du Farben nach Gefühl. Ein Kalibriergerät misst den Bildschirm und erstellt ein Profil, das Helligkeit und Farbtemperatur korrigiert. Für Druckvorbereitung wird der Bildschirm meist deutlich dunkler eingestellt, als man es gewohnt ist. Auch ohne Messgerät hilft schon viel: Helligkeit herunterregeln, Nachtmodus und Blaulichtfilter ausschalten, Farben bei gleichmäßigem Licht beurteilen und nicht im direkten Sonnenlicht. Testdrucke und Farbtafeln Der zuverlässigste Weg zu guten Farben ist ein Testdruck auf dem echten Material. Am besten eine Farbtafel: viele kleine Farbfelder mit bekannten Werten. 1. Farbtafel mit den Farben anlegen, die du oft brauchst, etwa Firmenfarben oder typische Hauttöne 2. Auf jedem Material, das du verwendest, einmal drucken 3. Tafel aufheben und beschriften Material, Weißeinstellung, Druckmodus 4. Bei neuen Aufträgen die passende Farbe direkt aus der Tafel wählen So siehst du sofort, welcher Wert auf Holz, Schiefer oder Acryl wie aussieht, ohne jedes Mal neu zu raten. Hauttöne Hauttöne sind besonders heikel, weil das Auge kleinste Abweichungen bemerkt. Ein leichter Grün oder Magentastich macht ein Porträt sofort unnatürlich. Auf Holz kommt noch der warme Eigenton des Materials dazu. Fotos vor dem Druc"},{"t":"Farbe, Weiß und Lack: Wie UV-Drucker Schicht für Schicht drucken","k":"UV-Druck · Grundlagen","d":"Weiß unter Farbe, Farbe-Weiß-Farbe, Lack obendrauf: welche Schichtfolge wofür passt und wie sie Druckzeit und Tintenverbrauch beeinflusst.","u":"/uv-druck/grundlagen/farbschichten/","x":"Ein UV Drucker kann Schichten übereinander drucken, weil jede Lage sofort hart wird. Genau das macht ihn so vielseitig: Mit Weiß als Grundierung leuchten Farben auch auf schwarzem Holz, mit Lack bekommt ein Motiv Glanz oder Struktur. Welche Reihenfolge du wählst, entscheidet über Aussehen, Druckzeit und Tintenverbrauch. Die drei Bausteine Farbe CMYK : ist lasierend, also leicht durchscheinend. Auf weißem Untergrund wirkt sie wie geplant, auf dunklem Untergrund kaum. Weiß: deckt den Untergrund ab und dient als Grundierung für die Farbe. Lack: klar, für Glanz, Schutz oder fühlbare Effekte. Weil Farbe durchscheinend ist, hängt fast jede Schichtentscheidung an einer Frage: Was liegt hinter der Farbe, und von welcher Seite schaut man drauf? Die wichtigsten Reihenfolgen Reihenfolge Wann Ergebnis nur Farbe weißer oder sehr heller Untergrund dünn, schnell, Untergrund scheint leicht durch Weiß, dann Farbe dunkler, farbiger oder transparenter Untergrund, Ansicht von vorne Farben leuchten wie auf Papier Farbe, dann Weiß transparentes Material, Ansicht von hinten Glas, Acryl Motiv spiegelverkehrt drucken, Weiß deckt die Rückseite ab Farbe, Weiß, Farbe transparentes Material, Ansicht von beiden Seiten beidseitig farbig, zum Beispiel Fensterbilder, Acrylaufsteller ... plus Lack obendrauf als letzte Schicht bei jeder Variante Glanz, Schutz oder Struktur Weiß unter Farbe Der Standard für alles, was nicht weiß ist: dunkles Holz, Schiefer, eloxiertes Aluminium, farbiger Kunststoff. Ohne Weiß verschwinden helle Farbtöne fast völlig. Auf naturfarbenem Holz kann es aber gewollt sein, ohne Weiß zu drucken. Dann scheint die Maserung durch, das wirkt oft natürlicher. Ein Tipp: Das Weiß nicht ganz bis an den Rand des Motivs drucken, sondern minimal kleiner anlegen. Sonst blitzt bei leichtem Versatz ein weißer Rand hervor. Hinterglasdruck: Farbe, dann Weiß Bei Glas oder Acryl, das von vorne betrachtet wird, aber von hinten bedruckt ist, druckst du zuerst die Farbe und darüber das Weiß. Das Motiv muss gespiegelt werden. Der Vorteil: Der Druck liegt geschützt hinter der Scheibe, die Vorderseite bleibt glatt und glänzend. Roland DG beschreibt diese Reihenfolge zum Beispiel für hinterleuchtete Acrylbilder. Farbe, Weiß, Farbe Für Objekte, die von beiden Seiten sichtbar sind. Die Weißschicht in der Mitte trennt die beiden Farbschichten. Die hintere Farbschicht muss gespiegelt sein. Diese Variante kostet am meisten Zeit und Tinte. Lack obendrauf Lack ist immer die letzte Schicht. Er kann vollflächig, nur auf einzelnen Bereichen Spotlack oder in mehreren Lagen für fühlbare Effekte gedruckt werden. Mehr dazu in Relief und Textur /uv druck/grundlagen/relief textur/ . Weißdichte und Durchgänge Eine einzelne Weißschicht deckt nicht immer vollständig. Auf sehr dunklem Material scheint der Untergrund leicht durch, Farben wirken dann stumpfer. Dafür gibt es zwei Stellschrauben: Weißdichte: Viele Programme erlauben eine Einstellung in Prozent. Mehr Dichte heißt mehr Tinte pro Fläche. Mehrere Durchgänge: Weiß wird zwei oder dreimal übereinander gedruckt. Wie viel Weiß du brauchst, hängt stark von der Deckkraft der Tinte ab. Roland DG weist darauf hin, dass schwach deckende Weißtinten mehrere Durchgänge brauchen, was mehr Tinte und Zeit kostet. Mach einen Probedruck mit Streifen in verschiedener Weißdichte auf deinem Material und entscheide nach Augenmaß. Zu viel Weiß hat Nachteile: Die Schicht wird dicker, die Kante fühlbarer, und sie kann bei Biegung eher reißen. Auswirkungen auf Zeit und Tintenverbrauch Jede zusätzliche Schicht ist im Prinzip ein weiterer Druckvorgang über die gleiche Fläche. Grob gilt: Nur Farbe ist am schnellsten. Weiß plus Farbe dauert spürbar länger, je nach Gerät druckt es beides in einem Durchgang oder nacheinander. Farbe, Weiß, Farbe plus Lack kann ein Vielfaches der reinen Farbdruckzeit brauchen. Beim Tintenverbrauch ist Weiß oft der größte Posten, weil es vollflächig und dicht gedruckt wird. Weißtinte ist bei vielen Herstellern auch teurer a"},{"t":"Carbon- und Glasfaser-Filamente (CF/GF): was sie können und was nicht","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Was Carbon- und Glasfasern im Filament bewirken, warum sie Teile nicht automatisch fester machen und warum eine gehärtete Düse Pflicht ist.","u":"/3d-druck/filamente/faserverstaerkte-filamente/","x":"Filamente mit \"CF\" oder \"GF\" im Namen enthalten kurze, gehackte Carbon oder Glasfasern. Sie gelten oft als die \"starke\" Variante eines Materials. Das stimmt nur zum Teil: Die Fasern machen Teile vor allem steifer und maßhaltiger, nicht automatisch belastbarer. Und sie verschleißen eine normale Düse in kurzer Zeit. Was die Fasern bewirken Mehr Steifigkeit: Teile biegen sich unter Last weniger durch. Das ist der Hauptgrund für CF Filamente, etwa bei Halterungen, Rahmen oder Vorrichtungen. Weniger Verzug: Die Fasern behindern das Schrumpfen beim Abkühlen. Gerade bei Nylon ist das ein großer Vorteil. PA CF lässt sich oft deutlich leichter drucken als reines PA. Bessere Maßhaltigkeit: Teile bleiben näher am Sollmaß. Matte Optik: Schichtlinien fallen weniger auf, die Oberfläche wirkt edel und gleichmäßig. Weniger Gewicht: Carbon ist leicht, Bauteile werden bei gleicher Steifigkeit etwas leichter. Was die Fasern nicht tun Die Fasern im Filament sind sehr kurz, meist nur Bruchteile eines Millimeters. Mit den Endlosfasern eines echten Carbonteils, etwa eines Fahrradrahmens, hat das wenig zu tun. Tests zeigen außerdem: Gegenüber dem Grundmaterial sinkt die Zugfestigkeit bei CF Filamenten oft sogar, besonders zwischen den Schichten. Die Fasern verbinden sich nicht mit dem Kunststoff. Liegen sie genau an der Schichtgrenze, schwächen sie die Verbindung eher, als dass sie helfen. In Tests fiel der Verlust bei PETG CF größer aus als bei PLA CF. Außerdem werden viele CF Teile spröder. Sie brechen eher, statt sich vorher zu verbiegen. Kurz gesagt: CF und GF lohnen sich, wenn ein Teil steif, maßhaltig und verzugsarm sein soll. Wenn es Schläge oder Zug aushalten muss, ist das Grundmaterial ohne Fasern manchmal die bessere Wahl. Mehr Festigkeit holst du oft einfacher über mehr Wände, siehe Wände und Deckschichten /3d druck/einstellungen/waende deckschichten/ . Carbon oder Glas? Carbonfaser CF Glasfaser GF Steifigkeit sehr hoch hoch Zähigkeit eher spröde gibt eher nach, bevor es bricht Gewicht leichter schwerer Farben fast nur schwarz und dunkle Töne viele Farben möglich Preis höher meist günstiger Düsenverschleiß stark stark Gehärtete Düse ist Pflicht Carbon und Glasfasern wirken in der Düse wie Schleifmittel. Eine normale Messingdüse weitet sich dadurch schon nach vergleichsweise wenig Material sichtbar auf. Die Folge sind ungenaue Maße, Unterextrusion und Fäden. Hersteller schreiben für CF und GF Filamente deshalb ausdrücklich eine gehärtete Düse vor, zum Beispiel aus gehärtetem Stahl. Viele aktuelle Drucker haben eine solche Düse ab Werk, bei anderen lässt sie sich günstig nachrüsten. Prüfe das im Datenblatt deines Druckers. Steht dort nur \"Messing\" oder \"Edelstahl\", ist die Düse nicht für CF und GF gedacht. Gut zu wissen: Auch der Extruder kann verschleißen, wenn die Antriebsräder nicht gehärtet sind. Bei gelegentlicher Nutzung ist das meist kein Problem, bei viel CF Druck lohnt sich ein Blick darauf. Düsengröße: 0,4 oder 0,6 mm? Die Fasern können sich in engen Düsen verhaken und sie verstopfen. Viele Hersteller geben 0,4, 0,6 und 0,8 mm als geeignet an, bei faserverstärktem Nylon wird 0,6 mm häufig ausdrücklich empfohlen. 0,4 mm: feinere Details, aber höheres Risiko, dass die Düse verstopft 0,6 mm: weniger Verstopfung, schnellerer Druck, etwas gröbere Details. Für Funktionsteile meist die bessere Wahl. 0,2 mm: für faserverstärkte Filamente ungeeignet Die gängigen Basismaterialien Material Typische Düse Typisches Bett Einsatz PLA CF 210 bis 240 °C 45 bis 65 °C steife Teile, Optik, offener Drucker möglich PETG CF 240 bis 270 °C 60 bis 80 °C steif, etwas wärmebeständiger als PLA CF PA CF, PA GF 260 bis 300 °C 100 bis 120 °C technische Teile, Wärme, Verschleiß Die Werte stammen aus Herstellerangaben und schwanken je nach Marke. Die Spule geht vor. Für PA CF gelten außerdem die gleichen Regeln wie für Nylon: trocknen vor jedem Druck, geschlossener Drucker. Details im Artikel Nylon PA drucken /3d druck/filamente/nylon/ . Auch faserverstärkte Filam"},{"t":"PLA, PETG, ABS, ASA, TPU: Welches Filament wofür?","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Die fünf wichtigsten Filamente im Überblick: Temperaturen, Eigenschaften, typische Einsatzzwecke und welcher Drucker was kann.","u":"/3d-druck/filamente/","x":"Beim FDM Druck entscheidet das Filament über fast alles: wie einfach der Druck gelingt, wie stabil das Teil wird und ob es Sonne, Hitze oder Biegen aushält. Die gute Nachricht: Für 90 Prozent aller Hobbyprojekte reichen zwei Materialien. Für den Rest lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede. Die Kurzfassung Material Düse Richtwert Bett Richtwert Schwierigkeit Typisch für PLA 190 bis 220 °C 50 bis 60 °C sehr leicht Deko, Prototypen, Figuren PETG 230 bis 250 °C 70 bis 85 °C leicht Funktionsteile, Halterungen ABS 240 bis 260 °C 90 bis 110 °C mittel bis schwer hitzebeständige Teile ASA 240 bis 260 °C 90 bis 110 °C mittel bis schwer Teile für draußen TPU 210 bis 230 °C 40 bis 60 °C mittel Dichtungen, Hüllen, Dämpfer Alle Materialien mit Kammer, Lüfter und Trocknung auf einen Blick, auch zum Ausdrucken: Temperatur Spickzettel /3d druck/rechner/temperaturen/ . Die Werte sind Richtwerte. Die Angaben auf der Spule gehen immer vor, denn schon zwei PLA Sorten verschiedener Hersteller können sich um 20 °C unterscheiden. Ausführliche Praxis Artikel mit Einstellungen und Fehlerhilfe: PLA /3d druck/filamente/pla/ · PETG /3d druck/filamente/petg/ · ABS /3d druck/filamente/abs/ · ASA /3d druck/filamente/asa/ · TPU /3d druck/filamente/tpu/ PLA: der Standard für den Einstieg PLA ist das einfachste Material überhaupt. Es druckt bei niedrigen Temperaturen, verzieht sich kaum und braucht keine geschlossene Kammer. Es gibt PLA in unzähligen Farben und Varianten, von Seidenglanz über Holzoptik bis Glitzer. Die große Schwäche ist Wärme. Ab etwa 55 bis 60 °C wird PLA weich. Ein Handyhalter im Auto, der im Sommer in der Sonne liegt, verformt sich. Für alles, was drinnen bleibt und nicht stark belastet wird, ist PLA aber die erste Wahl. PETG: robuster Alltagskunststoff PETG ist zäher als PLA, bricht nicht so leicht und hält mehr Wärme aus. Damit ist es die naheliegende Wahl für Halterungen, Gehäuse und alles, was mechanisch beansprucht wird. Zwei Dinge sollte man wissen: PETG neigt zu Stringing, also feinen Fäden zwischen den Teilen. Etwas niedrigere Temperatur und trockenes Filament helfen. Außerdem haftet PETG manchmal zu gut, auf glatten PEI Platten kann es Stücke aus der Beschichtung reißen. Ein Trennmittel wie Klebestift schafft Abhilfe. ABS und ASA: hitzebeständig, aber anspruchsvoll ABS und ASA halten deutlich mehr Wärme aus als PLA und PETG und lassen sich gut schleifen und nachbearbeiten. ASA ist zusätzlich UV beständig und damit das Material der Wahl für Teile, die dauerhaft draußen sind. Beide schrumpfen beim Abkühlen stark und neigen zu Warping. In der Praxis heißt das: Ohne geschlossene Kammer wird es mühsam. Ein offener Drucker in einem zugigen Raum produziert bei ABS oft abgelöste Ecken und Risse zwischen den Schichten. Außerdem entstehen beim Drucken Dämpfe, der Raum sollte gut belüftet sein. Geschlossene Drucker mit Filter sind hier klar im Vorteil. TPU: flexibel wie Gummi TPU ist elastisch und eignet sich für Handyhüllen, Dichtungen, Füße für Geräte oder Dämpfer. Es wird langsam gedruckt, weil sich das weiche Material sonst im Extruder staucht. Ein Direct Drive Extruder macht TPU deutlich einfacher als ein Bowden System. Wie weich TPU ist, steht als Shore Härte auf der Spule. 95A ist der übliche Einstieg, darunter wird es weicher und schwieriger zu drucken. Feuchtigkeit: das unterschätzte Problem Fast alle Filamente ziehen Feuchtigkeit aus der Luft, TPU und Nylon besonders stark, PETG spürbar. Feuchtes Filament knistert beim Drucken, erzeugt Blasen, raue Oberflächen und mehr Fäden. Spulen deshalb luftdicht mit Trockenmittel lagern. Wer viel mit diesen Materialien druckt, sollte über einen Filamenttrockner nachdenken. Welcher Drucker kann was? Für PLA, PETG und TPU reicht praktisch jeder aktuelle Drucker. Für ABS und ASA lohnt sich ein geschlossenes Gerät. In unserem Gerätevergleich /3d druck/vergleich/ siehst du auf einen Blick, welche Drucker eine geschlossene Kammer haben und wie heiß Düse und Bett werden."},{"t":"Filamenttrockner kaufen: Worauf es wirklich ankommt","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Trockenbox, Dörrgerät oder Mehrfarbsystem mit Heizung? Die Gerätearten und Kaufkriterien von Temperatur bis Lautstärke, mit typischen Preisspannen.","u":"/3d-druck/zubehoer/filamenttrockner/","x":"Feuchtes Filament knistert, zieht Fäden und macht spröde Teile. Ein Filamenttrockner löst das zuverlässiger als Backofen oder Heizung. Die Geräte unterscheiden sich aber stark, und der wichtigste Unterschied steht oft nur im Kleingedruckten: die maximale Temperatur. Welche Temperatur und Dauer welches Material braucht, steht im Artikel Filament trocknen und lagern /3d druck/filamente/trocknen/ . Hier geht es darum, welches Gerät dafür taugt. Die Gerätearten Trockenbox mit Heizung Die häufigste Form: eine Box für eine bis vier Spulen mit Heizelement, Lüfter, Temperaturregler und meist einem Timer. Die Spule liegt auf Rollen, das Filament kann durch eine Öffnung direkt zum Drucker laufen. Einfache Modelle für eine Spule erreichen oft nur 50 bis 70 °C. Größere oder hochwertigere Geräte schaffen 80 bis 85 °C, einzelne Modelle über 100 °C. Umgebautes Dörrgerät Ein Dörrautomat für Obst mit runden Etagen. Damit eine Spule hineinpasst, nimmt man Einlegeböden heraus oder druckt einen Ringaufsatz. Das ist günstig und oft erstaunlich wirksam, weil Dörrgeräte gut belüftet sind. Nachteile: Die Temperaturanzeige ist oft ungenau, viele Geräte gehen nur bis etwa 70 °C, und drucken direkt aus dem Gerät ist ohne Umbau nicht vorgesehen. Trockner mit Durchführung zum Drucken Viele Trockenboxen haben eine Öffnung mit Schlauchanschluss. So trocknest du und druckst gleichzeitig, die Spule bleibt während des ganzen Drucks warm und trocken. Das ist vor allem bei Nylon, PVA und TPU praktisch, die schon nach Stunden an der Luft wieder Feuchte ziehen. Achte auf leichtgängige Rollen, sonst steigt der Widerstand am Extruder. Im Mehrfarbsystem integrierte Trocknung Einige Mehrfarbsysteme heizen den Spulenraum. Das spart ein Gerät und Platz. Die Temperaturgrenzen sind aber unterschiedlich: Nach Herstellerangaben erreichen etwa die Systeme AMS 2 Pro von Bambu Lab und ACE 2 Pro von Anycubic bis zu 65 °C, die Einzelspul Variante AMS HT bis zu 85 °C. Bei der AMS 2 Pro gilt der Höchstwert nur bei ausreichend warmer Umgebung. Für PLA, PETG und TPU reicht das, für Nylon und PC nicht immer. Mehr zu diesen Systemen unter Mehrfarbdruck /3d druck/grundlagen/mehrfarbdruck/ . Kaufkriterien Maximale Temperatur Das wichtigste Kriterium. Für PLA, PETG und TPU reichen 55 bis 65 °C. Für ABS und ASA, vor allem aber für Nylon /3d druck/filamente/nylon/ und Polycarbonat /3d druck/filamente/polycarbonat/ brauchst du 70 bis 80 °C. Prüfe dabei zwei Dinge: Steht die Temperatur im Datenblatt oder nur auf der Verpackung? Manche Angaben meinen die Heizelementtemperatur, nicht die Luft an der Spule. Wird sie bei normaler Raumtemperatur erreicht? In einem kalten Keller schafft ein schwaches Gerät oft deutlich weniger. Ein günstiges Thermometer in der Box zeigt dir, was tatsächlich ankommt. Bei Spulen aus Pappe oder dünnem Kunststoff auf deren Temperaturgrenze achten. Anzahl der Spulen Eine Spule reicht, wenn du meist ein Material druckst. Für Mehrfarbdruck oder mehrere Drucker sind zwei bis vier Spulen praktisch. Manche Geräte mit vier Plätzen haben zwei getrennte Kammern, sodass du zwei Materialien bei unterschiedlichen Temperaturen trocknen kannst. Prüfe auch, ob Spulen mit 1 kg und 2 kg sowie breite Pappspulen hineinpassen. Aktive Luftzirkulation und Feuchte Abfuhr Wärme allein trocknet nicht. Die Feuchte muss aus der Box hinaus, sonst steigt die Luftfeuchte im Inneren und das Filament nimmt sie beim Abkühlen wieder auf. Achte auf einen Lüfter, der die Luft umwälzt, und auf Lüftungsschlitze oder ein Ventil, das feuchte Luft abführt. Geräte ohne Lüfter heizen oft ungleichmäßig: Die Außenseite der Spule ist warm, die inneren Lagen kaum. Hygrometer Ein eingebauter Feuchtesensor zeigt, ob das Trocknen wirkt. Die Werte sind ein grober Anhaltspunkt, keine exakte Messung des Filaments. Fehlt er, tut es ein kleines digitales Hygrometer für wenige Euro. Spulenrollen Kugelgelagerte Rollen drehen leichter als einfache Kunststoffrollen. Das zählt beim Drucken direkt aus der Box. Einige Geräte dre"},{"t":"Gehäuse und Luftfilter für 3D-Drucker: Was sie bringen und kosten","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Wann ein Gehäuse für einen offenen 3D-Drucker sinnvoll ist, welche Varianten es gibt und was HEPA- und Aktivkohlefilter leisten können.","u":"/3d-druck/zubehoer/gehaeuse-luftfilter/","x":"Viele Einsteigerdrucker sind offen gebaut. Für PLA und PETG ist das kein Problem. Sobald du aber ABS oder ASA drucken willst, der Drucker im Wohnraum steht oder dich Lärm und Staub stören, kommt die Frage nach einem Gehäuse auf. Hier steht, was ein Gehäuse leistet, welche Varianten es gibt und wann zusätzlich ein Luftfilter sinnvoll ist. Wofür ein Gehäuse gut ist Wärme im Bauraum: ABS und ASA schrumpfen beim Abkühlen stark. Ein Gehäuse hält die Wärme des Druckbetts im Bauraum und verringert so Warping /3d druck/probleme/warping/ und Risse zwischen den Schichten. Keine Zugluft: Schon ein offenes Fenster oder eine Klimaanlage reicht, damit sich Ecken vom Bett lösen. Weniger Lärm: Lüfter und Schrittmotoren werden gedämpft, aber nicht stumm. Wie viel es bringt, hängt stark von Material und Dichtheit ab. Weniger Staub: auf Achsen, Druckplatte und Filament. Emissionen bündeln: Partikel und Gase bleiben zunächst im Gehäuse. Ohne Filter oder Abluft entweichen sie aber spätestens beim Öffnen. Ein Gehäuse allein macht die Luft also nicht sauberer. Schutz: Kinder und Haustiere greifen nicht so leicht in heiße oder bewegte Teile. Was beim Drucken an Partikeln und Gasen entsteht und wie du richtig lüftest, steht ausführlich unter Sicherheit beim 3D Druck /3d druck/grundlagen/sicherheit/ . Varianten im Überblick Variante Typischer Preis Vorteile Nachteile Faltzelt aus Stoff mit Alu Beschichtung etwa 30 bis 80 € günstig, schnell aufgebaut, platzsparend verstaubar wenig formstabil, kaum Lärmschutz, schlecht abzudichten Gehäuse aus IKEA Lack Tischen etwa 30 bis 100 € plus Platten und Kleinteile günstig, viele Baupläne, gut erweiterbar Bastelarbeit, Holzwerkstoff ist brennbar Bausatz aus Aluprofilen und Platten etwa 100 bis 300 € stabil, oft für bestimmte Drucker passend Montage, Qualität schwankt stark Herstellergehäuse etwa 300 bis 400 € passt genau, oft mit Halterungen für Netzteil, Licht und Filter teuer, nur für bestimmte Modelle Ein Lack Beistelltisch kostet bei IKEA rund 10 €. Für ein typisches Gehäuse stapelt man zwei Tische und ergänzt Seitenwände aus Acryl oder Polycarbonatplatten. Die Plattenpreise hängen stark von Größe und Material ab. Wer viel mit ABS, ASA oder Nylon druckt, sollte auch einen Blick auf geschlossene Drucker /3d druck/drucker/geschlossene/ werfen. Ein nachgerüstetes Gehäuse mit Filter erreicht schnell den Preisunterschied zu einem geschlossenen Gerät. Worauf du beim Gehäuse achten musst Elektronik und Netzteil Im Gehäuse wird es warm, bei ABS schnell 40 °C und mehr. Mainboard, Schrittmotortreiber und Netzteil sind dafür nicht immer ausgelegt. Viele Gehäuse Baupläne verlegen deshalb Netzteil und Elektronik nach außen. Wenn das bei deinem Drucker nicht geht, sorge für Belüftung der Elektronik und behalte die Temperatur mit einem einfachen Thermometer im Blick. Auch der Filament Extruder und Kunststoffteile am Drucker selbst können bei hohen Bauraumtemperaturen weich werden, besonders wenn sie aus PLA gedruckt sind. PLA im geschlossenen Gehäuse PLA mag keine Wärme. Wird es im Bauraum zu warm, erweicht das Filament schon oberhalb der Düse, und der Extruder verstopft. Die Prusa Knowledge Base nennt eine Raumtemperatur über 35 °C, bei manchen Filamenten schon über 30 °C, als häufige Ursache für diesen sogenannten Heat Creep. Ein komplett geschlossenes, unbelüftetes Gehäuse sei für PLA sehr wahrscheinlich ein Problem. Für PLA und meist auch PETG deshalb Tür oder Deckel öffnen oder einen Lüfter einbauen. Mehr dazu unter Düse verstopft /3d druck/probleme/duese verstopft/ . Brandschutz Ein Gehäuse schließt den Drucker ein, auch im Brandfall. Deshalb: Nicht brennbare oder schwer entflammbare Materialien bevorzugen , zum Beispiel Metall, Glas oder Aluverbundplatten. Acryl brennt, Polycarbonat ist schwerer entflammbar. Holz und Holzwerkstoffe wie bei Lack Tischen sind brennbar. Bei Stoffzelten auf die Herstellerangaben zur Hitzebeständigkeit achten und sie nicht direkt am Hotend anliegen lassen. Keine Filamentrollen, Papiere ode"},{"t":"Die Geschichte des 3D-Drucks: von 1981 bis heute","k":"3D-Druck · Kurioses & Wissen","d":"Von Hideo Kodama über Chuck Hull und Scott Crump bis RepRap, Prusa und schnelle CoreXY-Drucker: wie 3D-Druck vom Labor auf den Schreibtisch kam.","u":"/3d-druck/wissen/geschichte-3d-druck/","x":"Der 3D Drucker auf deinem Schreibtisch wirkt wie eine neue Erfindung. Tatsächlich ist die Idee über 40 Jahre alt. Sie führt von einem japanischen Labor über eine Heißklebepistole bis zu den schnellen Mehrfarbdruckern von heute. 1981: Hideo Kodama und das flüssige Harz Am Anfang steht Hideo Kodama vom Nagoya Municipal Industrial Research Institute in Japan. Im Mai 1980 meldete er ein Patent an, im November 1981 beschrieb er sein Verfahren in der Fachzeitschrift Review of Scientific Instruments: Flüssiges, lichtempfindliches Harz wird mit UV Licht gehärtet, Schicht für Schicht, bis ein Modell entsteht. Genau so arbeiten Resin Drucker bis heute. Kodamas Patent kam allerdings nie zustande: Laut Berichten fehlte das Geld, um die vollständigen Unterlagen fristgerecht nachzureichen. 1984 bis 1987: Chuck Hull, SLA und das STL Format Der Amerikaner Chuck Hull arbeitete unabhängig an derselben Idee. 1984 reichte er sein Patent für die Stereolithografie SLA ein, am 11. März 1986 wurde es erteilt. Im selben Jahr gründete er 3D Systems, das erste Unternehmen, das 3D Drucker kommerziell verkaufte. Ein Erbe aus dieser Zeit liegt vermutlich gerade auf deiner Festplatte: das STL Format. Es wurde 1987 von der Albert Consulting Group für 3D Systems entwickelt, für deren erste kommerzielle Drucker. Es ist bis heute eines der gängigsten Formate. Mehr dazu in Dateiformate /3d druck/3d modelle/dateiformate/ . 1988 bis 1992: Scott Crump und die Heißklebepistole Das Verfahren, mit dem die meisten Heimdrucker arbeiten, hat eine schöne Entstehungsgeschichte. 1988 wollte Scott Crump seiner kleinen Tochter einen Spielzeugfrosch basteln. Er nahm eine Heißklebepistole, gefüllt mit einer Mischung aus Polyethylen und Kerzenwachs, und baute die Form Schicht für Schicht auf. Daraus entstand die Idee, das Ganze zu automatisieren. 1989 gründete er mit seiner Frau Lisa die Firma Stratasys und meldete am 30. Oktober 1989 das Patent an. Erteilt wurde es am 9. Juni 1992. Im April 1992 kam das erste Gerät auf den Markt, der \"3D Modeler\". Den Namen Fused Deposition Modeling FDM ließ sich Stratasys als Marke schützen. 2005 bis 2009: RepRap und das Ende des Patents 2005 startete Adrian Bowyer, Dozent für Maschinenbau an der University of Bath, das Projekt RepRap. Die Idee: ein Drucker, der seine eigenen Teile drucken kann und dessen Pläne frei für alle sind. Am 29. Mai 2008 schaffte der RepRap \"Darwin\" es, einen kompletten Satz seiner gedruckten Teile herzustellen. Schrauben, Motoren und Elektronik musste man weiterhin kaufen. Weil \"FDM\" eine geschützte Marke war, führte die RepRap Community den freien Begriff Fused Filament Fabrication FFF ein. Im Oktober 2009 lief Crumps Patent aus. Ab dann konnte jeder FDM Drucker bauen und verkaufen, ohne Lizenzgebühren an Stratasys zu zahlen. 2008 bis 2013: MakerBot und Thingiverse Aus dem RepRap Umfeld kam MakerBot. Im November 2008 startete Zach Smith die Plattform Thingiverse, im Januar 2009 gründete er mit Bre Pettis und Adam Mayer MakerBot Industries. Im April 2009 erschien der Bausatz Cupcake CNC. MakerBot brachte 3D Druck in Schulen und Wohnzimmer. Im Juni 2013 kaufte ausgerechnet Stratasys das Unternehmen für 604 Millionen US Dollar. Thingiverse zeigte, wie wichtig eine Plattform zum Teilen von Modellen ist, siehe Modelle finden /3d druck/3d modelle/modelle finden/ . 2010 bis 2017: Prusa Der Tscheche Josef Průša stellte im September 2010 den Prusa Mendel vor, eine vereinfachte RepRap Variante. 2012 folgte der Prusa i3 und im selben Jahr die Firma Prusa Research. Der i3 wurde zum Vorbild für unzählige Nachbauten: 2016 galt er als meistgenutzter 3D Drucker der Welt. Ab 2018: der Boom der günstigen Drucker Mit dem Ende des Patents und offenen Bauplänen sanken die Preise stark. Ein bekanntes Beispiel ist die Creality Ender 3, die 2018 im Angebot für rund 170 US Dollar zu haben war. 3D Druck wurde zum Massenhobby. Ab 2020: schnell, CoreXY und bunt Die nächste große Welle betraf die Geschwindigkeit. Die Firmware Klipper führte End"},{"t":"Gewindeeinsätze im 3D-Druck: Einschmelzen statt Schrauben ausreißen","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Wie du Gewindeeinsätze richtig einschmilzt: Arten, Lochdurchmesser, Lötkolben-Temperatur, Wandstärke und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.","u":"/3d-druck/zubehoer/gewindeeinsaetze/","x":"Schrauben direkt in gedruckten Kunststoff halten anfangs, aber nach ein paar Mal Auf und Zuschrauben ist das Gewinde ausgeleiert. Für Gehäuse, Halterungen und alles, was öfter geöffnet wird, gibt es Gewindeeinsätze aus Messing. Sie werden mit dem Lötkolben ins Teil geschmolzen und geben dir ein Metallgewinde, das viele Montagen übersteht. Welche Möglichkeiten gibt es? Methode Wie es funktioniert Gut für Grenzen Einschmelzmuttern Heat Set Inserts Messinghülse mit Rändel wird heiß eingedrückt, der Kunststoff fließt in die Struktur fast alles, oft geöffnete Verbindungen Lötkolben nötig Einpressmuttern Hülse wird kalt eingepresst oder eingeschlagen schnelle Montage ohne Hitze halten deutlich weniger, Teil kann reißen Eingelegte Muttern Sechskantmutter wird während einer Druckpause in eine Tasche gelegt und überdruckt hohe Zugkräfte, kein Werkzeug außer dem Drucker Pause muss im Slicer gesetzt werden, Mutter kann nicht nachträglich gewechselt werden Mutter in offener Tasche Mutter wird von der Seite oder unten eingeschoben einfache Konstruktionen Tasche muss im Modell vorgesehen sein Direkt geschnittenes Gewinde Kernloch drucken oder bohren, Gewinde mit Gewindebohrer schneiden, oder Kunststoffschrauben selbstschneidend selten geöffnete Verbindungen verschleißt bei häufigem Lösen Für die meisten Projekte sind Einschmelzmuttern der beste Kompromiss aus Halt, Aufwand und Preis. Der Rest dieses Artikels dreht sich um sie. Lochdurchmesser: nach Herstellertabelle Das Loch muss etwas kleiner sein als der Außendurchmesser des Einsatzes, damit der verdrängte Kunststoff in die Rändelung fließt. Die richtigen Maße stehen in der Tabelle des Herstellers, denn die Einsätze unterscheiden sich in Länge und Außendurchmesser. Beispiel M3: Gängige Einsätze mit 4,6 mm Außendurchmesser und 5,7 mm Länge brauchen laut Herstellerangaben ein Loch von etwa 3,9 bis 4,0 mm. Bauformen mit 5 mm Außendurchmesser, wie sie in manchen Druckerbausätzen verwendet werden, brauchen ein größeres Loch, etwa 4,2 bis 4,4 mm. Für M2, M4 und M5 gelten eigene Werte. Wichtig: Gedruckte Löcher fallen meist etwas kleiner aus als im CAD. Drucke vor dem eigentlichen Teil einen kleinen Testblock mit Löchern in 0,1 mm Schritten und probiere aus, welches Maß sauber funktioniert. Weitere Regeln für das Loch: Gerade, nicht konisch. Eine Fase an der Kante ist normalerweise nicht nötig. Sacklöcher etwa 1 mm tiefer als der Einsatz lang ist. Dort sammelt sich der verdrängte Kunststoff. Senkrecht zur Druckplatte gedruckte Löcher werden runder als liegende. Wandstärke rund ums Loch Um das Loch herum muss genug Material sein, sonst platzt die Wand oder der Einsatz dreht sich beim Anziehen mit. Hersteller geben für M3 Einsätze mit 4,6 mm Außendurchmesser eine Mindestwandstärke von 1,6 mm an. Mehr schadet nicht. Im Slicer hilft es, die Anzahl der Wände zu erhöhen, zum Beispiel auf 3 bis 4. So besteht der Bereich um das Loch aus massiven Perimetern statt aus Infill. Wie Wände und Deckschichten zusammenspielen, steht unter Wände und Deckschichten /3d druck/einstellungen/waende deckschichten/ . Ein höherer Infill /3d druck/einstellungen/infill/ hilft zusätzlich, ersetzt aber keine Wände. Lötkolben Temperatur je Material CNC Kitchen empfiehlt, den Lötkolben 10 bis 20 °C über die Drucktemperatur des Filaments einzustellen. Das gibt genug Wärme zum Schmelzen, ohne den Kunststoff zu zersetzen. Material Richtwert Lötkolben PLA etwa 225 °C PETG etwa 245 °C ABS, ASA etwa 265 °C Ausgangspunkt ist immer deine tatsächliche Drucktemperatur /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . Bei Nylon, PC oder faserverstärkten Filamenten gilt dieselbe Regel, die Werte liegen entsprechend höher. Für große Einsätze ab M5 eine dicke Spitze verwenden und die Temperatur leicht erhöhen. Ist der Lötkolben zu heiß, quillt Kunststoff hoch und das Loch wird zu weit. Ist er zu kalt, musst du drücken, und der Einsatz sitzt schief. Aufsätze und Werkzeug Eine normale Lötspitze funktioniert, rutscht aber leicht ab und setzt den Eins"},{"t":"Ghosting und Ringing: Wellen neben Kanten am 3D-Druck beheben","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Feine Wellen oder Schatten neben Kanten und Buchstaben? Warum Schwingungen Ghosting verursachen und wie du sie mechanisch und im Slicer reduzierst.","u":"/3d-druck/probleme/ghosting/","x":"Ghosting, auch Ringing genannt, zeigt sich als feine Wellen auf einer Wand direkt neben einer Kante, einem Loch oder einer Prägung. Es sieht aus, als würde sich das Detail ein paar Millimeter weiter wie ein Echo wiederholen. Am deutlichsten siehst du es bei schrägem Licht auf glatten Außenwänden. Woran erkennst du Ghosting? Wellen direkt hinter einer Ecke , die nach einigen Millimetern abklingen. Schatten von Buchstaben oder Löchern daneben auf der Wand. Die Wellen haben einen gleichmäßigen Abstand zueinander. Sie treten in Fahrtrichtung auf, also oft nur auf den Wänden entlang der X oder Y Achse. Nicht verwechseln mit einer verschobenen Schicht: Bei einem Layer Shift /3d druck/probleme/layer shift/ ist das ganze Teil ab einer Höhe versetzt. Ghosting ist dagegen ein Oberflächenmuster, die Maße stimmen. Warum entstehen die Wellen? Der Druckkopf und bei vielen Druckern auch das Bett sind Massen, die ständig beschleunigt und abgebremst werden. An einer Ecke ändert der Kopf abrupt die Richtung. Rahmen, Riemen und Halterungen federn dabei kurz nach und schwingen. Diese Schwingung druckt sich als Welle in die Wand. Je schneller und ruckartiger die Richtungswechsel, je schwerer die bewegte Masse und je weicher die Mechanik, desto stärker das Ghosting. Bettschubser sind etwas anfälliger, weil dort das ganze Bett samt Druck hin und her fährt. Mehr dazu in Bettschubser oder CoreXY /3d druck/grundlagen/bettschubser oder corexy/ . Was hilft, sortiert nach Wirkung 1. Input Shaping nutzen Input Shaping misst, bei welchen Frequenzen der Drucker schwingt, und passt die Bewegungen so an, dass diese Schwingungen sich gegenseitig auslöschen. Viele aktuelle Drucker haben dafür einen Beschleunigungssensor eingebaut und kalibrieren das automatisch, teils unter dem Namen Vibrationskompensation oder Resonanzkompensation. Bei Firmware wie Klipper und bei aktueller Prusa Firmware lässt es sich auch einrichten oder nachkalibrieren. Wichtig: Nach Änderungen an der Mechanik, etwa neu gespannten Riemen, einem anderen Hotend oder einem neuen Standort, die Kalibrierung neu laufen lassen. Die Schwingungsfrequenzen ändern sich dabei. 2. Riemen richtig spannen Lose Riemen wirken wie eine Feder. Der Kopf schwingt nach, bevor er zur Ruhe kommt. Zu straffe Riemen belasten dagegen Lager und Motoren. Lösung: Spannung nach Herstelleranleitung prüfen. Viele Hersteller geben eine Methode vor, etwa mit einer Frequenz App oder einem Spannwerkzeug. Bei CoreXY Druckern sollten beide Riemen gleich gespannt sein. 3. Beschleunigung senken Die Beschleunigung hat mehr Einfluss auf Ghosting als die reine Geschwindigkeit. Hohe Werte sorgen für harte Richtungswechsel. Lösung: Im Slicer die Beschleunigung für Außenwände gezielt reduzieren. Viele Profile nutzen für Außenwände ohnehin niedrigere Werte als für Infill. Senke den Wert schrittweise, zum Beispiel um ein Viertel, und vergleiche. Auch eine etwas niedrigere Geschwindigkeit für Außenwände hilft. Mehr dazu in Druckgeschwindigkeit /3d druck/einstellungen/druckgeschwindigkeit/ . 4. Stabile Standfläche Steht der Drucker auf einem wackeligen Tisch, schwingt der Tisch mit. Das verstärkt die Wellen spürbar. Lösung: Drucker auf eine feste, schwere Unterlage stellen. Eine massive Platte, etwa aus Stein oder Beton, unter dem Drucker dämpft zusätzlich. Ein Möbelstück, das beim Drucken sichtbar wackelt, ist ungeeignet. Wichtig: Nach einem Standortwechsel Input Shaping neu kalibrieren. 5. Lose Teile finden Lockere Schrauben am Rahmen, ein wackelnder Druckkopf oder ein Lüftergehäuse, das klappert, können eigene Schwingungen erzeugen. Lösung: Drucker im Stillstand vorsichtig abtasten. Wackelt der Kopf auf seiner Führung, sitzt das Bett fest, sind die Rahmenschrauben angezogen? Bei Bettschubsern die Exzentermuttern an den Rollen prüfen: Die Rollen sollen ohne Spiel laufen, sich aber noch drehen lassen. Schwere Anbauten am Druckkopf erhöhen die bewegte Masse und damit das Ghosting. Was kaum hilft Höhere Temperatur oder mehr Kühlung: Ghosting "},{"t":"Wie haltbar ist UV-Druck? Kratzer, Sonne, Wasser und Spülmaschine","k":"UV-Druck · Gewerbe & Kalkulation","d":"Wie lange hält ein UV-Druck drinnen und draußen, was verträgt er und was nicht? Mit Herstellerangaben, Pflegetipps und Hinweisen für Kunden.","u":"/uv-druck/gewerbe/haltbarkeit/","x":"Ein UV Druck ist nach dem Aushärten trocken, griffest und deutlich robuster als ein normaler Tintenstrahldruck. Unzerstörbar ist er aber nicht. Wie lange er hält, hängt weniger vom Drucker ab als von Tinte, Untergrund, Primer und Schutzlack, und davon, wie das fertige Teil benutzt wird. Kratzfestigkeit Ausgehärtete UV Tinte bildet eine feste Schicht auf der Oberfläche. Sie zieht nicht ein wie bei Papier oder Textil. Das hat zwei Folgen: Sie ist gegen normalen Gebrauch recht widerstandsfähig, kann aber bei schlechter Haftung als Ganzes abplatzen oder sich abkratzen lassen. Was die Kratzfestigkeit bestimmt: Faktor Wirkung Tintenart Harte rigide Tinte ist kratzfester, flexible Tinte verträgt Biegen besser Primer Auf Glas, Metall und glatten Kunststoffen oft entscheidend für die Haftung Lack Schützt die Farbschicht vor Abrieb Aushärtung Unvollständig gehärtete Tinte bleibt weich und empfindlich Untergrund Fettige oder verschmutzte Flächen halten schlechter eufyMake nennt fehlenden Primer als häufigsten Grund für abblätternde Drucke und schreibt, dass eine Lackschicht die Haltbarkeit verdoppeln kann. Mehr dazu unter Primer /uv druck/tinten/primer/ und Lack /uv druck/tinten/lack/ . Ein einfacher Test für deine Produkte: Nach dem Druck 24 Stunden warten, dann ein Stück Klebeband fest andrücken und ruckartig abziehen. Löst sich Farbe, stimmt die Haftung noch nicht. Licht und Witterung: drinnen und draußen UV Tinten sind pigmentiert und recht lichtbeständig. Draußen wirken aber Sonne, Regen, Frost und Temperaturwechsel zusammen. Herstellerangaben dazu: Roland DG gibt für seine ECO UV Tinte an, dass sie im Außenbereich bis zu zwei Jahre hält, wenn eine Glanzschicht als Abschluss aufgetragen wird. eufyMake nennt für Drucke im Innenraum 3 bis 5 Jahre, für ungeschützte Schilder im Freien 1 bis 2 Jahre und für laminierte oder geschützte Schilder 2 bis 3 Jahre. Das sind Richtwerte des jeweiligen Herstellers für seine Tinten. Andere Tinten können besser oder schlechter abschneiden. Prüfe das Datenblatt deiner Tinte. Südseite, Höhenlage und Salzluft verkürzen die Haltbarkeit. Hinter Glas oder im Innenraum ohne direkte Sonne hält ein UV Druck deutlich länger als im Freien. Wasser und Feuchtigkeit Ausgehärtete UV Tinte ist wasserfest. Regen oder ein feuchtes Tuch schaden ihr nicht. Problematisch wird es an den Rändern: Wenn Wasser lange einwirkt, kann es unter eine schlecht haftende Schicht kriechen. Dann löst sich der Druck von der Kante her. Bei Holz kommt hinzu, dass das Material selbst aufquillt und arbeitet. Eine bedruckte Holzfläche gehört nicht dauerhaft nach draußen, ohne dass das Holz rundum geschützt ist. Mehr dazu in Holz bedrucken /uv druck/materialien/holz bedrucken/ . Spülmaschine: in der Regel nein Bedruckte Tassen, Trinkflaschen oder Becher sind für die Spülmaschine meist nicht geeignet. Hitze, aggressive Reiniger und der Wasserstrahl greifen die Haftung an. eufyMake rät ausdrücklich zur Handwäsche. Der US Händler JPPlus schreibt in seiner Anleitung für UV bedruckte Keramiktassen: nur von Hand mit mildem Spülmittel spülen, nicht in die Spülmaschine. Eine zweite Frage betrifft Lebensmittel. JPPlus empfiehlt, bedruckte Flächen nicht mit Lebensmitteln in Berührung zu bringen. Drucke deshalb nicht auf Flächen, die mit Essen oder Trinken in Kontakt kommen, zum Beispiel den Trinkrand einer Tasse. Es sei denn, die verwendete Tinte ist für diesen Zweck ausdrücklich ausgewiesen. Reinigung Weiches Tuch, lauwarmes Wasser, etwas mildes Spülmittel Keine Scheuermittel, Scheuerschwämme oder Stahlwolle Keine Lösungsmittel wie Aceton oder Nitroverdünnung. Manche Tinten vertragen Isopropanol, das steht im Datenblatt Nicht kratzen, nicht mit Hochdruck reinigen So hält der Druck länger 1. Untergrund vor dem Druck gründlich entfetten 2. Primer verwenden, wo das Material ihn braucht 3. Passende Tinte wählen: hart für starre, flexibel für biegsame Teile 4. Auf vollständige Aushärtung achten 5. Lack als Schutzschicht drucken, besonders bei Teilen, die o"},{"t":"Holz mit UV bedrucken: Maserung nutzen oder abdecken","k":"UV-Druck · Materialien","d":"Welche Hölzer sich für UV-Druck eignen, wann du Weiß brauchst, wie du die Oberfläche vorbereitest und was bei Feuchtigkeit, Harz und Außeneinsatz zählt.","u":"/uv-druck/materialien/holz-bedrucken/","x":"Holz ist eines der dankbarsten Materialien für den UV Druck. Die Tinte hält meist ohne Primer, und die Maserung gibt jedem Stück einen eigenen Charakter. Die wichtigste Entscheidung ist deshalb eine gestalterische: Soll das Holz durch das Motiv scheinen oder nicht? Welche Hölzer eignen sich? Am einfachsten sind helle, feinporige Hölzer mit gleichmäßiger Oberfläche. Holz Eignung Hinweis Ahorn, Birke, Linde sehr gut hell, feine Maserung, Farben bleiben klar Buche gut etwas rötlicher Grundton Kiefer, Fichte mittel Jahresringe sehr unterschiedlich hell, Harz möglich Eiche, Nussbaum mittel offene Poren, dunkel, Weiß meist nötig Bambus gut glatt, mittlere Farbe Sperrholz Birke, Pappel gut günstig, Deckfurnier entscheidet MDF gut sehr glatt, keine Maserung, Kanten saugen Sperrholz ist für Schilder, Untersetzer und Schlüsselanhänger beliebt, weil es günstig und formstabil ist. Achte auf die Qualität des Deckfurniers. Astlöcher, Ausbesserungen und Kleberreste fallen nach dem Druck stärker auf. MDF hat keine Maserung und eine gleichmäßige Oberfläche. Rohes MDF ist bräunlich, deshalb brauchst du für klare Farben Weiß. Es gibt auch vorbeschichtetes oder weiß foliertes MDF, das sich wie eine weiße Platte bedrucken lässt. Mit Weiß oder ohne? UV Tinte ist lasierend. Auf Holz heißt das: Die Maserung scheint durch helle und mittlere Farbtöne. Ohne Weiß wirkt der Druck natürlich und warm, fast wie gebeizt. Das passt zu rustikalen Schildern, Logos in Dunkelbraun oder Schwarz und Fotos mit Vintage Look. Helle Farben wie Gelb und Hellblau werden auf Holz allerdings blass oder grünlich. Mit Weiß bekommst du klare, deckende Farben. Die Maserung verschwindet unter dem Motiv. Nötig ist das für Firmenlogos in exakten Farben, Fotos mit Hauttönen und dunkle Hölzer. Oft am schönsten: Weiß nur unter einzelnen Elementen. Der Hintergrund bleibt Holz, das Logo leuchtet. Das steuerst du über die Weißebene in der Datei, siehe Farbschichten /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Rechne mit Mehraufwand. Auf Holz braucht Weiß oft mehr als einen Durchgang für volle Deckkraft. Das kostet Tinte und Zeit. Oberfläche vorbereiten 1. Schleifen: Raue Oberflächen in Faserrichtung schleifen, zum Abschluss mit etwa Körnung 220. Die Tinte zeichnet jede Unebenheit nach. 2. Entstauben: Schleifstaub gründlich entfernen, mit Druckluft, Staubbindetuch oder einem leicht feuchten Tuch. 3. Entfetten: Falls nötig leicht mit Isopropanol abwischen und trocknen lassen. 4. Plan auflegen: Das Brett muss flach liegen. Verzogene Bretter haben je nach Stelle einen anderen Abstand zum Druckkopf, das führt zu unscharfen Stellen. Mehr dazu in Unscharf und Overspray /uv druck/probleme/unscharf overspray/ . Unbehandeltes Holz braucht in der Regel keinen Primer. Lackiertes, geöltes oder gewachstes Holz ist anders: Öl und Wachs verhindern Haftung, Lack kann je nach Art gut oder schlecht funktionieren. Hier hilft nur ein Test. Feuchtigkeit und Harz Feuchtigkeit: Holz sollte trocken und gut abgelagert sein. Feuchtes Holz arbeitet nach dem Druck weiter, verzieht sich und kann Risse in der Tinte verursachen. Lagere Rohlinge einige Tage im Raum, in dem du druckst. Harz: Harzreiche Hölzer wie Kiefer haben an Ästen und in den Jahresringen klebrige Stellen. Dort hält Tinte schlechter. Harzgallen und Äste vermeidest du am besten schon bei der Auswahl. Offene Poren: Bei Eiche und anderen grobporigen Hölzern kann die Tinte in die Poren laufen. Das wirkt im Detail unruhig. Feine Schriften und Linien lieber auf feinporigem Holz. Lack und Schutz Eine Schicht Lack /uv druck/tinten/lack/ schützt den Druck vor Abrieb und macht ihn leichter zu reinigen. Bei Untersetzern und Schneidebrettern zur Deko ist das sinnvoll. Ein glänzender Lack lässt Farben auf Holz satter wirken, ein matter Lack wirkt natürlicher. Wichtig: Bedruckte Flächen nicht als Schneidefläche oder für direkten Lebensmittelkontakt nutzen. UV Tinte ist dafür nicht gedacht. Außeneinsatz Holz draußen ist eine doppelte Herausforderung. Das Holz selbst arbei"},{"t":"Infill einstellen: wie viel Füllung braucht dein Druck?","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Infill-Dichte und Muster richtig wählen: wie viel Prozent für Deko und Funktionsteile, welches Muster wofür und warum Wände oft wichtiger sind als mehr Füllung.","u":"/3d-druck/einstellungen/infill/","x":"Gedruckte Teile sind innen fast nie massiv. Stattdessen druckt der Drucker ein Gittermuster, das die Außenwände stützt und Gewicht, Material und Zeit spart. Diese Füllung heißt Infill und wird in Prozent angegeben. Wie viel Infill brauchst du? Einsatz Infill Dichte Hinweis Deko, Figuren, Vasen 5 bis 15 % reicht, damit die Oberseite geschlossen wird Alltagsteile, Halterungen 15 bis 25 % guter Standard Belastete Funktionsteile 30 bis 50 % zusammen mit mehr Wänden Sehr stark belastete Teile über 50 % lohnt sich selten, siehe unten Mehr als 50 % bringt meist wenig zusätzliche Festigkeit, kostet aber viel Zeit und Material. Wände sind oft wichtiger als Infill Ein häufiger Irrtum: Mehr Infill macht ein Teil automatisch stabiler. Tatsächlich tragen die Außenwände Perimeter den größten Teil der Last. Ein Teil mit 4 Wänden und 20 % Infill ist oft stabiler als eines mit 2 Wänden und 50 % Infill, und es druckt schneller. Faustregel für Funktionsteile: 3 bis 4 Wände, 4 bis 5 obere und untere Deckschichten, 20 bis 30 % Infill. Welches Muster wofür? Muster Eigenschaften Gut für Gitter Grid einfach, schnell Alltagsteile Gyroid wellenförmig, in alle Richtungen ähnlich stabil, gut für flexible Materialien Funktionsteile, TPU Kubisch Cubic stabil in alle Richtungen, schnell Funktionsteile Wabe Honeycomb sehr stabil, aber langsam stark belastete Teile Blitz Lightning stützt nur die Oberseite, extrem materialsparend Deko, Figuren Die Namen unterscheiden sich je nach Slicer leicht, die Muster sind aber überall ähnlich. Infill und Oberfläche Bei sehr niedrigem Infill kann die Oberseite durchhängen oder Löcher bekommen, weil die Deckschichten zu wenig Unterstützung haben. Abhilfe schaffen mehr obere Deckschichten oder ein etwas dichteres Infill. Scheint das Muster auf der Oberseite durch, sind es meist zu wenige Deckschichten. Infill bei flexiblen Materialien Bei TPU bestimmt das Infill, wie weich ein Teil ist. Wenig Infill macht es nachgiebig, viel Infill fest. So lassen sich mit einem Material unterschiedliche Härten drucken. Mehr dazu in TPU drucken /3d druck/filamente/tpu/ . Gezielt verstärken Viele Slicer erlauben es, Infill und Wände nur in bestimmten Bereichen zu ändern, etwa rund um eine Schraubenbohrung. Diese Funktion heißt oft \"Modifier\" oder \"Bereichseinstellungen\". So bekommst du Festigkeit dort, wo sie gebraucht wird, ohne das ganze Teil schwerer zu machen. Weiter mit: Layerhöhe /3d druck/einstellungen/layerhoehe/ und Stützstrukturen /3d druck/einstellungen/stuetzstrukturen/ ."},{"t":"3D-Drucker kalibrieren: Fluss, Pressure Advance und Input Shaping","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"In welcher Reihenfolge du kalibrierst, was Fluss, Pressure Advance, Retraction und Input Shaping bewirken und was moderne Drucker schon selbst erledigen.","u":"/3d-druck/einstellungen/kalibrieren/","x":"Ein gutes Standardprofil bringt dich schon weit. Wenn aber Ecken ausbeulen, Oberseiten Rillen haben oder Wände nicht ganz geschlossen sind, liegt es oft an Werten, die zum Material oder zum Drucker nicht ganz passen. Mit ein paar Kalibrierungen bekommst du diese Werte in den Griff. Wichtig ist die Reihenfolge, weil die Einstellungen aufeinander aufbauen. Die Reihenfolge Die OrcaSlicer Dokumentation empfiehlt diesen Ablauf: Schritt Kalibrierung Was sie einstellt 1 Temperatur beste Düsentemperatur für das Filament 2 Maximaler Volumenstrom wie viel Material das Hotend pro Sekunde schafft 3 Pressure Advance Druckausgleich in der Düse bei Tempowechseln 4 Fluss wie viel Material insgesamt gefördert wird 5 Retraction Rückzug gegen Fäden 6 Input Shaping Ausgleich von Schwingungen der Mechanik In älteren Anleitungen steht der Fluss oft vor Pressure Advance. Beide beeinflussen sich gegenseitig ein wenig. Wenn du nach dem Fluss merkst, dass die Ecken nicht mehr stimmen, mach Pressure Advance einfach noch einmal. Temperatur, Volumenstrom, Pressure Advance, Fluss und Retraction hängen vom Filament ab und werden im Filamentprofil gespeichert. Input Shaping hängt nur von der Mechanik ab und gilt für alle Materialien. 1. Temperatur Mit einem Temperaturturm druckst du mehrere Abschnitte bei unterschiedlichen Temperaturen und vergleichst Oberfläche, Brücken und Fäden. Wie das geht und welche Bereiche für welches Material üblich sind, steht in Drucktemperatur einstellen /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . 2. Maximaler Volumenstrom Dieser Test zeigt, ab welcher Menge pro Sekunde das Hotend nicht mehr mitkommt. OrcaSlicer startet standardmäßig bei 5 mm³/s und steigert bis 20 mm³/s in Schritten von 0,5. Du misst die Höhe, ab der die Oberfläche schlechter wird, und rechnest: Volumenstrom = Startwert + gemessene Höhe in mm × Schrittweite Beispiel: Fehler ab 19 mm Höhe ergeben 5 + 19 × 0,5 = 14,5 mm³/s. Davon ziehst du 10 bis 20 % als Reserve ab. Warum dieser Wert so wichtig ist, erklärt Druckgeschwindigkeit /3d druck/einstellungen/druckgeschwindigkeit/ . 3. Pressure Advance Filament ist im Extruder etwas zusammengedrückt. Wenn der Druckkopf beschleunigt, kommt das Material verzögert, wenn er bremst, drückt es nach. Die Folge: Ecken beulen aus, Linienanfänge sind dünn, die Naht ist unsauber. Pressure Advance bei Marlin \"Linear Advance\", bei Bambu Lab \"Flow Dynamics\", der Wert heißt oft K gleicht das aus, indem der Extruder beim Beschleunigen etwas vorschiebt und beim Bremsen etwas zurücknimmt. OrcaSlicer bietet drei Tests: Linien: am schnellsten, aber stark von einer guten ersten Schicht abhängig. Muster: Winkel aus mehreren Linien, gut zu beurteilen, mehrere Tests auf einer Platte möglich. Turm: unabhängig von der ersten Schicht. Du suchst die Höhe mit den saubersten Ecken und rechnest Startwert + Schrittweite × Höhe. Bei Marlin Druckern muss Linear Advance in der Firmware aktiviert sein. Das ist nicht bei jedem Modell der Fall. 4. Fluss Der Fluss auch Flow Ratio oder Extrusionsmultiplikator skaliert die gesamte geförderte Menge. Zu niedrig führt zu Lücken und schwachen Teilen, siehe Unterextrusion /3d druck/probleme/unterextrusion/ . Zu hoch führt zu Wülsten und zu großen Maßen. Mit dem Test im Slicer OrcaSlicer druckt mehrere kleine Blöcke mit verschiedenen Flusswerten. Du suchst den Block mit der glattesten Oberseite ohne Lücken. Beim empfohlenen \"YOLO\" Test rechnest du einfach: neuer Fluss = alter Fluss + Wert des besten Blocks. Aus 0,98 und +0,01 wird 0,99. Klassisch mit dem Messschieber Ohne eingebauten Test geht es so: Druck einen Würfel mit nur einer Wand und ohne Deckel. Miss die Wanddicke an mehreren Stellen und bilde den Durchschnitt. Dann: neuer Fluss = alter Fluss × Soll Wanddicke ÷ gemessene Wanddicke Beispiel: Eingestellt sind 1,00 und eine Linienbreite von 0,45 mm. Du misst 0,48 mm. Neuer Fluss: 1,00 × 0,45 ÷ 0,48 ≈ 0,94. Diese Methode ist ungenauer, weil schon kleine Messfehler viel ausmachen. 5. Retraction Der Rückzug verhind"},{"t":"Bauteilkühlung richtig einstellen: Lüfter je Material","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Wie stark der Bauteillüfter bei PLA, PETG, ABS, ASA, TPU, Nylon und PC laufen sollte, was die Mindestschichtzeit macht und wie du Brücken kühlst.","u":"/3d-druck/einstellungen/kuehlung/","x":"Der Bauteillüfter bläst direkt auf das frisch gedruckte Material. Er sorgt dafür, dass es schnell fest wird, damit Überhänge, Brücken und feine Details halten. Zu viel Kühlung schwächt aber die Haftung zwischen den Schichten und fördert Warping. Die richtige Einstellung hängt deshalb stark vom Material ab. Was die Kühlung bewirkt Mehr Kühlung: schärfere Details, bessere Überhänge und Brücken, weniger Verformung bei kleinen Teilen. Weniger Kühlung: bessere Schichthaftung, festere Teile, weniger Spannung und Warping. Bei PLA überwiegen die Vorteile der Kühlung fast immer. Bei ABS, ASA, Nylon und PC ist es umgekehrt. PETG liegt dazwischen. Lüfter Werte je Material Die Werte unten stammen aus den Materialangaben von Bambu Lab, den Grundprofilen von OrcaSlicer und der Prusa Knowledge Base. Sie sind Startwerte. Schau immer auch auf die Angaben deines Filamentherstellers. Material Lüfter Normalbetrieb Erste Schichten Hinweis PLA 100 % aus fast immer volle Kühlung PETG 30 bis 60 %, je nach Profil bis 100 % aus mehr Kühlung für Details, weniger für Festigkeit ABS, ASA 0 bis 30 %, Überhänge bis 80 % aus nur wenig kühlen, geschlossener Bauraum TPU 0 bis 100 %, stark profilabhängig aus Herstellerangabe beachten PA Nylon 0 bis 30 %, Überhänge höher aus Herstellerangabe max. oft 60 % PC 0 bis 30 %, Überhänge bis 60 % aus möglichst warm drucken Ein paar Erläuterungen: PETG: Prusa empfiehlt, die ersten Schichten ohne Lüfter und danach mit etwa halber Leistung zu drucken. Für maximale Festigkeit kann der Lüfter auch ganz aus bleiben. Bambu Lab gibt für PETG HF 0 bis 80 % an. Mehr dazu in PETG drucken /3d druck/filamente/petg/ . ABS und ASA: Bambu Lab nennt 0 bis 80 %. Das obere Ende ist für Überhänge und Brücken gedacht. Die OrcaSlicer Grundprofile lassen den Lüfter bei normal langen Schichten auf 10 % und erhöhen nur bei sehr kurzen Schichtzeiten. TPU: Hier gehen die Empfehlungen weit auseinander. Prusa rät, die Kühlung auszuschalten. Bambu Lab gibt für TPU 95A HF 50 bis 100 % an. Probier im Zweifel mit mittlerer Kühlung und passe nach dem Ergebnis an. PA und PC: Bambu Lab nennt für PA6 CF und PC jeweils 0 bis 60 %. Bei diesen Materialien ist Warping das größere Problem als ein unsauberer Überhang. Die ersten Schichten Fast alle Profile schalten den Lüfter für die erste Schicht aus, viele für die ersten 2 bis 3 Schichten. Das warme Material haftet besser am Bett und die erste Schicht verzieht sich nicht. Danach fährt der Lüfter auf den eingestellten Wert hoch. In manchen Slicern lässt sich einstellen, ab welcher Schicht die volle Drehzahl erreicht wird, damit der Übergang sanfter ist. Probleme mit der Haftung haben deshalb selten mit dem Lüfter zu tun, solange er in den ersten Schichten aus ist. Mindestschichtzeit Bei kleinen Teilen oder schmalen Spitzen ist eine Schicht in wenigen Sekunden fertig. Dann liegt die nächste Schicht auf noch weichem Material, und das Teil verformt sich. Dagegen helfen zwei Einstellungen: Lüfter hochfahren bei kurzen Schichten: Unterschreitet die Schichtzeit einen Wert, dreht der Lüfter stärker. In OrcaSlicer zum Beispiel heißt das \"Fan speed threshold\" mit einer Schichtzeit, ab der die volle Drehzahl gilt. Langsamer drucken bei kurzen Schichten: Unterschreitet die Schichtzeit einen Mindestwert, bremst der Drucker ab, bis eine Mindestgeschwindigkeit erreicht ist. Die OrcaSlicer Grundprofile nutzen je nach Material Werte zwischen etwa 2 und 8 Sekunden. Ein einfacher Trick, wenn die Spitze trotzdem weich wird: zwei Teile gleichzeitig drucken. Dann hat jede Schicht doppelt so viel Zeit zum Abkühlen. Überhänge und Brücken Für Überhänge und Brücken lässt sich in den meisten Slicern eine eigene Lüfterdrehzahl festlegen. Sie gilt nur, während diese Bereiche gedruckt werden. PLA: 100 %. PETG: 80 bis 100 % für Brücken, sonst hängen sie durch. ABS, ASA: etwa 50 bis 80 %. PA, PC: bis 60 %, je nach Profil weniger. Zusätzlich hilft es, Brücken und starke Überhänge langsamer zu drucken. Mehr dazu in Brücken hängen durch /3d dru"},{"t":"Kunststoff mit UV bedrucken: was haftet und was nicht","k":"UV-Druck · Materialien","d":"ABS, PC, PVC und PET lassen sich gut mit UV bedrucken, PP, PE und Silikon kaum. Warum das so ist, wann Primer hilft und was bei Handyhüllen zählt.","u":"/uv-druck/materialien/kunststoff-bedrucken/","x":"Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Auf manchen Sorten hält UV Tinte so gut, dass du sie kaum wieder abbekommst. Auf anderen perlt sie fast ab. Der Grund ist die Oberflächenenergie, und wer sie versteht, kann vor dem ersten Druck abschätzen, ob ein Material funktioniert. Warum manche Kunststoffe nicht wollen Damit Tinte haftet, muss sie die Oberfläche benetzen. Das gelingt nur, wenn die Oberfläche eine höhere Oberflächenenergie hat als die Tinte. Gemessen wird sie in mN/m, in der Branche oft noch in \"dyn/cm\". PP und PE liegen unbehandelt bei etwa 30 bis 32 mN/m. Für gute Haftung von Tinten und Klebstoffen gelten etwa 40 mN/m und mehr als Ziel. Deshalb perlt Tinte auf PP und PE ab, ähnlich wie Wasser auf einer gewachsten Fläche. Silikon liegt noch tiefer. Mit Testtinten aus dem Fachhandel kannst du die Oberflächenenergie selbst grob prüfen. Für den Alltag reicht aber meist der Klebeband Test nach dem Druck. Die Übersicht Kunststoff Haftung Primer Typische Produkte ABS gut meist nein, bei Hochglanz testen Gehäuse, Spielzeug, Schilder PC Polycarbonat gut oft nein, testen Handyhüllen, Schutzscheiben PVC sehr gut nein Hartschaumplatten, Karten, Werbetechnik PET, PETG gut meist nein Platten, Folien, Verpackungen Acryl PMMA mittel bis gut oft ja Aufsteller, Schilder PP schlecht Spezialprimer Boxen, Ordner, Deckel PE schlecht Spezialprimer Flaschen, Dosen, Schneidebretter Silikon sehr schlecht kaum wirksam Armbänder, Hüllen, Backformen TPU mittel testen, flexible Tinte weiche Handyhüllen, Folien Für Acryl gibt es einen eigenen Artikel: Acryl und Glas bedrucken /uv druck/materialien/acryl glas bedrucken/ . Primer für Kunststoffe Auf ABS, PVC und PET brauchst du meist keinen Primer. Auf glänzenden oder unbekannten Oberflächen lohnt sich trotzdem ein Vergleichstest: eine Hälfte mit, eine ohne. Für PP und PE gibt es eigene Spezialprimer. Normale Kunststoff oder Universalprimer reichen dort meist nicht. Auch mit Spezialprimer bleibt das Ergebnis unsicherer als bei anderen Kunststoffen. Rechne damit, dass ein Teil der Drucke den Klebeband Test nicht besteht. Wie du Primer aufträgst, steht im Artikel über Primer /uv druck/tinten/primer/ . Vor jedem Druck gilt: Kunststoffteile aus der Produktion haben oft Trennmittel auf der Oberfläche. Mit Isopropanol reinigen, trocknen lassen, nicht mehr anfassen. Beflammen und Corona In der Industrie wird PP und PE vor dem Druck mit einer Flamme, mit Corona Entladung oder mit Plasma behandelt. Das hebt die Oberflächenenergie kurzfristig an. Der Effekt lässt mit der Zeit nach, deshalb wird kurz vor dem Druck behandelt. Für Einsteiger und kleine Werkstätten ist das selten eine Option. Beflammen mit einem Brenner ist schwer reproduzierbar, kann Teile verformen und ist bei brennbaren Kunststoffen ein Sicherheitsrisiko. Wenn du regelmäßig PP oder PE bedrucken musst, lohnt sich eher UV DTF als Umweg. Mehr dazu in UV DTF /uv druck/grundlagen/uv dtf/ . Handyhüllen: PC oder TPU? Handyhüllen sind ein beliebtes Produkt, und das Material entscheidet über die Haltbarkeit. Harte Hüllen aus PC lassen sich gut bedrucken. Die Fläche ist steif, die Tinte bricht nicht. Durchsichtige PC Hüllen kannst du auch von innen bedrucken, dann liegt das Motiv geschützt. Weiche Hüllen aus TPU biegen sich beim Anziehen und Abziehen. Harte Tinte bekommt dabei Risse, besonders an den Kanten. Flexible Tinte hält deutlich besser. Manche Hüllen kombinieren eine harte Rückseite aus PC mit einem weichen Rand aus TPU. Dann bedruckst du nur die harte Fläche. Bei Silikonhüllen solltest du auf UV Direktdruck verzichten. 3D Drucke bedrucken UV Druck und 3D Druck passen gut zusammen: Du druckst eine Form und gibst ihr danach ein farbiges Motiv. PLA und PETG funktionieren in der Regel gut. Ein paar Punkte helfen: Helle Filamente in Weiß oder Hellgrau sparen den Weißunterdruck. Druckrichtung: Die Oberseite einer flachen Platte ist oft weniger glatt als die Unterseite auf einer glatten Druckplatte. Die Unterseite eignet sich daher oft besser. Schich"},{"t":"Lack (Varnish) im UV-Druck: Glanz, Schutz und Effekte","k":"UV-Druck · Tinten & Primer","d":"Mit klarem UV-Lack druckst du Glanzeffekte, Spot-Lack, Relief und Schutzschichten. Was er kann, was er kostet und wie du ihn in der Datei anlegst.","u":"/uv-druck/tinten/lack/","x":"Lack, im UV Druck oft Varnish, Gloss oder Klarlack genannt, ist Tinte ohne Pigment. Er wird gedruckt und gehärtet wie jede andere Farbe, bleibt aber durchsichtig. Damit kannst du Oberflächen glänzen lassen, Teile eines Motivs hervorheben und den Druck vor Abrieb schützen. Was Lack ist und wie er gedruckt wird Viele UV Drucker haben einen eigenen Kanal für Lack, neben CMYK und Weiß. Er wird meist als letzte Schicht über die Farbe gedruckt. Weil er aus dem Druckkopf kommt, lässt er sich genauso präzise platzieren wie Farbe: vollflächig, nur auf einzelnen Elementen oder in mehreren Schichten übereinander. Nicht jedes Gerät hat einen Lackkanal. Manche Desktop Geräte nutzen den Kanal wahlweise für Lack oder Primer, andere haben gar keinen. Prüfe das im Datenblatt deines Geräts. Glanzlack Eine vollflächige Lackschicht macht den Druck glänzender und die Farben wirken satter. Bei Fotos auf Metall oder Holz ist das oft der Unterschied zwischen \"bedruckt\" und \"fertiges Produkt\". Wie stark der Glanz wird, hängt davon ab, wie glatt der Lack verläuft, bevor er härtet. Viele Geräte bieten dafür einen eigenen Modus: Die Lampe härtet erst etwas später, der Lack kann sich glätten und wird glänzender. Spot Lack Beim Spot Lack bekommt nur ein Teil des Motivs Lack. Typisch sind ein Logo, ein Schriftzug oder einzelne Details wie Wassertropfen. Der Kontrast zwischen matter Fläche und glänzendem Element macht den Effekt. Bekannt ist das aus hochwertigen Visitenkarten und Verpackungen. Mit mehreren Lackschichten übereinander entsteht ein fühlbares Relief. Damit lassen sich Prägungen, Blindenschrift oder Strukturen wie Leder oder Pinselstriche nachahmen. Mehr dazu in Relief und Textur /uv druck/grundlagen/relief textur/ . Matt statt glänzend Auch ein matter Look ist möglich. Dafür wird der Lack sofort nach dem Auftreffen gehärtet, bevor er verlaufen kann. Die winzigen Tröpfchen bleiben als raue Struktur stehen und streuen das Licht. Manche Geräte haben dafür einen eigenen Matt Modus, bei anderen ergibt sich der Effekt aus der Einstellung der Lampe. Ein Hinweis: Wie matt oder glänzend das Ergebnis wird, hängt stark vom Gerät, von der Lampe und vom Untergrund ab. Ein Probedruck ist unvermeidlich. Schutzfunktion Lack schützt die Farbschicht darunter. Kratzer landen zuerst im Lack, nicht in der Farbe. Das ist besonders sinnvoll bei: Schlüsselanhängern, Handyhüllen und anderen Dingen, die viel angefasst werden Metall und Fotodrucken, die gereinigt werden Produkten im Außenbereich, wobei Lack die UV Beständigkeit der Farben nicht garantiert Lack macht einen Druck aber nicht unverwüstlich. Wenn die Haftung am Material schlecht ist, platzt alles zusammen ab, Lack eingeschlossen. Die Grundlage bleibt die richtige Vorbereitung mit Primer /uv druck/tinten/primer/ . Kosten und Zeit Lack ist nicht umsonst: Tinte: Klarlack kostet ähnlich viel wie farbige Tinte. Vollflächig auf großen Platten fällt das ins Gewicht. Druckzeit: Jede Lackschicht ist ein weiterer Durchgang. Ein glänzender Lack mit verzögerter Härtung braucht oft noch länger. Bei Relief mit vielen Schichten kann sich die Druckzeit vervielfachen. Wartung: Ein zusätzlicher Kanal bedeutet zusätzliche Düsen, die gepflegt werden müssen. Rechne den Lack deshalb in deine Kalkulation ein, statt ihn als kostenloses Extra zu sehen. Mehr dazu in der UV Kalkulation /uv druck/gewerbe/uv kalkulation/ . Lack in der Datei anlegen Damit die Drucksoftware weiß, wo Lack hin soll, brauchst du eine eigene Ebene oder Volltonfarbe. Das Prinzip ist bei den meisten Programmen gleich: 1. Das Motiv normal in CMYK anlegen. 2. Die Fläche, die Lack bekommen soll, als eigenes Element anlegen, zum Beispiel als Kopie des Logos. 3. Dieses Element mit einer Volltonfarbe füllen, die so heißt, wie es die RIP oder Drucksoftware erwartet. 4. Die Ebene auf \"Überdrucken\" stellen, damit die Farbe darunter nicht ausgespart wird. Bei Graustufen gilt meist: Je dunkler eine Stelle, desto mehr Lack. So lassen sich Kuppeln und Verläufe im Relief erzeu"},{"t":"Layer-Shift: Wenn sich Schichten verschieben","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Der Druck ist plötzlich seitlich versetzt? Die häufigsten Ursachen für verschobene Schichten und wie du sie bei Bettschubsern und CoreXY-Druckern behebst.","u":"/3d-druck/probleme/layer-shift/","x":"Beim Layer Shift ist ein Teil des Drucks seitlich versetzt, als hätte jemand die oberen Schichten verschoben. Der Drucker hat dabei die Orientierung verloren: Er glaubt, an einer bestimmten Stelle zu sein, ist aber in Wirklichkeit ein paar Millimeter daneben. Alle folgenden Schichten werden dann versetzt gedruckt. Woran erkennst du Layer Shift? Eine klare Stufe im Druck, ab der alles verschoben ist Versatz meist nur in eine Richtung X oder Y Oft begleitet von einem lauten Knacken oder Schlag während des Drucks Ein einzelner, starker Versatz deutet auf einen Zusammenstoß hin. Viele kleine Versätze sprechen eher für ein mechanisches Problem. Die Ursachen, sortiert nach Häufigkeit 1. Die Düse stößt gegen den Druck Hat sich eine Ecke durch Warping /3d druck/probleme/warping/ nach oben gebogen oder steht ein Stück Material ab, kann die Düse daran hängenbleiben. Der Motor verliert dabei Schritte. Lösung: Warping verhindern, im Slicer Z Hop aktivieren die Düse hebt bei Leerfahrten kurz an und Leerfahrten über bereits gedruckte Teile vermeiden. 2. Lockere oder falsch gespannte Riemen Die Riemen übertragen die Bewegung der Motoren. Sind sie zu locker, springen sie über die Zähne. Sind sie zu straff, wird die Mechanik schwergängig. Lösung: Riemenspannung nach Herstellerangabe prüfen. Bei CoreXY Druckern müssen beide Riemen gleich gespannt sein, sonst entstehen außerdem schiefe Teile. Viele Hersteller beschreiben, wie man die Spannung prüft, manche Drucker messen sie selbst. 3. Lose Zahnräder an den Motoren Das kleine Zahnrad auf der Motorwelle ist mit einer Madenschraube befestigt. Hat sie sich gelöst, rutscht das Rad auf der Welle. Lösung: Madenschrauben prüfen und festziehen. Die Schraube sollte auf der abgeflachten Seite der Welle sitzen. 4. Zu hohe Geschwindigkeit oder Beschleunigung Werden Geschwindigkeit oder Beschleunigung im Slicer über die Grenzen des Druckers hinaus erhöht, kommen die Motoren nicht mit. Lösung: Herstellerprofile verwenden oder Werte reduzieren. 5. Schwergängige Achsen oder Hindernisse Ein Kabel, das hängenbleibt, verschmutzte Führungen oder ein Gegenstand im Fahrweg bremsen die Bewegung. Lösung: Achsen bei ausgeschaltetem Drucker von Hand bewegen. Sie sollten gleichmäßig und ohne Widerstand laufen. Führungen nach Herstellerangabe reinigen und schmieren. 6. Erschütterungen Ein Stoß gegen den Tisch oder ein wackliger Untergrund können vor allem bei Bettschubsern Versatz auslösen. Lösung: Stabilen, geraden Untergrund verwenden. Schnell Checkliste 1. Hat die Düse am Druck gehangen? Dann Warping und Z Hop prüfen. 2. Sind die Riemen richtig gespannt, bei CoreXY gleichmäßig? 3. Sitzen die Zahnräder fest auf den Motorwellen? 4. Laufen die Achsen leicht und ohne Hindernisse? 5. Wurden Geschwindigkeit oder Beschleunigung erhöht? Viele aktuelle Drucker erkennen Zusammenstöße und verlorene Schritte selbst und pausieren den Druck. Ein Blick in die Fehlermeldung des Druckers lohnt sich deshalb immer."},{"t":"Layerhöhe richtig wählen: Qualität gegen Druckzeit","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Welche Layerhöhe passt zu deinem Druck? Wie Schichtdicke, Düse, Druckzeit und Festigkeit zusammenhängen und wann sich variable Layerhöhen lohnen.","u":"/3d-druck/einstellungen/layerhoehe/","x":"Die Layerhöhe legt fest, wie dick jede gedruckte Schicht ist. Sie ist die Einstellung mit dem größten Einfluss auf Druckzeit und Aussehen. Dünne Schichten sehen feiner aus, dauern aber deutlich länger. Dicke Schichten sind schnell, zeigen aber sichtbare Stufen. Die Faustregeln Standard bei einer 0,4 mm Düse: 0,2 mm. Das ist für die meisten Drucke der beste Kompromiss. Obergrenze: etwa 75 % des Düsendurchmessers, bei 0,4 mm also rund 0,3 mm. Untergrenze: etwa 25 % des Düsendurchmessers, bei 0,4 mm also rund 0,1 mm. Noch dünner bringt bei FDM kaum sichtbaren Gewinn. Halbe Layerhöhe heißt ungefähr doppelte Druckzeit. Welche Layerhöhe wofür? Layerhöhe 0,4 mm Düse Typisch für Druckzeit 0,08 bis 0,12 mm Figuren, feine Details, runde Oberflächen sehr lang 0,16 mm gute Optik bei vertretbarer Zeit lang 0,20 mm Standard für fast alles mittel 0,24 bis 0,28 mm Funktionsteile, Prototypen, große Teile kurz Bei größeren Düsen verschieben sich die Werte entsprechend. Eine 0,6 mm Düse druckt gut mit 0,3 bis 0,4 mm. Wo die Layerhöhe sichtbar wird Auf senkrechten Wänden sieht man kaum Unterschied zwischen 0,12 und 0,2 mm. Deutlich sichtbar wird die Layerhöhe an schrägen und runden Flächen , zum Beispiel an einer Kuppel oder einem Gesicht. Dort entstehen bei dicken Schichten sichtbare Treppenstufen. Variable Layerhöhe Viele Slicer können die Layerhöhe innerhalb eines Modells verändern: dünne Schichten an schrägen Stellen, dicke Schichten an senkrechten. Das spart viel Zeit bei fast gleicher Optik. Die Funktion heißt meist \"Variable Layerhöhe\" oder \"Adaptive Layerhöhe\" und lässt sich automatisch berechnen oder von Hand anpassen. Und die Festigkeit? Die Schichtgrenzen sind die schwächste Stelle eines FDM Drucks. Die Layerhöhe allein macht ein Teil aber kaum stabiler oder schwächer. Viel wichtiger für die Festigkeit sind: die Anzahl der Wände die richtige Drucktemperatur /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ für gute Schichthaftung die Ausrichtung des Teils auf dem Druckbett, damit die Kräfte nicht quer zu den Schichten wirken Die erste Schicht Die erste Schicht ist oft etwas dicker, zum Beispiel 0,2 bis 0,3 mm. Das gleicht kleine Unebenheiten des Druckbetts aus und verbessert die Haftung. Die Herstellerprofile im Slicer stellen das meist schon passend ein. Mehr zu den weiteren wichtigen Einstellungen: Infill /3d druck/einstellungen/infill/ und Stützstrukturen /3d druck/einstellungen/stuetzstrukturen/ ."},{"t":"Darf ich 3D-Drucke verkaufen? Lizenzen einfach erklärt","k":"3D-Druck · 3D-Modelle","d":"Creative Commons, Plattform-Lizenzen und kommerzielle Abos erklärt: wann du Drucke verkaufen oder Modelle verändern darfst und wo die Grenzen liegen.","u":"/3d-druck/3d-modelle/lizenzen/","x":"Ein Modell kostenlos herunterladen heißt nicht, dass du damit alles machen darfst. Jedes Modell gehört seinem Designer, und die Lizenz legt fest, ob du es verändern, weitergeben oder gedruckt verkaufen darfst. Wer Drucke auf Märkten, Etsy oder im eigenen Shop anbieten will, sollte die Lizenz deshalb vor dem Druck lesen. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Er erklärt die Grundbegriffe. Im Zweifel frag den Designer direkt oder lass dich von einem Fachanwalt für Urheber und Medienrecht beraten. Creative Commons: die vier Bausteine Die meisten kostenlosen Modelle stehen unter einer Creative Commons Lizenz CC . Sie setzt sich aus Bausteinen zusammen: BY Namensnennung : Du musst den Designer nennen. Steckt in allen CC Lizenzen. SA Weitergabe unter gleichen Bedingungen : Wenn du das Modell veränderst und teilst, muss deine Version unter derselben Lizenz stehen. NC nicht kommerziell : Nur nicht kommerzielle Nutzung. Creative Commons definiert das als Nutzung, die nicht vorrangig auf geschäftlichen Vorteil oder Bezahlung ausgerichtet ist. Gedruckte Teile zu verkaufen fällt klar darunter. ND keine Bearbeitung : Du darfst das Modell zwar für dich verändern, die veränderte Fassung aber nicht weitergeben. Dazu kommt CC0 : Der Designer verzichtet so weit wie möglich auf seine Rechte. Du darfst alles damit machen, auch ohne Namensnennung. Was darf ich mit welcher Lizenz? Lizenz Drucke verkaufen Verändern und Remix teilen Bedingung CC0 ja ja keine CC BY ja ja Designer nennen CC BY SA ja ja Designer nennen, Remix unter gleicher Lizenz CC BY ND ja nein Designer nennen, nur unverändert weitergeben CC BY NC nein ja Designer nennen, nicht kommerziell CC BY NC SA nein ja Designer nennen, nicht kommerziell, gleiche Lizenz CC BY NC ND nein nein Designer nennen, nicht kommerziell, unverändert Zwei Punkte werden oft übersehen: Ein Remix übernimmt die Lizenz des Originals. Wenn du ein NC Modell veränderst, darfst du auch deine Version nicht verkaufen, egal wie viel du geändert hast. CC Lizenzen sind nicht widerrufbar. Hat ein Designer ein Modell unter CC BY veröffentlicht, gilt das für diese Fassung weiter, auch wenn er die Lizenz später ändert. Mach dir im Zweifel einen Screenshot der Lizenz zum Zeitpunkt des Downloads. Plattform eigene Lizenzen Manche Plattformen haben eigene Lizenzen neben Creative Commons. Bei MakerWorld gibt es zum Beispiel die \"Standard Digital File License\". Sie erlaubt keine kommerzielle Nutzung, keine Weitergabe der Datei und keine Remixe. Andere Plattformen haben ähnliche Modelle. Lies in so einem Fall den Lizenztext auf der Plattform, denn er ist meist enger als eine CC Lizenz. Kommerzielle Lizenzen und Abos Viele Designer bieten eine Verkaufserlaubnis gegen Geld an. Das läuft meist auf zwei Arten: Einzelne kommerzielle Lizenz: Du kaufst ein Modell zusammen mit dem Recht, Drucke davon zu verkaufen. Händler Abo: Über Mitgliedschaften auf Plattformen wie Printables, Thangs, MyMiniFactory oder Patreon bekommst du Zugriff auf Modelle und oft eine Verkaufslizenz. Die Bedingungen legt jeder Designer selbst fest. Typische Einschränkungen sind eine Höchstzahl an verkauften Drucken, nur physische Drucke statt Dateien, eine Pflicht zur Namensnennung im Shop oder dass die Lizenz nur gilt, solange das Abo läuft. Lies die Bedingungen genau, bevor du Geld ausgibst. Wichtig: Wer ein Modell kauft, darf es nicht automatisch auch gedruckt verkaufen. Die Datei zu kaufen und die Drucke verkaufen zu dürfen sind zwei verschiedene Dinge. Wenn ein Modell nur unter NC steht, kannst du den Designer anschreiben. Viele erlauben den Verkauf gegen eine kleine Gebühr oder eine Beteiligung. Eigene Designs Am einfachsten ist es mit Modellen, die du selbst konstruierst. Du hast die Rechte daran und entscheidest selbst, ob du sie verkaufst oder unter welcher Lizenz du sie veröffentlichst. Wie der Einstieg ins Konstruieren klappt, steht unter Eigene 3D Modelle erstellen /3d druck/3d modelle/modellieren lernen/ . Achtung bei Remixen: Hast du ein fremdes Mod"},{"t":"Löcher und Lücken in der Oberseite (Pillowing) beheben","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Löcher und Beulen in der Oberseite? Warum Pillowing entsteht und wie du mit Deckschichten, Infill und Kühlung eine glatte Fläche bekommst.","u":"/3d-druck/probleme/loecher-oberseite/","x":"Die Oberseite eines Drucks soll eine geschlossene, glatte Fläche sein. Manchmal ist sie das nicht: Es gibt kleine Löcher, raue Stellen oder Beulen, die wie ein aufgeplustertes Kissen aussehen. Daher kommt der englische Name Pillowing. Meist liegt es nicht an einem Defekt, sondern an ein paar Einstellungen im Slicer. Woran erkennst du Pillowing? Löcher oder Spalten zwischen den Linien der obersten Schicht. Beulen und Wölbungen auf flachen Flächen, besonders auf großen. Das Infill Muster zeichnet sich ab , die Gitterlinien darunter sind durch die Oberseite zu sehen. Das Problem tritt nur oben auf, Wände und Unterseite sind in Ordnung. Sind auch Wände dünn und löchrig, ist eher Unterextrusion /3d druck/probleme/unterextrusion/ die Ursache. Dann zuerst dort ansetzen. Warum entsteht es? Die oberste geschlossene Fläche wird nicht auf eine massive Unterlage gedruckt, sondern auf das Infill. Zwischen den Infill Linien ist Luft. Die ersten Deckschichten müssen diese Lücken überspannen, ähnlich wie eine kleine Brücke. Dabei hängen sie leicht durch oder reißen auf. Erst die nächsten Schichten glätten das Ganze. Sind es zu wenige, bleibt die unruhige Struktur sichtbar. Die Ursachen, sortiert nach Häufigkeit 1. Zu wenige Deckschichten Das ist die häufigste Ursache. Jede zusätzliche Deckschicht glättet die Fläche weiter. Prusa empfiehlt mindestens 3 obere Schichten. Wichtiger als die Anzahl ist aber die Gesamtdicke: Die Prusa Profile setzen eine Mindestdicke der Oberseite von 0,7 mm. Schichthöhe Deckschichten für etwa 0,7 bis 1 mm 0,1 mm 7 bis 10 0,2 mm 4 bis 5 0,3 mm 3 bis 4 Lösung: Anzahl der oberen Deckschichten erhöhen oder im Slicer eine Mindestdicke für die Oberseite angeben. Bei niedrigen Schichthöhen brauchst du entsprechend mehr Schichten. Details zu Wänden und Deckschichten stehen in Wände und Deckschichten /3d druck/einstellungen/waende deckschichten/ . 2. Zu wenig Infill Bei sehr geringer Dichte sind die Lücken zwischen den Infill Linien groß. Die erste Deckschicht muss weite Strecken überspannen und hängt stärker durch. Lösung: Infill auf mindestens 10 bis 15 % setzen. Die Prusa Profile starten bei 15 %. Willst du bei Deko Teilen sehr wenig Infill nutzen, gleiche das mit zusätzlichen Deckschichten aus. Mehr in Infill einstellen /3d druck/einstellungen/infill/ . 3. Zu wenig Kühlung Die erste Deckschicht über dem Infill verhält sich wie eine Brücke. Kühlt sie zu langsam ab, sackt sie zwischen den Infill Linien ein und reißt auf. Bei PLA ist das besonders auffällig, wenn der Lüfter gedrosselt ist. Lösung: Bei PLA den Bauteillüfter für die oberen Schichten auf volle Leistung lassen. Bei PETG, ABS und ASA reicht oft schon etwas mehr Lüfter als im Grundprofil. Mehr dazu in Kühlung /3d druck/einstellungen/kuehlung/ . 4. Unterextrusion Fehlt generell Material, bleiben auch auf der Oberseite Lücken. Hier helfen mehr Deckschichten nur begrenzt. Bambu Lab nennt einen leicht zu niedrigen Flusswert als häufigsten Grund für gleichmäßige Lücken in der obersten Schicht. Lösung: Flusskalibrierung durchführen, Düse und Extruder prüfen. Die vollständige Fehlersuche steht im oben verlinkten Artikel zur Unterextrusion. 5. Zu schnell gedruckte Oberseite Wird die oberste Schicht sehr schnell gedruckt, legen sich die Linien weniger sauber nebeneinander. Viele Profile drucken die obere Fläche deshalb langsamer als das Infill. Lösung: Geschwindigkeit für die oberste Schicht reduzieren, falls dein Profil hier den gleichen Wert wie für Infill nutzt. Slicer Hilfen gegen Pillowing Zusätzliche Brückenschicht: Einige Slicer, etwa OrcaSlicer, können eine extra Brückenschicht über dem Infill drucken. Das stützt die Deckschichten und reduziert Pillowing. Dichteres Infill nur unter der Oberseite: Manche Slicer erzeugen unter Deckflächen automatisch dichteres Infill. Ironing kurz erklärt Ironing, auf Deutsch Glätten oder Bügeln, ist ein zusätzlicher Durchgang auf der obersten Schicht. Die heiße Düse fährt noch einmal mit sehr wenig Material über die Fläche und sch"},{"t":"Mehrfarbig drucken: AMS, Werkzeugwechsler und Co. erklärt","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"Welche Systeme es für den Mehrfarbdruck gibt, wie viel Abfall sie erzeugen, wie du Spülmaterial sparst und wann eine Farbwechsel-Pause reicht.","u":"/3d-druck/grundlagen/mehrfarbdruck/","x":"Ein FDM Drucker hat im Grundaufbau eine Düse und verarbeitet ein Filament. Für mehrere Farben in einem Teil gibt es deshalb verschiedene Lösungen, von der einfachen Pause bis zum Drucker mit mehreren kompletten Druckköpfen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Zeit und Material jeder Farbwechsel kostet. Farbwechsel per Pause: der Einstieg Die einfachste Methode braucht kein Zusatzgerät. Du legst im Slicer fest, bei welcher Schichthöhe die Farbe wechseln soll. Der Drucker hält dort an, du tauschst das Filament von Hand und setzt den Druck fort. Technisch steckt dahinter meist der Befehl M600, den viele Slicer über einen Rechtsklick auf den Schichtregler einfügen. Das funktioniert gut für Schilder, Schriftzüge oder Logos, bei denen die Farbe nur von Schicht zu Schicht wechselt. Mehrere Farben innerhalb derselben Schicht gehen damit nicht. Du musst außerdem zum richtigen Zeitpunkt am Drucker sein. Filamentwechsler mit einer Düse Das ist das verbreitetste System. Ein Zusatzgerät hält mehrere Spulen, meist vier pro Einheit, und schiebt bei Bedarf das jeweils passende Filament zur Düse. Beispiele sind AMS von Bambu Lab, CFS von Creality, ACE von Anycubic, die QIDI Box oder MMU3 von Prusa. Bei manchen Druckern ist so ein System fest eingebaut. Ein Farbwechsel läuft grob so ab: 1. Das aktuelle Filament wird abgeschnitten oder zurückgezogen. 2. Die Einheit zieht es aus dem Druckkopf zurück. 3. Das neue Filament wird bis zur Düse geschoben. 4. Die Düse wird gespült, bis die alte Farbe vollständig heraus ist. Der letzte Schritt ist das Problem: In Hotend und Düse steckt noch geschmolzenes Material der alten Farbe. Es muss herausgedrückt werden, bevor die neue Farbe sauber aussieht. Dieser Spülabfall landet entweder als kleine Würstchen hinter dem Drucker oder in einem Spülturm Purge Tower oder Prime Tower , den der Slicer neben das Teil setzt. Viele dieser Systeme lagern das Filament zusätzlich geschützt vor Feuchtigkeit, einige trocknen es aktiv. Jeder Wechsel kostet Zeit. Bei Hunderten Wechseln in einem Druck kommen schnell Stunden zusammen. Spülabfall reduzieren Bei Teilen mit vielen Farbwechseln kann der Abfall mehr wiegen als das Teil selbst. Diese Hebel helfen: In das Infill spülen: Die alte Farbe wird in die Füllung des Teils gedruckt, die später niemand sieht. In Bambu Studio und OrcaSlicer heißt die Option \"Flush into objects' infill\", in PrusaSlicer \"Wipe into this object's infill\". In Stützen spülen: Auch Stützstrukturen landen im Müll, da kann die Mischfarbe hin. In ein Opferobjekt spülen: Ein zusätzliches Teil auf der Platte, das in Mischfarben gedruckt wird, zum Beispiel ein Würfel oder Füllmaterial. Spülmengen anpassen: Von Hell zu Dunkel braucht weniger Spülmaterial als von Dunkel zu Hell. Die Slicer berechnen die Mengen pro Farbpaar, oft lassen sie sich mit einem Faktor reduzieren. Vorsichtig senken und testen, sonst gibt es Farbschlieren. Farbwechsel einsparen: Mehrere Teile gleichzeitig auf der Platte teilen sich die Wechsel pro Schicht. Farben möglichst schichtweise statt gemischt anordnen. Farbreihenfolge so wählen, dass helle Farben vor dunklen kommen. Mehr zu Stützen in Stützstrukturen /3d druck/einstellungen/stuetzstrukturen/ , zum Thema Füllung in Infill /3d druck/einstellungen/infill/ . Zwei Düsen Manche Drucker haben zwei Düsen auf einem Druckkopf, von denen jeweils eine aktiv ist. Für jedes Material gibt es einen eigenen Hotend. Der Wechsel zwischen den beiden Düsen erzeugt kaum Abfall. Typisch ist die Kombination aus Teilmaterial und Stützmaterial, etwa PLA mit wasserlöslichem PVA. Mit einem zusätzlichen Filamentwechsler sind auch mehr Farben möglich, dann spült aber wieder jede Düse für sich. Bei zwei Düsen muss der Höhenunterschied zwischen ihnen exakt stimmen, sonst schleift die inaktive Düse über den Druck. Aktuelle Geräte kalibrieren das automatisch. Werkzeugwechsler Ein Werkzeugwechsler hat mehrere komplette Druckköpfe, die geparkt am Rand stehen. Der Drucker greift sich den passenden Kopf, "},{"t":"Metall mit UV bedrucken: Aluminium, Edelstahl und Metallposter","k":"UV-Druck · Materialien","d":"So bedruckst du Alu, Edelstahl und beschichtete Metallplatten mit UV: entfetten, Primer, Weiß oder metallischer Effekt, Schutzlack und Tipps für Metallposter.","u":"/uv-druck/materialien/metall-bedrucken/","x":"Metall ist eines der beliebtesten Materialien im UV Druck: Schilder, Visitenkarten, Typenschilder, Flaschenöffner und Fotos auf Aluminium. Gleichzeitig ist blankes Metall einer der Untergründe, auf denen UV Tinte ohne Vorbereitung am schlechtesten hält. Der Unterschied liegt fast immer in der Oberfläche. Welches Metall, welche Oberfläche? Für den Druck zählt nicht das Metall selbst, sondern was oben drauf ist. Oberfläche Primer Typischer Einsatz Beschichtetes Alu weiß, silber, gold meist nein Fotodrucke, Schilder, Visitenkarten Sublimations und Fotometall meist nein Metallposter, Fotodrucke Eloxiertes Alu meist ja, testen Typenschilder, Visitenkarten, Werkzeug Blankes oder gebürstetes Alu ja Industrieteile, Deko Edelstahl ja Flaschen, Becher, Schilder Pulverbeschichtetes Metall oft ja Becher, Gehäuse Beschichtete Platten sind die einfachste Wahl für den Einstieg. Ihre Oberfläche ist zum Bedrucken gemacht. Blankes Alu und Edelstahl sind schwieriger, weil die Tinte auf der glatten, dichten Oberfläche kaum Halt findet. Vorbereitung: entfetten Metall ist fast nie wirklich sauber. Bearbeitungsöl, Korrosionsschutz und Fingerabdrücke sitzen unsichtbar auf der Oberfläche. 1. Handschuhe anziehen und ab jetzt nicht mehr mit bloßen Fingern auf die Druckfläche fassen. 2. Mit Isopropanol und einem fusselfreien Tuch in eine Richtung wischen. 3. Bei hartnäckigem Fett ein zweites Mal mit frischem Tuch wischen. 4. Vollständig abtrocknen lassen. Bei Schutzfolien auf Platten: Folie erst direkt vor dem Druck abziehen. Primer ja oder nein? Auf blankem Metall und Edelstahl brauchst du Primer. Hersteller bieten dafür eigene Metall oder kombinierte Glas und Metallprimer an. Dünn auftragen, ablüften lassen, zeitnah drucken. Die Details stehen im Artikel über Primer /uv druck/tinten/primer/ . Bei eloxiertem Alu lohnt sich ein Test ohne Primer. Manche Eloxalschichten nehmen Tinte gut an, andere nicht. Bei beschichteten Platten ist Primer meist überflüssig und kann sogar stören. Mach nach dem Druck einen Klebeband Test auf einem Reststück. Erst wenn der hält, druckst du die Serie. Mit Weiß oder ohne? Hier entscheidest du über den Look. Mit Weißunterdruck bekommst du leuchtende, deckende Farben. Das Metall verschwindet unter dem Motiv. Das ist richtig für Logos in Firmenfarben, Fotos mit Hauttönen und alles, wo Farben genau stimmen müssen. Ohne Weiß scheint das Metall durch die Farbe. Farben wirken dunkler, aber sie glänzen metallisch. Ein Blau wird zu einem schimmernden Metallicblau. Das ist ein schöner Effekt für Deko, Schmuckanhänger oder Fotos mit viel Himmel und Wasser. Beides lässt sich kombinieren: Weiß nur dort, wo Farben leuchten sollen, Metall frei, wo es glänzen darf. Das legst du in der Datei über eine eigene Weißebene an. Wie das geht, steht in Farbschichten /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Hinweis zu sehr glänzenden Oberflächen: Spiegelpoliertes Metall reflektiert UV Licht zurück zum Druckkopf. Das kann im ungünstigen Fall Tinte an den Düsen anhärten. Manche Geräte sind dafür konstruiert, bei anderen hilft ein etwas größerer Abstand. Prüfe die Herstellerangaben. Haltbarkeit und Kratzfestigkeit Gut haftende UV Tinte auf Metall verträgt Anfassen, Abwischen und den Alltag in Innenräumen gut. Kritisch sind: Kanten und Ecken, an denen sich Tinte zuerst ablöst Teile, die gegen anderes Metall reiben, etwa Schlüsselanhänger am Schlüsselbund Spülmaschine und aggressive Reiniger Außeneinsatz über Jahre Eine vollflächige Schicht Lack /uv druck/tinten/lack/ schützt die Farbe vor Kratzern. Gib dem Druck nach dem Härten außerdem etwas Zeit, bevor du ihn verpackst oder belastest. Viele Hersteller nennen mindestens 30 Minuten, die volle Haftung baut sich teils über Stunden auf. Metallposter und Fotodrucke auf Alu Fotos auf Alu sind ein klassisches Produkt. Meist werden dafür weiß oder silber beschichtete Aluplatten verwendet. Weiß beschichtet ergibt klassische Fotofarben, silber den typischen Metallic Look. Ein paar Punkte, die über die Qualität entsch"},{"t":"3D-Modelle finden: Die wichtigsten Plattformen im Überblick","k":"3D-Druck · 3D-Modelle","d":"Printables, MakerWorld, Thingiverse und Co.: welche Plattform was bietet, was kostenlos ist und woran du ein gutes Modell vor dem Download erkennst.","u":"/3d-druck/3d-modelle/modelle-finden/","x":"Für fast jede Idee hat schon jemand ein Modell hochgeladen. Halterungen, Organizer, Ersatzteile, Figuren: Auf den großen Plattformen liegen Millionen Dateien, die meisten davon kostenlos. Die Schwierigkeit ist nicht, etwas zu finden, sondern das Modell zu finden, das sich auch gut drucken lässt. Die wichtigsten Plattformen Printables Printables gehört zum Druckerhersteller Prusa Research. Die Modelle sind überwiegend kostenlos und laufen auf jedem Drucker, nicht nur auf Prusa Geräten. Viele Uploads enthalten Druckprofile als 3MF für verschiedene Druckermarken. Wer Modelle hochlädt, sammelt Punkte Prusameters , die sich gegen Filament eintauschen lassen. Zusätzlich gibt es bezahlte Modelle im Printables Store und Mitgliedschaften bei einzelnen Designern Clubs . Sie sind in der Suche gekennzeichnet. MakerWorld MakerWorld betreibt Bambu Lab. Auch hier sind die meisten Modelle kostenlos. Typisch sind fertige Druckprofile, die sich direkt in Bambu Studio öffnen lassen. Für andere Drucker lädst du die Datei herunter und slicest sie selbst. Designer bekommen Punkte für Downloads und Drucke und können sie gegen Gutscheine oder Filament einlösen. Dazu kommen Werkzeuge wie ein Generator für anpassbare Modelle. Thingiverse Thingiverse ist die älteste große Plattform und hat ein riesiges, kostenloses Archiv. Anfang 2026 wurde sie von MyMiniFactory übernommen, vorher gehörte sie zu UltiMaker. Wegen des Alters sind viele Modelle schon zehn Jahre alt und ohne Druckprofil. Praktisch ist der Customizer, mit dem sich manche Modelle im Browser anpassen lassen. Thangs Thangs ist Suchmaschine und Plattform zugleich. Die Suche findet auch Modelle auf anderen Seiten und kann nach ähnlichen Formen suchen. Daneben verkaufen Designer dort einzelne Dateien oder Mitgliedschaften mit monatlichen Downloads. Cults3D Cults3D ist ein Marktplatz, auf dem viele Designer ihre Modelle verkaufen. Es gibt auch kostenlose Dateien, der Schwerpunkt liegt aber auf bezahlten Modellen, etwa Figuren, Deko und Cosplay. MyMiniFactory MyMiniFactory hat seinen Schwerpunkt bei Miniaturen und Tabletop Figuren. Die Plattform prüft Uploads vor der Veröffentlichung und bietet über \"Tribes\" Abos bei einzelnen Designern an. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Modelle. Die Plattformen im Vergleich Plattform Betreiber Kostenlos / bezahlt Besonderheit Printables Prusa Research überwiegend kostenlos, dazu Store und Mitgliedschaften Druckprofile als 3MF, Belohnungspunkte MakerWorld Bambu Lab überwiegend kostenlos Profile für Bambu Drucker, Punkte gegen Gutscheine Thingiverse MyMiniFactory seit 2026 kostenlos sehr großes, älteres Archiv, Customizer Thangs Thangs kostenlos und bezahlt Suche über mehrere Plattformen, Formsuche Cults3D Cults kostenlos und bezahlt, Schwerpunkt bezahlt Marktplatz für Designer MyMiniFactory MyMiniFactory kostenlos und bezahlt geprüfte Uploads, Miniaturen, Abos Bedingungen und Belohnungsprogramme ändern sich regelmäßig. Die Tabelle zeigt den Stand von 2026. So erkennst du ein gutes Modell Ein schönes Vorschaubild sagt wenig darüber, ob sich ein Modell gut drucken lässt. Oft ist es nur ein Rendering. Achte lieber auf diese Punkte: Makes und echte Fotos: Unter \"Makes\" oder \"Prints\" zeigen andere Nutzer ihre Ergebnisse. Viele Makes mit sauberen Fotos sind das beste Zeichen, dass das Modell funktioniert. Kommentare lesen: Hier stehen Hinweise wie \"Passung zu eng\" oder \"braucht Support an der Unterseite\". Manchmal antwortet der Designer mit einer verbesserten Version. Druckprofil oder 3MF: Ein mitgeliefertes Profil zeigt, mit welcher Ausrichtung, Layerhöhe und mit welchen Stützen der Designer gedruckt hat. Auch wenn du einen anderen Drucker hast, kannst du die Werte übernehmen. Was in einer 3MF Datei steckt, erklärt der Artikel zu Dateiformaten /3d druck/3d modelle/dateiformate/ . Beschreibung und Druckhinweise: Gute Designer nennen Material, Infill und ob Teile zusammengesteckt oder geklebt werden. Lizenz prüfen: Steht unter dem Modell. Sie entscheidet, ob du da"},{"t":"Eigene 3D-Modelle erstellen: Programme für den Einstieg","k":"3D-Druck · 3D-Modelle","d":"Tinkercad, Fusion, Onshape, FreeCAD, Blender und Shapr3D im Überblick: Kosten, Lizenz, Schwierigkeit und Tipps, wie du druckgerecht konstruierst.","u":"/3d-druck/3d-modelle/modellieren-lernen/","x":"Irgendwann findest du kein fertiges Modell mehr, das genau passt: Die Halterung ist zwei Millimeter zu schmal, das Ersatzteil gibt es nicht. Dann lohnt es sich, selbst zu konstruieren. Für einfache Teile reicht ein Nachmittag Einarbeitung, und die meisten Programme sind für den privaten Gebrauch kostenlos. Zwei Arten von Programmen CAD Programme arbeiten mit exakten Maßen. Du zeichnest eine Skizze, gibst Längen vor und ziehst daraus einen Körper. Ideal für Halterungen, Gehäuse, Ersatzteile und alles, was irgendwo passen muss. Die meisten sind parametrisch : Jeder Schritt wird gespeichert, und wenn du später ein Maß änderst, passt sich das Modell an. Mesh und Sculpting Programme formen Oberflächen frei wie Ton. Gut für Figuren, Tiere und organische Formen, ungeeignet für genaue Passungen. Was die beiden Ansätze für Dateien erzeugen, erklärt der Artikel zu Dateiformaten /3d druck/3d modelle/dateiformate/ . Die Programme im Überblick Tinkercad Kostenlos von Autodesk, läuft im Browser. Du setzt Grundkörper wie Würfel, Zylinder und Kugeln zusammen und ziehst Löcher davon ab. In einer Stunde hast du die Bedienung verstanden. Für einfache Halterungen, Schilder und Namensanhänger reicht das völlig. Bei Rundungen, Fasen und komplexeren Teilen stößt du schnell an Grenzen. Fusion Das frühere Fusion 360 von Autodesk ist ein vollwertiges parametrisches CAD Programm für Windows und macOS. Die Lizenz für die private Nutzung ist kostenlos, aber an Bedingungen geknüpft: nur nicht kommerzielle Projekte, weniger als 1.000 US Dollar Umsatz im Jahr, höchstens 10 gleichzeitig bearbeitbare Dokumente. Die Lizenz läuft drei Jahre und muss dann erneuert werden. Export als STL, 3MF und STEP ist möglich. Wer mit seinen Konstruktionen Geld verdient, braucht ein kostenpflichtiges Abo. Onshape Parametrisches CAD im Browser, auch auf Tablet und Smartphone. Der Free Plan kostet nichts, hat aber zwei Haken: Alle Dokumente sind öffentlich und für andere sichtbar, und kommerzielle Nutzung ist nicht erlaubt. Der Standard Plan liegt bei etwa 1.500 US Dollar pro Jahr. Für Hobbyprojekte, die du ohnehin teilen würdest, ist der Free Plan eine gute Option, zumal nichts installiert werden muss. FreeCAD Kostenlos und Open Source für Windows, macOS und Linux, ohne Einschränkungen bei der Nutzung, auch kommerziell. Mit Version 1.0 2024 und 1.1 März 2026 ist das Programm deutlich stabiler und einsteigerfreundlicher geworden, etwa durch eine eingebaute Baugruppenfunktion. Die Bedienung ist trotzdem gewöhnungsbedürftiger als bei Fusion oder Onshape. Wer langfristig unabhängig von Abo Modellen sein will, investiert die Einarbeitung hier. Blender Kostenlos und Open Source, eigentlich für Animation und Grafik gedacht. Stark bei Figuren, Skulpturen und organischen Formen. Für maßhaltige Technikteile ist Blender umständlich. Achte beim Export auf die Einheiten, sonst kommt das Modell im Slicer in falscher Größe an. Shapr3D CAD Programm für iPad, Mac und Windows, das sich gut mit Stift oder Touch bedienen lässt. Der kostenlose Basic Plan erlaubt nur zwei Projekte und exportiert STL und 3MF in einfacher Auflösung. Der Pro Plan kostet etwa 300 US Dollar pro Jahr zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Programme im Vergleich Programm Kosten privat Plattform Schwierigkeit Gut für Tinkercad kostenlos Browser sehr leicht erste Schritte, einfache Teile Fusion kostenlos mit Einschränkungen, nur nicht kommerziell Windows, macOS mittel technische Teile, Baugruppen Onshape Free Plan kostenlos, Dokumente öffentlich, nicht kommerziell Browser, Tablet mittel technische Teile, ohne Installation FreeCAD kostenlos, auch kommerziell Windows, macOS, Linux mittel bis schwer technische Teile, Open Source Blender kostenlos Windows, macOS, Linux schwer Figuren, organische Formen Shapr3D Basic kostenlos 2 Projekte , Pro etwa 300 US Dollar pro Jahr iPad, Mac, Windows leicht bis mittel CAD mit Stift und Touch Lizenzbedingungen und Preise ändern sich. Prüf vor dem Start die aktuellen Bedingungen beim Anbieter, vor all"},{"t":"7 Mythen über 3D-Druck, die sich hartnäckig halten","k":"3D-Druck · Kurioses & Wissen","d":"Kompostierbares PLA, lebensmittelechte Drucke, mehr Infill gleich mehr Stabilität: sieben verbreitete Irrtümer und was wirklich stimmt.","u":"/3d-druck/wissen/mythen/","x":"Rund um 3D Druck kursieren viele Halbwahrheiten. Manche stammen aus der Zeit des ersten Hypes, andere werden in Foren und Kommentaren einfach weitergegeben. Hier sind sieben Mythen, die immer wieder auftauchen, und was tatsächlich dahintersteckt. Mythos 1: \"Mit einem 3D Drucker kann man alles drucken\" Ein Heimdrucker kann viel, aber längst nicht alles. Ein FDM Drucker verarbeitet Kunststoffe, die beim Erhitzen weich werden. Metallteile, Glas oder Keramik in Endqualität entstehen auf anderen, meist industriellen Maschinen. Dazu kommen Grenzen im Druck selbst: Der Bauraum begrenzt die Größe, steile Überhänge brauchen Stützen, und gedruckte Teile sind zwischen den Schichten schwächer als entlang der Schichten. Ein Teil, das in der Theorie passt, kann in der Praxis an genau dieser Stelle brechen. Was sinnvoll druckbar ist, steht in Was ist 3D Druck? /3d druck/grundlagen/was ist 3d druck/ . Mythos 2: \"Mehr Infill macht ein Teil stabiler\" Stimmt nur bedingt. Mehr Infill macht ein Teil zwar etwas fester, aber ab einem gewissen Punkt bringt jedes zusätzliche Prozent kaum noch etwas, kostet aber Zeit und Material. Den größten Teil der Last tragen die Außenwände. Auch der Ingenieur und YouTuber Stefan Hermann CNC Kitchen kommt in seinen Tests zu dem Schluss: Mehr Wandstärke bringt meist mehr Festigkeit als mehr Infill. Ein Teil mit vier Wänden und 20 % Infill ist deshalb oft stabiler als eines mit zwei Wänden und 50 %. Konkrete Werte findest du in Infill einstellen /3d druck/einstellungen/infill/ . Mythos 3: \"PLA kann ich auf den Kompost werfen\" PLA wird oft als biologisch abbaubar beworben. Das ist nicht falsch, aber unvollständig. PLA zersetzt sich nur unter industriellen Bedingungen zuverlässig, also bei kontrollierter Feuchtigkeit und Temperaturen von etwa 55 bis 70 °C über längere Zeit. Ein Kompost im Garten wird dafür nicht heiß genug. Dort liegt ein PLA Druck sehr lange, ohne dass sich viel tut. Auch in die Biotonne gehört PLA nicht: Viele Kompostieranlagen können Biokunststoffe nicht normgerecht verarbeiten und sortieren sie aus. Mehr zum Material in PLA drucken /3d druck/filamente/pla/ . Mythos 4: \"3D Drucke sind lebensmittelecht\" Ein Filament kann als Rohstoff für Lebensmittelkontakt zugelassen sein. Das gedruckte Teil ist es deshalb noch lange nicht. Die Prusa Knowledge Base nennt dafür mehrere Gründe: In den Rillen zwischen den Schichten setzen sich Essensreste fest, dort können sich Bakterien vermehren. Gründlich reinigen lässt sich das kaum. Auch Spülmittel kann sich in den Rillen festsetzen. Die übliche Messingdüse nutzt sich ab, und der Abrieb landet im Druck. Farbstoffe und Zusätze im Filament sind oft nicht für Lebensmittel geprüft. Prusa rät ausdrücklich davon ab, Drucke als Lebensmittelbehälter zu nutzen. Wie du kurzen Kontakt sicherer machst, steht in Sicherheit beim 3D Druck /3d druck/grundlagen/sicherheit/ . Mythos 5: \"Ein teurer Drucker macht automatisch bessere Drucke\" Ein teurerer Drucker kann dir viel Arbeit abnehmen: automatische Kalibrierung, geschlossenes Gehäuse, Mehrfarbsystem, höhere Geschwindigkeit. Die Druckqualität hängt aber genauso an Dingen, die jeder Drucker braucht: einem sauberen Druckbett, passender Temperatur, trockenem Filament und sinnvollen Slicer Einstellungen. Ein gut eingestellter günstiger Drucker liefert oft bessere Ergebnisse als ein teures Gerät mit nassem Filament und falschen Einstellungen. Wie du deinen Drucker sauber einstellst, steht in Drucker kalibrieren /3d druck/einstellungen/kalibrieren/ . Mythos 6: \"3D Drucker sind giftig\" oder \"völlig harmlos\" Beides greift zu kurz. Untersuchungen von UL Chemical Insights haben über 200 verschiedene flüchtige organische Verbindungen VOC in den Emissionen von FDM Druckern gefunden, dazu ultrafeine Partikel, die tief in die Lunge gelangen können. Wie viel entsteht, hängt stark vom Material und der Temperatur ab: ABS gibt deutlich mehr ab als PLA. Panik ist trotzdem nicht angebracht. Wer regelmäßig lüftet, nicht direkt neben dem laufenden Dr"},{"t":"3D-Drucke nachbearbeiten: Schleifen, Spachteln, Grundieren, Lackieren","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Schritt für Schritt von der Schichtlinie zur glatten, lackierten Oberfläche. Mit Körnungen, Kleben, Glätten und einer Tabelle je Material.","u":"/3d-druck/zubehoer/nachbearbeitung/","x":"Ein Druck kommt fast nie so vom Bett, wie er am Ende aussehen soll. Schichtlinien, Stützreste und kleine Lücken fallen besonders auf, wenn ein Teil lackiert oder ausgestellt wird. Mit Schleifpapier, Füller und Lack bekommst du daraus eine Oberfläche, der man den 3D Druck kaum noch ansieht. Hier ist die Reihenfolge, die sich bewährt hat. Vorher: weniger nacharbeiten durch gute Einstellungen Jede Schichtlinie, die du nicht druckst, musst du nicht wegschleifen. Eine kleinere Layerhöhe und eine gute Ausrichtung auf dem Bett sparen viel Arbeit. Für flache Oberseiten gibt es im Slicer außerdem Ironing: Die Düse fährt noch einmal mit wenig Material über die oberste Schicht und glättet sie. Mehr dazu unter Löcher in der Oberseite /3d druck/probleme/loecher oberseite/ . Schritt 1: Stützen entfernen Stützen mit Zange, Cutter oder Entgratwerkzeug entfernen und Reste grob abtragen. Wie das sauber geht und wie du Stützen so einstellst, dass sie sich leicht lösen, steht unter Stützstrukturen /3d druck/einstellungen/stuetzstrukturen/ . Schritt 2: Schleifen Die Startkörnung richtet sich nach der Layerhöhe: Ausgangslage Startkörnung Layerhöhe bis 0,2 mm etwa 150 Layerhöhe ab 0,3 mm oder deutliche Unebenheiten etwa 100 Danach schrittweise feiner werden, zum Beispiel 220, 400, 600. Keine Stufe überspringen, sonst bleiben die Kratzer der gröberen Körnung sichtbar. Nass schleifen ist bei Kunststoff fast immer besser. Das Wasser kühlt und bindet den Staub. Trocken wird PLA durch die Reibungswärme schnell weich und schmiert, PETG noch stärker. Wasserfestes Schleifpapier verwenden, einen Tropfen Spülmittel ins Wasser geben, mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen schleifen und den Schleifschlamm zwischendurch abspülen. Für ebene Flächen einen Schleifklotz nutzen, sonst rundest du Kanten ab. Für Rundungen und Details helfen Schleifschwämme und Feilen. Faserverstärkte Filamente mit Carbon oder Glasfaser nur nass und mit Atemschutz schleifen. Warum, steht unter Sicherheit beim 3D Druck /3d druck/grundlagen/sicherheit/ . Schritt 3: Spachteln und Füller Tiefe Lücken, Nahtstellen und Klebefugen schließt du mit Spachtelmasse. Für kleine Stellen reicht Feinspachtel aus dem Modellbau oder Autobedarf. Für größere Flächen eignet sich 2K Spachtel, der chemisch aushärtet und nicht nachschrumpft. Dünn auftragen, aushärten lassen und mit 220 bis 400 bündig schleifen. Schritt 4: Filler Primer Ein Filler Primer ist eine dicke Grundierung, die feine Schichtlinien füllt. Die Arbeitsweise: 1. Teil entfetten, zum Beispiel mit Isopropanol. 2. Zwei dünne Schichten sprühen, Abstand etwa 15 bis 20 cm. Lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke, sonst laufen Tropfen und Details verschwinden. 3. Trocknen lassen, Zeit laut Dose. 4. Mit 400 nass schleifen. Die Grundierung bleibt in den Vertiefungen, die Spitzen werden abgetragen. 5. Wiederholen, bis keine Schichtlinien mehr zu sehen sind. Vor dem Lackieren mit etwa 600 nass schleifen. Graue Grundierung zeigt Fehlstellen am besten. Schritt 5: Lackieren Sprühlack ist der einfache Weg. Acryllack aus der Dose haftet auf einer Grundierung gut. Auch hier mehrere dünne Schichten. Nicht bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Kälte sprühen, Herstellerangaben zur Verarbeitungstemperatur beachten. Airbrush lohnt sich für Figuren, Farbverläufe und feine Details. Es braucht Kompressor, Pistole und Übung, dafür sparst du Farbe und hast mehr Kontrolle. Wichtig bei beidem: Lösungsmittelhaltige Lacke immer im Freien oder bei guter Lüftung verarbeiten, Atemschutz mit passendem Filter tragen. Schritt 6: Klarlack Klarlack schützt die Farbe vor Abrieb und UV. Es gibt ihn matt, seidenmatt und glänzend. Zwei dünne Schichten reichen meist. Achte darauf, dass Farbe und Klarlack zueinander passen, am besten aus demselben System. Im Zweifel an einem Probestück testen, ob der Klarlack die Farbe anlöst. Kleben Vor dem Kleben die Flächen leicht anschleifen und mit Isopropanol entfetten. Sekundenkleber Cyanacrylat : schnell, gut für kleine Teile aus PLA, ABS "},{"t":"Nylon (PA) drucken: Trocknen, Temperaturen, Kammer und Haftung","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Nylon ist zäh und hitzebeständig, aber anspruchsvoll. Was PA6, PA12 und PA-CF unterscheidet, warum Trocknen Pflicht ist und welche Einstellungen passen.","u":"/3d-druck/filamente/nylon/","x":"Nylon, chemisch Polyamid oder kurz PA, ist eines der zähesten Materialien im FDM Druck. Zahnräder, Scharniere, Clips und Halterungen, die warm werden, sind typische Einsatzfälle. Dafür hat Nylon zwei große Schwächen: Es zieht extrem schnell Wasser aus der Luft, und es verzieht sich stark. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 250 bis 300 °C, je nach Sorte Betttemperatur 90 bis 120 °C Bauteilkühlung gering, 0 bis 30 % Kammer geschlossen, am besten aktiv beheizt Druckplatte texturiertes PEI oder Spezialplatte, mit Klebestift Trocknen rund 80 °C, 8 bis 12 Stunden Die Angabe auf der Spule geht vor. Die Spannen zwischen den Herstellern sind bei Nylon größer als bei PLA oder PETG. PA6, PA12 und PA CF: die Unterschiede \"Nylon\" ist ein Sammelbegriff. Im Handel begegnen dir vor allem drei Gruppen: PA6 und verwandte Sorten wie PA66 : sehr zäh, im trockenen Zustand steif und hitzebeständig. Nimmt aber am meisten Wasser auf, je nach Quelle 3 bis 9 % des Gewichts. Feuchtes PA6 wird weicher und verändert leicht seine Maße. PA12 und PA11 : nimmt deutlich weniger Wasser auf, oft unter 1 %. Etwas weniger steif und hitzebeständig als PA6, dafür maßhaltiger in feuchter Umgebung und etwas einfacher zu drucken. PA CF und PA GF : Nylon mit kurzen Carbon oder Glasfasern. Die Fasern machen das Teil steifer und verringern den Verzug deutlich. Dafür brauchst du eine gehärtete Düse. Mehr dazu im Artikel Carbon und Glasfaser Filamente /3d druck/filamente/faserverstaerkte filamente/ . Für den Einstieg in Nylon ist eine faserverstärkte Sorte oft die bessere Wahl als reines PA6, weil sie viel weniger verzieht. Feuchtigkeit: Trocknen vor jedem Druck Nylon ist stark hygroskopisch. Laut Prusa kann es bis zu 10 % seines Gewichts an Wasser aufnehmen. Schon wenige Stunden offen im Raum reichen, damit die Druckqualität spürbar leidet. Feuchtes Nylon erkennst du an: Knistern und Zischen an der Düse Blasen und rauer Oberfläche viel Stringing Teilen, die spröde brechen statt sich zu biegen Faustregel: Nylon vor jedem Druck trocknen und direkt aus einer Trockenbox oder einem Filamenttrockner drucken. Hersteller geben meist rund 80 °C für 8 bis 12 Stunden an, Prusa nennt mindestens 4 Stunden unter 90 °C. Viele günstige Trockner erreichen diese Temperaturen nicht. Alles Weitere zu Methoden und Lagerung steht im Artikel Filament trocknen /3d druck/filamente/trocknen/ . Auch das fertige Teil nimmt später wieder Wasser auf. Das ist normal: Es wird dadurch etwas weicher und zäher. Temperaturen Nylon braucht eine heiße Düse. Prusa nennt für sein PA 285 °C, Hersteller von PA6 CF geben 260 bis 300 °C an. PA12 Sorten kommen oft mit etwas weniger aus. Viele Einsteigerdrucker sind auf 260 bis 300 °C begrenzt. Prüfe vorher, ob dein Hotend die Temperatur dauerhaft schafft und ob Düse und Heatbreak dafür ausgelegt sind. Das Bett läuft bei 90 bis 120 °C. Die Bauteilkühlung bleibt niedrig oder aus, sonst leidet die Haftung zwischen den Schichten. Kammer: warum es ohne kaum geht Reines Nylon schrumpft beim Abkühlen stark. Die Folge ist Warping: Ecken heben sich, große Teile lösen sich ganz vom Bett, und zwischen den Schichten bilden sich Risse. Offener Drucker: kleine Teile aus PA CF gelingen oft, reines PA6 kaum. Geschlossener Drucker: deutlich besser, Kammer vor dem Druck aufheizen lassen. Aktiv beheizte Kammer: die zuverlässigste Lösung für größere Teile. Welche Geräte das haben, zeigt die Übersicht Drucker mit beheizter Kammer /3d druck/drucker/beheizte kammer/ . Nylon gibt beim Drucken außerdem Geruch und ultrafeine Partikel ab. Ein Gehäuse mit Filter oder gute Belüftung ist sinnvoll. Druckplatte und Haftung Nylon haftet auf glattem PEI oft entweder schlecht oder so stark, dass es die Beschichtung beschädigen kann. Bewährt hat sich: 1. Strukturierte PEI Platte oder eine Platte speziell für technische Materialien 2. Dünner Film Klebestift als Haftvermittler und Trennschicht. Er sorgt für Halt und schützt die Oberfläche. 3. Brim mit 5 bis 10 mm Breite b"},{"t":"OrcaSlicer: Der Community-Slicer mit eingebauten Kalibrierungstests","k":"3D-Druck · Slicer","d":"Was OrcaSlicer kann, warum er so beliebt ist, welche Drucker er unterstützt und welche Kalibrierungstests er mitbringt.","u":"/3d-druck/slicer/orcaslicer/","x":"OrcaSlicer ist ein kostenloser Open Source Slicer, der von einer großen Community weiterentwickelt wird. Er baut auf Bambu Studio auf und ergänzt viele Funktionen, die Bastlern das Optimieren erleichtern. Inzwischen basieren sogar mehrere Hersteller Slicer auf OrcaSlicer. Steckbrief Entwickler Community, gegründet von SoftFever Kosten kostenlos, keine Bezahlfunktionen Lizenz Open Source AGPL 3.0 Systeme Windows, macOS, Linux Ursprung Weiterentwicklung von Bambu Studio Für wen eignet sich OrcaSlicer? Besitzer fast aller Drucker: Es gibt Profile für hunderte Geräte, unter anderem von Bambu Lab, Prusa, Creality, Anycubic, Elegoo und Voron. Alle, die optimieren wollen: Die eingebauten Tests machen Feineinstellungen deutlich einfacher. Besitzer mehrerer Druckermarken: ein Slicer für alle Geräte. Die eingebauten Kalibrierungstests Das wichtigste Argument für OrcaSlicer. Statt Testmodelle zu suchen und Einstellungen von Hand anzupassen, startest du die Tests direkt aus dem Menü: Temperaturturm: findet die beste Düsentemperatur, mehr dazu in Drucktemperatur einstellen /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ Fluss Flow Rate : stellt ein, wie viel Material gefördert wird Pressure Advance: gleicht den Druck in der Düse bei Geschwindigkeitswechseln aus, für sauberere Ecken Retraction: findet die passende Rückzugslänge gegen Fäden Maximaler Volumenstrom: zeigt, wie schnell dein Hotend mit einem Filament drucken kann Toleranztest: prüft, wie genau Passungen werden Weitere Stärken Mehrere Druckplatten in einem Projekt Gute Kontrolle über die Naht , also die Stelle, an der jede Schicht beginnt und endet Netzwerkdruck zu vielen Druckern, darunter Bambu Lab und Geräte mit Klipper Firmware Grenzen Viele Einstellungen können Einsteiger erschlagen. Für den Anfang reicht das Standardprofil. Herstellerfunktionen wie Cloud Dienste oder spezielle Mehrfarbsysteme laufen im Slicer des Herstellers manchmal reibungsloser. Hersteller Slicer auf Basis von OrcaSlicer Mehrere Hersteller liefern eigene Versionen von OrcaSlicer aus, zum Beispiel Creality Print, ElegooSlicer und Anycubic Slicer Next. Sie sehen sehr ähnlich aus und enthalten die Profile und Cloud Funktionen des jeweiligen Herstellers. Einen Überblick über alle großen Slicer gibt der Slicer Vergleich /3d druck/slicer/ ."},{"t":"PETG drucken: Einstellungen, Tipps und typische Probleme","k":"3D-Druck · Filamente","d":"So druckst du PETG sauber: Temperaturen, Kühlung, Haftung, Fäden vermeiden und wofür sich das robuste Material besonders eignet.","u":"/3d-druck/filamente/petg/","x":"PETG ist der robuste Alltagskunststoff unter den Filamenten. Es ist zäher und wärmebeständiger als PLA, lässt sich aber trotzdem ohne Gehäuse drucken. Dafür ist es etwas eigenwilliger: Es zieht gern Fäden und haftet manchmal zu gut. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 230 bis 250 °C Betttemperatur 70 bis 85 °C Bauteilkühlung 30 bis 60 %, für Überhänge mehr Gehäuse nicht nötig Druckplatte texturiertes PEI ideal, auf glattem PEI Trennmittel verwenden Die Angabe auf der Spule geht vor. Für den genauen Wert lohnt sich ein Temperaturturm /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . Wofür PETG gut ist Funktionsteile: Halterungen, Gehäuse, Clips, die etwas aushalten müssen Wärmere Umgebungen: formstabil bis rund 70 bis 80 °C, deutlich mehr als PLA Feuchtigkeit und leichte Chemikalien: gute Beständigkeit, zum Beispiel für Teile im Bad oder in der Werkstatt Transparente Teile: klares PETG wird bei hoher Füllung und langsamer Geschwindigkeit leicht durchscheinend Für Teile, die dauerhaft in der Sonne stehen, ist ASA /3d druck/filamente/asa/ beständiger. Die zwei typischen PETG Probleme Fäden zwischen den Teilen PETG neigt von Natur aus zu Stringing. Die wichtigsten Gegenmittel: 1. Trocknen: Feuchtes PETG zieht deutlich mehr Fäden. Mehr dazu in Filament trocknen und lagern /3d druck/filamente/trocknen/ . 2. Temperatur senken: in 5 Grad Schritten, solange die Schichten noch gut halten. 3. Retraction prüfen: bei Direct Drive meist 0,5 bis 1,5 mm. Ein paar feine Härchen sind bei PETG normal und lassen sich mit einem Heißluftföhn in Sekunden entfernen. Mehr dazu im Artikel Stringing /3d druck/probleme/stringing/ . Zu starke Haftung Auf glatten PEI Platten kann PETG so stark haften, dass es beim Ablösen Stücke aus der Beschichtung reißt. Abhilfe: Klebestift dünn auftragen. Er wirkt hier als Trennschicht, nicht als Kleber. Texturierte Platte verwenden, dort löst sich PETG nach dem Abkühlen meist leicht. Abkühlen lassen , bevor du das Teil ablöst. Weitere Tipps Erste Schicht nicht zu stark andrücken. PETG mag etwas mehr Abstand als PLA. Wird es zu sehr gequetscht, bleibt Material an der Düse hängen und verteilt sich als Klumpen. Düse sauber halten. PETG klebt gern an der Düse. Eine Silikonsocke am Heizblock hilft. Lieber etwas langsamer. Für glatte, glänzende Oberflächen bringt eine moderate Geschwindigkeit oft mehr als maximale Leistung. PETG im Vergleich Wie sich PETG gegen PLA, ABS, ASA und TPU schlägt, zeigt die Filament Übersicht /3d druck/filamente/ ."},{"t":"PLA drucken: Einstellungen, Tipps und typische Probleme","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Alles für den Druck mit PLA: Temperaturen, Kühlung, Druckplatte, Varianten wie Silk und Matt, wofür PLA taugt und wo seine Grenzen liegen.","u":"/3d-druck/filamente/pla/","x":"PLA ist das Material, mit dem fast jeder anfängt, und für viele bleibt es das wichtigste. Es druckt auf praktisch jedem FDM Drucker, riecht kaum und verzeiht kleine Fehler. Hier steht, wie du das Beste herausholst und wann du besser zu einem anderen Material greifst. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 190 bis 220 °C Betttemperatur 50 bis 60 °C Bauteilkühlung 100 %, ab der zweiten Schicht Gehäuse nicht nötig, bei geschlossenen Druckern Tür oder Deckel öffnen Druckplatte glattes oder texturiertes PEI, ohne Kleber Die Angabe auf der Spule geht vor. Für den genauen Wert lohnt sich ein Temperaturturm /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . Wofür PLA gut ist Deko und Figuren: große Farbauswahl, scharfe Details, glatte Oberflächen Prototypen: schnell gedruckt, maßhaltig, günstig Halterungen im Innenraum: solange keine Hitze und keine starken Stöße im Spiel sind Mehrfarbdruck: PLA lässt sich gut kombinieren und spült beim Farbwechsel sauber aus Wo PLA an Grenzen stößt Wärme. PLA wird ab rund 55 bis 60 °C weich. Ein Teil im Auto, auf der Fensterbank in der Sonne oder in der Nähe einer Heizung kann sich verformen. Stöße und Biegen. PLA ist steif, aber spröde. Es bricht eher, als dass es nachgibt. Für Clips, Schnappverbindungen oder Teile, die öfter gebogen werden, ist PETG /3d druck/filamente/petg/ die bessere Wahl. Draußen. UV Licht und Feuchtigkeit lassen PLA mit der Zeit ausbleichen und spröde werden. Für Teile im Freien eignet sich ASA /3d druck/filamente/asa/ . PLA Varianten Variante Besonderheit Worauf achten PLA+ / Pro / Tough etwas zäher als Standard PLA Bezeichnung ist nicht genormt, jeder Hersteller meint etwas anderes Silk glänzende, seidige Oberfläche schwächere Schichthaftung, eher für Deko Matt Oberfläche ohne Glanz, Schichtlinien fallen weniger auf etwas spröder Holz, Marmor, Glitzer Partikel im Filament größere Düse 0,6 mm kann Verstopfungen vermeiden CF mit Carbonfasern steifer, matte Optik gehärtete Düse nötig Typische Probleme Die Düse verstopft bei geschlossenen Druckern. PLA mag keine warme Umgebung. Staut sich die Wärme im Gehäuse, wird das Filament schon vor der Düse weich. Tür oder Deckel öffnen, bei manchen Druckern gibt es dafür eine eigene Einstellung. Überhänge kringeln sich. Meist zu wenig Kühlung oder zu hohe Temperatur. Lüfter auf 100 % und Temperatur in 5 Grad Schritten senken. Die unterste Schicht ist zu breit. Das ist ein Elefantenfuß /glossar/elefantenfuss/ . Betttemperatur auf 50 bis 55 °C senken oder den Z Offset leicht erhöhen. Die erste Schicht hält nicht. Platte mit Spülmittel reinigen. Alles Weitere steht in Erste Schicht hält nicht /3d druck/probleme/erste schicht/ . Lagern PLA ist weniger empfindlich als andere Filamente, nimmt aber trotzdem Feuchtigkeit auf. Offen gelagert wird es mit der Zeit spröde und bricht an der Spule. In einer Box mit Trockenmittel hält es sich deutlich länger. Mehr dazu in Filament trocknen und lagern /3d druck/filamente/trocknen/ . PLA im Vergleich Wie sich PLA gegen PETG, ABS, ASA und TPU schlägt, zeigt die Filament Übersicht /3d druck/filamente/ ."},{"t":"Polycarbonat (PC) drucken: Temperaturen, Kammer und Warping","k":"3D-Druck · Filamente","d":"PC ist hitzebeständig und schlagfest, aber schwer zu drucken. Welche Temperaturen nötig sind, warum es eine warme Kammer braucht und was PC-Blends ändern.","u":"/3d-druck/filamente/polycarbonat/","x":"Polycarbonat, kurz PC, kennst du von Schutzbrillen, Leuchtenabdeckungen oder Gehäusen von Elektrowerkzeugen. Im 3D Druck ist es das Material der Wahl, wenn ein Teil Wärme und Schläge aushalten muss. Dafür braucht es sehr hohe Temperaturen und eine warme Umgebung, sonst verzieht es sich stark. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 250 bis 290 °C Betttemperatur 90 bis 120 °C Bauteilkühlung aus oder gering, etwa 0 bis 30 % Kammer geschlossen, am besten aktiv beheizt Druckplatte texturiertes PEI oder Spezialplatte, mit Klebestift Trocknen 75 bis 80 °C, 6 bis 8 Stunden Die Angabe auf der Spule geht vor. Prusa nennt für sein PC Blend zum Beispiel 275 °C Düse und 110 bis 115 °C Bett, andere Hersteller liegen bei 250 bis 270 °C. Was PC kann Hitzebeständig: Je nach Sorte liegt die Wärmeformbeständigkeit bei rund 105 bis 115 °C, also über ABS und ASA. PC eignet sich deshalb zum Beispiel für Lüfterdüsen am Drucker oder Halterungen, die im Auto in der Sonne warm werden. Schlagfest und zäh: PC bricht nicht so leicht wie PLA, sondern verformt sich eher. Transparente Sorten: Klares PC lässt sich drucken, wird aber durch die Schichten nie glasklar. Die Kehrseite: PC ist eines der schwierigsten gängigen Filamente. Für den Einstieg ist es nicht geeignet. Hohe Temperaturen: was dein Drucker können muss Mit 250 bis 290 °C an der Düse und über 100 °C am Bett stößt PC an die Grenzen vieler Geräte. Prüfe vorher: 1. Hotend: dauerhaft mindestens 270 °C, besser 300 °C. Ein Hotend mit PTFE Schlauch bis in die Heizzone ist ungeeignet. 2. Heizbett: muss 100 °C oder mehr zuverlässig halten. 3. Gehäuse: geschlossen, sonst ist Verzug bei allem außer kleinen Teilen fast sicher. Kammer und Warping PC schrumpft beim Abkühlen stark und neigt, ähnlich wie Nylon, zu deutlichem Warping /3d druck/probleme/warping/ . Prusa schreibt sogar, dass sich PC trotz Zusätzen stark verzieht und empfiehlt eine Einhausung dringend. Was hilft: Warme Kammer: Ein geschlossener Drucker ist das Minimum. Mit aktiv beheizter Kammer gelingen auch größere Teile deutlich zuverlässiger. Eine Übersicht findest du unter Drucker mit beheizter Kammer /3d druck/drucker/beheizte kammer/ . Lüfter niedrig: Bauteilkühlung auf 0 bis 30 % reduzieren, nur für Überhänge etwas mehr. Brim: 5 bis 10 mm Breite. Konstruktion: abgerundete Ecken verziehen sich weniger als scharfe. Große, flache Teile über das ganze Bett möglichst vermeiden. Keine Zugluft: Fenster zu, Drucker nicht neben Lüftung oder Klimaanlage. Manche Hersteller empfehlen, das fertige Teil zu tempern, etwa 2 Stunden bei 90 °C. Das baut innere Spannungen ab. Druckplatte und Haftung PC haftet auf glattem PEI sehr stark und kann die Oberfläche beim Ablösen beschädigen. Prusa rät deshalb von glatten PEI Platten ab. Besser: texturierte PEI Platte oder eine Platte für technische Materialien dünne Schicht Klebestift als Trennschicht, sie schützt auch die Platte Platte vor dem Ablösen vollständig abkühlen lassen Feuchtigkeit PC ist hygroskopisch, wenn auch weniger extrem als Nylon. Feuchtes PC zeigt Blasen, Knistern und schlechte Schichthaftung. Vor dem Druck trocknen, typische Herstellerangabe sind 75 bis 80 °C für 6 bis 8 Stunden. Wie das am besten geht, steht unter Filament trocknen /3d druck/filamente/trocknen/ . PC Blends: einfacher zu drucken Reines PC ist schwierig. Deshalb gibt es Mischungen, die einen Teil der Eigenschaften behalten und sich gutmütiger drucken: Blend Was sich ändert PC ABS etwas niedrigere Temperaturen, weniger Verzug, geringere Hitzebeständigkeit als reines PC PC PBT bessere Chemikalienbeständigkeit Öle, Fette, schwache Säuren , schlagzäh auch bei Kälte, Wärmeformbeständigkeit um 90 °C \"PC Blend\" einzelner Hersteller Rezeptur meist nicht offengelegt, druckt sich leichter, verzieht bei großen Teilen trotzdem Wenn du PC zum ersten Mal ausprobierst, ist ein Blend der sinnvollere Start. Brauchst du nur etwas mehr Hitzebeständigkeit als PLA und kein Hochleistungsteil, reicht oft schon ASA oder ABS."},{"t":"Genau positionieren: Schablonen, Kamera und Serienfertigung","k":"UV-Druck · Druckdaten & Workflow","d":"Motiv sitzt schief oder daneben? Wie du mit Nullpunkt, Kamera, Schablonen und richtiger Druckhöhe genau positionierst und mehrere Teile auf einmal druckst.","u":"/uv-druck/workflow/positionieren/","x":"Ein schönes Motiv nützt wenig, wenn es zwei Millimeter neben der Mitte sitzt. Beim UV Druck liegt das Objekt frei auf dem Drucktisch, und der Drucker weiß zunächst nicht, wo es ist. Wie genau das Motiv landet, hängt davon ab, wie du Objekt und Datei zueinander ausrichtest. Der Nullpunkt Jeder Flachbettdrucker hat einen Nullpunkt, meist eine Ecke des Drucktischs. Von dort zählt die Software die Position deines Motivs. Liegt das Objekt exakt an dieser Stelle, landet auch das Motiv dort, wo du es in der Software platziert hast. Das klappt nur, wenn das Objekt eine feste Anlage hat. Ein Anschlag ist eine Kante, gegen die du das Objekt schiebst. Das kann ein Winkel aus Acryl sein, ein Stück Klebeband oder eine Leiste. Wichtig ist, dass er sich nicht bewegt und immer an derselben Stelle sitzt. Ein einfacher Trick ohne Werkzeug: 1. Ein Stück Papier oder Karton auf dem Tisch fixieren 2. Die Umrisse des Objekts daraufdrucken 3. Das Objekt genau in die gedruckte Kontur legen 4. Das eigentliche Motiv drucken Positionieren mit Kamera Manche Geräte haben eine eingebaute Kamera, etwa Desktop Geräte wie der eufyMake E1. Die Software zeigt dann ein Foto des Drucktischs, und du schiebst das Motiv direkt auf das Objekt im Bild. Das ist schnell und bequem, besonders bei Einzelstücken. Die Kamera hat aber Grenzen: Beim E1 funktioniert sie bis 60 mm Objekthöhe, darüber führt die Software durch eine manuelle Nullpunkt Ausrichtung. Ein paar Punkte, die du beachten solltest: Kamera kalibrieren : Nach dem Wechsel der Druckplatte oder nach einem Transport kann das Bild leicht versetzt sein. Die Kalibrierung steht in der Anleitung des Herstellers. Perspektive : Hohe Objekte erscheinen im Kamerabild etwas verschoben, weil die Kamera schräg darauf blickt. Bei flachen Teilen ist das kaum spürbar. Serien : Für viele gleiche Teile ist eine Schablone meist genauer als jedes Mal neu auszurichten. Schablonen und Jigs Eine Schablone englisch Jig ist eine Platte mit Aussparungen, in die die Objekte genau hineinpassen. Sie liegt fest am Nullpunkt. So hat jedes Objekt seine feste Position, und du legst nur noch nach. Material Vorteile Nachteile Acryl, gelasert sehr genau, eben, schnell gefertigt Laser nötig, spiegelt eventuell UV Licht Sperrholz oder MDF, gelasert günstig, gut für flache Teile kann sich bei Feuchtigkeit verziehen 3D gedruckt auch für runde oder unregelmäßige Formen, Halter mit Tiefe bei großen Platten langsam, Ebenheit prüfen Schaumplatte, Karton schnell, ohne Maschinen weniger haltbar 3D gedruckte Halter sind ideal für Feuerzeuge, Stifte, Golfbälle oder Handyhüllen, die auf einer flachen Platte wegrollen oder kippen würden. Grundlagen dazu findest du im Bereich 3D Druck /3d druck/ . Darauf solltest du achten: Dunkle, matte Oberfläche : Helle oder spiegelnde Schablonen können UV Licht zurück in Richtung Druckkopf werfen. Das kann Tinte an der Düsenplatte anhärten. Fachmedien und Hersteller empfehlen deshalb dunkle, matte Materialien. Höhe passend zum Objekt : Die Schablone sollte nicht höher sein als die Druckfläche des Objekts. Sonst misst der Drucker die Schablone als höchsten Punkt. Etwas Spiel : Die Aussparungen etwa einen Bruchteil eines Millimeters größer als das Objekt planen, damit es sich leicht einlegen lässt, aber nicht wackelt. Datei passend dazu : Lege dir für jede Schablone ein Template in der Software an, in dem die Positionen aller Aussparungen schon eingetragen sind. Höhe und Druckabstand Der Druckkopf arbeitet nur in einem kleinen Abstand zur Oberfläche scharf. Mimaki empfiehlt zum Beispiel, den Abstand zwischen tiefstem und höchstem Punkt der Druckfläche unter 1,5 mm zu halten. Größere Abstände führen zu Unschärfe und Farbnebel. Viele Geräte messen die Höhe automatisch. Sie richten sich dabei nach dem höchsten Punkt . Liegen mehrere Objekte unterschiedlicher Höhe auf dem Tisch, wird das flachste Objekt unscharf. Deshalb pro Durchgang nur Objekte gleicher Höhe drucken, oder die Höhe mit Unterlagen angleichen. Auch ein einzelnes Ob"},{"t":"Primer für den UV-Druck: wann du ihn brauchst und welchen","k":"UV-Druck · Tinten & Primer","d":"Primer sorgt dafür, dass UV-Tinte auf Glas, Metall und glatten Kunststoffen hält. Welche Materialien ihn brauchen, welche Arten es gibt, wie du ihn aufträgst.","u":"/uv-druck/tinten/primer/","x":"Der Druck sieht perfekt aus, und nach ein paar Tagen kratzt du ihn mit dem Fingernagel ab. Fast immer liegt das an fehlender Haftung. Primer ist eine dünne, klare Schicht, die als Brücke zwischen Material und Tinte wirkt. Auf manchen Materialien ist er Pflicht, auf anderen überflüssig. Wozu Primer da ist UV Tinte hält am besten auf Oberflächen, die sie gut benetzen kann. Glatte, dichte Materialien wie Glas, blankes Metall oder bestimmte Kunststoffe haben eine niedrige Oberflächenenergie oder bieten der Tinte keinen Halt. Die Tröpfchen liegen dann nur auf, statt sich zu verbinden. Primer, auch Haftvermittler genannt, verbessert diese Verbindung. Er hebt die Oberflächenenergie an und geht selbst eine feste Verbindung mit dem Untergrund und mit der Tinte ein. Ein gut gewählter Primer verbessert oft auch die Farbwirkung, weil die Tinte gleichmäßiger verläuft. Primer ersetzt aber keine saubere Vorbereitung. Fett, Fingerabdrücke oder Trennmittel auf dem Material verhindern Haftung auch mit Primer. Welche Materialien brauchen Primer? Material Primer nötig? Hinweis Metall blank Edelstahl, Alu roh ja gründlich entfetten, Metall oder Glasprimer Alu eloxiert meist ja je nach Eloxierung, testen Beschichtetes Metall Fotometall meist nein Beschichtung ist zum Bedrucken gedacht Glas, glasierte Keramik ja, immer Glasprimer Acryl oft ja je nach Platte, bei glatten Oberflächen meist nötig Holz unbehandelt nein Holz nimmt Tinte gut an Holz lackiert oder geölt testen hängt vom Lack ab ABS meist nein bei glänzenden Oberflächen testen PP, PE ja, Spezialprimer sehr niedrige Oberflächenenergie Silikon kaum möglich auch mit Primer unzuverlässig Leder meist nein flexible Tinte wichtiger als Primer Diese Tabelle ist eine Orientierung. Platten, Becher und Rohlinge unterscheiden sich je nach Lieferant, auch wenn sie gleich heißen. Mehr Details je Material findest du in der Materialübersicht /uv druck/materialien/ . Welche Primerarten gibt es? Primer für Glas und Keramik. Für sehr glatte, mineralische Oberflächen. Viele Glasprimer funktionieren auch auf Metall. Primer für Metall. Für Edelstahl, Aluminium, Kupfer und pulverbeschichtete Oberflächen. Manche Hersteller kombinieren Metall und Glas in einem Produkt. Primer für Kunststoffe. Für Acryl, glänzendes ABS, Polycarbonat. Für PP und PE gibt es eigene Spezialprimer, weil normale Kunststoffprimer dort oft nicht reichen. Universalprimer. Decken viele Materialien halbwegs ab. Praktisch für den Einstieg, aber auf schwierigen Oberflächen meist schwächer als ein passender Spezialprimer. Am sichersten fährst du mit dem Primer, den der Hersteller deines Geräts für das jeweilige Material empfiehlt. Primer und Tinte sind aufeinander abgestimmt. Primer auftragen Es gibt vier gängige Wege: Tuch oder Tücher: Getränkte Einwegtücher oder ein fusselfreies Tuch mit flüssigem Primer. Gut für einzelne Objekte. Primerstift: Für kleine Flächen und Rundungen. Sauber, aber für große Flächen mühsam. Sprühen: Für größere Flächen und Serien. Gleichmäßig, aber du brauchst Lüftung und Abdeckung. Mitdrucken: Manche Geräte haben einen eigenen Primer Kanal und drucken ihn nur dort, wo später Tinte landet. So gehst du beim Auftragen von Hand vor: 1. Fläche mit Isopropanol und fusselfreiem Tuch entfetten, in eine Richtung wischen. Handschuhe tragen. 2. Primer dünn und gleichmäßig auftragen, in eine Richtung wischen. Etwas über den späteren Druckbereich hinaus, damit die Kanten sicher auf Primer liegen. 3. Ablüften lassen, bis die Oberfläche nicht mehr klebt. Die Zeit steht auf dem Produkt, oft einige Minuten. 4. Zeitnah drucken. Viele Primer verlieren nach einer gewissen Zeit an Wirkung. Zu viel Primer ist ein häufiger Fehler. Eine dicke Schicht bleibt weich, bildet Schlieren oder glänzt sichtbar neben dem Motiv. Dünn ist besser. Primer ist eine Chemikalie. Lüften, Handschuhe tragen und das Sicherheitsdatenblatt lesen. Mehr dazu in der UV Sicherheit /uv druck/grundlagen/uv sicherheit/ . Haftung prüfen Ob der Primer wirkt, siehst du erst "},{"t":"Produktideen für den UV-Druck: Was sich verkaufen lässt","k":"UV-Druck · Gewerbe & Kalkulation","d":"Metallposter, Schilder, Handyhüllen, Werbeartikel: Welche Produkte sich für den UV-Druck eignen, wie aufwendig sie sind und worauf du achten musst.","u":"/uv-druck/gewerbe/produktideen/","x":"Ein UV Drucker bedruckt fast alles, was flach genug ist oder sich drehen lässt. Das macht die Auswahl groß und die Entscheidung schwer. Hier findest du typische Produkte mit dem jeweiligen Material, dem Aufwand und den Stolperfallen. Ob sich ein Produkt für dich rechnet, hängt von Einkauf, Zeit und Nachfrage ab. Das kann dir niemand pauschal versprechen. Produkte im Überblick Produkt Material Aufwand Worauf achten Metallposter, Fotodruck beschichtetes oder blankes Aluminium gering bis mittel Weiß unter Farbe, Primer bei blankem Metall, Kanten sauber Schilder Aluverbund, Acryl, PVC, Holz gering Außeneinsatz: Tinte und Lack passend wählen Acrylaufsteller Acryl PMMA mittel Schutzfolie, Rückseitendruck spiegeln, Staub Handyhüllen Kunststoff PC, TPU mittel Halterung nötig, flexible Tinte bei weichen Hüllen Trinkflaschen, Becher Edelstahl, Aluminium, Glas mittel bis hoch Rotation oder Schablone, Primer, Spülhinweis Kugelschreiber, Werbeartikel Kunststoff, Metall gering pro Stück, hoch beim Einrichten Halterung für viele Teile, kleine Schrift testen Holzschilder Sperrholz, Massivholz, MDF gering bis mittel Maserung und Saugfähigkeit, Weiß als Grund Schlüsselanhänger Acryl, Holz, Metall gering viele Teile pro Druck, Lochposition Puzzle Pappe oder Holz mit Beschichtung mittel vorgestanzte Rohlinge, Farbe nicht über Schnittkanten brechen lassen Fliesen glasierte Keramik mittel Primer, Glasur entfetten, eher für Deko als Boden Golfbälle Kunststoff Ionomer, Urethan hoch spezielle Halterung, kleine gewölbte Fläche, Haftung testen Kurz zu den einzelnen Gruppen Metallposter und Fotodruck: Großer Hingucker, vergleichsweise einfacher Ablauf. Auf weiß beschichtetem Aluminium brauchst du oft kein Weiß, auf blankem oder gebürstetem Metall schon, je nachdem, welchen Effekt du willst. Mehr unter Metall bedrucken /uv druck/materialien/metall bedrucken/ . Schilder: Türschilder, Hausnummern, Praxisschilder. Für draußen musst du Haltbarkeit realistisch einschätzen und kommunizieren. Acrylaufsteller und Schlüsselanhänger: Werden oft von hinten bedruckt, damit das Motiv geschützt hinter dem Acryl liegt. Das Motiv muss dann gespiegelt werden, die Farbreihenfolge dreht sich um. Handyhüllen: Viele Modelle, viele Formen. Ohne passende Halterung wird das Positionieren mühsam. Weiche Hüllen brauchen flexible Tinte, sonst bricht der Druck. Trinkflaschen und Becher: Runde Teile brauchen eine Rotationsvorrichtung oder müssen in Abschnitten bedruckt werden. Sag deinen Kunden klar, dass sie nicht in die Spülmaschine gehören. Mehr dazu in Rund bedrucken /uv druck/materialien/rund bedrucken/ . Kugelschreiber und Werbeartikel: Kleine Fläche, wenig Tinte, aber hoher Einrichtaufwand. Lohnt sich, wenn viele gleiche Teile in einem Durchgang laufen. Eine eigene Halterung zum Beispiel gelasert oder 3D gedruckt ist hier fast Pflicht. Puzzle, Fliesen, Golfbälle: Nischenprodukte mit eigenen Tücken. Gut für Personalisierung, aber teste Haftung und Rohlinge gründlich, bevor du sie anbietest. Rechtliches kurz Hier nur ein Überblick. Bei konkreten Fragen hilft eine Rechtsberatung. Motivrechte: Druck nur Motive, an denen du die Rechte hast oder für die eine passende Lizenz besteht. Das gilt für Fotos, Illustrationen, Schriften und Muster aus dem Netz. Bei Kundenmotiven lass dir bestätigen, dass der Kunde die Rechte hat. Die Grundlagen zu Lizenzen wie Creative Commons stehen in unserem Artikel Lizenzen und Verkaufen /3d druck/3d modelle/lizenzen/ . Marken und Figuren: Logos, Vereinswappen, Film und Spielfiguren sind fast immer geschützt. Auch wenn ein Kunde es ausdrücklich wünscht: Ohne Erlaubnis des Rechteinhabers kann ein Verkauf teuer werden. Personen: Fotos von Personen dürfen nur mit deren Einverständnis verwendet werden. Bei Kundenaufträgen liegt das meist beim Kunden, frag im Zweifel nach. Produktsicherheit: Wer Produkte in der EU verkauft, muss sicherstellen, dass sie sicher sind, und Herstellerangaben auf Produkt oder Verpackung angeben. Seit Dezember 2024 regelt das die EU"},{"t":"PrusaSlicer: Der ausgereifte Open-Source-Slicer erklärt","k":"3D-Druck · Slicer","d":"Was PrusaSlicer kann, für welche Drucker er geeignet ist, welche Funktionen ihn auszeichnen und wo seine Grenzen liegen.","u":"/3d-druck/slicer/prusaslicer/","x":"PrusaSlicer ist der Slicer von Prusa Research. Er ist kostenlos, Open Source und gilt als einer der ausgereiftesten Slicer überhaupt. Viele andere Slicer, darunter Bambu Studio und OrcaSlicer, bauen direkt oder indirekt auf seinem Code auf. Steckbrief Entwickler Prusa Research Kosten kostenlos Lizenz Open Source AGPL 3.0 Systeme Windows, macOS, Linux Druckverfahren FDM und Resin für Prusa Resin Drucker Ursprung Weiterentwicklung von Slic3r Für wen eignet sich PrusaSlicer? Prusa Drucker: Die Profile sind exakt abgestimmt, und Prusa Connect ist direkt eingebunden. Viele andere Drucker: PrusaSlicer bringt Profile für zahlreiche Fremdgeräte mit, etwa offene Drucker von Creality oder Anycubic. Neuere Geräte anderer Hersteller sind aber oft eher in deren eigenem Slicer oder in OrcaSlicer zu finden. Einsteiger: drei Ansichtsstufen von \"Einfach\" bis \"Experte\" blenden Einstellungen nach Bedarf ein oder aus. Was PrusaSlicer auszeichnet Ausgereifte Grundlagen: stabile, gut getestete Druckprofile und eine verständliche Oberfläche Organische Stützstrukturen: baumartige Stützen, die Material sparen und sich leicht entfernen lassen Variable Layerhöhe: feine Schichten nur dort, wo es die Form verlangt Aufmalen: Stützen, Nahtpositionen und Farben direkt auf das Modell malen Mehrfarbdruck: Unterstützung für Prusas MMU und den XL mit mehreren Werkzeugköpfen Sehr gute Dokumentation: ausführliche Hilfeseiten auf Deutsch und Englisch in der Prusa Wissensdatenbank Grenzen Weniger eingebaute Kalibrierungstests als OrcaSlicer. Temperaturtürme und ähnliche Tests musst du als Modell laden und von Hand einstellen. Bambu Lab Drucker lassen sich nicht so komfortabel ansteuern wie mit Bambu Studio oder OrcaSlicer. Alternativen Wer viele Kalibrierungstests direkt im Slicer möchte, schaut sich OrcaSlicer /3d druck/slicer/orcaslicer/ an. Einen Überblick über alle großen Slicer gibt der Slicer Vergleich /3d druck/slicer/ ."},{"t":"Lösliches Stützmaterial: PVA und BVOH richtig drucken und auflösen","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Wasserlösliche Stützen aus PVA oder BVOH: was du dafür brauchst, worin sich beide unterscheiden, wie du sie lagerst und richtig auflöst.","u":"/3d-druck/filamente/pva-bvoh/","x":"Manche Modelle lassen sich kaum mit normalen Stützen drucken: innenliegende Hohlräume, verschachtelte Teile oder Überhänge, an die du mit keinem Werkzeug herankommst. Hier helfen wasserlösliche Stützmaterialien. Du druckst die Stützen aus PVA oder BVOH, legst das fertige Teil ins Wasser, und die Stützen lösen sich auf. Voraussetzung: ein Drucker für zwei Materialien Lösliche Stützen brauchen einen Drucker, der in einem Druck zwei Materialien verarbeiten kann. Möglich ist das auf drei Wegen: Werkzeugwechsler oder zwei Düsen: Jedes Material hat seine eigene Düse. Das ist die sauberste Lösung, weil sich die Materialien nicht vermischen. Mehrfarbsystem mit einer Düse: Das Filament wird gewechselt, die Düse muss jedes Mal gespült werden. Das funktioniert, kostet aber Zeit und Material. Reste vom Baumaterial im Stützmaterial können das spätere Auflösen erschweren. Nur die Kontaktschicht löslich: Viele Slicer können nur die oberste Stützschicht direkt unter dem Modell aus PVA drucken und den Rest aus dem Baumaterial. Das spart teures Stützmaterial und Wechsel. Welche Geräte mehrere Materialien können, zeigt die Übersicht Mehrfarbige Drucker /3d druck/drucker/mehrfarbig/ . Grundlagen zu Stützen generell stehen im Artikel Stützstrukturen /3d druck/einstellungen/stuetzstrukturen/ . PVA und BVOH im Vergleich PVA BVOH Düsentemperatur etwa 190 bis 220 °C, manche Sorten höher etwa 210 bis 220 °C Betttemperatur um 60 °C um 60 °C Auflösen mehrere Stunden schneller als PVA Haftung am Baumaterial gut zu PLA besser, auch zu weiteren Materialien Verstopfung anfälliger weniger anfällig Feuchteempfindlichkeit extrem hoch sehr hoch, etwas robuster Preis teuer noch teurer Die Werte sind Richtwerte. Prusa nennt für sein PVA 195 °C und für BVOH 215 °C. Die Angabe auf der Spule geht vor. PVA ist das klassische, verbreitetere Stützmaterial. Es ist etwas günstiger, verstopft aber leichter und ist bei Feuchtigkeit sehr heikel. BVOH haftet besser am Baumaterial, löst sich schneller und verzeiht etwas mehr Luftfeuchtigkeit. Dafür kostet es mehr. Mit welchen Materialien passt das? Entscheidend ist, dass Baumaterial und Stützmaterial bei ähnlichen Temperaturen gedruckt werden und gut aneinander haften. PLA: die beste Kombination für PVA und BVOH. Die Temperaturen passen gut zusammen. PETG: mit manchen PVA und BVOH Sorten möglich, laut Herstellerangabe prüfen. ABS, ASA, PA, PC: Für PVA sind die Druck und Bauraumtemperaturen dieser Materialien meist zu hoch. BVOH funktioniert mit manchen technischen Materialien, für ABS und ASA gibt es zudem eigene Stützmaterialien, etwa HIPS, das sich in Limonen löst. Ein Tipp von Prusa: PVA und BVOH nicht direkt auf die Druckplatte drucken, sondern auf ein bis zwei Schichten Raft aus PLA. Das verbessert die Haftung deutlich. Lagerung: extrem feuchteempfindlich PVA und BVOH sind dafür gemacht, sich in Wasser aufzulösen. Entsprechend schnell ziehen sie Feuchtigkeit aus der Luft. Schon nach kurzer Zeit offen im Raum wird das Filament weich und klebrig, druckt schlecht und kann die Düse oder das Mehrfarbsystem verstopfen. 1. Vor dem Druck trocknen , typisch bei 45 bis 55 °C für mehrere Stunden. Details stehen im Artikel Filament trocknen /3d druck/filamente/trocknen/ . 2. Während des Drucks trocken halten , am besten aus einer Trockenbox oder einem Trockner heraus drucken. 3. Sofort nach dem Druck zurück in einen luftdichten Behälter mit Trockenmittel. 4. Kleine Spulen kaufen. PVA und BVOH gibt es oft in 500 g Spulen. Das ist sinnvoll, weil eine große Spule kaum trocken bis zum Ende kommt. Auflösen: so geht's 1. Grob vorentfernen. Was sich leicht abbrechen oder mit einer Zange herausziehen lässt, vorher entfernen. Das spart viel Zeit. 2. In Wasser legen. Lauwarmes Wasser beschleunigt das Auflösen deutlich. Bei Teilen aus PLA nicht wärmer als etwa 35 °C, sonst kann sich das PLA verformen. Nie über 50 °C. 3. Bewegen. Umrühren, ein Gefäß mit Pumpe oder fließendes Wasser verkürzen die Zeit. Ein Ultraschallreiniger hilft ebenfalls. 4. "},{"t":"3D-Druck-Rekorde: die größten, kleinsten und schnellsten Drucke","k":"3D-Druck · Kurioses & Wissen","d":"Riesendrucker in Maine, Skulpturen kleiner als ein Haar, ein Benchy in 59 Sekunden: belegte 3D-Druck-Rekorde und was hinter ihnen steckt.","u":"/3d-druck/wissen/rekorde/","x":"Ein Boot, das man nicht mit bloßem Auge sieht. Ein Drucker so groß wie eine Halle. Ein Benchy in unter einer Minute. Rund um 3D Druck gibt es erstaunliche Rekorde, aber auch viele Schlagzeilen mit \"größter\" oder \"erster\", die keiner Prüfung standhalten. Hier stehen nur Rekorde mit seriöser Quelle: Guinness World Records, Universitäten oder Fachmedien. Die größten Drucke Der größte Polymer Drucker und das größte massive Objekt Am 10. Oktober 2019 stellte die University of Maine in den USA gleich drei Guinness Rekorde auf. Ihr Großdrucker für Kunststoff hat einen Bauraum von 343,61 m³ und wurde als größter Prototyp eines Polymer 3D Druckers anerkannt. Als Beweis druckte das Team ein Boot: die \"3Dirigo\". Sie ist gut 7,6 Meter lang, wiegt rund 2,3 Tonnen und wurde in drei Tagen gedruckt. Dafür gab es die Rekorde für das größte gedruckte Boot und das größte massive gedruckte Objekt mit 2,06 m³ Material. \"Massiv\" heißt hier wirklich massiv: 100 % Infill, ohne Wabenstruktur. Im April 2024 stellte die Universität einen Nachfolger vor. Nach ihren Angaben ist er viermal so groß, kann Teile von etwa 29 × 9,75 × 5,5 Metern drucken und verarbeitet bis zu rund 225 kg Kunststoff pro Stunde. Die größte gedruckte Struktur Den Guinness Rekord für die größte gedruckte Struktur nach Volumen hält seit dem 25. Februar 2025 ein Restaurant in Dubai. Die Firmen Proto21 und Myata Platinum Restaurant haben 13,75 m³ gedrucktes Material verbaut. Das Spannende: Darunter waren auch ganz normale Desktop Drucker. Laut Voxelmatters liefen FDM Drucker, Harzdrucker und Großformatdrucker drei Monate lang, insgesamt entstanden über 10.500 Teile aus PLA, PETG und glasfaserverstärktem PP. Mehr zu diesen Materialien in Filamente im Vergleich /3d druck/filamente/ . Vorsicht bei Schlagzeilen über das \"größte gedruckte Gebäude der Welt\": Das bekannte Bürogebäude von Apis Cor in Dubai 2019 wird oft so genannt. Laut einer Anfrage von 3DPrint.com bei Guinness hat die Firma aber nie einen Guinness Titel gehalten. Die höchste gedruckte Skulptur eines Menschen Der britische YouTuber James Bruton druckte sich 2018 selbst in Übergröße: 3,62 Meter hoch, gedruckt auf zwei Druckern in etwa 500 Stunden, mit rund 50 kg Filament. Guinness erkannte die Figur im April 2018 als höchste gedruckte Skulptur eines Menschen an. Ein schönes Beispiel dafür, dass man große Objekte auch auf normalen Druckern in vielen Einzelteilen bauen kann. Die kleinsten Drucke Für winzige Objekte nutzt man keine Düse, sondern einen Laser. Bei der Zwei Photonen Lithografie auch Multiphotonen Lithografie wird ein Laser in einen Tropfen Harz fokussiert. Nur genau im Brennpunkt härtet das Material aus. So entstehen Strukturen, die kleiner sind als ein Haar breit ist. Die kleinste Skulptur eines Menschen Der Künstler Jonty Hurwitz ließ 2015 an der Karlsruhe Nano Micro Facility in Deutschland eine Figur namens \"Trust\" drucken. Sie misst 80 × 100 × 30 Mikrometer. Guinness bestätigte den Rekord am 13. Februar 2015. Kurz danach war die Figur verschwunden, nach Angaben von Guinness vermutlich versehentlich von einem Finger zerdrückt. Das kleinste Benchy 2020 druckten Forschende der Universität Leiden ein 3DBenchy /3d druck/wissen/benchy/ , das nur 30 Mikrometer lang ist. Das Boot entstand für eine Studie zu winzigen Schwimmkörpern in Flüssigkeiten und wurde in der Fachzeitschrift Soft Matter beschrieben. Ein offizieller Guinness Rekord ist es nicht, aber es gilt als das kleinste je gedruckte Benchy. Die schnellsten Drucke Für Geschwindigkeit gibt es keinen offiziellen Rekord, dafür einen lebendigen Community Wettbewerb: das SpeedBoatRace . Ziel ist, ein Benchy so schnell wie möglich zu drucken. Die Regeln legen unter anderem Schichthöhe und Linienbreite fest, die Optik ist zweitrangig. Zeit Wer Drucker Wann 2:09 min Monika McWuff stark umgebaute Ender 3 Pro Januar 2024 unter 2 min Jan Roetz Eigenbau \"Minuteman\" 2025 74 s Jan Roetz Eigenbau \"Minuteman\" vor Mai 2026 59 s Jan Roetz Eigenbau \"Minuteman\" Mai 2026 Stand: Okt"},{"t":"Relief und Textur: Fühlbare 3D-Effekte im UV-Druck","k":"UV-Druck · Grundlagen","d":"So entstehen fühlbare Reliefs im UV-Druck: Schichtaufbau, typische Höhen, Höhenkarten in Graustufen, Zeit- und Tintenbedarf und wo die Grenzen liegen.","u":"/uv-druck/grundlagen/relief-textur/","x":"Ein UV Drucker kann nicht nur flach drucken. Weil jede Tintenschicht sofort hart wird, lässt sich Schicht auf Schicht stapeln, bis eine fühlbare Struktur entsteht. So bekommen Ölgemälde Reproduktionen Pinselstriche, Schilder erhabene Schrift und Holzbilder eine spürbare Maserung. Wie Relief entsteht Das Prinzip ist simpel: Der Drucker fährt mehrmals über dieselbe Stelle und baut dabei Tinte in die Höhe auf. Jede Lage wird gehärtet, bevor die nächste kommt. Wo mehr Lagen liegen, ist die Oberfläche höher. Für den Aufbau gibt es zwei übliche Varianten: Weiß als Körper, Farbe obendrauf: Viele Lagen Weiß bilden die Form, eine CMYK Schicht färbt die Oberfläche. Ergebnis: farbiges Relief. Lack als Körper: Viele Lagen klarer Lack. Ergebnis: transparente, glänzende Struktur über einem flachen Farbdruck, etwa für Spotlack Effekte oder Wassertropfen Optik. eufyMake beschreibt beim E1 zum Beispiel genau diese beiden Modi: farbige Textur aus Weißlagen mit Farbschicht obendrauf und Glanztextur aus Lacklagen. Grundlagen zur Schichtfolge stehen in Farbe, Weiß und Lack /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Wie hoch geht es? Das hängt stark vom Gerät ab. Für einfache Spotlack Effekte reichen Bruchteile eines Millimeters, das ist schon gut fühlbar. Geräte, die gezielt mit Relief werben, nennen deutlich mehr. eufyMake gibt für den E1 eine maximale Reliefhöhe von bis zu 5 mm an. Solche Werte sind Maximalangaben. Im Alltag reicht für die meisten Motive deutlich weniger als das Maximum, um eine klare Struktur zu spüren. Taste dich mit Probedrucken heran. Prüfe vor dem Kauf oder Projekt immer die Herstellerangaben zu deinem Gerät und ob es Relief überhaupt in der Software unterstützt. Nicht jeder UV Drucker mit Lackkanal bietet einen eigenen Texturmodus. Zeit und Tintenbedarf Relief ist der teuerste Effekt im UV Druck. Jede Millimeterhöhe besteht aus vielen einzelnen Lagen, und jede Lage braucht eine eigene Überfahrt. Zeit: Ein großflächiges, hohes Relief kann ein Vielfaches eines flachen Drucks dauern. Ein kleines erhabenes Logo ist dagegen schnell fertig. Tinte: Der Verbrauch steigt mit Fläche mal Höhe. Weil meist Weiß oder Lack den Körper bilden, geht vor allem davon viel weg. Spartipps: Nur die Bereiche erhöhen, die wirklich fühlbar sein sollen, statt die ganze Fläche anzuheben. Hintergrund flach lassen. eufyMake bietet dafür zum Beispiel einen Modus, der die Hintergrundhöhe reduziert. Höhe so niedrig wie möglich wählen. Der Unterschied zwischen 0,5 und 2 mm ist optisch oft kleiner als beim Verbrauch. Die Druckersoftware zeigt meist vor dem Druck eine Schätzung von Zeit und Tinte. Vergleiche damit verschiedene Höhen. Dateien anlegen: die Höhenkarte Die Höhe steuerst du in der Regel über ein Graustufenbild, eine sogenannte Höhenkarte: Hell bedeutet hoch, dunkel bedeutet flach oder umgekehrt, je nach Software, oft umschaltbar . Die Höhenkarte hat dieselbe Größe und Position wie das Farbmotiv. Weiche Verläufe ergeben sanfte Hügel, harte Kanten ergeben Stufen. So gehst du vor: 1. Farbmotiv fertigstellen. 2. Kopie anlegen und in Graustufen umwandeln, oder die Höhe von Hand malen. 3. Kontrast anpassen: Was hoch sein soll, aufhellen, alles andere abdunkeln. 4. Feine Störungen glätten, zum Beispiel mit leichtem Weichzeichner. Rauschen im Graubild wird sonst zu Pickeln im Relief. 5. In der Druckersoftware als Texturebene laden, Höhe einstellen, Vorschau prüfen. Manche Programme erzeugen die Höhenkarte automatisch aus der Helligkeit des Fotos. Das ist schnell, passt aber nicht immer: Ein dunkler Himmel wird flach, eine weiße Wolke hoch, auch wenn das gar nicht gewollt ist. Für gute Ergebnisse lohnt sich eine eigene Höhenkarte. Mehr zur Dateivorbereitung in Druckdaten vorbereiten /uv druck/workflow/druckdaten vorbereiten/ . Anwendungsideen Gemälde Reproduktionen mit Pinselstruktur Erhabene Schrift auf Schildern und Türschildern Holzmaserung, Steinoptik oder Leder Prägung auf glatten Platten Spotlack auf Visitenkarten und Verpackungsmustern Fühlbare Elemente"},{"t":"Flaschen, Becher und Stifte: Runde Objekte mit UV bedrucken","k":"UV-Druck · Materialien","d":"Mit dem Rotationsaufsatz bedruckst du Flaschen, Becher und Stifte. Durchmesser, konische Formen, Ausrichten, Nahtstelle und Tipps für Trinkflaschen.","u":"/uv-druck/materialien/rund-bedrucken/","x":"Ein Flachbett Drucker druckt auf flache Dinge. Für Flaschen, Becher und Stifte brauchst du eine Vorrichtung, die das Objekt während des Drucks dreht. Das funktioniert gut, hat aber eigene Grenzen: Durchmesser, Form und die Stelle, an der Anfang und Ende des Motivs aufeinandertreffen. Der Rotationsaufsatz Ein Rotationsaufsatz legt das Objekt waagerecht unter den Druckkopf. Während der Kopf in einer Richtung druckt, dreht der Aufsatz das Objekt Stück für Stück weiter. Statt die Platte zu bewegen, wird die Oberfläche abgerollt. Es gibt zwei Bauarten: Rollen: Das Objekt liegt auf zwei angetriebenen Rollen und dreht sich durch Reibung mit. Einfach und flexibel, aber bei leichten oder rutschigen Objekten kann es zu Schlupf kommen. Spannfutter: Das Objekt wird an einem oder beiden Enden eingespannt und direkt gedreht. Präziser, aber nicht für jede Form geeignet. Für Stifte und kleine Teile gibt es außerdem Schablonen, in denen viele Stifte nebeneinander liegen. Damit wird nur die oberste Linie bedruckt, ohne Drehung. Welche Durchmesser gehen? Das hängt stark vom Gerät ab. Ein paar Beispiele aus Herstellerangaben: Gerät und Aufsatz Durchmesser Weitere Angaben eufyMake E1 mit Rotationsaufsatz 40 bis 100 mm Länge 80 bis 245 mm, bis 1 kg, Konus bis etwa 13 bis 15° Händlerangaben Mimaki Kebab UJF Serie 10 bis 110 mm für Industriegeräte Procolored TX800 mit Becheraufsatz bis etwa 100 mm Händlerangabe, begrenzt durch die Höhe unter dem Druckkopf Diese Werte ändern sich mit neuen Modellen. Prüfe das aktuelle Datenblatt deines Geräts. Eine Übersicht findest du bei den UV Druckern /uv druck/drucker/ . Grenzen setzt nicht nur der Aufsatz, sondern auch die Bauhöhe des Druckers. Ein dicker Becher mit Henkel passt eventuell unter den Kopf, aber der Henkel stößt beim Drehen an. Konische Formen Viele Becher und Flaschen sind nicht zylindrisch, sondern werden nach unten schmaler. Das macht zwei Probleme: 1. Abstand: Der Abstand zwischen Druckkopf und Oberfläche ist am breiten Ende kleiner als am schmalen. Große Unterschiede führen zu Unschärfe und Overspray. 2. Verzerrung: Am schmalen Ende ist der Umfang kleiner. Ein rechteckiges Motiv wird dort optisch gestaucht. Manche Aufsätze lassen sich schräg stellen, sodass die Oberseite des Konus waagerecht unter dem Kopf liegt. Beim eufyMake Aufsatz ist das laut Hersteller bis 13° möglich. Für die Verzerrung gibt es in vielen Programmen eine Funktion, die das Motiv passend zum Konus vorverzerrt. Ohne diese Funktion hilft es, das Motiv schmal zu halten und nur einen Teil des Umfangs zu bedrucken. Ausrichten Bei runden Objekten fehlt die feste Ecke, an der du dich auf der flachen Platte orientierst. Mitte markieren: Mit einem abwischbaren Stift eine feine Linie an der Stelle setzen, wo das Motiv starten soll. Henkel und Naht: Becher mit Henkel so einlegen, dass der Henkel nicht im Druckbereich liegt. Bei Flaschen mit Pressnaht diese nach hinten legen. Waagerecht: Mit einer Wasserwaage prüfen, ob das Objekt gerade liegt. Schon eine leichte Schräglage macht das Motiv schief. Höhe: Den höchsten Punkt des Objekts messen und die Druckhöhe danach einstellen. Mehr zu Schablonen und Kamera Positionierung in Positionieren /uv druck/workflow/positionieren/ . Die Nahtstelle Wenn ein Motiv rundum gehen soll, treffen Anfang und Ende irgendwo aufeinander. Diese Naht ist die Schwachstelle beim Rundumdruck. Schon ein halber Millimeter Abweichung im Umfang ergibt eine Lücke oder eine Überlappung. So vermeidest du Ärger: Umfang genau messen oder aus dem Durchmesser berechnen Umfang = Durchmesser × 3,14 . Motive wählen, bei denen eine Naht nicht auffällt, etwa mit einer Lücke im Design. Bei Vollflächen einen Testdruck auf demselben Becher machen. Bei Rollenaufsätzen auf Schlupf achten: Leichte oder glatte Objekte rutschen und die Naht wird ungleich. Haltbarkeit bei Trinkflaschen und Bechern Gerade bei Bechern und Trinkflaschen ist die Erwartung der Kunden hoch. Ehrlich gesagt: Ein direkt bedruckter Becher ist kein Spülmaschinenp"},{"t":"Sicherheit beim 3D-Druck: Dämpfe, Brandschutz und Kinder","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"Was beim Drucken in die Luft gelangt, wie du sinnvoll lüftest, Brände vermeidest und Kinder schützt. Sachlich und mit Quellen.","u":"/3d-druck/grundlagen/sicherheit/","x":"Ein 3D Drucker ist ein Gerät mit heißer Düse, heißem Bett und geschmolzenem Kunststoff, das oft stundenlang läuft. Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein Grund, ein paar Dinge richtig zu machen. Hier steht, was die Forschung zu Emissionen sagt und welche Maßnahmen im Alltag tatsächlich helfen. Was beim Drucken in die Luft gelangt Beim Schmelzen von Filament entstehen zwei Arten von Emissionen: Ultrafeine Partikel UFP : Teilchen kleiner als 100 Nanometer. Sie sind so klein, dass sie tief in die Lunge gelangen können. Flüchtige organische Verbindungen VOC : Gase, die teils riechen, teils nicht. Je nach Material gehören dazu zum Beispiel Styrol bei ABS oder Caprolactam bei Nylon. Untersuchungen von UL Chemical Insights haben über 200 verschiedene Verbindungen in den Emissionen von FDM Druckern nachgewiesen. Ein klares Ergebnis: ABS gibt um Größenordnungen mehr Partikel und mehr VOC ab als PLA. Höhere Drucktemperaturen erhöhen die Emissionen generell. Eine Studie der Bundesanstalt für Materialforschung im Auftrag des Umweltbundesamts zeigt außerdem: Die meisten Partikel entstehen in der Aufheizphase, danach sinkt die Rate deutlich. Und Filamente desselben Grundmaterials unterscheiden sich je nach Hersteller erheblich. Das Institut für Arbeitsschutz der DGUV kam zu dem Ergebnis, dass Tischdrucker mit Filament in regelmäßig und ausreichend gelüfteten Räumen in der Regel keine bedenkliche Raumluft verursachen. Langfristige Gesundheitsfolgen sind allerdings noch nicht abschließend erforscht. Vorsicht ist also angebracht, Panik nicht. Lüften und Filtern Maßnahme Wirkung Raum regelmäßig lüften, mindestens nach jedem Druck stoßlüften Senkt Partikel und VOC im Raum deutlich Nicht direkt neben dem Drucker sitzen Die Belastung ist in Druckernähe am höchsten Geschlossenes Gehäuse Hält Emissionen im Bauraum, ohne Filter entweichen sie aber beim Öffnen HEPA Filter Filtert Partikel Aktivkohlefilter Bindet einen Teil der Gase und Gerüche Abluft nach draußen Wirksamste Lösung für ABS, ASA und Nylon Praktische Regeln: Drucker nicht im Schlafzimmer oder Kinderzimmer betreiben. ABS, ASA und Nylon nur mit Gehäuse und Filter oder Abluft drucken. Bei geschlossenen Druckern nach dem Druck einige Minuten warten, bevor du die Tür öffnest. Nicht heißer drucken als nötig. Die richtige Temperatur findest du über einen Temperaturturm, siehe Drucktemperatur /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . Filament von bekannten Herstellern mit Sicherheitsdatenblatt bevorzugen. Wichtig: Zugluft stört den Druck. Lüfte deshalb lieber stoßweise als mit dauerhaft gekipptem Fenster direkt neben dem Drucker. Brandschutz Brände durch 3D Drucker sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Die Ursache sind meist defekte Heizungen, lose Kabel oder fehlende Schutzfunktionen. Thermischer Schutz in der Firmware: Aktuelle Drucker schalten die Heizung ab, wenn die gemessene Temperatur nicht so reagiert wie erwartet, zum Beispiel weil ein Temperatursensor herausgerutscht ist. Bei alten Geräten oder selbst kompilierter Firmware prüfen, ob dieser Schutz aktiv ist. Rauchmelder im Raum des Druckers. Das ist günstig und sinnvoll. Nicht brennbarer Untergrund , keine Papiere, Kartons oder Vorhänge direkt am Gerät. Kabel prüfen , besonders am Heizbett. Bei Bettschubsern bewegt sich das Kabel ständig mit und kann mit der Zeit brechen. Keine überlasteten Mehrfachsteckdosen. Das Heizbett zieht beim Aufheizen kurzzeitig viel Strom. Lange Drucke nicht völlig unbeaufsichtigt laufen lassen. Wenn du nicht im Haus bist, hilft eine Kamera mit Fernabschaltung. Lange Drucke über Nacht sind verbreitet, dann aber nur mit Rauchmelder und sicherem Aufstellort. Heiße Teile und bewegte Mechanik Die Düse erreicht je nach Material 200 bis 300 °C, das Druckbett 60 bis 110 °C. Beides bleibt nach dem Druck noch eine Weile heiß. Bei Wartungsarbeiten an der Düse immer warten oder Handschuhe tragen, siehe auch 3D Drucker warten /3d druck/grundlagen/wartung/ . Nicht in den laufenden Drucker greifen. Riemen und Achsen kön"},{"t":"Slicer im Vergleich: PrusaSlicer, OrcaSlicer, Bambu Studio und Cura","k":"3D-Druck · Slicer","d":"Welcher Slicer passt zu deinem 3D-Drucker? Die vier verbreitetsten kostenlosen Slicer im Vergleich, ihre Verwandtschaft und eine einfache Entscheidungshilfe.","u":"/3d-druck/slicer/","x":"Ein Slicer ist das Programm, das ein 3D Modell in Schichten zerlegt und daraus die Anweisungen für den Drucker berechnet. Alle vier großen Slicer sind kostenlos und Open Source. Der Unterschied liegt weniger darin, ob sie gut drucken, sondern wie sie sich bedienen lassen und für welche Drucker es fertige Profile gibt. Die vier Slicer auf einen Blick Slicer Entwickelt von Stärke Passt besonders zu PrusaSlicer /3d druck/slicer/prusaslicer/ Prusa Research ausgereift, sehr gut dokumentiert Prusa Druckern, vielen offenen Druckern OrcaSlicer /3d druck/slicer/orcaslicer/ Community gegründet von SoftFever eingebaute Kalibrierungstests, Profile für sehr viele Marken fast allen Druckern, Bastlern Bambu Studio /3d druck/slicer/bambu studio/ Bambu Lab nahtlos mit Bambu Druckern, App und AMS Bambu Lab Druckern UltiMaker Cura /3d druck/slicer/cura/ UltiMaker riesige Druckerdatenbank, Erweiterungen UltiMaker und vielen älteren Druckern Alle vier laufen unter Windows, macOS und Linux. Eine Familie mit vielen Ablegern Die meisten aktuellen Slicer sind miteinander verwandt. Das erklärt, warum sie sich so ähnlich anfühlen: Slic3r war der Ursprung. Daraus entstand PrusaSlicer . Bambu Studio baut auf PrusaSlicer auf. OrcaSlicer baut auf Bambu Studio auf und ergänzt viele Funktionen aus der Community. Mehrere Hersteller bieten eigene Slicer an, die auf OrcaSlicer basieren, zum Beispiel Creality Print , ElegooSlicer und Anycubic Slicer Next . Cura ist eine eigene Entwicklung und gehört nicht zu dieser Familie. Wer einen dieser Slicer kennt, findet sich deshalb in den anderen meist schnell zurecht. Welcher Slicer für wen? Du hast einen Bambu Lab Drucker? Starte mit Bambu Studio. Die Verbindung zum Drucker, zur App und zum Mehrfarbsystem funktioniert ohne Einrichtung. Wer mehr Kalibrierungsmöglichkeiten will, kann später zu OrcaSlicer wechseln. Du hast einen Prusa Drucker? PrusaSlicer ist auf die Geräte abgestimmt und bindet Prusa Connect direkt ein. Du hast einen Drucker eines anderen Herstellers? Nutze zuerst den Slicer des Herstellers, er hat die passenden Profile. Sehr oft ist das ein Ableger von OrcaSlicer. Die Original Version von OrcaSlicer ist eine gute Alternative mit noch mehr Testfunktionen. Du willst viel ausprobieren und optimieren? OrcaSlicer hat die meisten eingebauten Kalibrierungstests, etwa für Temperatur, Fluss und Retraction. Der Herstellerslicer ist fast immer der beste Start. Er kennt deinen Drucker, und die Profile sind getestet. Wechseln kannst du jederzeit, denn alle Slicer lesen die gängigen Dateiformate STL und 3MF. Was alle gemeinsam haben Egal welcher Slicer: Die wichtigsten Einstellungen heißen überall ähnlich und wirken gleich. Layerhöhe /3d druck/einstellungen/layerhoehe/ : wie dick jede Schicht ist Infill /3d druck/einstellungen/infill/ : wie das Innere gefüllt wird Stützstrukturen /3d druck/einstellungen/stuetzstrukturen/ : wo Überhänge abgestützt werden Drucktemperatur /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ : wie heiß die Düse ist Begriffe, die dir unbekannt sind, erklären sich im Text, wenn du darauf zeigst, oder im Glossar /glossar/ ."},{"t":"Silk, Matt, Glitzer, Holz: Spezial-PLA im Überblick","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Silk, Matt, Glitzer, Marmor, Holz, Glow und Leuchtfarben: wie Spezial-PLA aussieht, was beim Druck anders ist und wann du eine gehärtete Düse brauchst.","u":"/3d-druck/filamente/spezial-pla/","x":"Neben normalem PLA gibt es viele Sorten mit besonderer Optik: seidig glänzend, matt, mit Glitzer, Holzfasern oder leuchtenden Partikeln. Die Basis ist immer PLA, deshalb druckst du sie mit ähnlichen Einstellungen. Die Zusätze verändern aber Fließverhalten, Festigkeit und zum Teil den Verschleiß an der Düse. Überblick Sorte Optik Besonderheit beim Druck Abrasiv? Düse Silk seidiger Glanz, oft metallisch langsamer und wärmer, schwächere Schichthaftung nein ab 0,4 mm Matt stumpf, Schichtlinien fallen weniger auf etwas spröder, eher wärmer drucken kaum, bei Dauernutzung leicht ab 0,4 mm Glitzer, Sparkle feine Glitzerpartikel Partikel können enge Düsen zusetzen leicht 0,4 mm oder größer, keine 0,2 mm Marmor, Granit Sprenkel wie Stein wie Glitzer, Partikel im Filament leicht 0,4 mm oder größer, keine 0,2 mm Holz Wood holzähnliche Farbe und Haptik neigt zum Verstopfen, nicht zu lange heiß stehen lassen leicht besser 0,6 mm Glow in the dark leuchtet nach dem Aufladen stark abrasiv ja, deutlich gehärtet, ab 0,4 mm Leuchtfarben fluoreszierend knallige Neonfarben druckt wie normales PLA nein ab 0,4 mm Die Angaben sind Richtwerte aus Herstellerdatenblättern. Was auf der Spule steht, geht vor. Grundeinstellungen für PLA findest du im Artikel PLA drucken /3d druck/filamente/pla/ . Silk PLA Silk PLA enthält Zusätze, die für den seidigen, oft metallischen Glanz sorgen. Gleichzeitig machen sie das Material etwas elastischer und schwächen die Haftung zwischen den Schichten. Beim Druck: Langsamer drucken. Viele Hersteller empfehlen 40 bis 60 mm/s für die Außenwände. Zu schnell gedruckt wirkt die Oberfläche stumpf statt glänzend. Etwas wärmer. Typisch sind 215 bis 235 °C, also oft 5 bis 15 Grad mehr als bei normalem PLA. Wer schneller druckt, braucht eher das obere Ende. Nicht für belastete Teile. Silk Teile brechen leichter entlang der Schichten. Für Deko, Vasen und Figuren ist das egal, für Halterungen nicht. Silk neigt außerdem etwas stärker zu Fäden. Hilft das nicht, schau in den Artikel zu Stringing /3d druck/probleme/stringing/ . Matt PLA Matte Sorten enthalten feine mineralische Füllstoffe, die das Licht streuen. Das Ergebnis: kaum Glanz, Schichtlinien fallen deutlich weniger auf. Deshalb ist Matt PLA beliebt für Figuren, Modelle und alles, was \"nicht nach 3D Druck\" aussehen soll. Beim Druck: Die Füllstoffe machen Teile etwas spröder. Stützen lieber mit einem Seitenschneider abtrennen als abbrechen. Die Schmelze ist zähflüssiger. 5 bis 10 Grad mehr als bei normalem PLA verbessern oft die Schichthaftung. Helle Kratzer und Abriebspuren fallen auf dunklem Matt PLA stärker auf. Bei gelegentlicher Nutzung reicht eine normale Düse. Wer sehr viel Matt PLA druckt, sollte die Düse im Blick behalten. Glitzer, Sparkle und Marmor Diese Sorten enthalten feste Partikel: Glitzerplättchen bei Sparkle, Sprenkel aus anorganischen Partikeln bei Marmor und Granit. Beim Druck: Hersteller raten von 0,2 mm Düsen ab, weil die Partikel sie verstopfen können. 0,4, 0,6 und 0,8 mm sind unproblematisch. Eine größere Layerhöhe lässt den Effekt oft besser wirken. Die Partikel sind mild abrasiv. Für gelegentliche Drucke reicht Messing. Druckst du viele Kilogramm, lohnt sich eine gehärtete Düse. Glitzer kommt auf flachen, oben liegenden Flächen am besten zur Geltung. Holz PLA Wood Holz PLA besteht aus PLA mit einem Anteil feiner Holzfasern oder Holzmehl, je nach Produkt bis etwa 30 %. Teile sehen holzartig aus, lassen sich schleifen und sogar beizen. Beim Druck: Verstopfung ist das Hauptproblem. Die Fasern können sich in engen Düsen festsetzen, besonders wenn das Material lange heiß in der Düse steht, etwa bei Pausen oder sehr langsamen Bewegungen. Größere Düse: Viele Hersteller geben 0,4 mm als möglich an. Mit 0,6 mm läuft Holz PLA deutlich problemloser. Temperatur: typisch 190 bis 240 °C. Höhere Temperaturen machen den Ton dunkler, aber erhöhen das Risiko, dass die Fasern verbrennen und die Düse zusetzen. Nach dem Druck nicht lange heiß im Leerlauf stehen lassen. Wenn es"},{"t":"Streifen im UV-Druck (Banding): Ursachen und Lösungen","k":"UV-Druck · Probleme","d":"Helle oder dunkle Linien quer durchs Motiv? Woher Banding im UV-Druck kommt und wie du es Schritt für Schritt eingrenzt und behebst.","u":"/uv-druck/probleme/streifen-banding/","x":"Banding sind feine helle oder dunkle Streifen, die sich in regelmäßigen Abständen durchs Motiv ziehen. Auf Flächen und Verläufen fallen sie am stärksten auf. Die Ursachen reichen von verstopften Düsen bis zu falsch kalibrierten Achsen, und meist lässt sich das Problem mit wenigen Tests eingrenzen. Erst die Streifen lesen Bevor du an Einstellungen drehst, schau dir die Streifen genau an: Aussehen Wahrscheinliche Ursache Helle Linien, eine Farbe fehlt stellenweise Düsenausfall in diesem Farbkanal Helle Linien in allen Farben, gleichmäßiger Abstand Schritt bzw. Vorschubkalibrierung zu groß Dunkle Linien, gleichmäßiger Abstand Vorschub zu klein, Durchgänge überlappen Leicht doppelte Kanten, unscharfe Linien Bidirektional Kalibrierung oder Druckabstand Streifen nur im Weiß Weißtinte abgesetzt oder Weißdüsen verstopft Streifen nur bei einem Motiv Ursache liegt eher in der Datei Ursache 1: Düsenausfall Die häufigste Ursache. Fallen einzelne Düsen aus, fehlt an diesen Stellen Tinte, und bei jedem Durchgang entsteht eine helle Linie. Was hilft: Einen Düsentest drucken. Fehlende oder schiefe Linien im Testmuster zeigen den betroffenen Kanal. Danach eine Reinigung starten und den Test wiederholen. Mehr dazu im Artikel Verstopfte Düsen am UV Drucker /uv druck/probleme/uv duesen verstopft/ . Auch Luftblasen in den Tintenleitungen nach einem Patronenwechsel oder sehr niedriger Füllstand können Düsen kurzzeitig aussetzen lassen. Viele Geräte haben dafür eine Funktion zum Befüllen oder Spülen der Leitungen. Ursache 2: Schritt oder Vorschubkalibrierung Der Druckkopf druckt das Motiv in Bahnen. Nach jeder Bahn bewegt sich das Objekt oder der Kopf um ein genau festgelegtes Stück weiter. Stimmt dieser Schritt nicht genau, entstehen zwischen den Bahnen Lücken helle Streifen oder Überlappungen dunkle Streifen . Was hilft: Die Schrittkalibrierung oft \"Step\", \"Feed\" oder \"Vorschub\" genannt aus dem Wartungsmenü ausführen. Das Gerät druckt ein Testmuster, du wählst den Wert mit dem gleichmäßigsten Ergebnis. Nach einem Transport, einem Umzug oder dem Wechsel der Druckplatte lohnt sich diese Kalibrierung immer. Ursache 3: Druckmodus und Durchgänge Schnelle Modi drucken mit wenigen Durchgängen Pässen . Jede Bahn trägt dann viel Tinte auf einmal auf, und kleine Abweichungen werden sichtbar. Modi mit mehr Durchgängen verteilen die Tinte auf mehrere Bahnen, die sich gegenseitig ausgleichen. Was hilft: Probeweise einen Qualitätsmodus mit mehr Durchgängen wählen. Verschwindet das Banding, liegt die Ursache eher in Kalibrierung oder Düsen und wird vom langsameren Modus nur überdeckt. Ursache 4: Druckkopfabstand Ist der Abstand zwischen Druckkopf und Oberfläche zu groß, fliegen die Tropfen weiter und landen ungenauer. Die Bahnen passen nicht mehr sauber aneinander. Das zeigt sich oft als Streifen kombiniert mit Unschärfe. Was hilft: Höhe neu messen oder einstellen, das Objekt eben auflegen. Mimaki empfiehlt zum Beispiel, den Unterschied zwischen tiefstem und höchstem Punkt der Druckfläche unter 1,5 mm zu halten. Mehr dazu unter Unscharfer UV Druck und Farbnebel /uv druck/probleme/unscharf overspray/ . Ursache 5: Bidirektional Kalibrierung Im bidirektionalen Modus druckt der Kopf auf dem Hin und Rückweg. Sind die beiden Richtungen nicht genau aufeinander abgestimmt, liegen die Tropfen leicht versetzt. Das Ergebnis sind unscharfe Kanten und feine Streifen. Was hilft: Die Bidirektional Kalibrierung auch \"Bi D\" oder Kopfausrichtung im Wartungsmenü ausführen. Hilft das nicht, testweise auf unidirektionalen Druck umstellen. Das ist langsamer, zeigt aber, ob hier das Problem liegt. Diesen Rat gibt auch Epson für seine Drucker. Ursache 6: Weißtinte Weißtinte enthält schwere Pigmente Titandioxid , die sich absetzen. Wird sie nicht regelmäßig bewegt, kommt unterschiedlich viel Pigment aus den Düsen. Die Folge sind ungleichmäßige, streifige Weißflächen, die durch die Farbe hindurchscheinen. Was hilft: Weißtinte nach Herstellerangabe schütteln oder umwälzen lassen, eine Wei"},{"t":"Stringing beim 3D-Druck: Fäden zwischen Teilen vermeiden","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Feine Fäden wie Spinnweben am Druck? Die häufigsten Ursachen für Stringing und wie du sie Schritt für Schritt behebst.","u":"/3d-druck/probleme/stringing/","x":"Stringing sind feine Kunststofffäden, die sich zwischen getrennten Teilen eines Drucks spannen, zum Beispiel zwischen zwei Türmen. Im harmlosen Fall sind es ein paar Härchen, die man mit dem Föhn oder einem Feuerzeug kurz entfernt. Im schlimmen Fall sieht das Teil aus wie mit Spinnweben überzogen. Warum entstehen die Fäden? Wenn der Druckkopf von einer Stelle zur nächsten fährt, ohne zu drucken, ist die Düse weiterhin heiß. Flüssiger Kunststoff kann dabei aus der Düse nachlaufen und zieht beim Wegfahren einen Faden. Je flüssiger das Material und je länger die Leerfahrt, desto mehr Fäden. Die Ursachen, sortiert nach Häufigkeit 1. Feuchtes Filament Feuchtigkeit im Filament verdampft in der heißen Düse. Der Dampf drückt Material heraus, auch wenn der Drucker gar nicht drucken will. Typische Zeichen: Knistern oder Knacken beim Drucken, kleine Bläschen, raue Oberfläche. Lösung: Filament trocknen. Wie das geht und welche Temperaturen passen, steht in Filament trocknen und lagern /3d druck/filamente/trocknen/ . Gerade bei PETG und TPU ist das die häufigste Ursache. 2. Zu hohe Drucktemperatur Je heißer, desto dünnflüssiger der Kunststoff, und desto leichter läuft er nach. Lösung: Temperatur in 5 Grad Schritten senken. Am schnellsten findest du den besten Wert mit einem Temperaturturm. Wie das funktioniert, erklärt Drucktemperatur richtig einstellen /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . 3. Zu wenig Retraction Bei der Retraction zieht der Drucker das Filament vor jeder Leerfahrt ein kleines Stück zurück, damit nichts nachtropft. Ist der Rückzug zu kurz oder zu langsam, wirkt er nicht. Lösung: Rückzug in kleinen Schritten erhöhen. Bauweise Typische Rückzugslänge Typische Geschwindigkeit Direct Drive 0,5 bis 2 mm 30 bis 45 mm/s Bowden 4 bis 7 mm 30 bis 50 mm/s Nicht übertreiben: Zu viel Rückzug kann Material in kalte Bereiche ziehen und die Düse verstopfen. 4. Ungünstige Leerfahrten Fährt der Druckkopf quer über offene Bereiche statt über bereits gedruckte Flächen, entstehen mehr sichtbare Fäden. Lösung: Im Slicer die Option zum Vermeiden von Wandüberquerungen aktivieren \"Avoid crossing walls\" oder ähnlich . Eine etwas höhere Fahrgeschwindigkeit verkürzt die Zeit, in der Material nachlaufen kann. 5. Material, das von Natur aus zieht PETG und TPU neigen deutlich stärker zu Stringing als PLA. Ein paar feine Härchen sind bei diesen Materialien normal. Lösung: Erst trocknen, dann Temperatur und Retraction anpassen. Was übrig bleibt, lässt sich mit einem Heißluftföhn in Sekunden entfernen. Schnell Checkliste 1. Filament trocken? Falls unsicher: trocknen. 2. Temperatur am unteren Ende der Herstellerangabe? 3. Retraction passend zur Bauweise eingestellt? 4. \"Wandüberquerungen vermeiden\" im Slicer aktiv? 5. Einen kleinen Stringing Test drucken, bevor du das große Teil startest. Ändere immer nur eine Einstellung pro Testdruck. Sonst weißt du am Ende nicht, was geholfen hat."},{"t":"Stützstrukturen: wann du Support brauchst und wie er sich leicht löst","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Überhänge, Brücken und Support verständlich erklärt: wann Stützen nötig sind, normale oder Baum-Supports, die wichtigsten Einstellungen und Tipps zum sauberen Entfernen.","u":"/3d-druck/einstellungen/stuetzstrukturen/","x":"Ein FDM Drucker kann nicht in die Luft drucken. Jede Schicht braucht etwas darunter, auf dem sie liegen kann. Ragt ein Teil des Modells weit über die Schicht darunter hinaus, braucht es eine Stützstruktur, auch Support genannt. Sie wird mitgedruckt und nach dem Druck entfernt. Wann brauchst du Stützen? Überhänge bis etwa 45 Grad schafft fast jeder Drucker ohne Stützen. Jede Schicht ragt dann nur ein kleines Stück über die vorherige hinaus. Je flacher der Überhang, desto mehr hängt in der Luft, und ab einem bestimmten Winkel geht es ohne Support nicht mehr. Brücken sind ein Sonderfall: Gerade Strecken zwischen zwei Stützpunkten kann der Drucker überspannen, oft mehrere Zentimeter weit. Dafür braucht es gute Kühlung. Der beste Support ist keiner: Oft lässt sich ein Modell so drehen, dass weniger oder gar keine Stützen nötig sind. Bevor du Support einschaltest, lohnt sich ein Blick auf die Ausrichtung. Normale Stützen oder Baum Stützen? Art Aussehen Vorteile Nachteile Normal Raster Gitter direkt unter dem Überhang stabil, einfach mehr Material, schwerer zu entfernen Baum Tree, Organic verzweigt sich wie ein Baum weniger Material, leichter zu entfernen, weniger Spuren länger zu berechnen, bei großen flachen Überhängen weniger geeignet Für Figuren und organische Formen sind Baum Stützen meist die bessere Wahl. Für große, flache Überhänge an technischen Teilen funktionieren normale Stützen oft zuverlässiger. Die wichtigsten Einstellungen Überhangwinkel: ab welchem Winkel Stützen erzeugt werden. Typisch 45 bis 55 Grad. Z Abstand: Lücke zwischen Stütze und Bauteil, meist 0,1 bis 0,25 mm. Größer heißt leichter zu lösen, aber unsaubere Unterseite. Nur auf dem Druckbett: Stützen werden nur vom Bett aus gebaut und nicht auf dem Modell selbst. Das vermeidet Spuren auf sichtbaren Flächen. Kontaktschicht Interface : eine dichtere Schicht direkt unter dem Überhang. Sie sorgt für eine glattere Unterseite. Stützen gezielt setzen Alle großen Slicer erlauben es, Stützen von Hand aufzumalen oder zu blockieren. So bekommst du Support nur dort, wo er wirklich gebraucht wird. Das spart Material und Nacharbeit. Mehr zu den Slicern im Slicer Vergleich /3d druck/slicer/ . Stützen sauber entfernen 1. Abkühlen lassen. Warme Stützen verformen sich und reißen Material aus dem Bauteil. 2. Mit Werkzeug arbeiten: Seitenschneider, Spitzzange und ein Entgratwerkzeug sind ideal. 3. Vom Bauteil weg arbeiten , nicht hineinhebeln. 4. Reste glätten: mit Schleifpapier oder einem Entgratwerkzeug. Lösliche Stützen Mit einem Drucker, der zwei Materialien verarbeiten kann, lassen sich Stützen aus wasserlöslichem PVA drucken. Nach dem Druck kommt das Teil ins Wasser, und die Stützen lösen sich auf. Das ist ideal für komplexe Formen, bei denen Stützen sonst kaum erreichbar wären. Passende Drucker zeigt die Übersicht Mehrfarbig drucken /3d druck/drucker/mehrfarbig/ . Weiter mit: Layerhöhe /3d druck/einstellungen/layerhoehe/ und Infill /3d druck/einstellungen/infill/ ."},{"t":"UV-Druck haftet nicht: Tinte lässt sich abkratzen","k":"UV-Druck · Probleme","d":"Der UV-Druck lässt sich mit dem Fingernagel abkratzen oder löst sich mit Klebeband? Die häufigsten Ursachen und wie du die Haftung zuverlässig testest.","u":"/uv-druck/probleme/tinte-haftet-nicht/","x":"Der Druck sieht perfekt aus, doch mit dem Fingernagel lässt er sich abschaben, oder er blättert nach ein paar Tagen ab. UV Tinte zieht nicht ins Material ein wie Tinte auf Papier. Sie härtet auf der Oberfläche aus und hält nur so gut, wie sie sich mit dieser Oberfläche verbindet. Ursache 1: Die Oberfläche ist nicht sauber Schon ein Fingerabdruck reicht, damit die Tinte an dieser Stelle schlechter hält. Typische Verschmutzungen: Fett und Hautöl vom Anfassen Trennmittel aus der Herstellung, vor allem bei Spritzgussteilen aus Kunststoff Silikon, etwa bei Handyhüllen oder beschichteten Oberflächen Staub und Schutzfolienreste Was hilft: Oberfläche vor dem Druck mit Isopropanol IPA abwischen und trocknen lassen, danach nur noch mit Handschuhen oder an den Kanten anfassen. Auch Tintenhersteller wie Fujifilm empfehlen IPA bei Kunststoffen, die Gleit oder Weichmacher enthalten. Bei Silikon hilft Reinigen allein meist nicht, Silikon ist grundsätzlich sehr schwer zu bedrucken. Ursache 2: Niedrige Oberflächenenergie Manche Kunststoffe stoßen Flüssigkeiten ab wie eine gewachste Fläche Wasser. Das Maß dafür ist die Oberflächenenergie, angegeben in mN/m oder \"dyn\". Damit Tinte gut benetzt, sollte die Oberflächenenergie des Materials deutlich höher sein als die Oberflächenspannung der Tinte. In der Druckindustrie gilt ein Abstand von etwa 10 dyn als Richtwert. Unbehandeltes Polyethylen PE liegt nur bei etwa 30 bis 32 dyn, auch Polypropylen PP ist schwierig. Diese Materialien brauchen eine Vorbehandlung. Mit Testtinten Dyne Stiften kannst du die Oberflächenenergie grob prüfen. Was hilft: Primer, leichtes Anschleifen glatter Flächen, bei PE und PP eine Beflammung oder Corona Behandlung. Welche Kunststoffe wie schwierig sind, steht unter Kunststoff bedrucken /uv druck/materialien/kunststoff bedrucken/ . Ursache 3: Kein oder der falsche Primer Glas, Metall, Keramik und viele Kunststoffe brauchen einen Haftvermittler. Primer gibt es zum Aufwischen, Aufsprühen oder als eigenen Tintenkanal im Drucker. Wichtig: Primer sind auf bestimmte Materialgruppen abgestimmt. Ein Glas Primer hilft auf PP oft nicht, und umgekehrt. Primer nach Herstellerangabe auftragen, nicht zu dick Ablüftzeit einhalten, bevor du druckst Verschiedene Primer an einem Probestück testen, wenn ein Material neu ist Details unter Primer im UV Druck /uv druck/tinten/primer/ . Ursache 4: Unterhärtung UV Tinte wird erst durch ausreichend UV Licht fest. Bekommt sie zu wenig, bleibt sie innen weich oder an der Oberfläche leicht klebrig und haftet schlecht. Lampe : verschmutztes Lampenglas, gealterte LEDs oder eine zu niedrige Leistungsstufe Geschwindigkeit : schnelle Druckmodi bedeuten oft weniger Belichtung pro Schicht Schichtdicke : viele Schichten Weiß, Farbe und Lack übereinander härten schwerer durch, besonders unten Verunreinigte Tinte : Reinigungsflüssigkeit in der Tinte kann die Härtung stören Was hilft: Lampenglas reinigen, Härtungsstufe in der Software prüfen, einen langsameren Modus wählen, Schichtdicke reduzieren. Eine nachträgliche Belichtung kann bei leichter Unterhärtung helfen. Ursache 5: Harte Tinte auf flexiblem Material UV Tinten gibt es in harten und flexiblen Varianten. Harte Tinte ist kratzfest und gut für Glas, Metall, Acryl und Holz. Auf biegsamen Materialien wie Leder, Silikon Hüllen, Folien oder dünnem Kunststoff bricht sie beim Biegen und platzt ab. Flexible Tinte dehnt sich mit, ist aber meist etwas weniger kratzfest. Welche Tinte dein Gerät nutzt, steht im Datenblatt. Mehr dazu unter UV Tinte /uv druck/tinten/uv tinte/ . Ursache 6: Zu früh getestet Direkt nach dem Druck ist die Tinte zwar fest, hat aber oft noch nicht die volle Endhaftung. Bei UV Tinten setzt eine Nachhärtung ein. Fujifilm gibt zum Beispiel für seine Uvijet Tinten an, dass maximale Haftung, Kratz und Chemikalienbeständigkeit erst etwa 24 Stunden nach der Härtung erreicht werden. Andere Hersteller nennen ähnliche Zeiträume, schau ins Datenblatt deiner Tinte. Ein Kratztest direkt nach dem Druck s"},{"t":"TPU drucken: flexible Teile ohne Frust","k":"3D-Druck · Filamente","d":"So druckst du weiches, gummiartiges TPU: Shore-Härte verstehen, Geschwindigkeit, Extruder, Retraction und typische Fehler beim flexiblen Filament.","u":"/3d-druck/filamente/tpu/","x":"TPU ist das Filament für alles, was nachgeben soll: Handyhüllen, Dichtungen, Dämpfer, rutschfeste Füße oder Reifen für Modellautos. Es fühlt sich an wie Gummi und ist dabei sehr abriebfest. Gedruckt wird es langsamer als andere Filamente, und nicht jeder Drucker kommt gleich gut damit zurecht. Shore Härte: wie weich ist weich? Die Härte von TPU wird in Shore A angegeben. Je kleiner die Zahl, desto weicher das Material. Shore Härte Gefühl Druckbarkeit 95A bis 98A fest, aber biegsam, ähnlich einer Schuhsohle einfach, guter Einstieg 90A deutlich weicher mittel 85A und weniger sehr weich, ähnlich einem Radiergummi schwierig, nur mit gutem Extruder Für den Anfang ist 95A die beste Wahl. Einstellungen auf einen Blick Einstellung Richtwert Düsentemperatur 210 bis 230 °C Betttemperatur 40 bis 60 °C Geschwindigkeit langsam, oft 20 bis 40 mm/s, je nach Drucker Retraction gering oder aus Bauteilkühlung mittel bis hoch Die Angabe auf der Spule geht vor. Warum der Extruder so wichtig ist Weiches Filament verhält sich wie eine gekochte Spaghetti: Drückt man von hinten, staucht und verbiegt es sich, statt nach vorne zu gleiten. Deshalb: Direct Drive Extruder mit kurzem, geführtem Weg zwischen Zahnrad und Düse machen TPU deutlich einfacher. Bowden Systeme schieben das Filament durch einen langen Schlauch. Hartes TPU 95A geht damit oft noch, weiches kaum. Mehrfarbsysteme sind für TPU meist nicht freigegeben. Weiches Filament verklemmt sich leicht im Zuführweg. Lieber direkt von der Spule zum Drucker führen und die Herstellerhinweise beachten. Tipps für saubere Ergebnisse 1. Langsam drucken. Die häufigste Ursache für Probleme ist eine zu hohe Geschwindigkeit. Beginne mit dem TPU Profil deines Slicers und taste dich langsam nach oben. 2. Trocknen. TPU nimmt viel Feuchtigkeit auf und zieht dann noch mehr Fäden als sonst. Vor dem Druck bei 50 bis 55 °C trocknen. 3. Wenig Retraction. Starkes Zurückziehen kann das weiche Filament stauchen. Viele Profile nutzen nur eine sehr kurze Retraction oder gar keine. 4. Infill bestimmt die Weichheit. Ein Teil mit 10 % Füllung ist viel nachgiebiger als eines mit 50 %. So lässt sich die Weichheit gezielt steuern. 5. Haftung nicht übertreiben. TPU haftet sehr gut, auf glattem PEI teilweise zu gut. Ein Trennmittel wie Klebestift hilft beim Ablösen. Typische Probleme Problem Häufige Ursache Lösung Filament verknotet sich im Extruder zu schnell, Bowden, zu weich langsamer, Direct Drive, härteres TPU Viele Fäden feucht, zu heiß trocknen, Temperatur senken Lücken in den Wänden Unterextrusion durch zu hohe Geschwindigkeit langsamer drucken Teil lässt sich kaum ablösen zu starke Haftung Klebestift als Trennschicht, Bett kühler TPU im Vergleich Wie sich TPU gegen PLA, PETG, ABS und ASA schlägt, zeigt die Filament Übersicht /3d druck/filamente/ ."},{"t":"Filament trocknen und lagern: Temperaturen, Dauer und die besten Methoden","k":"3D-Druck · Filamente","d":"Warum feuchtes Filament schlecht druckt, woran du es erkennst, bei welcher Temperatur du welches Material trocknest und wie du Spulen richtig lagerst.","u":"/3d-druck/filamente/trocknen/","x":"Fast alle Filamente nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Das Fachwort dafür ist hygroskopisch. Eine Spule, die ein paar Wochen offen im Raum liegt, kann so viel Wasser aufnehmen, dass sie spürbar schlechter druckt. Die gute Nachricht: Trocknen macht das fast immer rückgängig. Woran erkennst du feuchtes Filament? Knistern oder Knacken beim Drucken, weil Wasser in der Düse verdampft Mehr Fäden zwischen den Teilen als sonst Raue, matte oder blasige Oberfläche Spröde Teile und schlechte Haftung zwischen den Schichten Bei sehr feuchtem Filament: Dampf oder kleine Wölkchen an der Düse Gerade das Knistern ist ein eindeutiges Zeichen. Hörst du es, lohnt sich Trocknen fast immer. Welche Materialien sind empfindlich? Material Empfindlichkeit Richtwert Trocknen Dauer PLA gering bis mittel 45 bis 55 °C 4 bis 6 Stunden PETG mittel 60 bis 65 °C 4 bis 6 Stunden TPU hoch 50 bis 55 °C 6 bis 8 Stunden ABS, ASA mittel 70 bis 80 °C 4 bis 6 Stunden PA Nylon sehr hoch 70 bis 80 °C 8 bis 12 Stunden PC hoch 75 bis 80 °C 6 bis 8 Stunden PVA extrem hoch 45 bis 55 °C 6 bis 10 Stunden Die Werte sind Richtwerte. Die Angabe des Herstellers auf der Spule oder im Datenblatt geht immer vor. Viele Hersteller drucken Trocknungstemperatur und Dauer inzwischen direkt auf das Etikett. Wichtig ist, unter der Erweichungstemperatur des Materials zu bleiben. Bei PLA ist das bereits bei rund 55 bis 60 °C erreicht. Ist es zu heiß, kleben die Windungen auf der Spule zusammen, und die Spule ist unbrauchbar. Die Methoden im Vergleich Filamenttrockner Kleine Boxen, in die eine oder mehrere Spulen passen. Sie heizen auf eine einstellbare Temperatur und haben oft eine Öffnung, durch die das Filament direkt zum Drucker läuft. So kannst du trocknen und gleichzeitig drucken. Vorteil: genaue Temperatur, einfach. Nachteil: Günstige Modelle erreichen oft nur 50 bis 60 °C, das reicht nicht für Nylon oder PC. Mehrfarbsystem mit Trocknung Einige Mehrfarbsysteme können Filament während der Lagerung aktiv trocknen, etwa neuere AMS Versionen von Bambu Lab oder die ACE Systeme von Anycubic. Ob und bis zu welcher Temperatur, steht im Datenblatt des jeweiligen Systems. Dörrautomat Ein Dörrautomat für Obst funktioniert oft gut, wenn die Spule hineinpasst. Manchmal muss man dafür Einlegeböden herausnehmen. Temperatur mit einem Thermometer prüfen, die Skala ist oft ungenau. Backofen Funktioniert im Notfall, ist aber riskant. Viele Backöfen schwanken bei niedrigen Temperaturen stark und überschreiten den eingestellten Wert deutlich. Spulen aus Kunststoff können sich verziehen. Wenn überhaupt, dann nur mit Ofenthermometer und Umluft, und nie unbeaufsichtigt. Richtig lagern Trocknen bringt nur etwas, wenn das Filament danach trocken bleibt. 1. Luftdichte Box mit Deckeldichtung, zum Beispiel eine Aufbewahrungsbox aus dem Baumarkt oder ein Vakuumbeutel 2. Trockenmittel in die Box, zum Beispiel Silikagel. Varianten mit Farbumschlag zeigen an, wann sie gesättigt sind. Gesättigtes Silikagel lässt sich im Ofen wieder trocknen. 3. Hygrometer in die Box, ein kleines digitales Gerät für wenige Euro. Als Faustregel gilt: unter 20 % relative Luftfeuchte ist gut, für Nylon und PVA so niedrig wie möglich. 4. Angebrochene Spulen nach dem Druck zurück in die Box, nicht im Drucker hängen lassen Muss ich jede neue Spule trocknen? Nicht unbedingt. Neue Spulen sind meist vakuumverpackt und trocken. Bei PLA kannst du in der Regel direkt loslegen. Bei Nylon, PC, PVA und oft auch TPU lohnt sich Trocknen vor dem ersten Druck trotzdem, weil schon kurze Zeit an der Luft reicht. Mehr zu den einzelnen Materialien findest du in der Übersicht Welches Filament wofür? /3d druck/filamente/ und im Glossar /glossar/ ."},{"t":"Überextrusion: zu viel Material, Wülste und Kleckse","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Wülste, Kleckse, zu große Maße? Woran du Überextrusion erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und wie du Fluss und Profil richtig einstellst.","u":"/3d-druck/probleme/ueberextrusion/","x":"Bei Überextrusion schiebt der Drucker mehr Kunststoff aus der Düse, als das Modell braucht. Das überschüssige Material muss irgendwohin: Es bildet Wülste an den Wänden, Kleckse an Ecken und raue Oberseiten. Teile werden außerdem zu groß und passen nicht mehr zusammen. Woran erkennst du Überextrusion? Wände sehen wulstig aus , die einzelnen Schichten stehen wie kleine Rippen hervor. Oberseite ist rau oder gewellt , die Linien sind aufgeworfen statt glatt nebeneinander. Kleckse und Pickel an Ecken und an der Z Naht. Maße zu groß: Ein Testwürfel misst außen mehr als vorgesehen, Löcher sind zu klein. Düse schleift über die Oberseite, weil dort schon zu viel Material liegt. Man hört ein leises Kratzen, manchmal kippen kleine Teile um. Das Gegenteil, also Lücken, dünne Wände und eine netzartige Oberseite, ist Unterextrusion /3d druck/probleme/unterextrusion/ . Beide Probleme hängen oft an denselben Stellschrauben, nur in die andere Richtung. Die Ursachen, sortiert nach Häufigkeit 1. Flusswert zu hoch Der Flussfaktor Flow Ratio oder Extrusionsmultiplikator legt fest, wie viel Material der Drucker im Verhältnis zur Berechnung fördert. Steht er zu hoch, kommt bei jeder Linie etwas zu viel heraus. Werte über 1,0 sind selten nötig. Nach Angaben von Bambu Lab braucht ein Filament nur sehr selten mehr als 1,00. Lösung: Flusskalibrierung durchführen. Bambu Studio und OrcaSlicer bieten dafür einen eingebauten Test: Zuerst ein grober Durchgang in 5 Prozent Schritten, dann ein feiner in 1 Prozent Schritten. Du wählst das Feld mit der glattesten Oberseite. Wer manuell vorgeht, senkt den Fluss in kleinen Schritten von 2 bis 5 % und druckt jeweils einen Testwürfel. Mehr zum Vorgehen steht in Kalibrieren /3d druck/einstellungen/kalibrieren/ . 2. Falscher Filamentdurchmesser im Slicer Der Slicer rechnet mit dem eingestellten Durchmesser. Steht dort 1,75 mm, das Filament ist aber dicker, kommt mehr Material heraus als gedacht. Umgekehrt führt ein zu groß eingetragener Wert zu Unterextrusion. Lösung: Durchmesser im Filamentprofil prüfen, er muss zur Spule passen 1,75 mm oder 2,85 mm . Bei Zweifeln an mehreren Stellen mit einem Messschieber nachmessen. Schwankt der Wert stark, liegt das Problem am Filament selbst. 3. Temperatur zu hoch Sehr heißer Kunststoff fließt leichter und läuft in Kurven und an Ecken nach. Das sieht aus wie Überextrusion, obwohl der Fluss stimmt. Typische Begleiter sind Stringing und glänzende, weiche Ecken. Lösung: Temperatur in 5 Grad Schritten senken, bis die Kanten sauber werden. Ein Temperaturturm zeigt den besten Bereich auf einen Blick, siehe Drucktemperatur einstellen /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . 4. Unpassendes Slicer Profil Ein Profil für ein anderes Material oder eine andere Düse kann viel durcheinanderbringen: Falsche Düsengröße: Ist im Slicer 0,6 mm eingestellt, aber eine 0,4 mm Düse verbaut, stimmen Linienbreiten und Fluss nicht mehr. Linienbreite zu groß für die Düse oder Schichthöhe. Pressure Advance nicht kalibriert: An Ecken und beim Abbremsen bleibt Druck in der Düse, es entstehen Kleckse an den Ecken, während gerade Strecken gut aussehen. Lösung: Profil passend zu Drucker, Düse und Material wählen. Bei Klecksen an Ecken Pressure Advance kalibrieren. Bei Fremdfilament ist das Profil eines ähnlichen Materials ein guter Start, danach Fluss und Temperatur prüfen. 5. Zu viel Infill Überlappung Selten, aber möglich: Wenn Infill und Wände stark überlappen, staut sich Material an den Übergängen. Auf der Oberseite zeigt sich das als Wulst entlang der Kanten. Lösung: Die Überlappung zwischen Infill und Wänden im Slicer auf den Standardwert des Profils zurücksetzen. In den Prusa Profilen sind das zum Beispiel 10 %. Unter oder Überextrusion? So grenzt du ab Merkmal Unterextrusion Überextrusion Oberseite Lücken, Infill scheint durch rau, aufgeworfen, Wülste Wände dünn, zerbrechlich wulstig, Rippen Maße eher zu klein eher zu groß, Löcher zu eng Geräusch Extruder klickt Düse kratzt über die Oberfläche Häufige U"},{"t":"Unscharfer UV-Druck und Farbnebel (Overspray)","k":"UV-Druck · Probleme","d":"Weiche Kanten, Farbnebel neben dem Motiv, ausgefranste Ränder? Warum UV-Drucke unscharf werden und wie du Overspray zuverlässig vermeidest.","u":"/uv-druck/probleme/unscharf-overspray/","x":"Der Druck wirkt weich, Schrift hat einen Schleier, und neben dem Motiv liegt ein feiner Farbnebel. Dieses Overspray entsteht, wenn Tintentropfen nicht dort landen, wo sie hinsollen. Fast immer hat das mit dem Weg zwischen Düse und Oberfläche zu tun. Ursache 1: Druckabstand zu groß Der wichtigste Punkt. Die Tropfen aus dem Druckkopf sind winzig und werden auf dem Weg zur Oberfläche von Luft gebremst und abgelenkt. Je länger der Weg, desto ungenauer landen sie. Mimaki empfiehlt, den Abstand zwischen tiefstem und höchstem Punkt der Druckfläche unter 1,5 mm zu halten, und weist bei Abständen über 2 mm auf deutlich mehr Farbnebel hin. eufyMake nennt ebenfalls Höhenunterschiede über 2 mm als Ursache für unscharfe Drucke. Bei Desktop Geräten stehen die genauen Werte in der Anleitung. Was hilft: Höhe neu messen oder manuell einstellen. Prüfen, ob die automatische Messung den richtigen Punkt erfasst hat. Ursache 2: Unebene Oberflächen Viele Drucker messen die Höhe am höchsten Punkt des Objekts und drucken alles auf dieser Höhe. Ist ein Teil des Objekts tiefer, wird es dort unscharf. Typische Fälle: Handyhüllen mit Kamerabuckel Notizbücher oder Mappen mit hochstehender Ecke leicht gewölbte Holzscheiben oder verzogenes Acryl Leinwand, die durchhängt Becher und Flaschen, die auf dem Drehmodul nicht gerade liegen mehrere Objekte unterschiedlicher Höhe in einem Durchgang Was hilft: Objekte flach auflegen und mit Klebeband fixieren, Höhen mit Unterlagen angleichen, pro Durchgang nur gleich hohe Teile drucken. Für gewölbte Teile und Serien eignen sich Schablonen, siehe Genau positionieren /uv druck/workflow/positionieren/ . Für Becher und Flaschen gibt es eigene Hinweise unter Rund bedrucken /uv druck/materialien/rund bedrucken/ . Ursache 3: Satellitentropfen Ein Tropfen löst sich nicht immer als einzelne Kugel von der Düse. Oft folgt ihm ein kleiner Nebentropfen, der Satellit. Bei kurzem Abstand landet er fast an derselben Stelle. Bei großem Abstand oder schneller Kopfbewegung driftet er ab und bildet einen feinen Nebel neben Kanten. Was hilft: Kleiner Druckabstand, ein langsamerer Modus. Teilweise fehlerhafte Düsen erzeugen ebenfalls schiefe oder zerstäubte Tropfen. Ein Düsentest zeigt das, siehe Verstopfte Düsen am UV Drucker /uv druck/probleme/uv duesen verstopft/ . Ursache 4: Luftzug Die Tropfen sind so leicht, dass schon ein leichter Luftzug sie ablenkt. Ventilatoren, Klimaanlage, offene Fenster oder die Abluft eines Luftreinigers direkt neben dem Drucker machen sich bemerkbar. Was hilft: Gerät aus dem Luftstrom nehmen, Haube während des Drucks geschlossen halten, Luftreiniger so ausrichten, dass sie nicht über den Drucktisch blasen. Ursache 5: Statische Aufladung Kunststoffe wie Acryl, PET Folien oder Schutzfolien laden sich beim Abziehen oder Abwischen elektrisch auf. Die Ladung zieht die winzigen Tropfen an oder stößt sie ab. Das Ergebnis sind Farbnebel, Sprenkel und ausgefranste Kanten, oft ungleichmäßig über das Objekt verteilt. Was hilft: Schutzfolie nicht direkt vor dem Druck mit einem Ruck abziehen Oberfläche mit Isopropanol reinigen, nicht trocken reiben Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig halten. In trockener Heizungsluft im Winter ist Statik deutlich stärker. Bei Profigeräten gibt es Ionisatoren als Zubehör, die die Ladung neutralisieren Ursache 6: Geschwindigkeit und Druckmodus Schnelle Modi bewegen den Kopf schneller und drucken mit weniger Durchgängen. Die Tropfen bekommen mehr Schwung zur Seite mit, kleine Abweichungen fallen stärker auf. Im bidirektionalen Modus kann ein Versatz zwischen Hin und Rückweg zusätzlich doppelte Kanten erzeugen. Was hilft: Einen Qualitätsmodus wählen. Bei doppelten Kanten die Bidirektional Kalibrierung ausführen. Mehr dazu unter Streifen im UV Druck /uv druck/probleme/streifen banding/ . Ausgefranste Ränder Wenn nur die Kanten unsauber sind, die Flächen aber gut aussehen, kommen noch andere Ursachen infrage: Weiß blitzt hervor : Die Weißschicht ist genauso groß wie das Motiv. Abhilfe ist ein kle"},{"t":"Unterextrusion: Lücken, dünne Wände und löchrige Oberflächen beheben","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Der Drucker fördert zu wenig Material? Woran du Unterextrusion erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und wie du sie der Reihe nach behebst.","u":"/3d-druck/probleme/unterextrusion/","x":"Bei Unterextrusion kommt weniger Kunststoff aus der Düse, als der Drucker eigentlich ablegen will. Das Ergebnis sind Lücken zwischen den Linien, dünne oder löchrige Wände und Oberflächen, durch die man das Infill sieht. Im schlimmsten Fall bleibt der Druck ganz stehen, weil gar nichts mehr kommt. Woran erkennst du Unterextrusion? Lücken zwischen den Linien , besonders auf der Oberseite Dünne, zerbrechliche Wände , die sich leicht eindrücken lassen Fehlende Linien in einzelnen Schichten Klickendes oder ratterndes Geräusch am Extruder: Das Zahnrad rutscht durch, weil das Filament nicht nachkommt Oberseite sieht aus wie ein Netz statt wie eine geschlossene Fläche Die Ursachen, sortiert nach Häufigkeit 1. Zu schnell für das Hotend Jedes Hotend kann nur eine bestimmte Menge Kunststoff pro Sekunde schmelzen. Wird schneller gedruckt, kommt das Material nicht hinterher. Das passiert besonders bei großen Düsen, hohen Schichten oder sehr schnellen Profilen. Lösung: Geschwindigkeit senken oder im Slicer einen maximalen Volumenstrom für das Filament einstellen. In OrcaSlicer lässt sich der passende Wert mit einem eingebauten Test ermitteln. Etwas höhere Temperatur hilft ebenfalls, siehe Drucktemperatur einstellen /3d druck/einstellungen/drucktemperatur/ . 2. Teilweise verstopfte Düse Kleine Rückstände in der Düse verengen die Öffnung. Der Drucker druckt weiter, aber mit weniger Material. Lösung: Düse reinigen oder tauschen. Wie das geht, steht unter Düse verstopft /3d druck/probleme/duese verstopft/ . 3. Temperatur zu niedrig Ist der Kunststoff nicht flüssig genug, fließt er zu langsam durch die Düse. Lösung: Temperatur in 5 Grad Schritten erhöhen und die Herstellerangabe auf der Spule beachten. 4. Probleme mit dem Filament Verknotete oder verklemmte Spule: Das Filament kann sich nicht frei abwickeln. Spule prüfen und leichtgängig machen. Feuchtes Filament: Dampfblasen stören den Materialfluss. Mehr dazu in Filament trocknen und lagern /3d druck/filamente/trocknen/ . Schwankender Durchmesser: Bei sehr günstigem Filament kann der Durchmesser stark schwanken. Mit einer anderen Spule testen. 5. Extruder greift nicht richtig Ist der Anpressdruck der Zahnräder zu gering oder sind sie mit Kunststoffspänen verschmutzt, rutscht das Filament durch. Lösung: Zahnräder mit einer kleinen Bürste reinigen, Anpressdruck nach Herstelleranleitung prüfen. 6. Falscher Flusswert im Slicer Der Flussfaktor Flow Rate legt fest, wie viel Material gefördert wird. Ist er zu niedrig eingestellt, fehlt Material. Lösung: Flusskalibrierung durchführen. Viele aktuelle Drucker und Slicer bieten dafür einen automatischen oder eingebauten Test. Schnell Checkliste 1. Druckt ein anderes Filament sauber? Dann liegt es am Material. 2. Hilft es, langsamer zu drucken? Dann war das Hotend am Limit. 3. Klickt der Extruder? Dann Düse und Temperatur prüfen. 4. Kommt beim manuellen Extrudieren ein gleichmäßiger, gerader Strang aus der Düse? Wenn nicht, ist die Düse wahrscheinlich teilweise verstopft. Das Gegenteil, also zu viel Material, zeigt sich durch Wülste, raue Oberflächen und Maße, die zu groß sind. Auch dann hilft die Flusskalibrierung."},{"t":"UV-Druck, DTF oder Sublimation? Die Verfahren im Vergleich","k":"UV-Druck · Grundlagen","d":"UV-Druck, DTF und Sublimation im Vergleich: Untergründe, Haltbarkeit, Kosten und wann sich welches Verfahren lohnt. Plus: Abgrenzung zur Laser-Gravur.","u":"/uv-druck/grundlagen/uv-druck-dtf-sublimation/","x":"Wer personalisierte Produkte herstellen will, landet schnell bei drei Verfahren: UV Druck, DTF und Sublimation. Alle drei drucken farbig, aber auf ganz unterschiedliche Untergründe. Die richtige Wahl hängt vor allem davon ab, was du bedrucken willst. Die Verfahren in zwei Sätzen UV Druck: Spezielle Tinte wird direkt auf das Objekt gedruckt und unter UV Licht sofort gehärtet. Sie liegt als dünner Kunststofffilm auf der Oberfläche. DTF Direct to Film : Das Motiv wird mit Textiltinte und Weiß auf eine Folie gedruckt, mit Klebepulver bestreut, das Pulver wird angeschmolzen und das Ganze mit der Transferpresse auf Stoff gepresst. Gemeint ist hier Textil DTF, nicht das ähnlich klingende UV DTF /uv druck/grundlagen/uv dtf/ . Sublimation: Spezialtinte wird auf Transferpapier gedruckt und mit Hitze in Polyester oder eine Polyesterbeschichtung übertragen. Die Farbe wird gasförmig und zieht in das Material ein, statt obendrauf zu liegen. Vergleichstabelle UV Druck DTF Textil Sublimation Untergründe Holz, Acryl, Metall, Glas, Leder, Kunststoff, Stein Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Taschen Polyester Textil, beschichtete Rohlinge Tassen, Alu Platten, Mauspads Textil nur eingeschränkt, nicht waschfest ja, Hauptzweck ja, aber nur Polyester oder hoher Polyesteranteil Farben auf dunklem Grund ja, dank Weiß ja, dank Weiß nein, nur auf weißem oder hellem Grund Haptik dünne fühlbare Schicht, Relief möglich dünne, flexible Folienschicht nicht fühlbar, Farbe im Material Haltbarkeit innen sehr gut, außen je nach Untergrund und Lack waschbar, wenn richtig gepresst sehr gut, wasch und kratzfest im Material Einstiegskosten hoch, Desktop Geräte meist im vierstelligen Bereich mittel bis hoch Drucker, Pulver, Ofen, Presse niedrig Drucker plus Presse ab wenigen hundert Euro Kosten pro Stück Tinte günstig pro Motiv, Rohlinge frei wählbar Folie, Pulver, Tinte Papier und Tinte günstig, Spezialrohlinge teurer Typische Produkte Schilder, Holzbilder, Handyhüllen, Acryl T Shirts, Hoodies, Taschen Tassen, Sportshirts, Fotopaneele, Puzzles Die Kostenangaben sind grobe Größenordnungen. Rechne für dein Produkt immer mit echten Preisen von Gerät, Verbrauchsmaterial und Rohlingen. Wann welches Verfahren? UV Druck passt, wenn du harte Gegenstände aus verschiedensten Materialien bedrucken willst, oft Einzelstücke, und dir das Material nicht vorschreiben lassen willst. Ein Holzbrett, eine Acrylplatte und ein Metallschild gehen mit demselben Gerät. Auch fühlbare Effekte wie Lack oder Relief /uv druck/grundlagen/relief textur/ sind nur hier möglich. DTF passt, wenn Textil im Mittelpunkt steht, besonders Baumwolle und dunkle Stoffe. Für T Shirts ist DTF meist die naheliegende Wahl. Sublimation passt, wenn du günstig einsteigen willst und mit Polyester oder beschichteten Rohlingen arbeiten kannst. Der Druck ist nicht fühlbar und sehr haltbar. Der Haken: Du bist an Spezialrohlinge gebunden, und auf dunklem Untergrund oder Baumwolle funktioniert es nicht. Häufige Missverständnisse \"Mit UV kann ich auch T Shirts bedrucken.\" Technisch landet Farbe auf dem Stoff, aber sie ist steif und hält keine Wäsche aus. Für Textil gibt es bessere Verfahren. \"Sublimation geht auf jeder Tasse.\" Nur auf beschichteten Sublimationstassen. Eine normale Keramiktasse nimmt die Farbe nicht auf. \"UV Druck ist spülmaschinenfest.\" In der Regel nicht dauerhaft. Hitze, Lauge und Reibung lösen den Film mit der Zeit. Abgrenzung: Laser Gravur Ein Laser trägt Material ab oder verändert die Oberfläche durch Hitze. Er druckt keine Farbe. Auf Holz entsteht eine dunkle Brandspur, auf beschichtetem Metall wird die Beschichtung entfernt, auf Edelstahl kann eine Verfärbung entstehen. Das Ergebnis ist sehr haltbar, weil nichts aufgetragen wird, aber eben einfarbig. Laser und UV Druck ergänzen sich gut: Der Laser schneidet die Form aus Holz oder Acryl, der UV Drucker bringt das farbige Motiv drauf. Einige Werkstätten nutzen beide Geräte genau so. Fürs Gewerbe Überlege zuerst, welche Produkte du verkaufen willst, und"},{"t":"UV-DTF erklärt: Transfer-Aufkleber für fast jede Oberfläche","k":"UV-Druck · Grundlagen","d":"UV-DTF einfach erklärt: A-Film, B-Film, Schichtaufbau, Laminieren und Aufbringen. Mit Haltbarkeit, Grenzen und dem Vergleich zum Direktdruck.","u":"/uv-druck/grundlagen/uv-dtf/","x":"UV DTF ist ein Umweg, der oft der schnellere Weg ist. Statt direkt auf das Objekt druckst du auf eine Folie und klebst das Motiv danach auf. Übrig bleibt kein Aufkleber mit sichtbarem Rand, sondern nur das Motiv selbst. Damit lassen sich auch Gegenstände gestalten, die nicht in den Drucker passen. Wie UV DTF funktioniert Das Verfahren nutzt zwei Folien: A Film: die Druckfolie. Sie ist auf einer Seite mit Kleber beschichtet, der zunächst von einer Schutzfolie abgedeckt ist. Gedruckt wird direkt auf diese Kleberseite. A Filme gibt es in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel glänzend oder matt. B Film: die Transferfolie. Sie ist klar und klebt stärker als die Oberfläche des A Films. Nach dem Druck wird sie über das Motiv laminiert. Beim Abziehen nimmt sie das Motiv mit, der A Film bleibt zurück. Der Schichtaufbau Auf dem A Film entsteht von unten nach oben typischerweise dieser Aufbau: 1. Kleber: schon auf dem A Film vorhanden. Er klebt später auf dem Objekt. 2. Weiß: macht das Motiv deckend, damit der Untergrund nicht durchscheint. 3. Farbe CMYK : das eigentliche Motiv. 4. Lack: eine klare Schutzschicht obendrauf. Sie sorgt für Glanz und schützt die Farbe vor Kratzern. Für transparente Objekte, die von beiden Seiten sichtbar sind, gibt es den Aufbau Farbe, Weiß, Farbe. Dann sieht das Motiv von vorne und hinten farbig aus. Die genaue Reihenfolge und ob Lack immer mitgedruckt wird, hängt von Gerät und Software ab. Hintergrund dazu in Farbe, Weiß und Lack /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Ohne Lack wirkt ein UV DTF Motiv oft matter und ist empfindlicher. Viele Anwender drucken Lack deshalb standardmäßig mit. Laminieren Nach dem Druck wird der B Film auf den A Film gepresst. Das geht mit einem Laminiergerät oder einer Laminierrolle, bei größeren Mengen mit einem UV DTF Laminator. Gleichmäßiger Druck ist wichtig, damit keine Luftblasen und Falten entstehen. Einige Geräte laminieren direkt nach dem Druck automatisch. Anwendung Schritt für Schritt 1. Oberfläche reinigen, zum Beispiel mit Isopropanol. Staub und Fett sind die häufigsten Gründe für schlechte Haftung. 2. Motiv grob ausschneiden, mit etwas Rand. 3. A Film abziehen. Das Motiv bleibt am B Film, die Kleberseite liegt jetzt frei. 4. Motiv auflegen und mit einem Rakel von der Mitte nach außen fest andrücken. 5. Kurz warten, dann den B Film langsam und flach abziehen. Hebt sich das Motiv mit, noch einmal andrücken. Die volle Haftung baut sich bei vielen Klebern erst über Stunden auf. Belaste das Objekt in dieser Zeit möglichst nicht. Wie haltbar ist UV DTF? UV DTF ist wasserfest und recht kratzfest. Hersteller wie eufyMake geben an, dass Transfers draußen mindestens zwei Jahre ohne deutliches Ausbleichen halten können, innen deutlich länger. Solche Angaben gelten für gute Bedingungen und passende Untergründe. Was die Haltbarkeit verkürzt: raue, poröse oder ölige Oberflächen häufiges Spülen, besonders in der Spülmaschine starke Biegung oder weiches Material dauerhafte Reibung, etwa an Griffen Spülmaschinenfestigkeit ist bei UV DTF nicht selbstverständlich. Wenn ein Folienhersteller sie angibt, gilt sie meist für eine bestimmte Folie unter bestimmten Bedingungen. Prüfe das selbst, bevor du es Kunden versprichst. Vorteile und Nachteile gegenüber Direktdruck UV DTF UV Direktdruck Gewölbte, unregelmäßige Objekte gut, solange die Wölbung nicht zu stark ist nur mit Rotationseinheit oder bei geringer Höhe Große oder schwere Objekte kein Problem, Motiv wird aufgeklebt müssen in den Drucker passen Vorproduktion Motive auf Vorrat drucken und später aufbringen jedes Objekt einzeln einrichten Optik leichte Kante, auf glatten Flächen sichtbar glänzend direkt im Material, kein Folienrand Haltbarkeit hängt am Kleber hängt an Tinte und Primer Kosten pro Stück zusätzlich A und B Film nur Tinte, ggf. Primer Textil nein nein Kurz gesagt: UV DTF ist flexibler beim Objekt, Direktdruck wirkt hochwertiger und spart Folie. Geräte Es gibt zwei Wege: Eigene UV DTF Drucker arbeiten von der Rolle, dru"},{"t":"Verstopfte Düsen am UV-Drucker: Düsentest, Reinigung, Vorbeugung","k":"UV-Druck · Probleme","d":"Linien fehlen im Düsentest, Weiß kommt nur noch fleckig? Wie du verstopfte Düsen am UV-Drucker erkennst, reinigst und künftig vermeidest.","u":"/uv-druck/probleme/uv-duesen-verstopft/","x":"Verstopfte Düsen sind beim UV Druck das häufigste Wartungsthema. Anders als normale Tinte trocknet UV Tinte zwar nicht an der Luft, sie härtet aber durch UV Licht aus. Und was einmal ausgehärtet ist, lässt sich kaum noch lösen. Deshalb ist Vorbeugung hier wichtiger als bei fast jedem anderen Drucker. Den Düsentest lesen Der Düsentest druckt für jeden Farbkanal ein Muster aus feinen Linien. Jede Linie steht für eine Düse. Muster Bedeutung Nächster Schritt Alle Linien vollständig und gerade alles in Ordnung drucken Einzelne Linien fehlen einzelne Düsen verstopft normale Reinigung Linien schief oder doppelt Düse lenkt ab, oft durch Schmutz oder Tinte an der Düsenplatte Reinigung, Düsenplatte prüfen Ganze Blöcke fehlen stärkere Verstopfung oder Luft in der Leitung mehrere Reinigungen, Leitung spülen Ein Kanal komplett leer Patrone leer, Luft, Ventil oder schwere Verstopfung Füllstand prüfen, dann Hersteller Support Druck den Test am besten auf ein Material, auf dem alle Farben gut sichtbar sind. Weiß zeigt sich nur auf dunklem Untergrund oder transparenter Folie vor dunklem Hintergrund. Reinigungszyklen richtig nutzen Fast alle Geräte haben mehrere Reinigungsstufen, zum Beispiel leicht, mittel und stark. Bei jeder Reinigung wird Tinte durch die Düsen gesaugt oder gedrückt und die Düsenplatte abgewischt. 1. Mit einer leichten oder normalen Reinigung beginnen 2. Danach erneut einen Düsentest drucken 3. Nur bei Bedarf zur nächsten Stufe greifen 4. Nach zwei bis drei erfolglosen Reinigungen eine Pause einlegen, statt weiterzumachen Starke Reinigungen verbrauchen viel Tinte und füllen den Resttintenbehälter. eufyMake empfiehlt zum Beispiel, bis zu drei normale Reinigungen zu machen und die Tiefenreinigung nur zu nutzen, wenn es wirklich nötig ist. Manchmal löst sich eine Verstopfung auch, wenn das Gerät eine Weile ruht und danach erneut gereinigt wird. Manuelle Reinigung: nur nach Herstelleranleitung Helfen die automatischen Zyklen nicht, bleibt die manuelle Reinigung von Düsenplatte, Abstreifer Wiper und Kappenstation. Hier ist Vorsicht geboten: Nur die vom Hersteller freigegebene Reinigungsflüssigkeit verwenden. Falsche Mittel können die Düsenplatte oder Dichtungen beschädigen. Die Düsenplatte nie mit Druck abreiben, nur vorsichtig mit fusselfreien Tupfern oder Schaumstoffstäbchen arbeiten, wie in der Anleitung beschrieben. Keine Reinigungsflüssigkeit in die Tinte gelangen lassen. Sie kann die Härtung stören. Bei Druckköpfen mit Garantie zuerst den Support fragen. Ein beschädigter Druckkopf ist das teuerste Ersatzteil am Gerät. Lieber eine Reinigung zu wenig als eine falsche. Weißtinte: die Hauptursache Die meisten Verstopfungen betreffen das Weiß. Weiße UV Tinte enthält Titandioxid, ein schweres Pigment, das sich schnell absetzt. Am Boden von Patronen, Leitungen und Dämpfern bildet sich dann ein dickflüssiger Satz, der die Düsen zusetzt. Weißtinte nach Herstellerangabe regelmäßig schütteln. Mimaki empfiehlt bei längeren Pausen, weiße und silberne Tinte mindestens einmal pro Woche zu schütteln. Geräte mit Umwälzung Zirkulation für Weiß eingeschaltet lassen, damit sie arbeiten kann Vor dem eigentlichen Druck eine kleine Weißfläche auf Abfallmaterial drucken Auch Lack ist zähflüssiger als Farbtinte und neigt eher zum Verstopfen. Streulicht: UV Licht härtet Tinte an der Düsenplatte Die UV Lampe sitzt direkt neben dem Druckkopf. Wird ihr Licht vom Objekt oder vom Drucktisch zurückgeworfen, kann es die Tinte an der Düsenplatte anhärten. Das passiert vor allem bei: spiegelnden Oberflächen wie Spiegelacryl, Chrom oder poliertem Metall hellen oder glänzenden Schablonen und freiliegenden Tischflächen großem Abstand zwischen Kopf und Objekt Fachmedien und Hersteller empfehlen deshalb dunkle, matte Schablonen, möglichst wenig freie Tischfläche und einen kleinen Druckabstand. Mimaki nennt als Richtwert einen Abstand unter 1,5 mm zwischen tiefstem und höchstem Punkt. Spiegelnde Teile vorher auf einer dunklen, flachen Unterlage fixieren. Mehr zu S"},{"t":"Folgekosten eines UV-Druckers: Tinte, Wartung und Druckkopf","k":"UV-Druck · Kaufberatung","d":"Was ein UV-Drucker im Jahr kostet, auch wenn er nur herumsteht: Tinte, Reinigung, Wiper, Druckkopf und Strom, mit Beispielrechnung für Hobby und Kleingewerbe.","u":"/uv-druck/kaufberatung/uv-folgekosten/","x":"Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Ein UV Drucker verbraucht laufend Tinte, Reinigungsflüssigkeit und Verschleißteile, und das nicht nur beim Drucken. Wer selten druckt, zahlt pro Druck oft mehr als jemand, der täglich produziert. Hier siehst du, welche Posten über ein Jahr zusammenkommen. Die laufenden Kosten Posten Wovon er abhängt Tinte für Drucke Fläche, Deckung, Weiß und Lack Tinte für Reinigungen Anzahl der Reinigungen, Stillstand, Anzahl Farbkanäle Reinigungs und Wartungsflüssigkeit Reinigungszyklen, Feuchthaltung Wiper, Capping, Pads Nutzung, Herstellerintervall Druckkopf Kopftyp, Pflege, Glück Strom Betriebsstunden, Standby Ausschuss Erfahrung, Material, Produktart Tinte: nicht nur fürs Drucken Ein Teil der Tinte landet nie auf einem Produkt. Sie wird beim Spülen und Reinigen verbraucht. eufyMake hat für den E1 genaue Werte veröffentlicht: Vorgang Tinte pro Farbkanal Wann Kurzreinigung 0,0002 ml alle 10 Minuten im Leerlauf Mittlere Reinigung 0,2 ml bei Bedarf Tiefenreinigung 1,5 ml automatisch, wenn 72 Stunden keine stattgefunden hat Spülen vor dem Druck 0,2 ml nur wenn seit mindestens 12 Stunden nicht gedruckt wurde Für eine Tiefenreinigung kommen 1,83 ml Reinigungsflüssigkeit pro Kanal dazu. Wer mehrere Aufträge hintereinander druckt, zahlt das Spülen vor dem Druck also nur beim ersten. Dazu kommt eine Weißspülung, wenn in den letzten 36 Stunden weniger als 3 ml Weiß verbraucht wurden. Sie kostet bis zu 3 ml Tinte, ist aber optional: Der Drucker fragt nach, und du kannst sie überspringen. Bei häufigem Überspringen lohnt sich ein Blick auf den Düsentest, weil sich Weiß bei wenig Bewegung absetzt. Bei sechs Kanälen kostet eine Tiefenreinigung also 9 ml Tinte und 11 ml Reinigungsflüssigkeit. Bei 29,99 € pro 100 ml Tinte und 29,99 € pro 380 ml Reinigungsflüssigkeit sind das gut 3,50 € pro Vorgang. Andere Geräte arbeiten anders, das Prinzip bleibt: Düsen müssen feucht und frei bleiben, und das kostet Tinte. Frag beim Kauf nach, wie viel eine Reinigung verbraucht und wie oft sie automatisch läuft. Stillstand kostet Tinte Viele denken: Wenn ich nicht drucke, kostet das Gerät nichts. Beim UV Drucker stimmt das nicht. Steht ein Gerät wie der E1 eingeschaltet herum, reinigt es sich trotzdem. Bei 100 automatischen Tiefenreinigungen im Jahr wären das etwa 900 ml Tinte, ohne einen einzigen Druck. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie oft stattdessen die Befeuchtung läuft. Ausschalten ist auch keine Lösung. Ohne Bewegung setzt sich Weiß ab, und Düsen trocknen ein. Ein verstopfter Kopf kostet am Ende mehr als die Reinigungstinte. Mehr dazu in UV Drucker warten /uv druck/zubehoer/uv wartung/ und Düsen verstopft /uv druck/probleme/uv duesen verstopft/ . Verschleißteile und Druckkopf Wiper, Capping und Pads reinigen die Düsenplatte und halten sie feucht. Sie nutzen sich ab. eufyMake bietet für den E1 ein Set aus Schabern, Pads und Handschuhen für 29,99 US Dollar an und empfiehlt den Tausch alle paar Monate, je nach Nutzung. Der Druckkopf ist das teuerste Verschleißteil. Preisbeispiele von Händlern: Kopftyp Preisbeispiel einzeln Epson XP600 DX11 etwa 325 bis 625 US Dollar, bei eBay ab etwa 365 € Epson i3200 etwa 1.380 US Dollar Ricoh Gen5 etwa 2.650 US Dollar Ricoh Gen6 etwa 3.555 US Dollar eufyMake E1 Kopfmodul mit Platine, vermutlich XP600 Variante 599 US Dollar Wie lange ein Kopf hält, sagt dir kein Hersteller verbindlich. Es hängt von Pflege, Tinte und Nutzung ab. Plan eine Rücklage ein, statt auf Glück zu setzen. UV Lampe: Auch sie altert. Procolored nennt für die UV Lampen seiner UV DTF Geräte eine Lebensdauer von etwa sechs Monaten bei normaler Nutzung. Strom Desktop Geräte brauchen wenig Strom. Der OMTech Spectra A3+ gibt zum Beispiel 280 W im Betrieb und 15 W im Ruhezustand an. Im Jahr kommen so je nach Nutzung einige zehn bis knapp 200 € zusammen. Wenn das Gerät rund um die Uhr läuft, macht der Standby einen spürbaren Teil davon aus. Beispielrechnung: Hobby und Kleingewerbe Alle Werte sind Annahmen . Strompreis jeweils 0,35 € p"},{"t":"Was kostet ein UV-Druck? Tinte, Material und Zeit kalkulieren","k":"UV-Druck · Gewerbe & Kalkulation","d":"Tinte, Primer, Rohling, Arbeitszeit und Gerät: So rechnest du die Stückkosten eines UV-Drucks aus, mit zwei Beispielrechnungen und klaren Annahmen.","u":"/uv-druck/gewerbe/uv-kalkulation/","x":"Die Tinte ist beim UV Druck selten der größte Kostenblock. Rohling, Arbeitszeit und das Gerät selbst schlagen oft stärker zu Buche. Wer nur die Milliliter rechnet, kalkuliert zu knapp. Hier siehst du, welche Posten in den Stückpreis gehören und wie du sie für deine eigenen Produkte ausrechnest. Die Kostenblöcke im Überblick Kostenblock Wovon er abhängt Typische Größenordnung Tinte Fläche, Deckung, Weiß und Lack, Tintenpreis Cent bis wenige Euro pro Stück Primer Material, Auftragsart meist wenige Cent Rohling Einkaufspreis, Menge oft der größte Einzelposten Strom Leistung, Druckdauer meist unter 10 Cent pro Druck Wartung und Verschleiß Reinigungen, Wiper, Druckkopf als Pauschale pro Stück Ausschuss Fehldrucke, Haftungsprobleme Zuschlag in Prozent Arbeitszeit Einrichten, Positionieren, Nacharbeit oft der zweitgrößte Posten Gerät Kaufpreis, Nutzungsdauer, Stückzahl Abschreibung pro Stück Verpackung, Versand Produktgröße, Bruchgefahr je nach Produkt Tinte: Verbrauch pro m² und pro Stück Der Verbrauch hängt von Tropfengröße, Deckung und Anzahl der Schichten ab. Belegte Werte: eufyMake nennt für Weiß bei 100 % Deckung je nach Tropfengröße 6,42 ml/m² 4 pl , 12,85 ml/m² 8 pl und 28,91 ml/m² 18 pl . Der Druckmaschinenanbieter Imago rechnet für CMYK bei 100 % Deckung mit etwa 15 ml/m². Vollflächiges Weiß darunter erhöht den Verbrauch laut Imago um 80 bis 120 %. Normale Motive decken nicht jede Farbe zu 100 %. Ein Foto in CMYK liegt deshalb meist deutlich unter diesem Maximalwert. Weiß und Lack drucken dagegen oft vollflächig. Bei Relief und Textur steigt der Verbrauch an Weiß und Lack stark, weil viele Schichten übereinanderliegen. Mehr dazu in Farbschichten beim UV Druck /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Die Preise liegen grob zwischen 0,12 und 0,45 € pro ml. Offene Systeme mit Flaschen sind günstiger Procolored listet 500 ml für 59 US Dollar, also rund 0,12 Dollar pro ml , Kartuschen geschlossener Systeme teurer eufyMake: 29,99 € für 100 ml, also 0,30 € pro ml . Mehr zu den Unterschieden in UV Tinte /uv druck/tinten/uv tinte/ . Rechenweg: Fläche in m² × Verbrauch in ml/m² × Preis pro ml. Eine A4 Fläche hat 0,0624 m². Dazu kommt Tinte, die nicht auf dem Produkt landet. Ein Beispiel: Der eufyMake E1 spült vor einem Druckauftrag 0,2 ml pro Farbkanal durch, wenn seit mindestens 12 Stunden nicht gedruckt wurde. Bei sechs Kanälen sind das 1,2 ml, egal ob danach ein Schlüsselanhänger oder ein Poster kommt. Wer mehrere Aufträge am Stück druckt, zahlt das nur einmal. Wer mehrere Teile in einem Auftrag druckt, verteilt den Anteil zusätzlich. Am genauesten ist der Wert aus deiner Druck oder RIP Software. Viele Programme zeigen den Verbrauch pro Kanal nach dem Druck an. Notiere ihn für jedes Produkt. Primer, Rohling und Strom Primer brauchst du auf glatten Oberflächen wie Glas, Metall oder manchen Kunststoffen. Er wird meist dünn mit einem Tuch oder Stift aufgetragen, die Kosten pro Stück liegen im Cent Bereich. Details unter Primer /uv druck/tinten/primer/ . Rohlinge sind oft der größte Einzelposten. Setze hier immer deinen echten Einkaufspreis inklusive anteiligem Versand ein. Strom fällt kaum ins Gewicht. Ein A3 Flachbettdrucker wie der OMTech Spectra A3+ gibt 280 W Leistung an. Bei 20 Minuten Druckzeit und angenommenen 0,35 € pro kWh kostet ein Druck rund 3 Cent. Wartung, Ausschuss und Gerät Wartung und Verschleiß: Reinigungsflüssigkeit, Wiper, Capping Teile und irgendwann ein neuer Druckkopf. Ein Ersatzkopf kostet je nach Typ einige hundert bis über tausend Euro. Rechne eine Pauschale pro Stück ein. Wie du die Jahreskosten ermittelst, steht in Folgekosten eines UV Druckers /uv druck/kaufberatung/uv folgekosten/ . Ausschuss: Fehldrucke, verrutschte Rohlinge, Haftungsprobleme. Ein Zuschlag von 5 bis 10 % auf Material und Tinte ist ein vernünftiger Startwert. Bei runden oder kleinen Teilen eher mehr. Gerät: Teile den Kaufpreis durch die erwartete Nutzungsdauer und die Stückzahl in dieser Zeit. Ein Gerät für 2.500 €, drei Jahre genutzt, mit "},{"t":"Welcher UV-Drucker passt zu mir? Eine Entscheidungshilfe","k":"UV-Druck · Kaufberatung","d":"Druckfläche, Objekthöhe, Weiß und Lack, Druckkopf, Tintensystem, Platz und Budget: die Kriterien, mit denen du den passenden UV-Drucker findest.","u":"/uv-druck/kaufberatung/uv-kaufberatung/","x":"Den einen richtigen UV Drucker gibt es nicht. Ein Gerät, das für Handyhüllen und Schlüsselanhänger perfekt ist, scheitert an einem Schild in A2. Statt einer Modellempfehlung findest du hier die Fragen, die du vor dem Kauf beantworten solltest. Wer sie ehrlich durchgeht, grenzt die Auswahl schnell ein. 1. Was willst du drucken? Schreib dir drei bis fünf Produkte auf, die du wirklich machen willst. Miss sie aus: größte Fläche, größte Höhe, flach oder rund. Daraus ergeben sich die harten Anforderungen. Druckfläche: Sie begrenzt das größte Produkt, das du in einem Durchgang drucken kannst. Desktop Geräte bewegen sich meist zwischen A5 und A3+. Was größer ist, musst du stückeln oder gar nicht anbieten. Objekthöhe: Wie hoch darf ein Gegenstand auf dem Tisch sein? Für Flaschen, Kisten oder Schachteln brauchst du deutlich mehr Höhe als für Platten. Achte auch darauf, wie die Höhe eingestellt wird: von Hand, motorisch oder automatisch gemessen. 2. Flachbett oder UV DTF? Flachbett direkt aufs Objekt UV DTF Transferfolie Prinzip Druckt direkt auf den Gegenstand Druckt auf Folie, die du aufklebst Stärken Haltbare, glatte Oberfläche, auch Relief möglich Runde und unförmige Teile, große Mengen auf Rolle Grenzen Objekt muss unter den Kopf passen Aufkleber bleibt fühlbar, Kanten können sich lösen Zusatzgeräte Halterungen, ggf. Rotation Laminator, oft integriert Einige Geräte können beides. Mehr zum Verfahren in UV DTF /uv druck/grundlagen/uv dtf/ . 3. Weiß, Lack und Rotation Weiß brauchst du für dunkle, transparente und metallische Untergründe. Ohne Weiß bleibst du auf helle Rohlinge beschränkt. Weiß ist zugleich die pflegeintensivste Tinte, weil sich die Pigmente absetzen. Lack Gloss, Varnish bringt Glanz, Schutz und erhabene Effekte. Fehlt ein eigener Lackkanal, kannst du weder Relief noch Glanzakzente drucken. Rotationsdruck: Für Flaschen, Becher und Stifte brauchst du eine Rotationsvorrichtung. Prüfe, welche Durchmesser sie aufnimmt und ob sie auch konische Teile kann. 4. Druckkopf und Ersatzteilpreise Der Druckkopf ist das teuerste Verschleißteil. Frag vor dem Kauf: Welcher Kopf ist verbaut, was kostet er einzeln und wer tauscht ihn? Grobe Preisbeispiele von Händlern: Kopftyp Typischer Einsatz Preisbeispiel einzeln Epson XP600 DX11 Einstiegs und Desktopgeräte etwa 325 bis 625 US Dollar, bei eBay ab etwa 365 € Epson i3200 Desktop und kleine Gewerbegeräte etwa 1.380 US Dollar Ricoh Gen5 / Gen6 Gewerbe und Industriegeräte etwa 2.650 / 3.555 US Dollar Kopfmodule des Geräteherstellers z. B. eufyMake E1 Modul mit Platine, vermutlich XP600 Variante 599 US Dollar Herstellerpreis Preise schwanken stark je nach Händler, Zustand und Zoll. Ein Gerät mit zwei Köpfen druckt oft schneller oder trennt Farbe und Lack, verdoppelt aber auch das Risiko beim Ersatz. 5. Tintenkosten und Bezugsquellen Geschlossenes System: Kartuschen mit Chip vom Hersteller. Einfach, oft sauber zu handhaben, aber du bist an Preise und Lieferfähigkeit des Herstellers gebunden. Beispiel eufyMake: 29,99 € für 100 ml. Offenes System: Flaschen zum Nachfüllen, oft von mehreren Anbietern. Günstiger pro Milliliter Procolored listet 500 ml für 59 US Dollar , aber Fremdtinte kann Garantiefragen aufwerfen. Frag nach, welche Tinten der Hersteller freigibt. Tinte hat ein Haltbarkeitsdatum. Wer wenig druckt, sollte keine Großgebinde kaufen. 6. Software und RIP Manche Geräte kommen mit eigener, einfacher Software, andere brauchen ein RIP Programm. Prüfe: Läuft die Software auf deinem Betriebssystem? Kann sie Weiß und Lack als eigene Ebenen steuern? Gibt es Lizenzkosten oder Abo? Ist sie auf Deutsch oder zumindest verständlich? 7. Platz, Geruch und Lüftung UV Tinte riecht, besonders beim Aushärten. Der Raum sollte gelüftet werden können, Schlafzimmer und Wohnküche sind keine gute Wahl. Plane Platz rund um das Gerät ein: eufyMake fordert für den E1 zum Beispiel etwa 40 cm vor und hinter dem Gerät und 30 cm links und rechts, weil die A3 Platte vorn und hinten herausfährt. Hersteller nennen Betr"},{"t":"Welche Materialien kann man mit UV bedrucken? Die Übersicht","k":"UV-Druck · Materialien","d":"Metall, Holz, Acryl, Glas, Kunststoffe, Leder: welche Materialien mit UV gut funktionieren, wo du Primer und Weiß brauchst und wo es schwierig wird.","u":"/uv-druck/materialien/","x":"UV Druck gilt als das Verfahren, das \"fast alles\" bedrucken kann. Das stimmt nur halb. Die Tinte landet zwar auf fast jedem Material, aber ob sie dort auch hält, hängt von der Oberfläche ab. Diese Übersicht zeigt, wo du Primer brauchst, wann Weiß nötig ist und was du von der Haltbarkeit erwarten kannst. Die Übersicht Die Angaben sind Richtwerte für typische Rohlinge. Gleiche Materialien von unterschiedlichen Lieferanten können sich anders verhalten. Teste neue Rohlinge immer zuerst. Material Primer nötig Weiß nötig Haltbarkeit Hinweise Aluminium eloxiert meist ja bei dunklen oder farbigen Oberflächen gut Eloxalschicht unterscheidet sich stark, testen Aluminium beschichtet meist nein bei Weißbeschichtung nein sehr gut ideal für Schilder und Fotodrucke Aluminium blank ja für leuchtende Farben ja gut mit Primer ohne Weiß metallischer Effekt Edelstahl ja für leuchtende Farben ja gut mit Primer gründlich entfetten Beschichtete Metallplatten Sublimations , Fotometall meist nein bei Weißbeschichtung nein sehr gut Beschichtung nimmt UV Tinte gut an Holz nein bei dunklem Holz ja gut, innen Maserung scheint durch helle Farben MDF nein meist ja gut, innen glatte Oberfläche, Kanten saugen Acryl oft ja ja, für Deckkraft gut Schutzfolie entfernen, Hinterdruck möglich Glas ja, immer ja, für Deckkraft mittel nicht spülmaschinenfest Spiegel ja ja mittel Spiegelschicht hinten nicht beschädigen Keramik, Fliesen glasiert ja bei farbiger Glasur mittel matte, unglasierte Keramik oft ohne Primer Leder, Kunstleder meist nein bei dunklem Leder ja gut mit flexibler Tinte harte Tinte bricht beim Biegen ABS meist nein je nach Farbe gut glänzende Oberflächen testen PC Polycarbonat oft nein, testen je nach Farbe gut Handyhüllen aus PC funktionieren gut PVC nein je nach Farbe gut Hartschaumplatten sind Standard in der Werbetechnik PET meist nein je nach Farbe gut auch als Folie, dann flexible Tinte PP, PE ja, Spezialprimer je nach Farbe unzuverlässig sehr niedrige Oberflächenenergie Silikon kaum möglich ja schlecht für UV Direktdruck nicht geeignet Papier, Karton nein auf farbigem Karton gut, innen Tinte bleibt erhaben, Falzen kann brechen Stein, Schiefer nein, glatte Steine testen bei dunklem Stein ja gut Schiefer vorher entstauben Textil eingeschränkt ja schlecht bei Wäsche fühlt sich steif an, nicht waschfest Drei Fragen für jedes Material Bei jedem neuen Material helfen dir drei Fragen weiter. Hält die Tinte? Glatte, dichte Oberflächen wie Glas, Metall oder PP brauchen Primer. Offene, raue Oberflächen wie Holz oder Papier meist nicht. Alles zu Primerarten und zum Auftragen steht im Artikel über Primer /uv druck/tinten/primer/ . Brauche ich Weiß? UV Tinte ist lasierend. Auf dunklen, farbigen oder durchsichtigen Materialien verschwinden die Farben ohne weiße Unterlage. Auf weißen und hellen Materialien kannst du Weiß oft weglassen, was Tinte und Zeit spart. Wie Weiß, Farbe und Lack zusammenspielen, erklärt der Artikel über Farbschichten /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Biegt sich das Material? Harte Tinte bricht auf Leder, Folie oder weichen Kunststoffen. Dort brauchst du flexible Tinte. Mehr dazu im Artikel über UV Tinte /uv druck/tinten/uv tinte/ . Was mit Haltbarkeit gemeint ist \"Gut\" heißt in der Tabelle: hält im normalen Gebrauch innen, verträgt Anfassen und Abwischen mit einem feuchten Tuch. Zwei Dinge sind bei fast allen Materialien kritisch: Spülmaschine: Heißes Wasser, aggressive Reiniger und Stöße setzen jedem UV Druck zu. Rechne bei keinem Material mit Spülmaschinenfestigkeit, wenn der Hersteller von Tinte und Rohling sie nicht ausdrücklich angibt. Außeneinsatz: UV Tinte ist lichtbeständiger als viele andere Tinten, aber Regen, Frost und Sonne über Jahre sind eine andere Liga. Für draußen helfen Lack und passende Materialien. Details in Haltbarkeit von UV Drucken /uv druck/gewerbe/haltbarkeit/ . Fürs Gewerbe Halte für jedes Material, das du verkaufst, ein Muster mit Gitterschnitt oder Klebeband Test fest. Wenn ein Kunde reklamiert, kannst "},{"t":"Sicherheit beim UV-Druck: Tinte, Dämpfe und UV-Licht","k":"UV-Druck · Grundlagen","d":"Ungehärtete UV-Tinte kann Allergien auslösen. Was du zu Handschuhen, Lüftung, UV-Licht, Entsorgung und Lebensmittelkontakt wissen solltest.","u":"/uv-druck/grundlagen/uv-sicherheit/","x":"UV Druck ist kein gefährliches Hobby, aber ein chemisches. Die flüssige Tinte ist das Hauptthema, nicht der fertige Druck. Wer ein paar Regeln von Anfang an einhält, hat später keine Probleme. Wer sie ignoriert, riskiert eine Allergie, die nicht wieder weggeht. Ungehärtete Tinte: das eigentliche Risiko UV Tinte besteht zu einem großen Teil aus Acrylaten, also reaktiven Kunststoffbausteinen, dazu Fotoinitiatoren und Pigmenten. Solange sie flüssig ist, kann sie die Haut reizen. Vor allem aber können Acrylate sensibilisieren. Das heißt: Dein Körper entwickelt nach wiederholtem Kontakt eine Allergie. Danach reichen schon kleine Mengen für Ekzeme, und die Allergie bleibt in der Regel dauerhaft. Auf Sicherheitsdatenblättern steht dafür typischerweise der Gefahrenhinweis H317: \"Kann allergische Hautreaktionen verursachen\". Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse BG ETEM behandelt UV Farben und Lacke deshalb als Arbeitsstoffe, bei denen Hautschutz an erster Stelle steht. Lade dir für jede Tinte, jeden Primer und jede Reinigungsflüssigkeit das Sicherheitsdatenblatt SDB herunter. Seriöse Händler und Hersteller stellen es bereit. Dort stehen die konkreten Gefahren, die empfohlene Schutzausrüstung und Hinweise zur Entsorgung. Gibt es für eine Tinte kein Sicherheitsdatenblatt, ist das ein Warnsignal. Handschuhe und Hautschutz Nitrilhandschuhe tragen, sobald du mit Tinte, Kartuschen, Druckkopf, Wischer oder Abfallbehälter hantierst. Die BG ETEM nennt Nitril und Polychloropren als geeignete Materialien. Latex und Vinyl sind keine gute Wahl. Einweghandschuhe nach Kontakt mit Tinte wechseln, nicht den ganzen Tag dieselben tragen. Handschuhe richtig ausziehen, ohne die Außenseite zu berühren. Tinte auf der Haut sofort mit Wasser und Seife abwaschen. Keine Lösemittel oder Reinigungsflüssigkeit auf die Haut, das lässt die Stoffe eher tiefer eindringen. Schutzbrille beim Nachfüllen und beim Reinigen, wenn Spritzer möglich sind. Bei Augenkontakt lange mit Wasser spülen und ärztlich abklären lassen. Verschmutzte Kleidung wechseln und getrennt waschen. Zeigen sich Rötungen, Jucken oder Bläschen an Händen oder Unterarmen, ist das ein ernstes Zeichen. Lass es ärztlich abklären und prüfe deine Arbeitsweise. Lüftung und Geruch UV Tinte riecht, besonders frisch nach dem Druck und bei der Reinigung. Ein Teil der Bestandteile ist flüchtig, dazu kommen Reinigungsflüssigkeiten. Die Sicherheitsdatenblätter verlangen in der Regel ausreichende Lüftung. Praktisch heißt das: Drucker nicht im Schlafzimmer oder in einem kleinen, unbelüfteten Raum betreiben. Regelmäßig lüften oder eine Absaugung beziehungsweise einen Luftfilter mit Aktivkohle nutzen, falls der Hersteller das anbietet. Kein Essen und Trinken am Druckerplatz. Moderne UV LED Lampen erzeugen im Gegensatz zu älteren Quecksilberdampflampen praktisch kein Ozon. Der Geruch kommt aus der Tinte. UV LED: nicht hineinschauen Die Härtungslampe arbeitet meist im UVA Bereich um 365 bis 405 nm und ist sehr intensiv. UVA ist für das Auge nur teilweise sichtbar, die Lampe kann also stärker sein, als sie aussieht. Direkter Blick in die Lampe kann die Augen schädigen, längere Bestrahlung reizt auch die Haut. Nie in die laufende Lampe schauen, auch nicht kurz. Abdeckungen und Sicherheitsschalter nicht überbrücken. Bei offenen Geräten eine UV Schutzbrille nach Herstellerangabe tragen. Entsorgung Ungehärtete Tinte, Tintenreste aus dem Abfallbehälter, benutzte Reinigungsflüssigkeit und getränkte Tücher gehören nicht in den Ausguss und nicht in den Hausmüll. Druckfarbenabfälle mit gefährlichen Stoffen sind gefährlicher Abfall. Privat: zur Schadstoffsammlung oder zum Wertstoffhof, gut verschlossen und beschriftet. Gewerblich: über einen Entsorgungsfachbetrieb. Getränkte Tücher in einem dicht schließenden Behälter sammeln, wie es auch die BG ETEM für Druckereien vorgibt. Manche Hersteller empfehlen, kleine Reste auf Tüchern unter UV Licht vollständig auszuhärten. Ob das in deinem Fall ausreicht, steht"},{"t":"UV-Tinte erklärt: harte, flexible und Spezialtinten","k":"UV-Druck · Tinten & Primer","d":"Woraus UV-Tinte besteht, wann du harte oder flexible Tinte brauchst, wie du sie richtig lagerst und was Original- und Fremdtinte unterscheidet.","u":"/uv-druck/tinten/uv-tinte/","x":"UV Tinte trocknet nicht, sie härtet. Solange kein UV Licht darauf fällt, bleibt sie flüssig. Erst unter der UV Lampe vernetzt sie in Sekundenbruchteilen zu einem festen Film. Wer versteht, wie das funktioniert, versteht auch, warum Lagerung, Tintenart und Weißtinte so viel Aufmerksamkeit brauchen. Woraus UV Tinte besteht UV Tinte enthält kein Lösemittel, das verdunsten muss. Sie besteht aus vier Hauptbestandteilen: Bestandteil Aufgabe Typischer Anteil Oligomere Harze bilden das Grundgerüst des Films, bestimmen Härte und Flexibilität etwa 40 bis 50 % Monomere machen die Tinte dünnflüssig genug für den Druckkopf und vernetzen mit etwa 10 bis 50 % Photoinitiatoren starten die Härtung, sobald UV Licht auftrifft etwa 1 bis 15 % Pigmente geben die Farbe 0 bis 20 % Additive Netzmittel, Stabilisatoren, Dispergiermittel wenige Prozent Die Anteile schwanken je nach Hersteller und Tintenart deutlich. Klarlack zum Beispiel enthält gar kein Pigment. Wichtig für die Praxis: Die Photoinitiatoren reagieren auch auf Tageslicht und Lampenlicht. Deshalb gehört UV Tinte immer in dunkle Behälter. Hart, flexibel und dazwischen Die meisten Hersteller bieten mindestens zwei Tintenfamilien an. Harte Tinte bildet einen sehr festen, kratzfesten Film. Sie ist die Standardtinte für starre Materialien wie Metall, Glas, Acryl, Holz und harte Kunststoffe. Auf Material, das sich biegt, bekommt sie aber Risse. Flexible soft Tinte bleibt nach dem Härten dehnbar. Sie ist gedacht für Leder, Kunstleder, Folien, Planen und weiche Kunststoffe. Mimaki gibt für seine flexible Tinte LUS 120 zum Beispiel eine Dehnbarkeit von bis zu 170 % an. Der Preis dafür: Die Oberfläche ist weicher und weniger kratzfest. Manche Hersteller haben zusätzlich eine Mischung im Programm, die beides halbwegs abdeckt. Bei Desktop Geräten gibt es oft eine flexible Weißtinte als Wechseloption, etwa für Leder oder Folie. Haftung ist nicht gleich Kratzfestigkeit Diese beiden Begriffe werden oft verwechselt. Haftung beschreibt, wie gut die Tinte am Material hält. Kratzfestigkeit beschreibt, wie hart die Oberfläche der Tinte selbst ist. Eine harte Tinte kann sehr kratzfest sein und trotzdem großflächig abplatzen, wenn der Untergrund nicht vorbereitet war. Gegen schlechte Haftung hilft Primer /uv druck/tinten/primer/ , gegen Kratzer eher eine passende Tinte, vollständige Härtung und eine Schicht Lack /uv druck/tinten/lack/ . Spezialtinten Neben CMYK und Weiß gibt es je nach Gerät weitere Kanäle: Klarlack Varnish, Gloss : farblos, für Glanz, Schutz und Relief Primer als Tintenkanal : wird bei manchen Geräten direkt mitgedruckt, statt von Hand aufgetragen Light Cyan, Light Magenta : für feinere Verläufe bei Fotos Orange, Rot, Grün : erweitern den Farbraum bei manchen Industriegeräten Welche Kanäle dein Gerät hat, steht im Datenblatt. Lagerung UV Tinte ist empfindlicher als normale Druckertinte. Drei Dinge zählen: Licht. Behälter geschlossen und dunkel lagern. Auch eine offene Flasche auf der Werkbank kann am Rand anfangen zu härten. Temperatur. Die Herstellerangaben unterscheiden sich je nach Tinte. Mimaki nennt je nach Tinte zum Beispiel 0 bis 20 °C oder 5 bis 35 °C. eufyMake gibt für seine Kartuschen 15 bis 35 °C und 30 bis 70 % Luftfeuchtigkeit an. Grundsätzlich gilt: kühl, aber nicht gefroren, und keine starken Schwankungen. Kalte Tinte vor dem Einsetzen auf Raumtemperatur kommen lassen. Haltbarkeit. Auf jeder Flasche oder Kartusche steht ein Datum. Viele Hersteller geben etwa 12 Monate ab Herstellung an. Abgelaufene Tinte kann schlechter härten, die Farbe verändern oder den Druckkopf verstopfen. Kauf deshalb lieber kleinere Mengen, die du wirklich verbrauchst. Lagere Kartuschen aufrecht und in der Originalverpackung, solange sie nicht im Gerät sind. Weißtinte setzt sich ab Weißtinte enthält Titandioxid. Diese Pigmente sind schwer und sinken mit der Zeit nach unten. Passiert das im Druckkopf oder in den Schläuchen, verstopfen Düsen. Bleibt Weißtinte zu lange stehen, kann das Sediment so fest werd"},{"t":"UV-Drucker warten: Tägliche Pflege, Stillstand und Reinigung","k":"UV-Druck · Zubehör & Pflege","d":"Wartungsplan für UV-Drucker: Düsentest, Wiper und Capping, Weißtinte, Raumklima, Urlaub und Abfalltinte. Mit Empfehlungen aus Herstellerhandbüchern.","u":"/uv-druck/zubehoer/uv-wartung/","x":"Ein UV Drucker verzeiht wenig. Eine Woche ohne Pflege kann reichen, damit Düsen ausfallen oder sich Weißtinte absetzt. Die gute Nachricht: Die tägliche Pflege dauert nur wenige Minuten. Die Empfehlungen hier stammen aus Handbüchern und Supportseiten von Mimaki, Procolored, eufyMake und Roland DG. Dein Gerät kann abweichen, das Handbuch hat immer Vorrang. Wartungsplan Wann Was Warum Täglich vor dem Druck Weißtinte schütteln, Düsentest drucken, bei Bedarf Reinigung Weiß setzt sich ab, Ausfälle früh erkennen Täglich nach dem Druck Tintenspritzer entfernen, Reinigung laut Handbuch, Kopf in Parkposition Capping Düsen feucht halten, Antrocknen verhindern Wöchentlich Weißwartung, Wiper und Capping Station reinigen, Filter an der UV Lampe prüfen Ablagerungen und Ablenkung der Tropfen vermeiden Monatlich Lüfter und Tintennebelfilter reinigen oder tauschen, Führungsschienen säubern, Verschleißteile prüfen Staub und Tintennebel stören Mechanik und Kühlung Bei Bedarf Abfalltank leeren, Wiper und Pads tauschen Überlaufen und schlechte Reinigung vermeiden Diese Aufteilung folgt im Kern dem Wartungsplan, den Mimaki für die JFX Serie veröffentlicht. Desktop Geräte haben weniger Filter, das Prinzip ist gleich. Düsentest Der Düsentest Nozzle Check druckt ein feines Linienmuster für jeden Farbkanal. Fehlende oder schiefe Linien zeigen verstopfte oder abgelenkte Düsen. Vor jedem Arbeitstag einen Test drucken Fehlen nur einzelne Linien: eine normale Reinigung, dann erneut testen Fehlen nach zwei Reinigungen noch Linien: nicht weiter blind reinigen, das kostet nur Tinte. Lies dann Düsen verstopft /uv druck/probleme/uv duesen verstopft/ Bewahre einen guten Düsentest als Vergleich auf Wiper und Capping reinigen Der Wiper streift die Düsenplatte ab, die Capping Station deckt den Kopf in der Ruheposition ab und hält ihn feucht. Beide sammeln mit der Zeit Tinte, die aushärtet. 1. Gerät laut Handbuch in die Wartungsposition fahren 2. Handschuhe anziehen 3. Wiper und Capping mit einem Reinigungsstäbchen und Reinigungsflüssigkeit säubern, keine Fusseltücher 4. Ränder der Kappe auf Krusten prüfen, die Kappe muss dicht schließen 5. Düsenplatte nie mit Fingern oder trockenem Tuch berühren Beschädigte oder harte Wiper tauschst du aus. eufyMake empfiehlt für den E1 je nach Nutzung einen Tausch alle paar Monate. Weißtinte bewegen Weiße UV Tinte enthält Titandioxid. Die Pigmente sind schwer und setzen sich ab. Folgen sind Streifen, blasses Weiß und verstopfte Düsen. Mimaki empfiehlt, Weißkartuschen vor dem Einschalten mehr als 20 Mal sanft auf und ab zu schütteln, mit Handschuhen und einem Tuch über der Öffnung. Wird weniger als 2 ml Weiß am Tag verbraucht, soll laut Mimaki UJF 6042 mindestens alle zwei Wochen die Weißwartung laufen. Steht das Gerät länger als zwei Wochen, setzt sich Weiß laut Mimaki so stark ab, dass Teile getauscht werden müssen. Procolored rät allgemein, Tintenflaschen vor dem Einfüllen zu schütteln, weil sich UV Tinte absetzt. Viele Geräte haben eine Umwälzpumpe für Weiß. Sie läuft nur, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Raumklima Hersteller Temperatur im Betrieb Luftfeuchte eufyMake E1 15 bis 35 °C 20 bis 85 % Roland DG UV Geräte 20 bis 32 °C 35 bis 80 %, ohne Kondensation Kälte macht Tinte zähflüssig, das führt zu Lücken und Verstopfungen. Hitze belastet Dichtungen und Klebstoffe. Zu trockene Luft fördert Staub und statische Aufladung. Roland empfiehlt einen klimatisierten, staubfreien Raum und das Gerät nicht in direktes Sonnenlicht zu stellen. Sonnenlicht kann Tinte in den Leitungen anhärten. Lagere Tinte unter denselben Bedingungen, kühl und dunkel. Stillstand und Urlaub Die Hersteller sind sich in einem Punkt einig: Den Drucker nicht einfach ausschalten und vergessen. Mimaki: Bei einer Pause ab einer Woche den Hauptschalter nicht ausschalten. Vorher die Aufbewahrungsreinigung Custody Wash laufen lassen und den Abfalltank leeren. Nach der Pause Kartuschen schütteln, Weißwartung, Düsentest. Procolored: Das Gerät möglichst täglich eingescha"},{"t":"Gedruckte Häuser, Raketen und Organe: Was 3D-Druck heute kann","k":"3D-Druck · Kurioses & Wissen","d":"Häuser aus Beton, Raketen aus Metall, Ohren aus Zellen: belegte Beispiele, was 3D-Druck heute schon leistet und wo die Grenzen liegen.","u":"/3d-druck/wissen/verrueckte-anwendungen/","x":"Auf deinem Drucker entstehen Halterungen, Figuren und Ersatzteile. In der Industrie und Forschung druckt man mit demselben Grundprinzip ganz andere Dinge: Wohnhäuser, Raketen, Brücken und sogar Implantate aus lebenden Zellen. Hier sind belegte Beispiele, jeweils mit Jahr, und eine ehrliche Einordnung, was davon Alltag ist und was noch Forschung. Häuser aus dem Drucker Beim Bauen mit 3D Druck fährt ein großer Portaldrucker über die Baustelle und legt einen speziellen Beton oder Mörtel Schicht für Schicht ab, ähnlich wie dein Drucker Filament. Das erste gedruckte Wohnhaus Deutschlands steht in Beckum in Nordrhein Westfalen. Der Druck begann 2020, am 26. Juli 2021 wurde das Haus offiziell eröffnet. Es hat zwei Geschosse und rund 160 m² Wohnfläche. Gedruckt hat ein BOD2 Drucker des dänischen Herstellers COBOD, umgesetzt von der Firma PERI. Für einen Quadratmeter doppelschalige Wand brauchte der Drucker etwa fünf Minuten. Das Land NRW förderte das Projekt mit knapp 200.000 Euro. Wichtig zur Einordnung: Gedruckt werden vor allem die Wände. Fundament, Dach, Fenster und Haustechnik entstehen weiterhin auf herkömmliche Weise. Raumfahrt und Luftfahrt Hier ist 3D Druck längst keine Spielerei mehr, sondern Serienproduktion. Gedruckt wird meist aus Metallpulver, das ein Laser Schicht für Schicht verschmilzt. GE Treibstoffdüse ab 2015 : Für das Flugzeugtriebwerk LEAP druckt GE eine Treibstoffdüse, die früher aus 20 verschweißten Einzelteilen bestand, als ein einziges Teil. Laut GE ist sie 25 % leichter und fünfmal haltbarer. Bis Oktober 2018 wurden über 30.000 Stück gedruckt. SpaceX SuperDraco 2014 : Die Brennkammer des SuperDraco Triebwerks für die Raumkapsel Dragon 2 wird aus der Nickellegierung Inconel gedruckt. Bis Juli 2014 lief die gedruckte Brennkammer über 80 Mal im Test. Relativity Space Terran 1 2023 : Am 22. März 2023 startete die Rakete Terran 1, die zu etwa 85 % ihrer Masse aus gedruckten Teilen bestand. Sie überstand den Start und die Stufentrennung, erreichte aber keine Umlaufbahn. Gezeigt hat der Flug trotzdem, dass eine weitgehend gedruckte Rakete die Belastungen beim Start aushält. Medizin Prothesen und Implantate Implantate aus dem Drucker sind in der Medizin angekommen. Ein bekanntes frühes Beispiel: 2011 erhielt eine 83 jährige Patientin in den Niederlanden einen kompletten Unterkiefer aus Titan, gedruckt von der belgischen Firma LayerWise. Guinness führt ihn als ersten gedruckten vollständigen Unterkiefer. Laut Bericht konnte die Frau einen Tag nach der Operation wieder sprechen und schlucken. Der große Vorteil: Ein gedrucktes Implantat lässt sich genau an die Anatomie eines Menschen anpassen, auf Basis von CT Daten. Bioprinting: Ohren ja, Organe noch nicht Beim Bioprinting druckt man nicht mit Kunststoff oder Metall, sondern mit einer \"Biotinte\", die lebende Zellen enthält. Im März 2022 bekam eine 20 jährige Frau in den USA ein Ohr Implantat, das aus ihren eigenen Knorpelzellen gedruckt wurde. Sie war mit einer Fehlbildung des Ohrs Mikrotie geboren worden. Das Implantat namens AuriNovo stammt von der Firma 3DBio Therapeutics und wird in einer klinischen Studie mit elf Patienten untersucht. Wie gut solche Implantate langfristig halten, ist also noch offen. Ganze Organe wie Niere, Leber oder Herz kann man dagegen noch nicht drucken und transplantieren. Die größte Hürde sind die Blutgefäße: Ein Organ braucht ein fein verzweigtes Netz von großen Arterien bis zu winzigen Kapillaren, sonst sterben die Zellen im Inneren ab. Der Forscher Anthony Atala vom Wake Forest Institute for Regenerative Medicine beschreibt genau dieses Problem als das, woran die Forschung seit Jahrzehnten arbeitet. Schlagzeilen über \"gedruckte Organe\" meinen meist kleine Gewebestücke im Labor. Lebensmittel Auch Essen lässt sich drucken. Im September 2023 kam das erste gedruckte Lebensmittel in einen Supermarkt: Das österreichische Start up Revo Foods brachte in Wien eine vegane Lachs Alternative auf den Markt. Sie besteht unter anderem aus Mykoprotein "},{"t":"Wände und Deckschichten: Festigkeit und saubere Oberflächen","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Wie viele Wände und obere und untere Schichten du brauchst, warum sie oft wichtiger sind als Infill und welche Wandreihenfolge saubere Oberflächen bringt.","u":"/3d-druck/einstellungen/waende-deckschichten/","x":"Jedes gedruckte Teil besteht aus einer Hülle und einer Füllung. Die Hülle sind die Wände an den Seiten und die geschlossenen Schichten oben und unten. Sie bestimmen, wie stabil ein Teil ist und wie die Oberfläche aussieht, oft mehr als die Füllung im Inneren. Was sind Wände und Deckschichten? Wände auch Perimeter oder Wandlinien sind die Umrisslinien, die der Drucker in jeder Schicht entlang der Außenkontur und um Löcher herum zieht. Die äußerste davon ist die Außenwand, die du später siehst. Deckschichten sind die vollflächig gefüllten Schichten. Die unteren schließen den Boden, die oberen den Deckel. Dazwischen liegt das Infill. Im Slicer heißen die Einstellungen je nach Programm etwas anders, zum Beispiel \"Wandlinien\", \"Perimeter\", \"Wall loops\" oder \"Top/Bottom shell layers\". Gemeint ist überall dasselbe. Typische Werte Die Standardprofile der Hersteller sind ein guter Ausgangspunkt. Die Bambu Lab Profile für 0,2 mm Schichthöhe nutzen zum Beispiel 2 Wände, 5 obere und 3 untere Schichten. Prusa nutzt in seinen Profilen grundsätzlich mindestens 2 Perimeter. Einsatz Wände Obere Schichten Untere Schichten Deko, Figuren 2 4 bis 5 3 Alltagsteile, Halterungen 2 bis 3 5 3 bis 4 Belastete Funktionsteile 3 bis 5 5 bis 6 4 bis 5 Wasserdichte Teile 3 bis 4 5 bis 6 5 Die Schichtzahl hängt an der Layerhöhe. Entscheidend ist eigentlich die Dicke der Deckschicht. Bei 0,2 mm Layerhöhe ergeben 5 Schichten 1,0 mm. Druckst du mit 0,1 mm, brauchst du für dieselbe Dicke doppelt so viele Schichten. Viele Slicer haben deshalb zusätzlich eine Mindestdicke für die Deckschichten zum Beispiel \"Top shell thickness\" , die bei dünnen Layern automatisch mehr Schichten erzeugt. Mehr zur Schichthöhe steht in Layerhöhe richtig wählen /3d druck/einstellungen/layerhoehe/ . Faustregeln Oben mindestens 0,8 bis 1 mm Dicke. Weniger führt schnell zu Löchern oder durchscheinendem Infill auf der Oberseite. Unten reichen meist 0,6 bis 0,8 mm. Der Boden liegt auf dem Bett und braucht keine Brücke über das Infill. Mehr Festigkeit kommt über Wände. Eine zusätzliche Wand bringt meist mehr als 10 oder 20 % mehr Infill. Kleine Teile profitieren besonders. Bei schmalen Stegen oder Clips bestehen sie oft fast nur aus Wänden. Gewinde und Schraubenlöcher: 3 bis 4 Wände, damit genug Material zum Schneiden oder Einschrauben da ist. Wände und Infill gehören zusammen Die Last in einem Bauteil läuft vor allem über die Außenhaut. Deshalb sind Wände oft wichtiger als hohes Infill. Wie viel Füllung du für welchen Zweck brauchst und welches Muster sich eignet, steht ausführlich in Infill einstellen /3d druck/einstellungen/infill/ . Für die Oberseite gilt: Wenig Infill und wenige obere Schichten sind eine schlechte Kombination. Die Deckschichten müssen über die Lücken im Infill gespannt werden. Bei 10 % Infill oder weniger lieber eine obere Schicht mehr einplanen. Wenn die Oberseite trotzdem Lücken hat, hilft Löcher in der Oberseite /3d druck/probleme/loecher oberseite/ weiter. Wanddicke als Vielfaches der Linienbreite Eine Wand ist genau eine Linie breit. Die Gesamtdicke der Wand ergibt sich also aus Anzahl mal Linienbreite. Mit einer 0,4 mm Düse liegt die Linienbreite meist bei etwa 0,42 bis 0,45 mm. Wände Wanddicke bei ca. 0,45 mm Linienbreite 2 ca. 0,9 mm 3 ca. 1,35 mm 4 ca. 1,8 mm Das ist wichtig, wenn du selbst konstruierst. Eine Wand im CAD Modell, die zum Beispiel 1,0 mm dick ist, passt nicht sauber zu 2 Linien. Ältere Slicer füllen den Rest mit einer dünnen Lückenfüllung oder lassen ihn leer. Moderne Wandgeneratoren wie Arachne in PrusaSlicer, OrcaSlicer, Bambu Studio und Cura verfügbar passen die Linienbreite flexibel an und kommen mit solchen Maßen besser zurecht. Trotzdem gilt: Wanddicken, die ein Vielfaches der Linienbreite sind, drucken am saubersten und am stabilsten. Wandreihenfolge: innen nach außen oder außen nach innen? Die meisten Slicer drucken standardmäßig zuerst die inneren Wände und dann die Außenwand. Es gibt drei übliche Varianten: Reihenfolge Vorteil Nachteil "},{"t":"Warping beim 3D-Druck: Wenn sich die Ecken vom Bett lösen","k":"3D-Druck · Probleme","d":"Die Ecken heben sich, der Druck verzieht sich? Warum Warping entsteht, welche Materialien besonders betroffen sind und was wirklich hilft.","u":"/3d-druck/probleme/warping/","x":"Beim Warping biegen sich die Ecken eines Drucks nach oben und lösen sich vom Druckbett. Manchmal sind es nur ein, zwei Millimeter an einer Ecke, manchmal reißt sich das ganze Teil los. Besonders ärgerlich: Es passiert oft erst nach Stunden, wenn schon viele Schichten gedruckt sind. Warum verzieht sich der Druck? Kunststoff schrumpft beim Abkühlen. Jede neue Schicht wird heiß aufgetragen und zieht sich beim Abkühlen zusammen. Dabei zieht sie an den Schichten darunter. An den Ecken ist diese Kraft am größten, und wenn sie stärker ist als die Haftung am Bett, heben die Ecken ab. Daraus folgt: Je stärker ein Material schrumpft und je größer der Temperaturunterschied zwischen Druck und Umgebung, desto mehr Warping. Welche Materialien sind betroffen? Material Neigung zu Warping Geschlossene Kammer nötig? PLA gering nein PETG gering bis mittel nein TPU gering nein ABS, ASA hoch ja, dringend empfohlen PA Nylon sehr hoch ja PC sehr hoch ja, am besten beheizt Bei PLA ist Warping meist ein Zeichen für ein Haftungsproblem. Bei ABS, ASA, Nylon oder PC ist es dagegen vor allem eine Frage der Umgebung. Was hilft, sortiert nach Wirkung 1. Warme, zugfreie Umgebung Der wichtigste Hebel bei technischen Materialien. Ein geschlossener Drucker hält die Wärme vom Druckbett im Bauraum. Drucker mit aktiv beheizter Kammer gehen noch weiter. Vor dem Druck die Kammer einige Minuten vorheizen lassen. Mit einem offenen Drucker hilft eine Einhausung, notfalls schon ein Karton über dem Gerät. Wichtig ist vor allem: keine Zugluft, kein offenes Fenster, keine Klimaanlage in der Nähe. 2. Gute Haftung am Bett Druckplatte gründlich reinigen, am besten mit Spülmittel und Wasser Betttemperatur passend zum Material, bei ABS und ASA 90 bis 110 °C Bei Nylon und PC hilft oft ein dünner Film Klebestift auf der Platte Erste Schicht ausreichend angedrückt Z Offset prüfen 3. Brim aktivieren Ein Brim ist ein flacher Rand rund um das Teil in der ersten Schicht. Er vergrößert die Haftfläche genau dort, wo die Kräfte am größten sind. 5 bis 8 mm Breite reichen meist. Danach lässt er sich abziehen. 4. Weniger Bauteilkühlung Bei ABS, ASA und PC den Lüfter für die Bauteilkühlung stark reduzieren oder für die ersten Schichten ganz ausschalten. Die Herstellerprofile im Slicer machen das meist schon richtig. 5. Konstruktion anpassen Wenn du das Modell selbst entwirfst: Scharfe Ecken abrunden, das verteilt die Spannung Große, flache Flächen möglichst vermeiden oder aufteilen Bei Bedarf kleine runde Scheiben an den Ecken mitdrucken \"Mouse Ears\" Schnell Checkliste 1. Material schrumpfanfällig ABS, ASA, PA, PC ? Dann geschlossen drucken. 2. Platte sauber, Betttemperatur passend? 3. Brim aktiviert? 4. Lüfter für dieses Material reduziert? 5. Keine Zugluft im Raum? Hilft das alles nicht, lohnt sich ein Blick auf die erste Schicht /3d druck/probleme/erste schicht/ . Welche Drucker eine geschlossene oder beheizte Kammer haben, siehst du im Druckervergleich /3d druck/vergleich/ ."},{"t":"3D-Drucker warten: Was du wann tun solltest, mit Wartungsplan","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"Wartungsplan für FDM-Drucker: was nach jedem Druck, wöchentlich, monatlich und alle paar hundert Stunden ansteht, von Druckplatte bis PTFE-Schlauch.","u":"/3d-druck/grundlagen/wartung/","x":"Ein 3D Drucker läuft oft hunderte Stunden im Jahr. Dabei sammeln sich Staub und Filamentreste, Riemen geben nach und Düsen nutzen sich ab. Viele Druckprobleme lassen sich mit etwas regelmäßiger Pflege verhindern, bevor sie entstehen. Der Plan unten ist eine Orientierung. Die genauen Intervalle und Schmiermittel stehen in der Anleitung deines Druckers und gehen immer vor. Wartungsplan Wann Was Wie Vor oder nach jedem Druck Druckplatte reinigen Fettfrei halten, nicht mit den Fingern auf die Fläche fassen Bauraum aufräumen Filamentreste, Stützreste und Spülabfall entfernen Düse sichtprüfen Keine Plastikkruste, kein Tropfen am Düsenende Wöchentlich bei viel Betrieb Lüfter säubern Staub mit Druckluft wegblasen, Fäden mit Pinzette entfernen Düsenreiniger und Abstreifer prüfen Wenn vorhanden, frei von Resten halten Monatlich Achsen und Stangen reinigen Mit fusselfreiem Tuch und Isopropanol abwischen Riemenspannung prüfen Beide Riemen gleich straff Schrauben und Rahmen prüfen Lockere Schrauben nachziehen, nicht überdrehen Firmware Stand prüfen Changelog lesen, dann aktualisieren Alle 200 bis 300 Druckstunden Achsen schmieren Nur nach Herstellerangabe und mit dem passenden Mittel Extruderzahnräder reinigen Filamentabrieb mit Bürste oder Druckluft entfernen Düse prüfen, ggf. tauschen Bei abrasiven Filamenten deutlich früher PTFE Schlauch prüfen Enden auf Verfärbung und Verformung prüfen Etwa einmal im Jahr Kabel und Stecker prüfen Bei ausgeschaltetem und ausgestecktem Gerät Filter tauschen Aktivkohlefilter je nach Nutzung alle 1 bis 3 Monate bis jährlich Zur Einordnung: Prusa nennt für die MK4 Serie Reinigung und Schmierung der Achsen alle 200 Druckstunden und eine Prüfung der Elektronik alle 600 bis 800 Stunden. Bambu Lab empfiehlt für die X1 Serie, die Lüfter wöchentlich zu säubern, die Stangen monatlich zu reinigen und die Z Gewindespindeln alle drei Monate zu schmieren. Druckplatte reinigen Fingerabdrücke und Fett sind der häufigste Grund, warum die erste Schicht /3d druck/probleme/erste schicht/ plötzlich nicht mehr hält. Für die tägliche Pflege reicht Isopropanol auf einem fusselfreien Tuch. Gründlicher und oft wirksamer ist Spülmittel mit warmem Wasser, danach gut abtrocknen. Bei glatten PEI Platten erlauben manche Hersteller gelegentlich Aceton, bei texturierten Platten meist nicht. Im Zweifel die Anleitung der Platte lesen. Platten mit Kratzern, Dellen oder abgenutzter Beschichtung halten schlechter. Sie sind ein Verschleißteil. Düse prüfen und tauschen Eine Messingdüse hält beim Druck mit PLA und PETG lange. Abrasive Filamente mit Carbon oder Glasfasern, Glitzer oder Leuchtpigmenten schleifen sie deutlich schneller ab. Dafür gibt es gehärtete Düsen. Zeichen für eine verschlissene Düse: Das Düsenloch wirkt größer oder unrund Linien werden ungleichmäßig, obwohl Temperatur und Fluss stimmen Stringing oder Überextrusion nehmen ohne erkennbaren Grund zu Beim Tausch die Düse nur im heißen Zustand fest anziehen, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt, und Handschuhe tragen. Bei vielen aktuellen Druckern tauschst du statt der Düse gleich das ganze Hotend Modul. Wenn die Düse dicht ist, hilft Düse verstopft /3d druck/probleme/duese verstopft/ . Riemen spannen Lockere Riemen führen zu Ungenauigkeiten, Ghosting oder Layer Shift /3d druck/probleme/layer shift/ . Zu straffe Riemen belasten Lager und Motoren. Prusa beschreibt die richtige Spannung so: Beim Anzupfen klingen die Riemen wie ein tiefer Basston. Bei CoreXY Druckern müssen beide Riemen gleich gespannt sein. Viele Hersteller bieten dafür eine Messfunktion oder eine App, die den Ton auswertet. Achsen und Linearschienen schmieren Hier gilt besonders: Herstellerangaben beachten. Je nach Drucker unterscheiden sich die Teile stark. Glatte Stahlstangen mit Linearlagern: sparsam mit dem empfohlenen Schmiermittel Linearschienen: meist Fett oder Öl über die Schmiernippel oder direkt auf die Laufbahn Gewindespindeln der Z Achse: dünn mit Fett Carbonstangen: nur reinigen, nicht schmier"},{"t":"Was ist 3D-Druck? Verfahren, Ablauf und Kosten einfach erklärt","k":"3D-Druck · Grundlagen","d":"Wie 3D-Druck funktioniert, welche Verfahren es gibt, was man damit drucken kann und mit welchen Kosten du für den Einstieg rechnen musst.","u":"/3d-druck/grundlagen/was-ist-3d-druck/","x":"Beim 3D Druck entsteht ein Gegenstand nicht durch Fräsen oder Gießen, sondern indem Material Schicht für Schicht aufgebaut wird. Deshalb heißt das Ganze auch additive Fertigung: Es wird nur dort Material hinzugefügt, wo später das Teil ist. Das macht Formen möglich, die mit anderen Verfahren kaum herzustellen wären, und es macht Einzelstücke bezahlbar. Die drei wichtigsten Verfahren Verfahren Material Typisch für Für zu Hause FDM Filamentdruck Kunststoffdraht auf Spulen Halterungen, Deko, Prototypen, Ersatzteile ja, am verbreitetsten Resin SLA, MSLA Flüssiges Kunstharz, das mit UV Licht aushärtet Miniaturen, Schmuckmodelle, sehr feine Details ja, mit Vorsicht beim Umgang mit Harz SLS Pulverdruck Kunststoffpulver, das ein Laser verschmilzt robuste Serienteile ohne Stützen nein, Industrie Im Hobbybereich geht es fast immer um FDM . Ein Kunststoffdraht, das Filament, wird in einer heißen Düse geschmolzen und Linie für Linie auf eine Druckplatte gelegt. Ist eine Schicht fertig, fährt der Drucker ein kleines Stück nach oben und beginnt die nächste. Die meisten Inhalte in diesem Wiki beziehen sich auf FDM. Resin Drucker arbeiten anders: Ein Bildschirm belichtet jeweils eine ganze Schicht flüssiges Harz auf einmal. Die Details sind deutlich feiner, dafür sind Harz und Reinigung aufwendiger, und beim Umgang mit dem ungehärteten Harz braucht man Handschuhe und gute Belüftung. Vom Modell zum fertigen Teil Jeder FDM Druck durchläuft dieselben vier Schritte: 1. 3D Modell besorgen oder erstellen. Fertige Modelle gibt es kostenlos auf Plattformen wie Printables, MakerWorld oder Thingiverse. Eigene Modelle entstehen in CAD Programmen wie Fusion, Onshape oder Tinkercad. 2. Im Slicer vorbereiten. Ein Slicer zerlegt das Modell in Schichten und berechnet daraus die Fahrbefehle für den Drucker. Hier stellst du Material, Layerhöhe, Füllung und Stützen ein. 3. Drucken. Die Datei kommt per WLAN, USB Stick oder Speicherkarte auf den Drucker. Ein kleines Teil dauert eine halbe Stunde, ein großes kann über einen Tag laufen. 4. Nachbearbeiten. Teil vom Druckbett lösen, Stützstrukturen entfernen, bei Bedarf schleifen, kleben oder lackieren. Was kann man damit drucken? Die Möglichkeiten sind breiter, als viele denken: Haushalt: Halterungen, Haken, Organizer, Ersatzteile für Geräte, deren Originalteil es nicht mehr gibt Hobby: Figuren, Cosplay Teile, Modellbau, Brettspiel Zubehör Werkstatt: Vorrichtungen, Schablonen, Gehäuse für Elektronik Business: Prototypen, Kleinserien, personalisierte Produkte Weniger geeignet sind Teile, die sehr heiß werden, dauerhaft mit Lebensmitteln in Kontakt kommen oder hohe Kräfte aushalten müssen. Das hängt aber stark vom Material ab: PLA wird schon im heißen Auto weich, technische Filamente wie PC oder Nylon halten deutlich mehr aus. Was kostet der Einstieg? Posten Grobe Größenordnung Einsteigerdrucker etwa 150 bis 400 € 1 kg Filament PLA, PETG etwa 15 bis 30 € Zubehör Spachtel, Seitenschneider, Isopropanol, Aufbewahrungsbox etwa 20 bis 50 € Strom pro Druckstunde meist wenige Cent Aus einem Kilogramm Filament entstehen viele kleine Teile. Ein typischer Handyhalter wiegt 20 bis 40 Gramm, die Materialkosten liegen also im Cent bis niedrigen Eurobereich. Aktuelle Einsteigerdrucker kalibrieren sich weitgehend selbst. Das größte Hindernis ist heute selten die Technik, sondern das Lernen der Begriffe. Dafür gibt es unser Glossar /glossar/ . Wie geht es weiter? Wenn du gerade einsteigst, lies als Nächstes, wie der erste Druck Schritt für Schritt /3d druck/grundlagen/erster druck/ gelingt. Welche Bauweise zu dir passt, erklärt der Artikel Bettschubser oder CoreXY /3d druck/grundlagen/bettschubser oder corexy/ . Welche Drucker es gibt und wie sie sich unterscheiden, siehst du im Druckervergleich /3d druck/vergleich/ ."},{"t":"Was ist UV-Druck? So funktionieren UV-Drucker","k":"UV-Druck · Grundlagen","d":"UV-Druck einfach erklärt: wie die Tinte unter UV-Licht sofort aushärtet, welche Bauarten es gibt, was sich bedrucken lässt und wo die Grenzen liegen.","u":"/uv-druck/grundlagen/was-ist-uv-druck/","x":"Ein UV Drucker druckt Farbe direkt auf Holz, Metall, Acryl, Glas, Leder oder Kunststoff. Die Tinte trocknet dabei nicht, sie härtet unter UV Licht in Sekundenbruchteilen aus. Dadurch kannst du Gegenstände bedrucken, die in keinen normalen Drucker passen würden. Das Prinzip Technisch ist ein UV Drucker ein Tintenstrahldrucker. Ein Piezo Druckkopf schießt winzige Tropfen auf das Material. Direkt neben dem Druckkopf sitzt eine UV LED Lampe, die über die frisch gedruckte Fläche fährt. Die Tinte enthält flüssige Acrylate und sogenannte Fotoinitiatoren. Trifft UV Licht passender Wellenlänge darauf, starten die Fotoinitiatoren eine chemische Reaktion: Die flüssigen Bestandteile vernetzen sich zu einem festen Kunststofffilm. Das nennt man Härten oder Aushärten. Es verdunstet kaum etwas, die Tinte bleibt komplett auf der Oberfläche. Aktuelle Geräte arbeiten fast immer mit UV LEDs im Bereich um 365 bis 405 nm, häufig um 395 nm. Welche Wellenlänge passt, hängt von den Fotoinitiatoren der Tinte ab. Deshalb solltest du nur Tinte verwenden, die für dein Gerät freigegeben ist. Die Folge: Kein Warten auf Trocknung, kein Verschmieren, und du kannst mehrere Schichten direkt übereinander drucken. Bauarten: Flachbett, Rolle, UV DTF Bauart Wie es funktioniert Typisch für Flachbett Material liegt auf einem Tisch, der Kopf fährt darüber Platten, Schilder, Handyhüllen, Kleinteile Rolle Roll to Roll Material läuft von der Rolle durch das Gerät Folien, Banner, Tapeten, eher Großformat UV DTF Druck auf eine Transferfolie, die danach aufgeklebt wird gewölbte oder unhandliche Gegenstände Viele Desktop Geräte sind Flachbettdrucker mit Zusatzmodulen: eine Rotationseinheit für Flaschen und Becher und teils eine Folienoption für UV DTF. Mehr dazu in UV DTF erklärt /uv druck/grundlagen/uv dtf/ . Druckköpfe grob eingeordnet Im Desktop und Einstiegsbereich stecken häufig Epson Druckköpfe. Teils sind das Köpfe, die ursprünglich aus Fotodruckern stammen zum Beispiel XP600 oder TX800 , teils Industrieköpfe wie die i Serie von Epson. Größere Produktionsmaschinen nutzen oft Köpfe von Ricoh, Kyocera oder Konica Minolta. Marken wie Mimaki oder Roland DG bauen eigene Systeme auf solchen Köpfen auf. Für dich als Anwender zählen vor allem drei Punkte: wie viele Farbkanäle ein Kopf hat, wie empfindlich er gegen Eintrocknen ist und was ein Ersatzkopf kostet. Druckköpfe sind Verschleißteile. Farbkanäle: CMYK, Weiß, Lack CMYK: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz ergeben zusammen die Farben. Weiß: deckt dunkle oder transparente Untergründe ab, damit die Farben darauf leuchten. Ohne Weiß wären Farben auf schwarzem Holz oder klarem Acryl kaum sichtbar. Lack Gloss, Varnish : eine klare Tinte für Glanz, Schutz oder fühlbare Effekte. Manche Geräte haben zusätzliche helle Farben Light Cyan, Light Magenta oder einen Primer Kanal. Wie Weiß, Farbe und Lack übereinander gedruckt werden, erklärt Farbe, Weiß und Lack /uv druck/grundlagen/farbschichten/ . Was du bedrucken kannst und was nicht Gut geeignet sind feste, glatte bis leicht strukturierte Oberflächen: Holz, Acryl, Aluminium, beschichtetes Metall, Glas, Keramik, Leder, Kunststoffe wie ABS oder PVC, Schiefer, Kork, Papier und Karton. Schwierig oder ungeeignet: Textilien, die gewaschen werden: Die gehärtete Tinte ist steif und bricht. Weiche, stark dehnbare Materialien: Silikon, Gummi, dünne Folien ohne Spezialtinte. Sehr glatte, unpolare Kunststoffe wie PP oder PE: Ohne Primer haftet die Tinte schlecht. Sehr hohe Gegenstände: Jedes Gerät hat eine maximale Druckhöhe. Lebensmittelkontakt: Die Innenseite von Tassen, Tellern oder Brettchen ist tabu. Mehr dazu in Sicherheit beim UV Druck /uv druck/grundlagen/uv sicherheit/ . Glas, Metall und glatte Kunststoffe brauchen oft einen Primer, damit der Druck dauerhaft hält. Grenzen des Verfahrens Haptik: Die Tinte liegt als dünner Film auf der Oberfläche. Auf glatten Materialien spürst du die Kante eines Drucks, besonders bei Weiß und mehreren Schichten. Das kann gewollt sein Relief oder stören. "},{"t":"Welcher 3D-Drucker passt zu mir? Eine Entscheidungshilfe","k":"3D-Druck · Kaufberatung","d":"Keine Modellempfehlung, sondern die Fragen, die du vor dem Kauf klären solltest: Material, Bauraum, Farben, Budget, Platz und Ökosystem.","u":"/3d-druck/kaufberatung/welcher-drucker/","x":"Es gibt nicht den einen besten 3D Drucker. Es gibt nur einen, der zu dem passt, was du vorhast, wie viel Platz du hast und wie gern du schraubst. Statt eines Modells bekommst du hier die Fragen, mit denen du die Auswahl selbst eingrenzen kannst. 1. Was willst du drucken? Das Material entscheidet mehr als jedes andere Kriterium, weil es bestimmt, welche Bauform du brauchst. Du druckst vor allem Das reicht Warum PLA, PETG, TPU offener Drucker Diese Materialien brauchen keine warme Umgebung zusätzlich ABS, ASA geschlossener Drucker Das Gehäuse hält die Wärme und verhindert Verzug Nylon, PC, faserverstärkte technische Filamente Drucker mit beheizter Kammer Diese Materialien schrumpfen stark und brauchen konstant warme Luft Für faserverstärkte Filamente brauchst du außerdem eine gehärtete Düse, weil die Fasern Messing schnell abschleifen. Wenn du unsicher bist, welche Materialien du später brauchst: Die meisten Leute drucken überwiegend PLA und PETG. 2. Wie groß sind deine Teile? Der Bauraum wird in Millimetern angegeben, zum Beispiel 256 × 256 × 256 mm. Für Halterungen, Organizer und Figuren reichen 180 bis 250 mm Kantenlänge locker. Größere Bauräume lohnen sich für Helme, Cosplay oder lange Funktionsteile. Bedenke: Große Teile lassen sich oft auch aufteilen und kleben, und ein größerer Drucker braucht mehr Platz, mehr Strom zum Aufheizen und kostet mehr. 3. Brauchst du mehrere Farben? Mehrfarbig drucken ist bequem, aber kein Muss. Einfache Farbwechsel zwischen Schichten gehen auch ohne Zusatzgerät per Pause. Wenn du regelmäßig Schilder, Figuren oder Teile mit Beschriftung druckst, lohnt sich ein Mehrfarbsystem. Rechne mit Spülabfall und längeren Druckzeiten. Was die Systeme unterscheidet, steht in Mehrfarbig drucken /3d druck/grundlagen/mehrfarbdruck/ . 4. Welches Budget hast du? Preisklasse Was du typischerweise bekommst unter 200 € Kleine oder einfache offene Drucker, meist Bettschubser, gut für PLA und PETG 200 bis 400 € Offene Drucker mit automatischer Kalibrierung, teils mit Mehrfarboption, erste geschlossene Geräte 400 bis 800 € Geschlossene CoreXY Drucker, oft mit Kamera, Filter und Mehrfarbsystem als Option oder im Set 800 bis 3.000 € Große Bauräume, beheizte Kammern, mehrere Düsen oder Werkzeugwechsler Plane zusätzlich 50 bis 100 € für Filament und Zubehör ein. Ein Mehrfarbsystem kostet extra, wenn es nicht im Set enthalten ist. 5. Bastellust oder Komfort? Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, nur eine ehrliche Frage an dich selbst. Du willst drucken, nicht schrauben: Achte auf automatische Kalibrierung, ein gutes Herstellerprofil im Slicer und eine App oder Weboberfläche. Solche Geräte laufen nach dem Auspacken meist in unter einer Stunde. Du willst verstehen und anpassen: Offene Firmware, Standardteile und eine aktive Community sind dann wichtiger als Komfortfunktionen. Du lernst dabei viel, brauchst aber auch Zeit. Die Bauweise spielt dabei mit hinein. Was Bettschubser und CoreXY unterscheidet, steht ausführlich in Bettschubser oder CoreXY /3d druck/grundlagen/bettschubser oder corexy/ . 6. Platz und Lautstärke Ein Bettschubser braucht vorne und hinten Platz, weil das Bett herausfährt. Grob gerechnet die doppelte Tiefe des Bauraums. Geschlossene Drucker sind größer und schwerer, dafür ein fester Würfel. Schnelle Drucker sind hörbar, vor allem die Lüfter. Im Schlafzimmer oder direkt neben dem Schreibtisch nervt das schnell. Beim Drucken entstehen Gerüche und Partikel. Ein Raum, den du lüften kannst, ist wichtig. Mehr dazu in Sicherheit beim 3D Druck /3d druck/grundlagen/sicherheit/ . 7. Ersatzteile und Support Düsen, Druckplatten und Riemen sind Verschleißteile. Prüfe vor dem Kauf: Gibt es Ersatzteile direkt beim Hersteller oder bei Händlern in der EU? Sind Düse und Hotend Standardteile oder herstellereigene Bauteile? Gibt es eine Wissensdatenbank, Anleitungen und eine aktive Community? Wie lange bekommt das Gerät schon Firmware Updates? Wie viel Wartung realistisch anfällt, steht in 3D Drucker warten /3d druck/grundl"},{"t":"Werkzeug für den 3D-Druck: Die Grundausstattung für Einsteiger","k":"3D-Druck · Zubehör","d":"Was beim Drucker meist dabei ist, welches Werkzeug du zusätzlich brauchst, wofür es gut ist und was es etwa kostet. Plus: sinnvolle Extras für später.","u":"/3d-druck/zubehoer/werkzeug/","x":"Ein 3D Drucker druckt nicht nur, er will auch gepflegt werden, und die fertigen Teile brauchen oft noch etwas Nacharbeit. Dafür reicht eine kleine Werkzeugkiste. Das meiste davon kostet wenig und liegt vielleicht schon in deiner Schublade. Was meist schon beiliegt Viele Drucker kommen mit einem kleinen Zubehörpaket. Bei einem aktuellen Einsteigergerät von Bambu Lab sind zum Beispiel ein Schaber, ein Filamentschneider, eine Reinigungsnadel, zwei Inbusschlüssel sowie Öl und Fett für die Achsen dabei. Bei anderen Herstellern sieht es ähnlich aus: Inbusschlüssel in den passenden Größen, manchmal ein Seitenschneider, eine Nadel für die Düse und ein Spachtel. Schau in den Karton, bevor du etwas kaufst. Die beiliegenden Inbusschlüssel passen genau zu den Schrauben deines Druckers. Den Rest ergänzt du nach Bedarf. Die Grundausstattung Werkzeug Wofür Preis etwa Seitenschneider Filament schräg abschneiden, Stützreste und Brim entfernen 5 bis 15 € Spachtel oder Schaber Drucke vom Bett lösen, Reste entfernen 5 bis 15 € Entgrater Kanten und Bohrungen sauber machen, Elefantenfuß wegnehmen 5 bis 10 € Pinzette Fäden und Reste an der Düse entfernen, kleine Teile greifen 5 bis 10 € Set Messschieber, digital Teile nachmessen, Filamentdurchmesser prüfen, kalibrieren 15 bis 30 € Inbus und Torx Schlüssel Schrauben am Drucker nachziehen, Teile tauschen 10 bis 25 € Set Isopropanol, mind. 90 % Druckplatte und Achsen reinigen 8 bis 15 € pro Liter Klebestift Haftvermittler oder Trennschicht auf der Platte 1 bis 3 € Reinigungsnadeln Düse von unten frei machen 3 bis 10 € Set Schleifpapier, Körnung 120 bis 1000 Oberflächen glätten, Schichtlinien abschwächen 5 bis 10 € Set Nadelfeilen Löcher und enge Stellen nacharbeiten 10 bis 20 € Set Mit allem zusammen bist du bei etwa 70 bis 150 €, je nachdem, was du schon hast. Seitenschneider Das Werkzeug, das du am häufigsten in der Hand hast. Du schneidest das Filament vor dem Einlegen schräg an, damit es leichter in den Extruder findet. Stützstrukturen und Brim lassen sich damit sauber abknipsen. Ein Modell mit flachem Schnitt bündig schneidend hinterlässt glattere Kanten. Spachtel oder Schaber Bei magnetischen Federstahlplatten brauchst du ihn selten, weil sich die meisten Drucke durch leichtes Biegen lösen. Für Glas oder feste Platten ist er Pflicht. Auf PEI Platten nur einen Kunststoffspachtel nehmen, Metall hinterlässt Kratzer. Wie du festsitzende Teile sicher löst, steht in Druck lässt sich nicht lösen /3d druck/probleme/druck loest sich nicht/ . Entgrater Ein Griff mit drehbarer, gebogener Klinge. Du ziehst ihn an einer Kante entlang und nimmst so einen feinen Span ab. Ideal für die unterste Kante, für Bohrungen und für kleine Grate an der Z Naht. Pinzette Eine lange, gebogene Pinzette erreicht Fäden an der heißen Düse, ohne dass du mit den Fingern in die Nähe kommst. Hitzebeständig sollte sie sein, also aus Metall, nicht aus Kunststoff. Messschieber Ein digitaler Messschieber ist das wichtigste Messwerkzeug. Du prüfst damit, ob ein Teil maßhaltig gedruckt wurde, ob eine Bohrung passt oder ob der Filamentdurchmesser stimmt. Für den 3D Druck reicht ein einfaches Modell mit 150 mm Messbereich. Bei sehr günstigen Geräten lohnt ein Blick auf die Ablesegenauigkeit, 0,01 mm Auflösung sind üblich. Inbus und Torx Viele Drucker nutzen Inbusschrauben in 1,5, 2, 2,5 und 3 mm, manche auch Torx. Ein Satz mit Kugelkopf erleichtert das Arbeiten in engen Ecken. Schrauben nur handfest anziehen, Kunststoffteile reißen sonst. Isopropanol und Klebestift Isopropanol entfettet die Druckplatte und nimmt Fingerabdrücke weg. Nimm eine Konzentration von mindestens 90 %, verdünnte Varianten hinterlassen eher Schlieren. Gründlicher reinigt warmes Wasser mit Spülmittel. Klebestift hilft bei Nylon und PC als Haftvermittler und bei PETG auf glattem PEI als Trennschicht. Ein normaler, auswaschbarer Klebestift aus dem Schreibwarenladen reicht meist. Reinigungsnadeln Sehr dünne Nadeln, mit denen du eine teilweise verstopfte Düse von unten fre"},{"t":"Z-Naht verstecken: Nahtposition richtig einstellen","k":"3D-Druck · Einstellungen","d":"Warum jeder Druck eine Naht hat, welche Nahtposition wann passt, wie du die Naht malst und was Wipe, Scarf Seam und Pressure Advance bringen.","u":"/3d-druck/einstellungen/z-naht/","x":"Auf vielen Drucken siehst du eine senkrechte Linie aus kleinen Punkten oder Wülsten, die sich über die ganze Höhe zieht. Das ist die Z Naht. Ganz verhindern lässt sie sich beim FDM Druck nicht. Du kannst aber steuern, wo sie liegt und wie stark sie auffällt. Was ist die Z Naht? Jede Außenwand ist eine geschlossene Schleife. Der Drucker muss irgendwo anfangen und am selben Punkt wieder aufhören. An dieser Stelle entstehen kleine Fehler: Beim Start baut sich der Druck in der Düse erst auf, die Linie ist kurz zu dünn oder es tritt ein kleiner Tropfen aus. Beim Ende läuft noch etwas Material nach, es entsteht eine kleine Erhebung. Zwischen Ende und Anfang kann eine winzige Lücke bleiben. Da jede Schicht an einer solchen Stelle beginnt, ergibt sich über die Höhe eine Naht. Wie sichtbar sie ist, hängt von der Nahtposition und von der Kalibrierung ab. Die Optionen für die Nahtposition Die Namen unterscheiden sich je nach Slicer leicht. Die Grundidee ist überall gleich. Option Was passiert Gut für Ausgerichtet Aligned Naht liegt in jeder Schicht an derselben Stelle, bevorzugt in Ecken die meisten Teile, gerade Linie ist leicht zu verstecken Nächste Nearest Naht dort, wo die Düse gerade ist, bevorzugt in Innenecken schnelle Drucke, Optik egal Zufällig Random jede Schicht an anderer Stelle runde Teile ohne Ecken, Vasen Hinten Rear/Back Naht auf der Rückseite des Teils Teile mit klarer Vorderseite Ausgerichtet hinten OrcaSlicer wie Ausgerichtet, aber nach hinten verschoben Figuren, Deko Ausgerichtet Der Standard in vielen Profilen, auch in Bambu Studio und OrcaSlicer. Die Naht wird möglichst in eine Ecke oder Kante gelegt. Bei kantigen Teilen verschwindet sie dort fast komplett. Bei runden Teilen entsteht eine durchgehende Linie, die du aber gezielt nach hinten legen kannst. Nächste Spart Leerfahrten und damit etwas Zeit. Die Naht springt aber zwischen verschiedenen Stellen, was bei sichtbaren Teilen unruhig aussieht. Zufällig Verteilt die Fehler über die ganze Oberfläche. Es gibt keine Linie, dafür viele kleine Punkte, die die Oberfläche etwas rau wirken lassen. Gut bei glatten, runden Formen ohne Ecken. Laut OrcaSlicer kann das die Festigkeit leicht erhöhen, weil die Schwachstelle nicht immer an derselben Stelle liegt. Hinten Legt die Naht auf die Rückseite, also zur Rückseite des Druckbetts hin. Praktisch, wenn du das Teil so ausrichtest, dass die Vorderseite nach vorne zeigt. Scharfe Ecken Eine eigene Option \"scharfe Ecke\" gibt es nicht in jedem Slicer. Dafür bevorzugen Ausgerichtet und Nächste von sich aus Ecken, vor allem einspringende Innenecken. In Cura gibt es zusätzlich die Einstellung \"Seam Corner Preference\", mit der du festlegst, ob die Naht in Innen oder Außenecken versteckt werden soll. Bei kantigen Teilen ist das die einfachste Methode, die Naht fast unsichtbar zu machen. Naht malen In PrusaSlicer, OrcaSlicer und Bambu Studio kannst du die Naht direkt am Modell festlegen. Mit einem Pinsel Werkzeug markierst du Bereiche, an denen die Naht liegen soll, oder sperrst Bereiche für sie. In Cura gibt es stattdessen eine benutzerdefinierte Nahtposition über Koordinaten. Das ist die genaueste Methode für Figuren und Deko: Leg die Naht in eine Falte, eine Kante oder eine Rückseite, wo sie niemand sieht. Wipe und Seam Gap Diese Einstellungen machen die Naht selbst kleiner, egal wo sie liegt: Wipe Wischen : Nach dem Ende der Außenwand fährt die Düse ein kleines Stück weiter, oft leicht nach innen ins Teil. Dabei streift sie nachlaufendes Material ab. In OrcaSlicer heißt das unter anderem \"Wipe on loops\". Seam Gap Nahtabstand : lässt am Ende der Schleife eine winzige Lücke, damit sich Anfang und Ende nicht überlappen und einen Wulst bilden. Die OrcaSlicer Dokumentation nennt 0 bis 15 % des Düsendurchmessers für gut eingestellte Drucker. Wipe vor der Außenwand: OrcaSlicer kann den Startpunkt der Außenwand leicht nach innen verlegen, damit ein Tropfen beim Start nicht außen sichtbar wird. Scarf Seam Die Scarf Seam Schäftnaht ist eine ne"},{"t":"Druckkosten-Rechner","k":"Rechner","d":"Filament, Strom, Verschleiß und Fehldrucke eintragen und sehen, was ein Druck wirklich kostet.","u":"/3d-druck/rechner/druckkosten/","x":"Kosten berechnen Stromverbrauch Strompreis kWh Filamentpreis Kalkulator"},{"t":"Filament-Rechner","k":"Rechner","d":"Gramm in Meter umrechnen und prüfen, ob der Rest auf der Spule für den nächsten Druck reicht.","u":"/3d-druck/rechner/filament/","x":"Meter Gramm Spule Restmenge Länge Gewicht Dichte"},{"t":"Temperatur-Spickzettel","k":"Rechner","d":"Düse, Bett, Kammer, Lüfter und Trocknung für 14 Materialien auf einen Blick, zum Ausdrucken.","u":"/3d-druck/rechner/temperaturen/","x":"Drucktemperatur Betttemperatur Düse Tabelle Material Übersicht Trocknen"},{"t":"Fluss-Rechner","k":"Rechner","d":"Fluss-Faktor und E-Steps nach einem Testdruck richtig korrigieren.","u":"/3d-druck/rechner/fluss/","x":"Flow Flussrate E-Steps Extrusionsmultiplikator kalibrieren"},{"t":"Creality Ender-3 V3 SE","k":"Drucker","d":"Einfacher, offener Einsteigerdrucker. Für PLA und PETG völlig ausreichend, aber langsam und ohne Komfortfunktionen wie WLAN oder Kamera.","u":"/3d-druck/drucker/creality-ender-3-v3-se/","x":"Creality Bettschubser offen Einsteiger mit kleinem Budget, die erst mal ausprobieren wollen nein PLA PETG TPU Sehr günstiger Einstieg Automatisches Leveling trotz Budget-Preis Direct Drive, dadurch auch TPU möglich Deutlich langsamer als aktuelle Mittelklasse Kein WLAN, Druckdateien per SD-Karte Nur bis 260 °C, kein ABS/ASA ohne Umbau"},{"t":"Bambu Lab A1","k":"Drucker","d":"Offener Drucker mit großem Bauraum, hoher Geschwindigkeit und viel Automatik. Mit AMS lite einer der günstigsten Wege zum Mehrfarbdruck.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-a1/","x":"Bambu Lab Bettschubser offen Einsteiger und Hobby-Maker, die schnell gute Ergebnisse und ggf. Mehrfarbdruck wollen optional mit AMS lite (bis 4 Farben, als Combo erhältlich) PLA PETG TPU PVA Sehr schnell für einen Bettschubser Mehrfarbdruck günstig nachrüstbar Leise (laut Hersteller unter 48 dB im Leisemodus) Offene Bauweise, ABS/ASA laut Hersteller nicht empfohlen Bettschubser: sehr hohe, schmale Teile wackeln eher Stark an das Bambu-Ökosystem gebunden"},{"t":"Elegoo Centauri Carbon","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker zum Preis eines offenen Mittelklasse-Geräts. Stark bei technischen Materialien, dafür ohne Mehrfarboption.","u":"/3d-druck/drucker/elegoo-centauri-carbon/","x":"Elegoo CoreXY geschlossen Preisbewusste, die auch ABS, ASA oder Carbon-Filamente drucken wollen nein (Stand der Recherche) PLA PETG TPU ABS ASA PET PC PA CF-/GF-Filamente Geschlossen und CoreXY zum Einstiegspreis Hohe Düsentemperatur, auch technische Filamente Gehärtete Teile für Carbon-Filamente ab Werk Kein Mehrfarbsystem Schwerer und größer als offene Drucker Kleineres Zubehör-Ökosystem als bei Bambu oder Prusa"},{"t":"Bambu Lab P2S","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Allrounder mit viel Automatik und optionalem Mehrfarbsystem. Für viele der bequemste Weg zu schnellen, sauberen Drucken.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-p2s/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Ambitionierte Hobby-Maker und Kleinunternehmen, die viel und vielseitig drucken optional mit AMS 2 Pro (bis 24 Spulen, mit Trocknung) PLA PETG TPU ABS ASA PVA PET PA PC Sehr schnell und weitgehend automatisiert Mehrfarbdruck mit Filamenttrocknung möglich Kamera mit Fehlererkennung Deutlich teurer als die Einsteigerklasse Stark an das Bambu-Ökosystem gebunden Ersatzteile überwiegend nur vom Hersteller"},{"t":"Prusa CORE One+","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker aus Tschechien. Teurer als die Konkurrenz, dafür offen, gut reparierbar und mit aktiver Kammertemperatur. Seit August 2026 als Gen 2 mit GT1.5-Riemen, Düsenabstreifer, neuer Bettbefestigung und abnehmbarer Deckplatte, zum gleichen Preis.","u":"/3d-druck/drucker/prusa-core-one-plus/","x":"Prusa CoreXY geschlossen Alle, die Wert auf Reparierbarkeit, Offenheit und europäischen Support legen optional mit MMU3, außerdem als INDX-Version mit 8 Werkzeugen erhältlich PLA PETG TPU PVA PC PP ABS ASA HIPS PA Offene, reparaturfreundliche Plattform mit guter Ersatzteilversorgung Aktive Kammertemperatur-Regelung Auch als Bausatz erhältlich Teurer als vergleichbare geschlossene Drucker Kamera und WLAN nur als Zubehör Höchstgeschwindigkeit nicht offiziell angegeben"},{"t":"Prusa CORE One L+","k":"Drucker","d":"Die große Version des CORE One mit 300 × 300 × 330 mm Bauraum und aktiv beheizter Kammer. Für große Bauteile aus ABS, ASA oder Nylon. Seit August 2026 mit GT1.5-Riemen und Düsenabstreifer.","u":"/3d-druck/drucker/prusa-core-one-l-plus/","x":"Prusa CoreXY geschlossen Alle, die große Teile aus technischen Filamenten drucken wollen MMU3-kompatibel (laut Hersteller ab Anfang 2026), außerdem als INDX-Version mit 8 Werkzeugen PLA PETG TPU PVA PC PP ABS ASA HIPS PA Großer Bauraum in geschlossenem Gehäuse Aktiv beheizte Kammer bis 60 °C, gut für ABS, ASA und PA Kamera ab Werk dabei Deutlich teurer als der CORE One+ Groß und schwer, braucht einen festen Platz Höchstgeschwindigkeit nicht offiziell angegeben"},{"t":"Prusa MK4S","k":"Drucker","d":"Der offene Klassiker von Prusa als Bettschubser. Solide, reparaturfreundlich und als Bausatz erhältlich, aber ohne Gehäuse und Kamera.","u":"/3d-druck/drucker/prusa-mk4s/","x":"Prusa Bettschubser offen Bastler, die einen offenen, gut reparierbaren Drucker wollen, gern auch als Bausatz optional mit MMU3 PLA PETG TPU PVA PC PP ABS ASA HIPS PA Bewährte, sehr gut dokumentierte Plattform Als Bausatz deutlich günstiger Mehrfarbdruck mit MMU3 nachrüstbar Offen, für ABS und ASA ein Gehäuse nötig Keine Kamera Geschlossene CoreXY-Drucker sind inzwischen ähnlich teuer"},{"t":"Prusa MINI+","k":"Drucker","d":"Kleiner, kompakter Einsteigerdrucker von Prusa. Zuverlässig, aber mit kleinem Bauraum und älterer Technik als die Konkurrenz zum gleichen Preis.","u":"/3d-druck/drucker/prusa-mini-plus/","x":"Prusa Bettschubser offen Einsteiger mit wenig Platz, die Wert auf Prusa-Support legen nein PLA PETG ASA ABS PC PVA HIPS PP TPU Kompakt und leicht Günstigster Einstieg bei Prusa Teilweise vormontiert, schnell aufgebaut Kleiner Bauraum (18 cm Würfel) Bowden-Extruder, flexible Filamente schwieriger Langsamer als aktuelle Konkurrenz im gleichen Preisbereich"},{"t":"Prusa XL+","k":"Drucker","d":"Großformat-Drucker mit 36 cm Würfel als Bauraum und optionalem Werkzeugwechsler für bis zu 5 Materialien. Teuer, aber beim Mehrfarbdruck sehr effizient. Das XL+-Update vom August 2026 brachte 360°-Bauteilkühlung, einen Tool Offset Sensor, High-Flow-Düsen und GT1.5-Riemen.","u":"/3d-druck/drucker/prusa-xl-plus/","x":"Prusa CoreXY offen Kleinunternehmen und Profis, die große oder mehrfarbige Teile ohne Materialverlust drucken Werkzeugwechsler mit bis zu 5 Köpfen (je Kopf ein Material, kaum Abfall) PLA PETG TPU PVA PC PP ABS ASA HIPS PA Größter Bauraum im Prusa-Programm Echter Werkzeugwechsler mit bis zu 5 Köpfen Mehrfarbdruck fast ohne Materialabfall Sehr teuer, besonders mit mehreren Köpfen Gehäuse nur als Zubehör, Kammerheizung angekündigt, aber noch ohne Liefertermin Braucht viel Stellfläche"},{"t":"Prusa Pro HT90","k":"Drucker","d":"Profi-Drucker mit Delta-Kinematik für Hochleistungskunststoffe bis 500 °C. Kein Gerät für den Heimgebrauch, aber das Spitzenmodell im Prusa-Programm.","u":"/3d-druck/drucker/prusa-pro-ht90/","x":"Prusa Delta geschlossen Industrie und Entwicklung, die Bauteile aus Hochtemperatur-Kunststoffen brauchen nein PLA PETG PC ABS ASA PA TPU PEI PEEK PEKK CF-Filamente Druckt Hochleistungskunststoffe wie PEEK und PEI Kammer bis 90 °C Schnelle Delta-Kinematik Preis im Industriebereich Groß und schwer (über 1 m hoch) Für Hobby-Anwendungen überdimensioniert"},{"t":"Anycubic Kobra X","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit eingebautem Vierfarb-System. Einer der günstigsten Wege zum Mehrfarbdruck, ohne extra Zubehör kaufen zu müssen.","u":"/3d-druck/drucker/anycubic-kobra-x/","x":"Anycubic Bettschubser offen Einsteiger, die von Anfang an mehrfarbig drucken wollen ACE Gen 2 eingebaut (4 Farben, erweiterbar bis 19) PLA PETG TPU PVA ABS Mehrfarbdruck mit 4 Farben schon im Grundgerät Laut Hersteller deutlich weniger Spülabfall beim Farbwechsel Gehärtete Düse ab Werk Offene Bauweise, ABS nur eingeschränkt sinnvoll Bettschubser: hohe, schmale Teile wackeln eher Kamera nur 720p"},{"t":"Anycubic Kobra S1","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit optionalem Mehrfarbsystem. Direkter Konkurrent der Bambu P-Serie, meist etwas günstiger.","u":"/3d-druck/drucker/anycubic-kobra-s1/","x":"Anycubic CoreXY geschlossen Preisbewusste, die geschlossen drucken und später auf Mehrfarbdruck erweitern wollen optional mit ACE Pro (bis 8 Farben mit zwei Einheiten) PLA PETG TPU ABS ASA PC PA CF-/GF-Filamente Geschlossen und CoreXY zum Einstiegspreis Hohe Düsentemperatur bis 320 °C Mehrfarbsystem nachrüstbar, auch als Combo Kamera mit nur 480p Etwas kleinerer Bauraum als die direkte Konkurrenz Schwerer als offene Drucker"},{"t":"Bambu Lab A1 mini","k":"Drucker","d":"Kleiner, sehr einfacher Einsteigerdrucker. Für PLA und PETG ideal, für große Teile und technische Materialien zu klein und zu kühl.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-a1-mini/","x":"Bambu Lab Bettschubser offen Einsteiger, Kinder- und Bastelzimmer mit wenig Platz optional mit AMS lite (bis 4 Farben, als Combo erhältlich) PLA PETG TPU PVA Sehr günstig und kompakt Viel Automatik, kaum Einstellarbeit Leise (laut Hersteller unter 48 dB im Leisemodus) Kleiner Bauraum (18 cm Würfel) Bett nur bis 80 °C, keine technischen Filamente Stark an das Bambu-Ökosystem gebunden"},{"t":"Bambu Lab P1S","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker und lange Zeit der Standard in der Mittelklasse. Inzwischen vom P2S ergänzt, aber weiter erhältlich und günstiger.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-p1s/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Alle, die einen bewährten geschlossenen Drucker zum günstigeren Preis wollen optional mit AMS PLA PETG TPU PVA ABS ASA PA PC CF-Filamente Geschlossen, schnell und bewährt Mehrfarbdruck mit AMS möglich Günstiger als der Nachfolger P2S Kleines Tastendisplay statt Touchscreen Kamera nur 720p Weniger Sensorik als der P2S"},{"t":"Bambu Lab X1 Carbon","k":"Drucker","d":"Das frühere Spitzenmodell von Bambu Lab. Nicht mehr neu erhältlich, aber weit verbreitet und eine wichtige Referenz für Vergleiche.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-x1-carbon/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Gebrauchtkäufer und alle, die ein bestehendes Gerät mit aktuellen Modellen vergleichen wollen optional mit AMS PLA PETG TPU PVA ABS ASA PC PA CF-Filamente Lidar prüft die erste Schicht automatisch Gehärtete Düse für Carbon-Filamente ab Werk Sehr verbreitet, viele Erfahrungsberichte Vom Hersteller eingestellt (Ersatzteile laut Hersteller bis 2031) Keine aktive Kammerheizung Neue Modelle wie der P2S bieten Ähnliches günstiger"},{"t":"Bambu Lab H2D","k":"Drucker","d":"Großer Zwei-Düsen-Drucker mit beheizter Kammer. Druckt zwei Materialien fast ohne Spülabfall und lässt sich mit Laser- und Schneidmodul erweitern.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-h2d/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Kleinunternehmen und Vielnutzer, die technische Materialien und Material-Kombinationen drucken zwei Düsen, dazu optional AMS PLA PETG TPU PVA ABS ASA PC PA CF-/GF-Filamente Zwei Düsen: zwei Materialien mit wenig Abfall Großer Bauraum und aktiv beheizte Kammer Optional mit Laser- und Schneidmodul Teuer Groß und über 30 kg schwer Für reine Hobbydrucke oft überdimensioniert"},{"t":"Qidi Plus4","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit aktiv beheizter Kammer und sehr heißer Düse. Spezialist für technische Filamente in der Mittelklasse.","u":"/3d-druck/drucker/qidi-plus4/","x":"Qidi Tech CoreXY geschlossen Alle, die viel ABS, ASA, Nylon oder PC drucken und dafür eine beheizte Kammer brauchen nein (Stand der Recherche) PLA PETG TPU ABS ASA PA PC CF-/GF-Filamente Aktiv beheizte Kammer zum Mittelklassepreis Düse bis 370 °C Großer Bauraum Sehr schwer (32 kg) Kein eigenes Mehrfarbsystem Kleinerer Händler- und Zubehörmarkt in Deutschland"},{"t":"Creality K2 Pro","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 30-cm-Bauraum, beheizter Kammer und optionalem Mehrfarbsystem. Viel Ausstattung für die Mittelklasse.","u":"/3d-druck/drucker/creality-k2-pro/","x":"Creality CoreXY geschlossen Alle, die viel Bauraum, Kammerheizung und Mehrfarbdruck in einem Gerät wollen optional mit CFS (als Combo erhältlich) PLA PETG TPU ABS ASA PA PC CF-Filamente Großer Bauraum mit aktiv beheizter Kammer Mehrfarbsystem als Combo Viel Ausstattung für den Preis Groß und schwer Software und Ökosystem weniger ausgereift als bei Bambu Preise schwanken stark je nach Aktion"},{"t":"Snapmaker U1","k":"Drucker","d":"Werkzeugwechsler mit vier Druckköpfen. Mehrfarbdruck ohne große Spülmengen, als einer der günstigsten Drucker dieser Art.","u":"/3d-druck/drucker/snapmaker-u1/","x":"Snapmaker CoreXY offen Alle, die viel mehrfarbig drucken und Abfall vermeiden wollen Werkzeugwechsler mit 4 Köpfen (kaum Abfall beim Farbwechsel) PLA PETG TPU PVA ABS ASA PA PC Werkzeugwechsler mit 4 Köpfen zum vergleichsweise günstigen Preis Farbwechsel fast ohne Materialverlust Unterschiedliche Materialien in einem Druck kombinierbar Ohne Abdeckung offen, ABS und ASA nur mit Zubehördeckel Groß, braucht viel Platz Komplexere Mechanik als Single-Nozzle-Drucker"},{"t":"Elegoo Centauri Carbon 2","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 256 mm Bauraum und gehärteter 350-°C-Düse. Mehrfarbdruck ist mit dem optionalen CANVAS-Modul für 4 Farben möglich.","u":"/3d-druck/drucker/elegoo-centauri-carbon-2/","x":"Elegoo CoreXY geschlossen Nutzer, die neben PLA und PETG auch ABS, ASA oder faserverstärkte Filamente drucken wollen. optional mit CANVAS (4 Farben, RFID-Erkennung) PLA PETG TPU ABS ASA PC PA CF-/GF-Filamente Geschlossener Bauraum mit Aktivkohle-/HEPA-Filter Gehärtete Düse bis 350 °C 121-Punkt-Nivellierung und integrierte Kamera Kammer nur passiv beheizt TPU mit CANVAS nur nach Umbau nutzbar Hohes Gewicht und großer Platzbedarf"},{"t":"Elegoo Centauri 2","k":"Drucker","d":"Offene Variante der Centauri-Carbon-2-Plattform mit 256 mm Bauraum. Gehäuse, Kamera, Beleuchtung und Filter entfallen, Mehrfarbdruck ist mit CANVAS optional.","u":"/3d-druck/drucker/elegoo-centauri-2/","x":"Elegoo CoreXY offen Nutzer, die vor allem PLA, PETG und TPU drucken und auf Gehäuse und Kamera verzichten können. optional mit CANVAS (4 Farben, RFID-Erkennung) PLA PETG TPU PLA-CF Gleiche Druckwerte wie das geschlossene Modell (350 °C Düse, 110 °C Bett) Gehärtete Düse Druck ohne Cloud-Zwang möglich Keine Kamera Offene Bauweise, ABS nur eingeschränkt sinnvoll Keine Beleuchtung und kein Luftfilter"},{"t":"Creality K2 SE","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit 220 x 215 x 245 mm Bauraum und 300 °C Düse. Mehrfarbdruck ist mit bis zu vier CFS-Einheiten möglich.","u":"/3d-druck/drucker/creality-k2-se/","x":"Creality CoreXY offen Einsteiger, die einen schnellen CoreXY-Drucker für PLA und PETG mit Option auf Mehrfarbdruck suchen. optional mit CFS (4 Farben je Einheit, bis 16 Farben mit vier Einheiten) PLA PETG TPU PLA-CF CoreXY mit 20000 mm/s² zum niedrigen Preis Erweiterbar auf bis zu 16 Farben Schnellwechseldüse Keine Kamera Offene Bauweise, ABS nur eingeschränkt sinnvoll Kleinster Bauraum der K2-Serie"},{"t":"Creality Ender-3 V4","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 220 x 220 x 235 mm Bauraum und bis zu 500 mm/s. Im Combo-Paket ist das CFS für Mehrfarbdruck enthalten.","u":"/3d-druck/drucker/creality-ender-3-v4/","x":"Creality Bettschubser offen Einsteiger, die einen kompakten Bettschubser mit Option auf Mehrfarbdruck suchen. optional mit CFS (4 Farben je Einheit, bis 16 Farben mit vier Einheiten) PLA PETG TPU ABS ASA PLA-CF PA-CF Geringes Gewicht und kompakte Bauform Druckguss-Rahmen aus einem Stück Mehrfarbdruck mit CFS möglich Keine Kamera Offene Bauweise, ABS nur eingeschränkt sinnvoll Kleines 2,8\"-Display"},{"t":"Creality SparkX i7","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 260 x 260 x 255 mm Bauraum und 720p-Kamera. Mehrfarbdruck ist mit dem CFS Lite für 4 Farben möglich.","u":"/3d-druck/drucker/creality-sparkx-i7/","x":"Creality Bettschubser offen Einsteiger, die einen leisen Bettschubser mit Kamera und Option auf 4 Farben suchen. optional mit CFS Lite (4 Farben, nur eine Einheit) PLA PETG TPU PLA-CF Integrierte 720p-Kamera mit KI-Fehlererkennung Größerer Bauraum als bei vielen Bettschubsern dieser Klasse Leiser Betrieb Offene Bauweise, ABS nur eingeschränkt sinnvoll CFS Lite auf 4 Farben begrenzt, nicht kaskadierbar Beschleunigung nur 10000 mm/s²"},{"t":"Anycubic Kobra 4","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 260 mm Bauraum, Schnellwechseldüse und 720p-Kamera. Mehrfarbdruck ist über die ACE 2 Pro möglich, die im Combo-Paket enthalten ist.","u":"/3d-druck/drucker/anycubic-kobra-4/","x":"Anycubic Bettschubser offen Einsteiger, die einen offenen Drucker mit optionaler Mehrfarb-Erweiterung suchen. optional mit ACE 2 Pro (4 Farben, im Combo enthalten) PLA PETG TPU Schnellwechseldüse ohne Werkzeug Kamera mit KI-Überwachung serienmäßig Dynamische Fluss-Kalibrierung Langsame Farbwechsel mit hohem Spülverlust Großer Platzbedarf für die Bauart TPU nicht über ACE 2 Pro nutzbar"},{"t":"Bambu Lab A2L","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 330 x 320 x 325 mm Bauraum, seit Juni 2026 erhältlich. Mehrfarbdruck ist mit AMS lite oder AMS möglich, technische Filamente werden nicht unterstützt.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-a2l/","x":"Bambu Lab Bettschubser offen Nutzer, die große Teile aus PLA oder PETG drucken und optional mehrfarbig arbeiten wollen. optional mit AMS lite (4 Farben), bis 19 Farben mit vier AMS und einem AMS lite PLA PETG TPU PVA PLA-CF PETG-CF Großer Bauraum für einen Bettschubser Adaptive Schwingungskompensation Viele Sensoren zur Fehlererkennung Heizbett nur bis 80 °C Kein Gehäuse, keine technischen Filamente Kamera mit geringer Bildrate"},{"t":"Qidi Plus5","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 320 x 320 x 300 mm Bauraum und aktiver Kammerheizung bis 65 °C. Das Hotend erreicht 370 °C, Mehrfarbdruck ist mit der QIDI Box möglich.","u":"/3d-druck/drucker/qidi-plus5/","x":"Qidi CoreXY geschlossen Nutzer, die technische Filamente wie PA, PC oder faserverstärkte Materialien drucken. optional mit QIDI Box (bis 16 Farben mit vier Einheiten) PLA PETG TPU ABS ASA PC PA CF-/GF-Filamente Aktiv beheizte Kammer bis 65 °C Hotend bis 370 °C Luftfilter mit HEPA und Aktivkohle Hohes Gewicht von 29 kg Großer Platzbedarf Mehrfarbdruck nur mit separater QIDI Box"},{"t":"Flashforge Creator 5","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit Werkzeugwechsler und vier unabhängigen Druckköpfen, seit Mai 2026 ausgeliefert. Die Creator 5 Pro ist zusätzlich geschlossen, hat eine aktiv beheizte Kammer bis 65 °C sowie HEPA- und Aktivkohlefilter und verarbeitet damit auch ABS, ASA und faserverstärktes PA.","u":"/3d-druck/drucker/flashforge-creator-5/","x":"Flashforge CoreXY offen Nutzer, die regelmäßig mehrfarbig drucken und Spülabfall vermeiden wollen. ja, bis 4 Farben oder Materialien über vier Druckköpfe, ohne Spülabfall (Pro-Version zusätzlich geschlossen) PLA PETG TPU PVA BVOH PLA-CF PETG-CF Vier Druckköpfe, kaum Spülabfall bei Farbwechseln Hohe Beschleunigung bis 30.000 mm/s² Automatische Pressure-Advance-Kalibrierung Offener Rahmen, keine technischen Filamente Großer Platzbedarf durch den Werkzeugwechsler Kalibrierung dauert 15 bis 20 Minuten"},{"t":"Anycubic Kobra 3","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 250 x 250 x 260 mm Bauraum und LeviQ-3.0-Nivellierung. Mit der ACE Pro sind bis zu 8 Farben möglich, inzwischen gibt es den Nachfolger Kobra 3 V2.","u":"/3d-druck/drucker/anycubic-kobra-3/","x":"Anycubic Bettschubser offen Einsteiger, die günstig in den Mehrfarbdruck mit Filamenttrocknung einsteigen wollen. optional mit ACE Pro (bis 8 Farben mit zwei Einheiten) PLA PETG TPU ACE Pro trocknet Filament während des Drucks Neigbares Display Schwingungskompensation per Beschleunigungssensor Kamera nicht im Lieferumfang Offene Bauweise begrenzt technische Filamente Nachfolger Kobra 3 V2 bereits erhältlich"},{"t":"Bambu Lab H2S","k":"Drucker","d":"Einzeldüsen-Variante der H2-Serie mit 340 x 320 x 340 mm Bauraum und aktiv beheizter Kammer bis 65 °C. Mehrfarbdruck ist über ein optionales AMS möglich, Laser- und Schneidmodule sind nachrüstbar.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-h2s/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Nutzer, die große Einzelteile aus technischen Filamenten wie PA, PC oder PPS drucken wollen. optional mit AMS 2 Pro oder AMS HT PLA PETG TPU PVA BVOH ABS ASA PC PA PET PPS CF-/GF-Filamente Großer Bauraum mit 340 x 320 x 340 mm Aktiv beheizte Kammer bis 65 °C Düse bis 350 °C für technische Filamente Nur eine Düse, kein Abfall sparender Düsenwechsel Hohes Gewicht und großer Platzbedarf Mehrfarbdruck nur mit zusätzlichem AMS"},{"t":"Bambu Lab H2C","k":"Drucker","d":"Dual-Düsen-Drucker mit Vortek-System, das bis zu sechs Hotends am rechten Druckkopf wechselt. Bauraum 330 x 320 x 325 mm, aktiv beheizte Kammer bis 65 °C.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-h2c/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Nutzer, die häufig mehrfarbig oder mit mehreren Materialien drucken und Spülabfall reduzieren wollen. ja, bis zu 7 Hotends mit wenig Spülabfall; mit AMS bis 24 Spulen PLA PETG TPU ABS ASA PC PA PET PPS CF-/GF-Filamente Hotend-Wechsel per Vortek reduziert Spülabfall beim Mehrfarbdruck Aktiv beheizte Kammer bis 65 °C Vier Kameras und viele Sensoren zur Drucküberwachung Hoher Anschaffungspreis Proprietäre Hotends und Ersatzteile Am rechten Druckkopf arbeitet immer nur ein Hotend, Wechsel kosten Zeit"},{"t":"Creality K2","k":"Drucker","d":"Einstiegsmodell der K2-Serie mit 260 x 260 x 260 mm Bauraum und geschlossenem Gehäuse ohne Kammerheizung. Mit dem CFS sind bis zu 16 Farben möglich.","u":"/3d-druck/drucker/creality-k2/","x":"Creality CoreXY geschlossen Nutzer, die einen geschlossenen Drucker für PLA, PETG und gelegentlich ABS mit optionalem Mehrfarbdruck suchen. optional mit CFS (bis 16 Farben mit vier Einheiten) PLA PETG PET ABS PLA-CF Geschlossener CoreXY-Drucker mit 260 mm Bauraum Mehrfarbdruck mit CFS bis 16 Farben Step-Servo-Motoren an X, Y und Extruder Düse nur bis 300 °C, Bett nur bis 100 °C Keine Kammerheizung und kein LAN-Anschluss Kleineres Materialspektrum als K2 Pro und K2 Plus"},{"t":"Creality K2 Plus","k":"Drucker","d":"Flaggschiff der K2-Serie mit 350 x 350 x 350 mm Bauraum und aktiv beheizter Kammer bis 60 °C. Mit dem CFS sind bis zu 16 Farben möglich.","u":"/3d-druck/drucker/creality-k2-plus/","x":"Creality CoreXY geschlossen Nutzer, die große Teile aus technischen Filamenten wie PA-CF oder PPA-CF drucken wollen. optional mit CFS (bis 16 Farben mit vier Einheiten) PLA PETG PET ABS ASA PLA-CF PA-CF PPA-CF Großer Bauraum mit 350 x 350 x 350 mm Aktiv beheizte Kammer bis 60 °C Düsenkamera für automatische Fluss-Kalibrierung Sehr hohes Gewicht und großer Platzbedarf Mehrfarbdruck nur mit zusätzlichem CFS Nutzerberichte über wechselhafte Zuverlässigkeit in der Anfangszeit"},{"t":"Creality K1C","k":"Drucker","d":"Kompakter geschlossener CoreXY-Drucker mit 220 x 220 x 250 mm Bauraum und gehärteter Düse bis 300 °C. Er wird inzwischen als K1C 2025 mit CFS-Kompatibilität verkauft.","u":"/3d-druck/drucker/creality-k1c/","x":"Creality CoreXY geschlossen Preisbewusste, die einen kompakten geschlossenen Drucker für PLA, PETG und CF-Filamente suchen. optional mit CFS und Multicolor-Upgrade-Kit PLA PETG PET TPU ABS ASA PLA-CF PETG-CF PA-CF Geschlossenes Gehäuse zu niedrigem Preis Gehärtete Schnellwechseldüse für CF-Filamente Kompakte Abmessungen Kleiner Bauraum mit 220 x 220 x 250 mm Düse nur bis 300 °C, Bett nur bis 100 °C Mehrfarbdruck nur mit CFS und Umbau-Kit"},{"t":"Anycubic Kobra S1 Max","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 350 mm Bauraum und aktiv beheizter Kammer bis 65 °C. Mehrfarbdruck ist mit bis zu vier ACE-2-Pro-Einheiten möglich.","u":"/3d-druck/drucker/anycubic-kobra-s1-max/","x":"Anycubic CoreXY geschlossen Nutzer, die großformatige Teile aus technischen Filamenten in einer beheizten Kammer drucken wollen optional mit ACE 2 Pro (4 Farben je Einheit, bis 16 Farben mit vier Einheiten) PLA PETG PET TPU ABS ASA PC PA PVA CF-/GF-Filamente Großer Bauraum von 350 × 350 × 350 mm Aktiv beheizte Kammer bis 65 °C für technische Filamente Gehärtete Düse und Extruderzahnräder, Aktivkohlefilter, Fluss-Kalibrierung Mit 25,7 kg und rund 50 × 48 × 58 cm sehr schwer und groß Mehrfarbdruck nur mit zusätzlicher ACE-2-Pro-Einheit Ein Druckkopf, beim Farbwechsel entsteht Filamentabfall"},{"t":"Qidi Q2","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit aktiv beheizter Kammer bis 65 °C und Hotend bis 370 °C. Mit bis zu vier QIDI Boxen sind bis zu 16 Filamente nutzbar.","u":"/3d-druck/drucker/qidi-q2/","x":"Qidi CoreXY geschlossen Nutzer, die technische Filamente in einer beheizten Kammer drucken und die Klipper-Firmware nutzen wollen optional mit QIDI Box (4 Farben je Box, bis 16 Farben mit vier Boxen) PLA PETG TPU ABS ASA PC PA CF-/GF-Filamente Aktiv beheizte Kammer bis 65 °C und Hotend bis 370 °C Dreistufiger Luftfilter (Vorfilter, HEPA H12, Aktivkohle) Klipper-Firmware, kompatibel mit OrcaSlicer und PrusaSlicer Bauraum mit 270 × 270 × 256 mm kleiner als bei 350-mm-Geräten Mehrfarbdruck nur mit zusätzlicher QIDI Box WLAN nur im 2,4-GHz-Band"},{"t":"Flashforge AD5X","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit 220 mm Bauraum und integriertem Vierfarbsystem IFS. Hotend bis 300 °C, Druckbett bis 110 °C.","u":"/3d-druck/drucker/flashforge-ad5x/","x":"Flashforge CoreXY offen Einsteiger, die mehrfarbig in PLA oder PETG drucken wollen und wenig Platz haben ja, 4 Farben mit integriertem IFS (Intelligent Filament System) PLA PETG TPU PLA-CF PETG-CF Vierfarbdruck mit IFS ab Werk CoreXY mit bis zu 600 mm/s und 20.000 mm/s² Kompakt und vergleichsweise leicht Offene Bauweise, nicht für ABS oder ASA ausgelegt Bauraum mit 220 × 220 × 220 mm eher klein Keine Kamera im Lieferumfang"},{"t":"Sovol SV08","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit 350 mm Bauraum und Klipper-Firmware, angelehnt an den Voron 2.4. Kamera und Beleuchtung sind im Lieferumfang.","u":"/3d-druck/drucker/sovol-sv08/","x":"Sovol CoreXY offen Bastler, die einen großen, offenen Klipper-Drucker selbst anpassen wollen nein PLA PETG TPU PETG-CF ABS Großer Bauraum von 350 × 350 × 345 mm Hohe Dynamik mit bis zu 700 mm/s und 40.000 mm/s² Offene Klipper-Firmware mit Input Shaping und Pressure Advance Offene Bauweise, Gehäuse nur als Zubehör Hotend nur bis 300 °C, Druckbett nur bis 100 °C Kein Touchscreen ab Werk, kein Mehrfarbdruck"},{"t":"Bambu Lab X2D","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit zwei Düsen und mechanischem Düsenwechsel im Druckkopf. Bauraum 256 x 256 x 260 mm, aktiv beheizte Kammer bis 65 °C.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-x2d/","x":"Bambu Lab CoreXY geschlossen Nutzer, die zwei Materialien kombinieren wollen, etwa Modell und lösliches Stützmaterial, bei kompaktem Gehäuse. ja, 2 Düsen für zwei Materialien; mit AMS mehr Farben PLA PETG TPU PVA ABS ASA PC PA PET PPA CF-/GF-Filamente Zwei Düsen reduzieren Spülabfall bei Stützmaterial und Farbwechseln Aktiv beheizte Kammer bis 65 °C Dreistufige Luftfilterung mit HEPA- und Aktivkohlefilter Düse nur bis 300 °C Kleinerer Bauraum als die H2-Serie Kein LAN-Anschluss"},{"t":"Elegoo Neptune 4 Pro","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit Klipper-Firmware und 225 × 225 × 265 mm Bauraum. Netzwerkanbindung nur per LAN.","u":"/3d-druck/drucker/elegoo-neptune-4-pro/","x":"Elegoo Bettschubser offen Einsteiger mit kleinem Budget, die PLA und PETG drucken nein PLA PETG TPU ABS ASA Nylon Segmentiertes Heizbett mit zwei Zonen Automatische Nivellierung mit 121 Punkten Klipper-Firmware mit Netzwerkdruck über LAN Kein WLAN Offener Rahmen, für ABS und ASA nur eingeschränkt geeignet Bettschubser-Bauweise begrenzt praktisch nutzbare Geschwindigkeit"},{"t":"Elegoo Neptune 4 Plus","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit Klipper-Firmware und 320 × 320 × 385 mm Bauraum. Wird als Bausatz geliefert.","u":"/3d-druck/drucker/elegoo-neptune-4-plus/","x":"Elegoo Bettschubser offen Nutzer, die größere Teile aus PLA oder PETG drucken nein PLA PETG TPU ABS ASA Nylon Großer Bauraum von 320 × 320 × 385 mm WLAN-Anbindung Magnetische PEI-Druckplatte Bausatz, Montage erforderlich Offener Rahmen, für ABS und ASA nur eingeschränkt geeignet Großes bewegtes Druckbett begrenzt praktisch nutzbare Geschwindigkeit"},{"t":"Elegoo Neptune 4 Max","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 420 × 420 × 480 mm Bauraum und Klipper-Firmware. Benötigt viel Stellfläche und Montage.","u":"/3d-druck/drucker/elegoo-neptune-4-max/","x":"Elegoo Bettschubser offen Nutzer, die sehr große Einzelteile in einem Stück drucken nein PLA PETG TPU ABS ASA Nylon Sehr großer Bauraum von 420 × 420 × 480 mm Hohe Maßgenauigkeit im Test von TechRadar Doppelte Z-Spindeln für stabile Führung Montage wegen der Größe zu zweit empfohlen Z-Offset musste im Test vor Drucken nachjustiert werden Veraltet wirkende Bedienoberfläche"},{"t":"Qidi Q1 Pro","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit aktiver Kammerheizung bis 60 °C. Von Qidi eingestellt, Nachfolger ist der Qidi Q2.","u":"/3d-druck/drucker/qidi-q1-pro/","x":"Qidi CoreXY geschlossen Druck technischer Materialien wie ABS, ASA, PA und PC nein PLA PETG ABS ASA TPU PA PC PET-CF PA12-CF PAHT-CF Aktive Bauraumheizung bis 60 °C Hotend bis 350 °C für technische Materialien Integrierte Kamera mit Zeitraffer Nicht mehr erhältlich Vergleichsweise kleiner Bauraum Kein Mehrfarbdruck"},{"t":"Qidi X-Max 3","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 325 × 325 × 315 mm Bauraum und Kammerheizung bis 65 °C. Von Qidi eingestellt, Nachfolger ist der Qidi Max4.","u":"/3d-druck/drucker/qidi-x-max-3/","x":"Qidi CoreXY geschlossen Größere Teile aus technischen und faserverstärkten Materialien nein PLA PETG ABS ASA TPU PC Nylon PA12-CF PET-CF PAHT-CF Aktive Bauraumheizung bis 65 °C Großer geschlossener Bauraum Zweites Hotend aus gehärtetem Stahl für abrasive Filamente Nicht mehr erhältlich Kamera nur als separates Zubehör Hohes Gewicht von 30,2 kg"},{"t":"Flashforge Adventurer 5M","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit 220 × 220 × 220 mm Bauraum und werkzeuglosem Düsenwechsel. Vom Hersteller weiterhin angeboten.","u":"/3d-druck/drucker/flashforge-adventurer-5m/","x":"Flashforge CoreXY offen Einsteiger, die PLA und PETG ohne großen Montageaufwand drucken nein PLA PETG TPU PLA-CF PETG-CF Zu 95 % vormontiert Düsenwechsel ohne Werkzeug Kompakte Stellfläche Hotend nur bis 280 °C Offene Bauweise, nicht für ABS ausgelegt Kleiner Bauraum von 220 × 220 × 220 mm"},{"t":"Flashforge Adventurer 5M Pro","k":"Drucker","d":"Geschlossene Variante des Adventurer 5M mit Filtern und Kamera. Bauraum und Druckgeschwindigkeit entsprechen dem Basismodell.","u":"/3d-druck/drucker/flashforge-adventurer-5m-pro/","x":"Flashforge CoreXY geschlossen Einsteiger, die auch ABS und ASA in Innenräumen drucken nein PLA PETG ABS ASA TPU PLA-CF PETG-CF Geschlossenes Gehäuse mit HEPA- und Aktivkohlefilter Integrierte Kamera Leiser Modus mit 50 dB Hotend nur bis 280 °C Keine aktive Bauraumheizung Kleiner Bauraum von 220 × 220 × 220 mm"},{"t":"Qidi Max4","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 390 × 390 × 340 mm Bauraum und Kammerheizung bis 65 °C. Nachfolger des Qidi X-Max 3.","u":"/3d-druck/drucker/qidi-max4/","x":"Qidi CoreXY geschlossen Große Teile aus technischen und faserverstärkten Materialien optional mit Qidi Box (Zubehör, als Combo erhältlich) PLA PETG ABS ASA TPU PA PC CF/GF-verstärkte Filamente Großer geschlossener Bauraum von 390 × 390 × 340 mm Aktive Bauraumheizung bis 65 °C und Hotend bis 370 °C Closed-Loop-Schrittmotoren (FOC) an der XY-Achse Hohes Gewicht von 40 kg Mehrfarbdruck nur mit zusätzlicher Qidi Box Großer Platzbedarf"},{"t":"Sovol SV06","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 220 x 220 x 250 mm Bauraum und Direct Drive. Nicht mehr im Handel, Nachfolger ist der Sovol SV06 ACE.","u":"/3d-druck/drucker/sovol-sv06/","x":"Sovol Bettschubser offen Einsteiger und Bastler, die ein offenes, einfach aufgebautes Gerät suchen nein PLA PETG TPU ABS ASA PC PA Direct Drive mit Planetengetriebe Automatische Bettnivellierung mit 25 Punkten Doppelte Z-Achse mit automatischer Ausrichtung Empfohlene Druckgeschwindigkeit nur 80 mm/s Kein Touchscreen, kein WLAN Bausatz, Montage nötig"},{"t":"Sovol SV06 Plus","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 300 x 300 x 340 mm Bauraum und Touchscreen. Nicht mehr im Handel, Nachfolger ist der Sovol SV06 Plus ACE.","u":"/3d-druck/drucker/sovol-sv06-plus/","x":"Sovol Bettschubser offen Nutzer, die große Teile auf einem offenen Gerät drucken wollen nein PLA PETG TPU ABS ASA PC PA Großer Bauraum mit 300 x 300 x 340 mm Automatische Bettnivellierung mit 25 Punkten Filamentsensor und Wiederaufnahme nach Stromausfall Vergleichsweise langsam Kein WLAN Bausatz, Montage nötig"},{"t":"Sovol SV08 Max","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit 500 x 500 x 500 mm Bauraum und Klipper-Firmware. Gehäuse und Kammerheizung sind optional erhältlich.","u":"/3d-druck/drucker/sovol-sv08-max/","x":"Sovol CoreXY offen Nutzer mit Bedarf an sehr großen Druckteilen und Erfahrung mit Klipper nein PLA PETG TPU ABS ASA PA PC PLA-CF PETG-CF Sehr großer Bauraum mit 500 x 500 x 500 mm Klipper mit WLAN, Ethernet und Kamera Gehäuse und Kammerheizung als Zubehör erhältlich Großer Platzbedarf und hohes Gewicht Laut im Betrieb Montage und Einrichtung aufwendig"},{"t":"Creality K1 Max","k":"Drucker","d":"Geschlossener CoreXY-Drucker mit 300 x 300 x 300 mm Bauraum, LiDAR und KI-Kamera. Im Creality-Shop weiter erhältlich, bei 3DJake nicht mehr gelistet.","u":"/3d-druck/drucker/creality-k1-max/","x":"Creality CoreXY geschlossen Nutzer, die einen großen, geschlossenen Drucker für technische Filamente suchen optional, mit CFS-Upgrade-Kit für die K1-Serie PLA PETG TPU ABS ASA PA PC PLA-CF PA-CF PET-CF Geschlossener Bauraum mit 300 x 300 x 300 mm LiDAR und KI-Kamera serienmäßig WLAN und Ethernet Keine aktive Kammerheizung Hohes Gewicht mit 18 kg Händlerbewertungen nennen Ausfälle an Extruder und Sensoren"},{"t":"Creality Ender-3 V3","k":"Drucker","d":"Offener Drucker mit CoreXZ-Bewegungssystem und bis zu 600 mm/s. Nicht mehr im Handel, in der Ender-3-Reihe folgt der Ender-3 V4.","u":"/3d-druck/drucker/creality-ender-3-v3/","x":"Creality Bettschubser offen Einsteiger, die ein schnelles, kompaktes offenes Gerät suchen nein PLA PETG TPU ABS PLA-CF PETG-CF CoreXZ mit bis 600 mm/s Schnellwechseldüse Automatische Riemenspannung an X und Z Kleiner Bauraum mit 220 x 220 x 250 mm Kamera nur als Zubehör Nicht mehr im Handel"},{"t":"Creality Ender-3 V3 KE","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit Klipper-Firmware und Sprite-Extruder. Im Creality-Shop weiter erhältlich.","u":"/3d-druck/drucker/creality-ender-3-v3-ke/","x":"Creality Bettschubser offen Einsteiger mit kleinem Budget, die WLAN-Druck nutzen wollen nein PLA PETG TPU ABS ASA Sprite Direct Drive bis 300 °C WLAN und Creality Cloud PEI-Federstahlplatte Beschleunigung mit 8000 mm/s² geringer als bei aktuellen CoreXY-Geräten Kamera nur als Zubehör Kleiner Bauraum"},{"t":"Bambu Lab P1P","k":"Drucker","d":"Offener CoreXY-Drucker mit 256 x 256 x 256 mm Bauraum, Produktion im Februar 2026 eingestellt. Nachfolger sind der weiter erhältliche P1S und der neuere P2S.","u":"/3d-druck/drucker/bambu-lab-p1p/","x":"Bambu Lab CoreXY offen Nutzer, die ein gebrauchtes oder vorhandenes Gerät weiter betreiben optional, mit AMS PLA PETG TPU PVA PET PA PC ABS ASA CoreXY mit 20.000 mm/s² AMS-kompatibel für Mehrfarbdruck Ersatzteile und Support bis Februar 2031 zugesagt Offene Bauweise, für ABS und ASA wenig geeignet Einfaches Display ohne Touch Nicht mehr im Handel"},{"t":"Anycubic Kobra 3 V2","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 255 x 255 x 260 mm Bauraum, Kamera und optionalem Mehrfarbdruck. Im Anycubic-Shop ausverkauft, bei 3DJake mit Nachlieferung gelistet.","u":"/3d-druck/drucker/anycubic-kobra-3-v2/","x":"Anycubic Bettschubser offen Einsteiger, die später auf Mehrfarbdruck erweitern wollen optional, mit ACE Pro PLA PETG TPU Kamera und automatische Fluss-Kalibrierung serienmäßig Mehrfarbdruck mit ACE Pro möglich Automatische Nivellierung ohne Z-Offset Offiziell nur für PLA, PETG und TPU empfohlen Offene Bauweise Im Herstellershop derzeit ausverkauft"},{"t":"Sovol SV06 ACE","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit Klipper, Kamera und Drucksensor-Nivellierung. Nachfolger des Sovol SV06 mit verstärktem Rahmen.","u":"/3d-druck/drucker/sovol-sv06-ace/","x":"Sovol Bettschubser offen Einsteiger und Bastler, die ein offenes Klipper-Gerät mit kleinem Bauraum suchen nein PLA PETG TPU ABS Klipper mit WLAN und integrierter Kamera Automatische Nivellierung mit Drucksensor Bis 600 mm/s und 20.000 mm/s² Kleiner Bauraum mit 220 x 220 x 250 mm Lüftergeräusch im Test bemängelt Älterer SV06 nicht auf ACE aufrüstbar"},{"t":"Sovol SV06 Plus ACE","k":"Drucker","d":"Offener Bettschubser mit 300 x 300 x 350 mm Bauraum, Klipper und Kamera. Nachfolger des Sovol SV06 Plus.","u":"/3d-druck/drucker/sovol-sv06-plus-ace/","x":"Sovol Bettschubser offen Nutzer, die große Teile auf einem offenen Klipper-Gerät drucken wollen nein PLA PETG TPU PVA Großer Bauraum mit 300 x 300 x 350 mm Klipper mit WLAN und integrierter Kamera Montage laut Hersteller in etwa 15 Minuten Beschleunigung mit 15.000 mm/s² geringer als beim SV06 ACE Gehäuselüfter im Test als laut bemängelt Offene Bauweise"},{"t":"FDM","k":"Glossar · Verfahren","d":"Die häufigste Art des 3D-Drucks für zu Hause: Ein Kunststoffdraht wird geschmolzen und Schicht für Schicht zu einem Gegenstand aufgetragen, ähnlich wie mit einer Heißklebepistole.","u":"/glossar/fdm/","x":"FDM Fused Deposition Modeling, auch FFF (Fused Filament Fabrication) genannt. Ein thermoplastisches Filament wird im Hotend über seine Schmelztemperatur erhitzt und durch eine Düse ausgetragen. Die Bahnen werden Schicht für Schicht abgelegt. Die Auflösung in der Höhe bestimmt die Layerhöhe (typisch 0,1 bis 0,3 mm), in der Fläche vor allem der Düsendurchmesser. Vorteile: günstige Geräte und Materialien, sehr große Materialauswahl. Nachteile: sichtbare Schichtlinien und richtungsabhängige Festigkeit, weil die Haftung zwischen den Schichten schwächer ist als das Material selbst."},{"t":"Filament","k":"Glossar · Material","d":"Das Druckmaterial für die meisten 3D-Drucker: ein dünner Kunststoffdraht, aufgewickelt auf einer Spule.","u":"/glossar/filament/","x":"Filament Filamente Filaments Thermoplastischer Strang mit genormtem Durchmesser, heute fast immer 1,75 mm (seltener 2,85 mm). Wichtige Qualitätsmerkmale sind die Durchmessertoleranz (gute Hersteller etwa ±0,02 mm), Rundheit und Trockenheit. Viele Filamente sind hygroskopisch, nehmen also Feuchtigkeit aus der Luft auf. Das führt zu Blasen, Fäden und rauen Oberflächen. Neben reinen Kunststoffen gibt es gefüllte Varianten mit Carbon- oder Glasfasern, Holz- oder Metallpartikeln."},{"t":"Düse (Nozzle)","k":"Glossar · Bauteil","d":"Die kleine Metallspitze, aus der der geschmolzene Kunststoff herauskommt. Ihre Öffnung bestimmt, wie fein gedruckt werden kann.","u":"/glossar/duese/","x":"Düse Nozzle Die Düse sitzt am Ende des Hotends. Standard ist 0,4 mm. 0,2 mm erlaubt feinere Details bei deutlich längerer Druckzeit, 0,6 und 0,8 mm erhöhen Durchsatz und Festigkeit. Faustregeln: Linienbreite etwa 100 bis 120 % des Düsendurchmessers, Layerhöhe höchstens 75 %. Messingdüsen leiten Wärme gut, verschleißen aber schnell bei abrasiven Filamenten mit Carbon- oder Glasfasern. Dafür gibt es Düsen aus gehärtetem Stahl, mit Rubinspitze oder aus Hartmetall."},{"t":"Hotend","k":"Glossar · Bauteil","d":"Der beheizte Teil des Druckkopfs, in dem der Kunststoffdraht geschmolzen wird.","u":"/glossar/hotend/","x":"Hotend Hotends Besteht aus Heizblock, Heizpatrone, Temperatursensor, Heatbreak und Düse. Der Heatbreak trennt die heiße von der kalten Zone, damit das Filament nicht zu früh weich wird. Die maximale Temperatur begrenzt die Materialwahl: PLA braucht rund 200 °C, PETG 240 °C, ABS und ASA 250 bis 260 °C, PC und PA oft 270 bis 300 °C, Hochleistungskunststoffe wie PEEK über 400 °C. Für schnelles Drucken ist der maximale Volumenstrom in mm³/s die wichtigste Kennzahl."},{"t":"Extruder","k":"Glossar · Bauteil","d":"Der Antrieb, der den Kunststoffdraht greift und gleichmäßig in den Druckkopf schiebt.","u":"/glossar/extruder/","x":"Extruder Zahnräder, oft zwei gegenläufige (Dual Gear), klemmen das Filament und fördern es mit definierter Geschwindigkeit. Getriebe (zum Beispiel 3:1 oder 10:1) erhöhen Kraft und Auflösung. Kennwerte sind die Rotation Distance bzw. E-Steps und die maximale Schubkraft. Es gibt zwei Bauweisen: Direct Drive (Extruder direkt über dem Hotend) und Bowden (Extruder am Rahmen, Filament läuft durch einen PTFE-Schlauch)."},{"t":"Druckbett","k":"Glossar · Bauteil","d":"Die Platte, auf der der Gegenstand gedruckt wird. Meist ist sie beheizt, damit der Druck darauf hält.","u":"/glossar/druckbett/","x":"Druckbett Druckbetts Heute meist ein beheiztes Aluminiumbett mit Magnetfolie und einer wechselbaren Federstahlplatte. Gängige Oberflächen: glattes PEI (glänzende Unterseite, sehr gute Haftung), texturiertes PEI (strukturierte Unterseite, Teile lösen sich nach dem Abkühlen leicht), Glas und Spezialbeschichtungen. Typische Temperaturen: PLA 50 bis 60 °C, PETG 70 bis 85 °C, ABS und ASA 90 bis 110 °C. Fett von Fingern ist die häufigste Ursache für schlechte Haftung."},{"t":"Direct Drive","k":"Glossar · Bauweise","d":"Der Antrieb für den Kunststoffdraht sitzt direkt am Druckkopf. Dadurch lassen sich auch weiche, gummiartige Materialien gut drucken.","u":"/glossar/direct-drive/","x":"Direct Drive Direct-Drive Kurzer Filamentweg zwischen Antriebsrad und Düse. Vorteile: präzise Rückzüge mit kurzer Retraction (0,5 bis 2 mm) und zuverlässige Förderung flexibler Filamente wie TPU. Nachteil: mehr bewegte Masse am Druckkopf. Früher begrenzte das die Geschwindigkeit, leichte Extruder und Input Shaping gleichen das heute weitgehend aus. Bei fast allen neuen Druckern Standard."},{"t":"Bowden","k":"Glossar · Bauweise","d":"Der Antrieb für den Kunststoffdraht sitzt am Rahmen, der Draht läuft durch einen Schlauch zum Druckkopf. Weiche Materialien sind damit schwieriger zu drucken.","u":"/glossar/bowden/","x":"Bowden Der Extruder ist am Rahmen montiert und schiebt das Filament durch einen PTFE-Schlauch (oft 30 bis 60 cm) zum Hotend. Der Druckkopf wird leichter, dafür kann sich das Filament im Schlauch stauchen. Folgen: längere Retraction (oft 4 bis 7 mm), mehr Neigung zu Stringing und Schwierigkeiten mit weichem TPU. Bei neuen Geräten vor allem noch bei kleinen Einsteigerdruckern verbreitet."},{"t":"Bettschubser (Bed Slinger)","k":"Glossar · Bauweise","d":"Ein 3D-Drucker, bei dem die Druckplatte beim Drucken vor und zurück fährt. Günstig und einfach, aber meist langsamer.","u":"/glossar/bettschubser/","x":"Bettschubser Bed Slinger Kartesische Bauweise, bei der das Bett die Y-Achse bildet. Die bewegte Masse aus Bett und Druckteil begrenzt Beschleunigung und Geschwindigkeit und kann bei hohen, schlanken Teilen Schwingungen verursachen. Vorteile: einfache Mechanik, günstig, gut zugänglich. Braucht Platz vor und hinter dem Gerät (etwa die doppelte Betttiefe) und lässt sich schlecht einhausen."},{"t":"CoreXY","k":"Glossar · Bauweise","d":"Ein 3D-Drucker, bei dem nur der Druckkopf hin und her fährt und die Druckplatte langsam nach unten sinkt. Schnell und gut in ein Gehäuse einzubauen.","u":"/glossar/corexy/","x":"CoreXY Zwei feststehende Motoren bewegen den Druckkopf über zwei gekreuzte Riemen in X und Y, jede Bewegung entsteht aus der Kombination beider Motoren. Das Bett bewegt sich nur in Z. Die geringe bewegte Masse ermöglicht hohe Beschleunigungen, oft 10.000 bis 20.000 mm/s². Die Würfelform lässt sich gut einhausen, was für ABS, ASA und PA wichtig ist. Beide Riemen müssen gleich gespannt sein, sonst werden Teile schief."},{"t":"Delta-Drucker","k":"Glossar · Bauweise","d":"Ein 3D-Drucker, bei dem der Druckkopf an drei Armen hängt, die an senkrechten Säulen auf und ab fahren. Sehr schnell, aber selten.","u":"/glossar/delta/","x":"Delta-Kinematik Delta Drei Schlitten an senkrechten Säulen bewegen den Druckkopf über Parallelogrammarme. Die Position in X, Y und Z ergibt sich aus dem Zusammenspiel aller drei. Runder Bauraum, sehr geringe bewegte Masse und damit hohe Geschwindigkeiten. Nachteile: aufwendige Kalibrierung und geringere Genauigkeit am Rand des Bauraums. Im Hobbybereich selten, im Profibereich vereinzelt, etwa bei Hochtemperaturdruckern."},{"t":"Auto Bed Leveling","k":"Glossar · Funktion","d":"Der Drucker misst selbst, ob die Druckplatte irgendwo höher oder tiefer ist, und gleicht das beim Drucken automatisch aus.","u":"/glossar/auto-bed-leveling/","x":"Auto Bed Leveling automatisches Leveling Mesh-Leveling Ein Sensor (induktiv, mechanischer Taster, Wägezelle oder Wirbelstromsensor) tastet das Bett in einem Raster ab, oft an 25 bis über 100 Punkten. Daraus entsteht ein Höhenprofil (Mesh), nach dem die Firmware die Z-Achse während der ersten Schichten nachführt. Gleicht Unebenheiten von wenigen Zehntelmillimetern aus, ersetzt aber keine grob schiefe Mechanik."},{"t":"Mehrfarbdruck (AMS, MMU)","k":"Glossar · Funktion","d":"Zusatzgeräte oder Drucker, die während des Drucks automatisch zwischen mehreren Farben oder Materialien wechseln.","u":"/glossar/mehrfarbdruck/","x":"Mehrfarbdruck Mehrfarbsystem Mehrfarb-System AMS MMU3 Es gibt zwei Grundprinzipien. Systeme mit einer Düse, etwa AMS von Bambu Lab, MMU3 von Prusa, ACE von Anycubic oder CFS von Creality, schneiden das Filament ab, wechseln die Spule und spülen die alte Farbe aus. Das kostet bei jedem Wechsel Zeit und Material. Werkzeugwechsler und Drucker mit mehreren Düsen haben je Material eine eigene Düse, was Abfall und Zeit stark verringert. Viele Systeme lagern das Filament zusätzlich trocken oder trocknen es aktiv."},{"t":"Werkzeugwechsler","k":"Glossar · Funktion","d":"Ein Drucker mit mehreren Druckköpfen, der während des Drucks automatisch den Kopf wechselt. So lassen sich Farben und Materialien fast ohne Abfall kombinieren.","u":"/glossar/werkzeugwechsler/","x":"Werkzeugwechsler Jedes Werkzeug hat eigenes Hotend und eigene Düse, nicht benutzte Köpfe parken außerhalb des Druckbereichs. Gegenüber Systemen mit einer Düse fällt kaum Spülmaterial an, Wechsel gehen schneller, und sehr unterschiedliche Materialien lassen sich kombinieren, etwa PLA mit TPU oder wasserlöslichem PVA. Nachteile: höherer Preis, zusätzliche Mechanik und die Kalibrierung der Kopfversätze."},{"t":"Beheizte Kammer","k":"Glossar · Funktion","d":"Der geschlossene Innenraum eines Druckers. Ist er warm, verziehen sich empfindliche Materialien beim Drucken weniger.","u":"/glossar/kammer/","x":"Kammer Ein Gehäuse hält die Wärme des Druckbetts im Bauraum. Passive Kammern erreichen so oft 35 bis 50 °C, aktiv beheizte Kammern 55 bis 90 °C. Eine warme, zugfreie Umgebung verringert Warping und Schichtrisse bei ABS, ASA, PC und PA deutlich. Für PLA ist eine warme Kammer eher schädlich (Hitzestau, verstopfte Düse), deshalb Tür oder Deckel öffnen. Aktivkohle- oder HEPA-Filter verringern Gerüche und Partikel."},{"t":"Slicer","k":"Glossar · Software","d":"Das Programm am Computer, das ein 3D-Modell in Schichten zerlegt und daraus die Anweisungen für den Drucker erstellt.","u":"/glossar/slicer/","x":"Slicer Wandelt ein Modell (STL, 3MF, STEP) in G-Code oder ein herstellerspezifisches Format um. Hier werden Layerhöhe, Wandanzahl, Infill, Temperaturen, Geschwindigkeiten, Kühlung und Stützstrukturen festgelegt. Verbreitet sind PrusaSlicer, OrcaSlicer, Bambu Studio und UltiMaker Cura. Gute Profile beeinflussen Qualität und Druckzeit oft stärker als der Drucker selbst."},{"t":"Z-Offset","k":"Glossar · Einstellung","d":"Wie weit die Düse beim Start über der Druckplatte steht. Stimmt dieser Abstand nicht, hält die erste Schicht schlecht.","u":"/glossar/z-offset/","x":"Z-Offset Versatz zwischen dem Auslösepunkt des Bettsensors und der tatsächlichen Nullhöhe der Düse. Die erste Schicht soll leicht gequetscht sein, die Linien berühren sich ohne Lücken. Zu hoch: runde, lose Linien und schlechte Haftung. Zu niedrig: die Düse kratzt, es kommt kaum Material, Elefantenfuß. Anpassung in Schritten von 0,01 bis 0,02 mm. Viele aktuelle Drucker messen den Z-Offset mit Wägezelle oder Drucksensor automatisch."},{"t":"Layerhöhe","k":"Glossar · Einstellung","d":"Wie dick jede gedruckte Schicht ist. Dünnere Schichten sehen feiner aus, der Druck dauert dafür länger.","u":"/glossar/layerhoehe/","x":"Layerhöhe Schichthöhe Üblich sind 0,1 bis 0,3 mm bei einer 0,4-mm-Düse, Standard sind 0,2 mm. Halbe Layerhöhe bedeutet ungefähr doppelte Druckzeit. Obergrenze etwa 75 % des Düsendurchmessers. Den größten sichtbaren Unterschied macht die Layerhöhe bei schrägen und runden Flächen. Viele Slicer bieten adaptive Layerhöhen, die nur dort fein drucken, wo es nötig ist."},{"t":"Infill","k":"Glossar · Einstellung","d":"Die Füllung im Inneren eines Drucks. Gedruckte Teile sind innen meist nicht massiv, sondern mit einem Gittermuster gefüllt.","u":"/glossar/infill/","x":"Infill Angabe in Prozent des Innenvolumens. Deko: 10 bis 15 %, Funktionsteile: 20 bis 40 %, stark belastete Teile mehr. Muster wie Gyroid, Grid, Cubic oder Lightning beeinflussen Festigkeit, Druckzeit und Materialverbrauch. Für die Festigkeit sind zusätzliche Wände (Perimeter) und Deckschichten oft wirksamer als mehr Infill."},{"t":"Stützstrukturen (Support)","k":"Glossar · Einstellung","d":"Hilfsgerüste, die mitgedruckt werden, damit überhängende Teile nicht in der Luft hängen. Nach dem Druck werden sie abgebrochen.","u":"/glossar/stuetzstrukturen/","x":"Stützstrukturen Überhänge flacher als etwa 45° zur Waagerechten brauchen Support. Normale Supports bilden ein Gitter unter dem Überhang, Baum-Supports (Tree, Organic) verzweigen sich und sparen Material. Der Abstand zwischen Support und Bauteil (typisch 0,1 bis 0,25 mm) bestimmt, wie leicht er sich löst. Bei Mehrmaterialdruckern kann wasserlösliches PVA oder ein schlecht haftendes Material als Trennschicht dienen."},{"t":"Retraction","k":"Glossar · Einstellung","d":"Der Drucker zieht den Kunststoffdraht kurz zurück, bevor er an eine andere Stelle fährt. So tropft unterwegs nichts heraus.","u":"/glossar/retraction/","x":"Retraction Kennwerte sind Rückzugslänge und -geschwindigkeit. Direct Drive: meist 0,5 bis 2 mm bei 30 bis 45 mm/s. Bowden: oft 4 bis 7 mm. Zu viel Retraction kann geschmolzenes Material in den Heatbreak ziehen und Verstopfungen verursachen. Verwandte Einstellungen sind Wipe, Z-Hop und Pressure Advance (bzw. Linear Advance)."},{"t":"Brim","k":"Glossar · Einstellung","d":"Ein dünner, flacher Rand, der rund um den Druck mitgedruckt wird, damit er besser auf der Platte hält. Danach wird er abgezogen.","u":"/glossar/brim/","x":"Brim Mehrere Linien in der ersten Schicht, meist 3 bis 10 mm breit, direkt am Bauteil anliegend. Vergrößert die Haftfläche und hält Ecken unten, deshalb wirksam gegen Warping und bei kleinen Kontaktflächen. Abgrenzung: Ein Skirt ist eine Umrandung mit Abstand, nur zum Anlaufen der Düse. Ein Raft ist eine komplette Unterlage unter dem Bauteil. Viele Slicer lassen einen winzigen Spalt zwischen Brim und Bauteil, damit er sich sauber löst."},{"t":"Warping","k":"Glossar · Fehlerbild","d":"Die Ecken eines Drucks biegen sich nach oben und lösen sich von der Platte. Passiert vor allem bei Kälte und Zugluft.","u":"/glossar/warping/","x":"Warping Ursache ist die Schrumpfung beim Abkühlen: Obere Schichten ziehen sich zusammen und erzeugen Spannung, die die Ecken anhebt. Besonders betroffen sind Materialien mit hoher Schrumpfung wie ABS, ASA, PA und PC. Gegenmaßnahmen: höhere Betttemperatur, geschlossene, vorgewärmte Kammer, Brim, weniger Bauteilkühlung, saubere Druckoberfläche und abgerundete Ecken in der Konstruktion."},{"t":"Stringing","k":"Glossar · Fehlerbild","d":"Feine Kunststofffäden zwischen einzelnen Teilen des Drucks, die wie Spinnweben aussehen.","u":"/glossar/stringing/","x":"Stringing Entsteht, wenn bei Leerfahrten geschmolzener Kunststoff aus der Düse nachläuft. Hauptursachen: zu hohe Düsentemperatur, zu wenig oder zu langsame Retraction, feuchtes Filament. Gegenmaßnahmen: Temperatur in 5-Grad-Schritten senken, Retraction kalibrieren, Filament trocknen, im Slicer Leerfahrten über Außenwände vermeiden. PETG und TPU neigen stärker dazu als PLA."},{"t":"Elefantenfuß","k":"Glossar · Fehlerbild","d":"Die unterste Schicht eines Drucks quillt nach außen und ist breiter als der Rest. Teile passen dann oft nicht genau zusammen.","u":"/glossar/elefantenfuss/","x":"Elefantenfuß Entsteht, wenn die erste Schicht zu stark gequetscht wird (Z-Offset zu niedrig) oder das Bett zu heiß ist, sodass die unteren Schichten unter dem Gewicht nachgeben. Gegenmaßnahmen: Z-Offset leicht erhöhen, Betttemperatur senken, im Slicer die Kompensation für den Elefantenfuß aktivieren (typisch 0,1 bis 0,2 mm) oder in der Konstruktion eine kleine Fase an der Unterkante vorsehen."},{"t":"PLA","k":"Glossar · Filament","d":"Das einfachste und beliebteste Druckmaterial. Gut für Deko, Figuren und Prototypen, wird aber schon bei Hitze im Auto weich.","u":"/glossar/pla/","x":"PLA Polylactid, ein Biokunststoff zum Beispiel aus Maisstärke. Drucktemperatur 190 bis 220 °C, Bett 50 bis 60 °C, starke Bauteilkühlung. Geringe Schrumpfung, kaum Warping, kaum Geruch. Die Glasübergangstemperatur liegt bei rund 55 bis 60 °C, darüber wird PLA weich. Steif, aber spröde: Es bricht eher, als dass es sich biegt. Industriell kompostierbar, im heimischen Kompost aber praktisch nicht abbaubar. Varianten: PLA+, Silk, Matt und gefüllte Sorten mit Holz oder Carbon."},{"t":"PETG","k":"Glossar · Filament","d":"Ein robustes Druckmaterial, stabiler und hitzefester als PLA. Gut für Halterungen und Teile, die etwas aushalten müssen.","u":"/glossar/petg/","x":"PETG Glykolmodifiziertes Polyethylenterephthalat, verwandt mit dem Material von PET-Flaschen. Drucktemperatur 230 bis 250 °C, Bett 70 bis 85 °C, mäßige Kühlung. Zäher und schlagfester als PLA, formstabil bis rund 70 bis 80 °C, gut beständig gegen viele Chemikalien. Neigt zu Stringing und haftet auf glattem PEI teilweise zu stark, deshalb Trennmittel wie Klebestift verwenden. Leicht hygroskopisch, trocken lagern."},{"t":"ABS","k":"Glossar · Filament","d":"Ein hitzefestes Druckmaterial, aus dem zum Beispiel LEGO-Steine bestehen. Zum Drucken braucht man einen geschlossenen Drucker, und es riecht dabei.","u":"/glossar/abs/","x":"ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol. Drucktemperatur 240 bis 260 °C, Bett 90 bis 110 °C, wenig Kühlung. Formstabil bis rund 90 bis 100 °C, zäh, gut zu schleifen, zu kleben und mit Aceton zu glätten. Hohe Schrumpfung, daher Warping und Schichtrisse ohne geschlossene, warme Kammer. Beim Drucken entstehen Styroldämpfe und feine Partikel, deshalb Filter oder gute Belüftung. Nicht UV-beständig: vergilbt und versprödet im Sonnenlicht."},{"t":"ASA","k":"Glossar · Filament","d":"Ein hitze- und wetterfestes Druckmaterial für Teile, die draußen in Sonne und Regen halten sollen. Zum Drucken braucht man einen geschlossenen Drucker.","u":"/glossar/asa/","x":"ASA Acrylnitril-Styrol-Acrylat. Druckverhalten ähnlich wie ABS: 240 bis 260 °C, Bett 90 bis 110 °C, geschlossene Kammer empfohlen. Statt Butadien enthält ASA Acrylatkautschuk und ist dadurch deutlich UV- und witterungsbeständig. Formstabil bis rund 90 bis 100 °C. Typisch für Teile am Auto, im Garten oder an der Hauswand. Auch hier beim Drucken auf Dämpfe achten."},{"t":"TPU","k":"Glossar · Filament","d":"Ein weiches, gummiartiges Druckmaterial. Damit druckt man zum Beispiel Handyhüllen, Dichtungen oder rutschfeste Füße.","u":"/glossar/tpu/","x":"TPU Thermoplastisches Polyurethan. Die Härte wird in Shore A angegeben, verbreitet ist 95A, weichere Sorten (85A bis 90A) sind schwieriger. Drucktemperatur 210 bis 230 °C, Bett 40 bis 60 °C, niedrige Volumenströme. Ein Direct-Drive-Extruder mit kurzem, geführtem Filamentweg ist fast Pflicht. Hygroskopisch und anfällig für Stringing, Retraction gering halten. Sehr abriebfest und schlagzäh."},{"t":"PVA","k":"Glossar · Filament","d":"Ein wasserlösliches Druckmaterial für Stützgerüste. Nach dem Druck legt man das Teil in Wasser, und die Stützen lösen sich auf.","u":"/glossar/pva/","x":"PVA Polyvinylalkohol. Wird in Mehrmaterialdruckern als Support für PLA eingesetzt, seltener für PETG. Drucktemperatur rund 190 bis 220 °C. Extrem hygroskopisch: nur trocken lagern und vor Gebrauch trocknen, sonst wird es blasig und spröde. Das Auflösen in warmem Wasser dauert je nach Menge Stunden. Alternative mit schnellerer Löslichkeit: BVOH."},{"t":"PC (Polycarbonat)","k":"Glossar · Filament","d":"Ein sehr hartes, schlagfestes und hitzebeständiges Druckmaterial für Technikteile. Gut druckbar nur mit einem heißen, geschlossenen Drucker.","u":"/glossar/pc/","x":"PC Polycarbonat Polycarbonat. Drucktemperatur 260 bis 300 °C, Bett 100 bis 120 °C, geschlossene, warme Kammer. Formstabil über 110 °C, sehr schlagzäh, teilweise transparent. Starke Schrumpfung und hohe Feuchteaufnahme, vor dem Druck trocknen. Oft als Mischung angeboten (PC-ABS, PC-PBT), die sich leichter drucken lässt."},{"t":"PA (Nylon)","k":"Glossar · Filament","d":"Nylon: ein zähes, verschleißfestes Druckmaterial für Zahnräder, Scharniere und stark belastete Teile. Anspruchsvoll zu drucken.","u":"/glossar/pa/","x":"PA Nylon Polyamid, zum Beispiel PA6 oder PA12, oft mit Carbon- oder Glasfasern (PA-CF, PA-GF). Drucktemperatur 250 bis 300 °C, Bett 70 bis 110 °C, geschlossene Kammer empfohlen. Sehr zäh, abriebfest, gute Gleiteigenschaften. Stark hygroskopisch: Feuchtes PA druckt schlecht und verliert Festigkeit, deshalb immer trocknen und möglichst aus einer Trockenbox drucken. Haftet auf PEI oft nur mit Klebestift."},{"t":"PP (Polypropylen)","k":"Glossar · Filament","d":"Ein leichtes, chemikalienfestes Druckmaterial, wie bei vielen Haushaltsdosen. Es haftet schlecht auf normalen Druckplatten.","u":"/glossar/pp/","x":"PP Polypropylen. Drucktemperatur 220 bis 250 °C, Bett 80 bis 100 °C. Sehr gute Chemikalienbeständigkeit, geringe Dichte, dauerbiegefest und damit gut für Filmscharniere. Starke Schrumpfung und sehr schlechte Haftung auf üblichen Oberflächen, nötig sind spezielle PP-Druckplatten oder PP-Klebeband."},{"t":"HIPS","k":"Glossar · Filament","d":"Ein Druckmaterial, das vor allem als auflösbares Stützgerüst für Drucke aus ABS dient.","u":"/glossar/hips/","x":"HIPS High Impact Polystyrene. Drucktemperatur 230 bis 250 °C, Bett 90 bis 110 °C, ähnlich wie ABS. Löst sich in Limonen auf und wird deshalb als Support-Material für ABS genutzt. Auch allein druckbar, leicht und gut nachzubearbeiten."},{"t":"Faserverstärkte Filamente (CF, GF)","k":"Glossar · Filament","d":"Druckmaterialien mit eingemischten Kohle- oder Glasfasern. Teile werden steifer und sehen matt aus, normale Düsen nutzen sich damit aber schnell ab.","u":"/glossar/faserverstaerkt/","x":"CF-/GF-Filamente CF-Filamente Carbon-Filamente Kurze Carbon- (CF) oder Glasfasern (GF), meist 10 bis 25 % Anteil, in PLA, PETG, PA oder PC. Höhere Steifigkeit, weniger Verzug, matte Oberfläche, die Zähigkeit sinkt oft. Die Fasern sind abrasiv und schleifen Messingdüsen und Förderräder schnell ab, deshalb gehärtete Stahl- oder Hartmetalldüsen verwenden. Häufig hygroskopisch, vor allem PA-CF."},{"t":"PEEK / PEKK","k":"Glossar · Filament","d":"Hochleistungs-Druckmaterialien aus Industrie und Medizintechnik. Extrem hitze- und chemikalienfest, aber nur mit Spezialdruckern über 400 °C druckbar.","u":"/glossar/peek/","x":"PEEK PEKK Polyetheretherketon und Polyetherketonketon, teilkristalline Hochleistungsthermoplaste. Drucktemperatur 360 bis 450 °C, Bett 120 bis 160 °C, aktiv beheizte Kammer. Dauergebrauchstemperatur um 250 °C, sehr chemikalienbeständig, schwer entflammbar. Das Filament kostet ein Vielfaches von Standardmaterialien."},{"t":"PEI","k":"Glossar · Druckplatte","d":"Ein Kunststoff mit zwei Rollen: Als Beschichtung von Druckplatten sorgt er dafür, dass Drucke gut halten. Als Druckmaterial ist er ein extrem hitzefester Spezialkunststoff.","u":"/glossar/pei/","x":"PEI Polyetherimid, Handelsname Ultem. Als Druckplattenbeschichtung (glatt oder texturiert) bietet PEI bei warmem Bett gute Haftung, und Teile lösen sich nach dem Abkühlen meist von selbst. Als Filament ist PEI ein Hochleistungskunststoff mit Drucktemperaturen um 350 bis 400 °C, Glasübergang bei rund 215 °C und sehr guter Flammbeständigkeit, nur auf Industriedruckern verarbeitbar."},{"t":"UV-Druck","k":"Glossar · Verfahren","d":"Ein Druckverfahren, bei dem die Farbe direkt nach dem Auftragen mit UV-Licht fest wird. So lassen sich fast alle Oberflächen bedrucken, etwa Metall, Holz, Glas, Acryl oder Leder.","u":"/glossar/uv-druck/","x":"UV-Druck UV-Drucks UV-Drucker UV-Druckern UV-Druckers Ein Inkjet-Druckkopf spritzt winzige Tropfen UV-härtender Tinte auf das Material, eine UV-LED neben dem Kopf härtet sie sofort aus. Die Tinte zieht also nicht ein und muss nicht trocknen, deshalb funktioniert das Verfahren auch auf nicht saugenden Oberflächen. Neben den Farben CMYK nutzen die meisten Geräte Weißtinte als Unterlage auf dunklen oder transparenten Materialien und oft Lack für Glanz und Relief. Verbreitet sind Flachbettdrucker für flache Gegenstände, Rotationsaufsätze für Flaschen und Becher sowie UV-DTF für Aufkleber zum Übertragen. Auf glatten Oberflächen wie Glas, Metall oder manchen Kunststoffen braucht es oft einen Primer, damit die Tinte dauerhaft hält."},{"t":"UV-DTF","k":"Glossar · Verfahren","d":"Ein Motiv wird mit UV-Tinte auf eine Folie gedruckt und danach wie ein Aufkleber auf einen Gegenstand übertragen. So lassen sich auch Dinge gestalten, die nicht in den Drucker passen.","u":"/glossar/uv-dtf/","x":"UV-DTF UV-DTF-Druck UV-DTF-Transfer UV-DTF-Transfers DTF steht für Direct to Film. Der Drucker trägt auf eine Trägerfolie (A-Film) Klebstoff, Farbe, Weißtinte und meist Lack auf, danach wird eine Transferfolie (B-Film) darüber laminiert. Beim Aufbringen zieht man den A-Film ab, drückt das Motiv auf den Gegenstand und entfernt den B-Film, übrig bleibt nur der Druck ohne Hintergrund. Geeignet für gebogene oder unhandliche Objekte wie Becher, Helme oder Werkzeuge. Haftung und Abriebfestigkeit sind meist geringer als beim Direktdruck auf dem Flachbett, dafür ist die Vorbereitung des Objekts einfacher."},{"t":"Hinterglasdruck","k":"Glossar · Technik","d":"Das Motiv wird spiegelverkehrt auf die Rückseite einer Glas- oder Acrylplatte gedruckt. Von vorne sieht man es dann durch die glatte Scheibe, geschützt vor Kratzern.","u":"/glossar/hinterglasdruck/","x":"Hinterglasdruck Hinterglasdrucke Hinterglas-Druck Die Schichtreihenfolge ist umgekehrt zum normalen UV-Druck: zuerst die Farben, dann Weißtinte als deckende Rückschicht, damit die Farben von vorne kräftig wirken. Das Motiv muss in der Software gespiegelt werden. Typische Träger sind Acrylglas und Glas, auf Glas meist mit Primer. Vorteile sind ein glänzender Tiefeneffekt und eine kratzgeschützte Druckseite. Lässt man das Weiß stellenweise weg, entstehen durchscheinende Bereiche, etwa für beleuchtete Schilder."},{"t":"UV-Tinte","k":"Glossar · Tinte","d":"Die Druckfarbe eines UV-Druckers. Sie bleibt flüssig, bis sie mit UV-Licht bestrahlt wird, und wird dann in Sekunden fest.","u":"/glossar/uv-tinte/","x":"UV-Tinte UV-Tinten UV-Tinten bestehen aus Monomeren, Oligomeren, Pigmenten und Photoinitiatoren. Unter UV-Licht der passenden Wellenlänge starten die Photoinitiatoren eine Polymerisation, die flüssige Tinte vernetzt zu einem festen Film. Es gibt harte Tinten mit hoher Kratzfestigkeit für starre Materialien und flexible (weiche) Tinten für Leder, Folien oder biegsame Kunststoffe. UV-Tinte ist lichtempfindlich, deshalb lichtdicht lagern und Haltbarkeitsdatum beachten. Ungehärtete Tinte kann die Haut reizen, Handschuhe tragen und für Lüftung sorgen."},{"t":"Weißtinte","k":"Glossar · Tinte","d":"Deckende weiße Farbe, die unter die bunten Farben gedruckt wird. Ohne sie wären Drucke auf dunklen oder durchsichtigen Materialien blass oder kaum zu sehen.","u":"/glossar/weisstinte/","x":"Weißtinte Weißtinten weiße Tinte Weiße Tinte weißer Tinte Weißtinte enthält meist Titandioxid als Pigment. Es ist schwer und setzt sich im Tank, in den Schläuchen und im Druckkopf ab, deshalb haben viele Geräte eine Umwälzung (Zirkulation) oder ein Rührwerk für die weiße Tinte. Wer den Drucker länger nicht nutzt, sollte die Tinte regelmäßig bewegen und Düsentests machen. Weiß dient als Weißunterdruck, als deckende Rückschicht beim Hinterglasdruck und als Grundlage für Relief. Gleichzeitig ist es die Tinte, die am häufigsten Düsen verstopft."},{"t":"UV-Lack (Varnish)","k":"Glossar · Tinte","d":"Eine durchsichtige Tinte, die über den Druck gelegt wird. Sie macht Stellen glänzend, schützt die Farbe oder lässt erhabene, fühlbare Strukturen entstehen.","u":"/glossar/uv-lack/","x":"UV-Lack UV-Lacke UV-Lacks Varnish Lackkanal Spot-Lack Spotlack Klarlack wird wie eine Farbe über einen eigenen Kanal gedruckt und in der Software als eigene Ebene angelegt. Vollflächig erhöht er den Glanz und schützt vor Abrieb. Gezielt auf einzelne Bereiche gedruckt (Spot-Lack) setzt er Akzente, mehrere Lagen übereinander ergeben fühlbare Relief- und Textureffekte. Ob Lack möglich ist, hängt vom Gerät ab: Manche Drucker haben dafür einen eigenen Kanal, andere teilen ihn sich mit einer Farbe. Beim UV-DTF ist Lack meist Pflicht, weil er dem Transfer Stabilität gibt."},{"t":"Primer (UV-Druck)","k":"Glossar · Hilfsmittel","d":"Eine dünne, klare Flüssigkeit, die vor dem Drucken auf das Material gewischt wird. Sie sorgt dafür, dass die UV-Tinte auf glatten Oberflächen nicht abblättert.","u":"/glossar/primer/","x":"Primer Primers UV-Primer Haftprimer Primer wirkt als Haftvermittler zwischen Untergrund und UV-Tinte. Nötig ist er vor allem bei Glas, Keramik, Metall, Edelstahl und vielen Kunststoffen wie PP, PE oder Silikon, auf Holz, Leder oder beschichteten Platten dagegen oft nicht. Es gibt Primer für bestimmte Materialgruppen, der passende Typ hängt vom Untergrund ab. Aufgetragen wird dünn mit einem fusselfreien Tuch oder Schwamm, danach muss der Primer je nach Produkt einige Minuten ablüften. Vorher den Untergrund entfetten, etwa mit Isopropanol. Einige Drucker können Primer auch über einen eigenen Kanal drucken."},{"t":"Flachbettdrucker","k":"Glossar · Bauweise","d":"Ein UV-Drucker mit einer flachen Auflage, auf die man den Gegenstand legt. Der Druckkopf fährt darüber und bedruckt ihn direkt.","u":"/glossar/flachbettdrucker/","x":"Flachbettdrucker Flachbett-Drucker Flachbett-UV-Drucker Flachbett Das Objekt liegt auf einem Tisch, häufig mit Vakuumansaugung oder Schablone zum Fixieren. Der Inkjet-Druckkopf fährt in X-Richtung, Tisch oder Portal bewegen sich in Y, die Höhe wird an das Objekt angepasst. Wichtige Kennwerte sind die Druckfläche (bei Hobbygeräten etwa A4 bis A3) und die maximale Objekthöhe. Der Abstand zwischen Kopf und Oberfläche sollte klein sein, typisch 1 bis 3 mm, sonst wird der Druck unscharf. Mit einem Rotationsaufsatz bedrucken viele Flachbettdrucker auch runde Gegenstände."},{"t":"Rotationsaufsatz","k":"Glossar · Zubehör","d":"Ein Zusatzgerät, das runde Gegenstände wie Flaschen oder Becher beim Drucken langsam dreht. So lässt sich rundherum drucken.","u":"/glossar/rotationsaufsatz/","x":"Rotationsaufsatz Rotationsaufsätze Rotationsaufsatzes Rotationsaufsätzen Rotationsdruck Der Aufsatz wird auf das Flachbett gelegt oder ersetzt die Y-Bewegung des Druckers: Statt dass der Tisch fährt, dreht sich das Objekt auf Rollen oder in einer Klemmung. Rollenauflagen eignen sich für zylindrische Objekte, Klemmen mit Spitzen auch für leicht konische Becher. Bei stark konischen Formen ändert sich der Abstand zum Druckkopf entlang des Objekts, was zu unscharfen Rändern führt. Durchmesser und Länge sind je nach Modell begrenzt. In der Software muss der Durchmesser stimmen, sonst wird das Motiv gestaucht oder gedehnt."},{"t":"Druckkopf (Inkjet)","k":"Glossar · Bauteil","d":"Das Bauteil eines UV-Druckers, das die Tinte in winzigen Tröpfchen auf das Material spritzt. Es hat Hunderte bis Tausende feine Düsen.","u":"/glossar/inkjet-druckkopf/","x":"Inkjet-Druckkopf Inkjet-Druckkopfs Inkjet-Druckköpfe Inkjet-Druckköpfen Ein Inkjet-Druckkopf hat mehrere Düsenreihen, jede Reihe ist einem Farbkanal zugeordnet. Die Tropfen sind nur wenige Pikoliter groß, viele Köpfe arbeiten mit variabler Tropfengröße für feinere Verläufe. Im UV-Druck sind fast immer Piezo-Druckköpfe verbaut, verbreitet sind Köpfe von Epson und Ricoh. Der Kopf ist das teuerste Verschleißteil: Eingetrocknete oder ausgehärtete Tinte verstopft Düsen, Streulicht der UV-Lampe kann Tinte auf der Düsenplatte anhärten. Regelmäßige Reinigung und Düsentests verlängern die Lebensdauer."},{"t":"Piezo-Druckkopf","k":"Glossar · Bauteil","d":"Eine Art Druckkopf, bei der ein winziges Bauteil die Tinte durch eine elektrische Spannung aus der Düse drückt, ganz ohne Hitze. Deshalb eignet sie sich für UV-Tinte.","u":"/glossar/piezo-druckkopf/","x":"Piezo-Druckkopf Piezo-Druckkopfs Piezo-Druckköpfe Piezo-Druckköpfen Piezodruckkopf Piezodruckköpfe Piezokristalle verformen sich, wenn Spannung anliegt. Diese Bewegung erzeugt in der Tintenkammer einen Druckimpuls, der einen Tropfen ausstößt. Über die Form des Spannungsverlaufs (Waveform) lassen sich Tropfengröße und -geschwindigkeit steuern. Anders als beim thermischen Inkjet aus Bürodruckern wird die Tinte nicht erhitzt, deshalb vertragen Piezo-Köpfe die zähflüssigen UV-Tinten. Bekannte Kopfserien sind etwa Epson XP600, TX800, I1600 und I3200 sowie Ricoh Gen5 und Gen6, sie unterscheiden sich in Düsenzahl, Geschwindigkeit und Lebensdauer."},{"t":"LED-UV-Härtung","k":"Glossar · Technik","d":"Das Festwerden der Tinte unter UV-Licht. Eine Lampe direkt neben dem Druckkopf härtet jede gedruckte Bahn sofort aus.","u":"/glossar/led-uv-haertung/","x":"LED-UV-Härtung UV-Härtung UV-Aushärtung LED-UV UV-LED UV-LEDs Hobby- und Kleingewerbegeräte härten fast ausschließlich mit UV-LEDs, typisch mit 395 nm Wellenlänge, seltener 365 bis 405 nm. Gegenüber älteren Quecksilberdampflampen werden LEDs kaum warm, brauchen keine Aufwärmzeit, erzeugen kein Ozon und halten deutlich länger. Ist die Lampenleistung zu gering, bleibt die Tinte klebrig und haftet schlechter, ist sie zu stark oder streut Licht zum Druckkopf, härtet Tinte an der Düsenplatte an. Manche Geräte fixieren die Tinte erst leicht (Pinning) und härten sie danach vollständig aus, was glattere Oberflächen ergibt. UV-Licht schadet Augen und Haut, deshalb nie ungeschützt in die Lampe sehen."},{"t":"RIP-Software","k":"Glossar · Software","d":"Das Programm, das ein Bild in genaue Druckanweisungen für den UV-Drucker umrechnet. Es legt fest, wo welche Farbe, Weiß und Lack landen.","u":"/glossar/rip-software/","x":"RIP-Software RIP-Programm RIP RIP steht für Raster Image Processor. Die Software rechnet Bilddaten in Rasterpunkte für jeden Tintenkanal um, wendet ICC-Profile an und erzeugt die Kanäle für Weiß und Lack. Hier werden Auflösung, Anzahl der Durchgänge, Druckrichtung und Tintenmenge eingestellt. Viele Hobbygeräte bringen eine eigene, vereinfachte Software mit, im Gewerbe verbreitet sind zum Beispiel Maintop, Onyx, Caldera oder Flexi. Die Qualität der Profile und des Rasters beeinflusst Farbtreue und Streifenbildung oft stärker als das Gerät."},{"t":"ICC-Profil","k":"Glossar · Farbmanagement","d":"Eine kleine Datei, die beschreibt, wie ein Gerät Farben darstellt. Damit sehen gedruckte Farben möglichst so aus wie am Bildschirm.","u":"/glossar/icc-profil/","x":"ICC-Profil ICC-Profile ICC-Profils ICC-Profilen Farbprofil Farbprofile Farbprofilen Ein ICC-Profil ordnet Farbwerte einem geräteunabhängigen Farbraum zu, nach dem Standard des International Color Consortium. Für den Druck gilt ein Profil immer nur für eine Kombination aus Drucker, Tinte, Auflösung, Druckmodus und Untergrund, ein Profil für weißes Acryl passt nicht automatisch für Holz. Eigene Profile erstellt man, indem man ein Testchart druckt und mit einem Spektralfotometer vermisst. Die RIP-Software wendet das Profil beim Umrechnen an. Ohne passendes Profil wirken Drucke oft zu dunkel, flau oder farbstichig."},{"t":"Weißunterdruck","k":"Glossar · Technik","d":"Eine Schicht weißer Tinte, die zuerst gedruckt wird und auf der dann die Farben liegen. Sie lässt Farben auf dunklen oder durchsichtigen Untergründen leuchten.","u":"/glossar/weissunterdruck/","x":"Weißunterdruck Weißunterdrucks Weiß-Unterdruck Weißunterlage Die UV-Farben sind lasierend, sie lassen also den Untergrund durchscheinen. Auf Weiß wirken sie wie gedacht, auf Schwarz, Holz oder Metall verschwinden sie fast. Der Weißunterdruck wird in der Software als eigener Kanal erzeugt, meist automatisch aus dem Motiv, und kann leicht nach innen versetzt werden, damit am Rand keine weißen Blitzer entstehen. Deckkraft und Lagenzahl steuern, wie kräftig die Farben werden. Wird der Unterdruck bewusst weggelassen, schimmert das Material durch, was bei Holz oder gebürstetem Metall gewollt sein kann."},{"t":"Relief und Textur","k":"Glossar · Technik","d":"Durch viele übereinander gedruckte Schichten entstehen erhabene Stellen, die man fühlen kann, zum Beispiel Pinselstriche, Holzmaserung oder Blindenschrift.","u":"/glossar/reliefdruck/","x":"Reliefdruck Reliefdrucke Reliefdrucks Relief Reliefs Reliefhöhe Texturdruck Strukturdruck Da UV-Tinte sofort aushärtet, kann jede Lage auf der vorherigen aufbauen. Die Höhe entsteht meist aus Weißtinte, Lack oder beidem, darüber kommen Farbe und optional Glanzlack. Gesteuert wird die Höhe über eine Graustufenkarte: Helle Bereiche bekommen mehr Lagen als dunkle. Übliche Höhen liegen bei Bruchteilen eines Millimeters, mit vielen Durchgängen sind je nach Gerät einige Millimeter möglich. Mit jeder Lage steigt die Druckzeit, und der Kopfabstand muss mitwachsen, sonst streift der Kopf über den Druck."},{"t":"Düsentest","k":"Glossar · Wartung","d":"Ein kurzes Testmuster, das zeigt, ob alle Düsen des Druckkopfs sauber arbeiten. Fehlende Linien bedeuten, dass Düsen verstopft sind.","u":"/glossar/duesentest/","x":"Düsentest Düsentests Nozzle Check Nozzle-Check Der Drucker druckt für jeden Farbkanal ein Treppen- oder Gittermuster, in dem jede Düse eine eigene kurze Linie zeichnet. Fehlende oder schiefe Linien zeigen verstopfte oder abgelenkte Düsen. Abhilfe sind die Reinigungsfunktion des Druckers, das Spülen mit Reinigungsflüssigkeit oder das Säubern der Kappenstation. Ein Düsentest gehört an den Anfang jedes Drucktags und nach jeder Reinigung. Auf dunklem Untergrund oder Folie sind weiße Linien besser zu erkennen als auf weißem Papier."},{"t":"Banding","k":"Glossar · Fehlerbild","d":"Feine helle oder dunkle Streifen quer durch den Druck. Sie entstehen meist, weil Düsen verstopft sind oder der Drucker falsch eingestellt ist.","u":"/glossar/banding/","x":"Banding Streifenbildung Banding zeigt sich als regelmäßige Streifen in Druckrichtung oder quer dazu. Häufige Ursachen: ausgefallene Düsen, ein falsch kalibrierter Vorschub zwischen den Durchgängen, versetzte Tropfen beim bidirektionalen Drucken, ein zu großer Kopfabstand oder ein Druckkopf, der nicht parallel zum Tisch steht. Erster Schritt ist immer ein Düsentest, danach die Kalibrierung von Vorschub und Bidirektionalität in der Software. Mehr Durchgänge oder ein feinerer Druckmodus kaschieren leichtes Banding, kosten aber Zeit."},{"t":"Prusa Research: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Prusa Research aus Prag ist einer der bekanntesten Hersteller von 3D-Druckern in Europa. Das Unternehmen kommt aus der Open-Source-Bewegung RepRap, viele Bauteile und die Software ","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/prusa/"},{"t":"Bambu Lab: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Bambu Lab aus Shenzhen hat den Hobby-3D-Druck in wenigen Jahren stark verändert: schnelle Drucker, die sich weitgehend selbst kalibrieren und ohne viel Bastelei gute Ergebnisse lie","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/bambu-lab/"},{"t":"Creality: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Creality aus Shenzhen ist einer der größten Hersteller von 3D-Druckern weltweit. Bekannt wurde das Unternehmen mit der günstigen Ender-Serie, mit der viele Menschen ihren ersten 3D","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/creality/"},{"t":"Anycubic: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Anycubic aus Shenzhen baut FDM- und Resin-Drucker. Bekannt ist das Unternehmen vor allem für die Photon-Resin-Drucker und die Kobra-Serie im FDM-Bereich. Mit dem ACE-System bietet ","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/anycubic/"},{"t":"Qidi Tech: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Qidi Tech baut seit 2014 FDM-Drucker und hat sich früh auf geschlossene Geräte spezialisiert. Viele Modelle haben eine aktiv beheizte Kammer und eine Düse für hohe Temperaturen, da","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/qidi/"},{"t":"Elegoo: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Elegoo wurde 2015 in Shenzhen gegründet und ist vor allem für günstige Resin-Drucker der Mars- und Saturn-Serie bekannt. Im FDM-Bereich baut Elegoo die offene Neptune-Serie und die","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/elegoo/"},{"t":"Flashforge: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Flashforge aus der chinesischen Provinz Zhejiang baut seit 2011 3D-Drucker für Privatleute, Schulen und Industrie. Bekannt ist das Unternehmen für die Adventurer-Serie mit kompakte","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/flashforge/"},{"t":"Sovol: alle 3D-Drucker","k":"Hersteller","d":"Sovol aus Shenzhen hat vor dem ersten eigenen Drucker Filamente, Zubehör und Ersatzteile produziert. Heute baut das Unternehmen preisgünstige FDM-Drucker, aktuell mit Schwerpunkt a","u":"/3d-druck/drucker/hersteller/sovol/"},{"t":"Geschlossene 3D-Drucker im Überblick","k":"Übersicht","d":"Alle geschlossenen 3D-Drucker im Wiki: ideal für ABS, ASA und technische Filamente, leiser und sicherer im Wohnraum.","u":"/3d-druck/drucker/geschlossene/","x":"Ein geschlossener 3D-Drucker hat ein Gehäuse rund um den Bauraum. Dadurch bleibt die Wärme vom Druckbett im Inneren, Zugluft kommt nicht an den Druck, und Gerüche lassen sich filtern. Für PLA und PETG brauchst du kein Gehäuse. Für ABS, ASA, Nylon und PC ist es dagegen fast Pflicht."},{"t":"Offene 3D-Drucker im Überblick","k":"Übersicht","d":"Alle offenen 3D-Drucker im Wiki: günstig, gut zugänglich und ideal für PLA, PETG und TPU.","u":"/3d-druck/drucker/offene/","x":"Offene 3D-Drucker haben kein Gehäuse. Sie sind meist günstiger, leichter und gut zugänglich, wenn du während des Drucks etwas prüfen oder nachjustieren willst. Für PLA, PETG und TPU sind sie völlig ausreichend. Materialien, die sich beim Abkühlen stark verziehen, drucken sich darauf schwieriger."},{"t":"CoreXY-3D-Drucker im Überblick","k":"Übersicht","d":"Alle CoreXY-3D-Drucker im Wiki: schnelle Bauweise, bei der nur der Druckkopf fährt und das Bett nach unten sinkt.","u":"/3d-druck/drucker/corexy/","x":"Bei CoreXY-Druckern bewegt sich nur der leichte Druckkopf über die Fläche, die Druckplatte sinkt Schicht für Schicht nach unten. Das erlaubt hohe Geschwindigkeiten und macht auch hohe, schlanke Teile stabil. Die würfelförmige Bauweise lässt sich gut einhausen, deshalb sind die meisten geschlossenen Drucker CoreXY-Drucker."},{"t":"Bettschubser-3D-Drucker im Überblick","k":"Übersicht","d":"Alle 3D-Drucker mit bewegtem Druckbett (Bed Slinger) im Wiki: günstig, einfach und ideal für den Einstieg.","u":"/3d-druck/drucker/bettschubser/","x":"Beim Bettschubser fährt die Druckplatte vor und zurück, der Druckkopf bewegt sich nach links, rechts und oben. Die Bauweise ist einfach und günstig. Moderne Geräte sind trotzdem erstaunlich schnell. Grenzen gibt es bei sehr hohen, schlanken Teilen und beim Einhausen."},{"t":"3D-Drucker für Mehrfarbdruck im Überblick","k":"Übersicht","d":"Alle 3D-Drucker im Wiki, die mehrere Farben oder Materialien in einem Druck verarbeiten, mit Mehrfarbsystem, mehreren Düsen oder Werkzeugwechsler.","u":"/3d-druck/drucker/mehrfarbig/","x":"Mehrfarbig drucken geht auf drei Arten: mit einem Zusatzgerät, das zwischen mehreren Spulen wechselt, mit zwei Düsen oder mit einem Werkzeugwechsler, der mehrere komplette Druckköpfe hat. Die Systeme unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Material und Zeit jeder Farbwechsel kostet."},{"t":"3D-Drucker mit beheizter Kammer im Überblick","k":"Übersicht","d":"Alle 3D-Drucker im Wiki mit aktiv beheizter oder geregelter Kammer: die richtige Wahl für Nylon, PC und große Teile aus ABS oder ASA.","u":"/3d-druck/drucker/beheizte-kammer/","x":"Eine beheizte Kammer hält den Innenraum des Druckers aktiv auf Temperatur, oft 55 bis 65 °C. 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